Einen schönen guten Tag in die Runde!
Zur Anfrage vor kurzem zur besten Verwertung einer Sammlung, möchte ich hier mal ein Beispiel zeigen!
Ich habe letztes Monat genauer gesagt am 21.07. auf einem Auktionshaus im Nachverkauf eine Bayernsammlung für 200,- € gekauft.
Die Sammlung beinhaltet insgesammt 28 Seiten Bayern wovon 3 Seiten Dubletten sind und der Rest mehr oder weniger eine fast komplette Bayernsammlung Erhaltung postfrisch, postfrisch mit Falz und gestempelt.
Ich habe die Sammlung blind gekauft, soll heißen ohne sie vorher zu Besichtigen ( Ich fahre nicht in den Norden Deutschlands um eine Sammlung für gerade mal 200,- € anzuschaun).
Da ich heute gerade mal die Luitpold Marken gesichtet habe möchte ich mal zeigen wie so eine Sammlung vom Auktionshaus aufgearbeitet wird!
Ausser der Bayernsammlung die grob beschrieben war (siehe Bild 1) waren auch noch 4 Seiten Württenberg, 10 Marken von Sachsen/4 M Preußen/ 8 NDPZ / 17 Bergedorf ( arg fraglich) 18 Hanover und 15 Marken von Baden dabei (ettlich devon geprüft)!
Nun zu der gezeigten Luitpold Seite:
Im Album waren 2 kleine Zettelchen einmal 300 * ** und ein weiterer mit
Type II.
Die anderen Zettelchen sind jetzt von mir nach Sichtung der Sammlung angebracht worden, damit mein Sohn mal weis, was Er da vor sich hat. Der interessiert sich leider immer noch nicht für Briefmarken sondern nur für Geldscheine mit hohen Wert!
Nach durchsicht der Seite sind von den Pfennigwerten 8 Marken Type I und die Michel Nr.78 Type III alle Marken mit Gummi und Falz!
Bei den Marken Markwerte sind alle Marken bis auf die Mi. Nr.89 5,- Mark Type II Michel 89 ist Type I alle Markwerte sind Postfrisch
Ergibt einen Katalogwert von exakt 427,60 € (Katalog 2012)
Nur am Rande, es sind auch alle Quadratkreuzer vorhanden ausser 2 I und 4 I incl. der Michel Nr 1 (schwarzer Einser) der allerdings äusserst fraglich ist wenngleich er ein Signum Richter aufweist. Ich weis noch nicht mal ob Richter jemals ein Prüfer war oder es sich hier nur um eine Privatsignatur handelt.
Der ein oder andere kann sich jetzt event. Vorstellen was es bringt eine Sammlung ohne Wissen an ein Auktionshaus zu übergeben!
Ich mache dem Auktionshaus keinen Vorwurf und halte ein Auktionshaus auch durchaus für die richtige Adresse, wenn es sich um Einzellose handelt oder schon aufgearbeitete Sammlungen.
Aber einfach der Bequemlichkeit wegen eine Sammlung abzugeben ohne Vorsortierunghalte ich für groben Unfug.
Charli der aus Steingaden