Hallo Sammlerfreunde.
Hier habe ich ein Exemplar aus Dänisch-Westindien, welches ich nicht zuordnen kann.
Kennt jemand die Marke und kann Sie bestimmen/wertschätzen?
Ich vermute mal 18 IIH, oder 7IIBH?
Vielen Dank im Voraus ![]()
Hallo Sammlerfreunde.
Hier habe ich ein Exemplar aus Dänisch-Westindien, welches ich nicht zuordnen kann.
Kennt jemand die Marke und kann Sie bestimmen/wertschätzen?
Ich vermute mal 18 IIH, oder 7IIBH?
Vielen Dank im Voraus ![]()
Bestimmen läßt sich diese Marke wohl nur durch die Zähnung, die 7 hat Zähnung 14 : 13 1/2 und die 18 12 1/2 : 12 1/2 oder 13 : 13. Im Katalog haben beide Extra-Notierungen als Hälften echt auf Brief gelaufen, die Nr. 7 halbiert ist wesentlich seltener als die 18.
ZitatOriginal von kartenhai
Bestimmen läßt sich diese Marke wohl nur durch die Zähnung, die 7 hat Zähnung 14 : 13 1/2 und die 18 12 1/2 : 12 1/2 oder 13 : 13. Im Katalog haben beide Extra-Notierungen als Hälften echt auf Brief gelaufen, die Nr. 7 halbiert ist wesentlich seltener als die 18.
Ich zähle senkrecht 14 Zähne, ihr auch?
Demnach müßte es die 7 I b H sein?
Hallo Sven,
die Halbierungen stammen aus dem Jahr 1903. Der Übergang von der engen Zähnung (14:13 1/2) auf die weite Zähnung fand 1895 statt. Alle Halbierungen haben also die weite Zähnung (12 3/4). OK, jetzt gehts mir wie den Römern bei Asterix: Ganz Gallien ist von den Römern besetzt. Ganz? Ganz! Es ist tatsächlich eine Halbierung einer 4c Marke, 1. Druckauflage und einige wenige Exemplare auf der 4c Marke 2. Druckauflage in der engen Zähnung bekannt (ausschließlich auf Briefstück). Hier haben wohl ortsansässige Philatelisten ihre Dublettenbestände für die Halbierungen geplündert.
Der amerikanische Konsul Van Horne war übrigens ein eifriger Produzent von Halbierungen auf Ortsbrief. Auch meine Halbierung stammt aus dieser Quelle.
Für die Halbierungen wurden Marken der 3. und 4. Druckauflage verwendet. Es kommen sowohl Marken mit aufrechtem als auch kopfstehendem Rahmen vor. Sowohl Deine als auch meine Halbierung ist von Marken mit aufrechtem Rahmen (deutlich häufiger).
Das Teil brauchst Du nicht zum Prüfen schicken, das ist echt, wenn auch stark philatelistisch beeinflusst.
Viele Grüße
DKKW
Erstmal Dankeschön ![]()
Etwas irritiert bin ich schon. Dein Scan ist mit 7bx gekennzeichnet..
Die 7 (engere Zähnung). Du schreibst aber die Halbierungen haben alle die weitere Zähnung. Das wäre aber dann die Mi 18, oder bin ich auf dem falschen Dampfer? Ich sprach von Michel-Nr., nicht von AFA-Nr.
Ist Michel Nr. 18 also richtig?
Hier noch ein paar für mich nicht lösbare Fälle.
Oben sollen Mi 5 sein, darunter Mi 16.
Kann die jemand vielleicht genauer identifizieren?
Hallo Sven,
sorry, ich wollte Dich nicht irritieren, aber mein scans sind natürlich nach Afa benannt, da ich meine Sammlungen Dänemark und Umgebung nach Afa aufgebaut habe (so wie meine Norwegen Sammlung nach Norgeskatalog).
Afa 7B ist die 4 cents mit Kammzähnung 12 3/4 (weite Zähnung), Afa 7 die 4 cents mit Kammzähnung 14:13 1/2 (enge Zähnung). x = Halbierung
Somit Afa 7x = Michel 7IbH (lt. dän. Literatur, so weit mir bekannt, nur 1 Exemplar 1. Druckauflage auf Brief bekannt, ansonsten Briefstücke)
Afa 7Bx = Michel 18IH, das ist die 3. und 4. Druckauflage der 4cent Marke, warum Michel hier neue Hauptnummern vergibt, ist mir schleierhaft. Bei den dänischen Marken in gleicher Zeichnung macht er es ja auch nicht.
Ich hoffe, ich konnte Deine Verwirrung auflösen.
Deine eingescannten Marken sehe ich mir in Ruhe an.
Viele Grüße
DKKW
ZitatAlles anzeigenOriginal von DKKW
Ich hoffe, ich konnte Deine Verwirrung auflösen.
Ja, vielen Dank
Deine eingescannten Marken sehe ich mir in Ruhe an.
Darüber würde ich mich sehr freuen..wenn möglich die Michel Nummern.
Ich habe zwar einen AFA Katalog, aber mein Dänisch ist mickrigViele Grüße
DKKW
Hallo Sven,
hier jetzt die von Dir eingescannten Marken von links nach rechts:
Obere Reihe:
1. Michel 5Ib, Afa 5 (Rahmenhauptgruppe 4, aufrecht), 3. bis 7. Druckauflage, enge Zähnung, Stempel St. Thomas
2. Michel 16II, Afa 5By (Rahmenhauptgruppe 5, kopfstehend), 10. Druckauflage, weite Zähnung, Stempel Christiansted
3. Michel 5Ib, Afa 5 (Rahmenhauptgruppe 4, aufrecht), 3. bis 7. Druckauflage, enge Zähnung, Stempel St. Thomas
4. Michel 5IIb, Afa 5y (Rahmenhaupttype 4, kopfstehend), 3. bis 7. Druckauflage, enge Zähnung, Stempel St. Thomas
Untere Reihe:
5. Michel 16II, Afa 5By (Rahmenhauptgruppe 5, kopfstehend), 10. Druckauflage, weite Zähnung, Stempel ???
6. Michel 16II, Afa 5By (Rahmenhauptgruppe 5, kopfstehend), 10. Druckauflage, weite Zähnung, Stempel St. Thomas
Die Marken 1 und 3 sind die gleiche Hauptnummer, aber wie man an den verschiedenen Farben erkennen kann, unterschiedliche Druckauflagen. Gehören beide in die Sammlung.
Die Marke 4 hat einen kopfstehenden Rahmen, gehört also ebenfalls in die Sammlung.
Die Marken 2, 5 und 6 sind weite Zähnung, kopfstehender Rahmen und gleiche Druckauflage. Ich würde, da verschiedene Stempel die Marken 2 und 6 in die Sammlung packen und die Marke 5 in die Dubletten stecken.
Die Marken sind m. E. alle echt, bis auf Marke 5 halte ich auch die Stempel für echt. Marke 5 ist vermutlich sehr schlampig gestempelt, unter Umständen aber auch Falschstempel. Bessere Qualitäten sind natürlich wünschenswert, aber mit den Marken hast Du schon mal gutes Vergleichs- und Studienmaterial in der Hand.
Ich such mal Marken aus meiner Sammlung, an Hand derer ich die verschiedenen Rahmentypen und Rahmenstellungen erklären kann. Vielleicht komme ich noch heute abend dazu. das will ich aber nicht versprechen.
Viele Grüße
DKKW
Toll..das war ja super schnell ![]()
Ganz lieben Dank.
Schade, dass ich meine Unterlagen im Büro habe und da erst Donnerstag wieder reinkomme. Jetzt bin ich ja schon neugierig geworden, wie die Marken bewertet werden. ![]()
Ein paar andere Marken kann ich leider auch nicht auseinanderhalten
. Alle zwischen Mi 1-20.
Darf ich damit Ende der Woche noch einmal auf dich zukommen?
Ich habe mir das zig mal angesehen mit diesem kopfstehenden Rahmen/normalen Rahmen. Ich kann das partout nicht unterscheiden, selbst wenn 2 verschiedene Marken nebeneinander liegen.
Vermutlich habe ich da einen Knick in der Optik. ![]()
Hast du eigentlich mal gehört, ob diese Unterschiede mit den Rahmen bewußt gemacht wurden?
Viele Grüße aus Bremen!
ZitatOriginal von SvenBremen
. Jetzt bin ich ja schon neugierig geworden, wie die Marken bewertet werden.
habe mal im Online-Michel nachgesehen..also 25-35 Euro das Stück ![]()
Hallo Sven,
zur Bewertung: Du kannst Dich mit den Katalogpreisen natürlich reich rechnen.
Für aktuelle Marktpreise: Seh Dir mal die aktuell abgelaufene Uge (Wochen-) Auktion bei an, unter Danish Vest-Indies findest Du jede Menge gestempelter DVI-Marken (natürlich nach AFA-Numerierung), alle mit einem roten Punkt versehenen Marken wurden zum angegebenen Kronen-Preis verkauft, alle mit einem grünen Punkt versehenen Marken sind zum angegebenen Kronen-Preis im Nachverkauf erhältlich. 7,5 Dänische Kronen entsprechen in etwa einem Euro. Seh die Zähnung und Zentrierung sowie Stempelqualität an. Wenn Deine Marken da nicht mithalten können, dann sind nochmals Preisabschläge vorzunehmen.
Viele Grüße
DKKW
ZitatOriginal von DKKW
Hallo Sven,zur Bewertung: Du kannst Dich mit den Katalogpreisen natürlich reich rechnen.
Für aktuelle Marktpreise: Seh Dir mal die aktuell abgelaufene Uge (Wochen-) Auktion bei an, unter Danish Vest-Indies findest Du jede Menge gestempelter DVI-Marken (natürlich nach AFA-Numerierung), alle mit einem roten Punkt versehenen Marken wurden zum angegebenen Kronen-Preis verkauft, alle mit einem grünen Punkt versehenen Marken sind zum angegebenen Kronen-Preis im Nachverkauf erhältlich. 7,5 Dänische Kronen entsprechen in etwa einem Euro. Seh die Zähnung und Zentrierung sowie Stempelqualität an. Wenn Deine Marken da nicht mithalten können, dann sind nochmals Preisabschläge vorzunehmen.
Viele Grüße
DKKW
Ich möchte Sie ja nicht verkaufen, event. vielleicht Doubletten.
War nur neugierig. Mein Vater hatte Sie unter anderen Nummern abgelegt, die teilweise extrem wertvoller waren.
Dem sage ich lieber nichts..wer weiß was er für die Marken seinerzeit hingelegt hat.
Ich hatte aber schon den Verdacht, dass da etwas nicht stimmt.
Deshalb wollte ich mal die tatsächlichen Nummern rausfinden und sie dann entsprechend ablegen. Ohne Hilfe habe ich es aber leider bisher nicht zustande gebracht..deswegen bin ich dir echt dankbar für deine Unterstützung.
Hallo Sven und alle anderen Freunde der Dänemark Philatelie,
leider habe ich keine schönen ungebrauchten DVI-Marken an denen man den aufrechten und kopfstehenden Rahmen schön zeigen kann. Die Marken der zweifarbigen Ziffernausgabe (dän. tovarvede) des Mutterlandes sind aber nach gleichem Muster und mit den gleichen Rahmen produziert worden. Deshalb zeige ich eine 8 Öre Marke mit kopfstehendem und eine 16 Öre Marke mit aufrechtem Rahmen.
Bei den Marken mit kopfstehendem Rahmen liegen beim Rankwerk links oben und oben links Blatt und Seitenzweig exakt gegenüber (der Botaniker würde sagen: gegenständig). Rechts unten und unten rechts sind Blatt und Seitenzweig gegeneinander verschoben (der Botaniker nennt dies: wechselständig).
Bei den Marken mit aufrechtem Rahmen ist es genau umgekehrt. Oben links wechselständig und unten rechts gegenständig.
Ich habe die entsprechenden Stellen jeweils rot eingekreist.
Viele Grüße
DKKW
Ich kann den Unterschied einfach nicht erkennen..ich gucke mir das jetzt schon eine ganze Zeit lang an ![]()
OK, einen Versuch mach ich noch.
Meine Zeichnung reicht sicherlich nicht für die Aufnahme an der Kunstakademie, trotzdem hoffe ich, dass jetzt der Unterschied im Rankwerk zwischen aufrechtem und kopfstehendem Rahmen deutlich wird.
Aufrechter Rahmen: Blatt und Seitenranke versetzt.
Kopfstehender Rahmen: Blatt und Seitenranke genau gegenüberstehend. (hier nochmals eingekreist!)
Viele Grüße
DKKW
Bei deiner Zeichnung kann ich den Unterschied sehen, auf dem Scan aber leider nicht ![]()
Darf ich hier nochmal um deine Hilfe bitten?
Ganz rechts dürfte wohl eine Michel 18IH sein.
Hallo Sven,
zunächst einmal haben alle Marken einen aufrechten Rahmen.
Die Marken 1 - 3 (von links nach rechts) sind alle 18I bzw. Afa 7B, Kammzähnung 12 3/4, Rahmenhaupttype 5. Die Marken sind leider alle nicht schön zentriert, am besten gefällt mir noch Marke 3, da sie nur den stummen Vierringstempel von St. Thomas zeigt. Dieser Stempel ist keine Besonderheit.
Die Marke 4 ist 7Ib, bzw. Afa 7, 2. Druckauflage. Kammzähnung 14:13 1/2, Rahmenhaupttype 4, Stempelteile von Christiansted.
Ich kann die Zähnung der Halbierung nicht richtig erkennen, gehe aber auch von 18IH bzw. Afa 7Bx aus.
Evtl. später am Abend ein Beitrag zu den Rahmenhaupttypen von mir.
Viele Grüße
DKKW
Du scheinst die Marken ja alle auswendig zu kennen, so flott wie du bist ![]()
Morgen kommen noch ein paar, dann wäre die Sammlung endlich mal schön sortiert.
Ich bin ganz begeistert ![]()
Hallo Sven,
da nich für. Freut mich, wenn ich Dir etwas helfen kann.
Die meisten Marken der zweifarbigen Ziffernausgabe Dänisch-Westindiens haben Rahmen der Rahmenhaupttypen 3 bis 5. (Bild 1) Eine wenige auch der Rahmenhaupttype 1, dieser eher seltenen Rahmenhaupttype werde ich einen eigenen Beitrag widmen.
Die "einfachste" Unterscheidung ist die Zentralfeder ders "Federbusches" in der linken unteren Ecke. Bei kopfstehenden Rahmen natürlich der rechten oberen Ecke.
Rahmenhauptgruppe 3: Zentralfeder läuft in einer Spitze mit klaren Kante und einer deutlichen Spitze aus. (Bild 2)
Rahmenhauptgruppe 4: Zentralfeder läuft in einer Spitze mit klaren Kanten aus, die Spitze ist abgeplattet (mal mehr mal weniger deutlich/Bild 3)
Rahmenhauptgruppe 5: Zentralfeder ist keulenförmig abgerundet (Bild 4)
Viele Grüße
DKKW
Edit: Sorry, aus Versehen zunächst die Rahmenhauptgruppe 3 doppelt abgebildet.