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  4. Ansichtskarten

Landkreis Görlitz/Schlesien

  • DKKW
  • 12. März 2014 um 20:16
  • DKKW
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    9.462
    • 1. Mai 2014 um 12:24
    • #21

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich einen ersten Teil meiner Ansichtskarten aus Jauernick südwestlich von Görlitz. Der Ortsname ist slawischen Ursprungs. Die obersorbische Bezeichnung lautet Jawernick und leitet sich wohl von der slawischen Bezeichnung für Ahorn (= Jawer) ab.
    In Jauernick stand wohl bereits im Jahr 967 in Kirche slawischer Christen. Ort und Kirche wurden 1427 durch die Hussitten geplündert und zerstört. Im Jahr 1815 kam der Ort zur preussischen Provinz Schlesien. 1936 wurde Jauernick mit dem Nachbarort Niecha (obersorbisch: Nechow) vereinigt, Niecha wurde in Buschbach umbenannt. Jauernick blieb von der Germanisierungswelle der Ortsnamen während des 3. Reiches verschont und behielt seinen Namen. Im Jahr 1994 wurde Jauernick-Buschbach nach Markersdorf eingemeindet.
    Laut Ritters Ortslexikon von 1874 hatte Jauernick 400 Einwohner. Im Jahr 1939 stieg die Zahl der Bewohner auf 481 Einwohner an. Im Jahr 2013 waren es noch 418 Einwohner.

    Meine beiden ersten Karten stammen aus den Jahren 1897 und 1913. Damals war Deutsch-Ossig das zuständige Postamt. Die Karte von 1897 zeigt den Kreisstempel von Deutsch-Ossig, die Karte aus dem Jahr 1913 den Steggitterstempel Deutsch-Ossig (Kr. Görlitz).

    Viele Grüße
    DKKW

    Bilder

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  • DKKW
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    9.462
    • 4. Mai 2014 um 11:11
    • #22

    Hallo zusammen,

    hier kommt, wie versprochen, eine weitere Ansichtskarte aus Jauernick.

    Nicht, dass diese Karte aufgrund ihrer Motive etwas Besonderes wäre. Ich möchte sie deshalb zeigen, weil in Jauernick im Jahr 1928 eine Posthilfsstelle bestand. Neben der Marke würde dieser Rahmen-Zweizeiler "Jauernick / Görlitz Land" in violett abgeschlagen. Die Entwertung der Marke erfolgte dann im Postamt Görlitz Land am 11.6.28.

    Diese Posthilfstellenstempel sind ein unendliches, aber sicher interessantes Thema, insbesondere für den Heimatsammler.

    Viele Grüße
    DKKW

    Bilder

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  • DKKW
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    9.462
    • 26. Mai 2014 um 20:08
    • #23

    Hallo zusammen,

    in meinem heutigen Beitrag geht es um das Dorf Kieslingswalde, heute Slawnikowice in der Gmina Zgorzelec.

    Kieslingswalde wurde erstmals 1301 als Keselingswalde urkundlich erwähnt. Die Anlage als Waldhufendorf ist ein Indiz dafür, dass es sich um eine Gründung deutscher Zuwanderer gehandelt haben muss.

    Das Dorf war ursprünglich im Besitz der Adelsfamile von Camenz, später ging das Dorf in den Besitz der Familie von Tschirnhaus über. Im Jahr 1815 kam Kieslingswalde zu Preussen. Zunächst zum Kreis Lauban, dann zum Kreis Görlitz. Seit 1945 gehört Kieslingswalde als Slawnikowice zu Polen.

    Kieslingswalde hatte laut Ritters Ortslexikon von 1874 685 Einwohner, im Jahr 1939 666 Einwohner () und heute 347 Einwohner (Wikipedia)

    Interessant auch hier wieder die von Tomasz Mietlicki betriebene deutsch/polnische homepage, zu der auch ein Christof von Tschirnhaus konstruktiv beigetragen hat.


    Ich zeige zwei Karten aus den Jahren 1912 und 1940/41. Die Karte aus dem Jahr 1912 weist zwar einen schweren Bug auf, der noch dazu unsachgemäß mit Tesafilm gestützt wurde, aber dafür ist die Karte in Lichtenberg abgestempelt.

    Beim Namen Lichtenberg müssten die Alarmglocken bei allen Preussensammlern klingeln, denn die am 1.9.1858 eingerichtete Postexpedition Lichtenberg bekam den preussischen Nummernstempel 1965 zugeteilt, der zu den Raritäten der Preussen-Philatelie gehört.

    Eine Postkarte dieses Ortes hat bislang noch nicht den Weg in meine Sammlung gefunden.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    9.462
    • 29. Mai 2014 um 12:24
    • #24

    Hallo zusammen,

    Königshain und die Königshainer Berge waren ein beliebtes Ausflugsziel der Görlitzer.

    Im Jahr 1298 wurde Königshain erstmals urkundlich erwähnt. Eine böhmische Königin soll hier einen Jagdsitz unterhalten haben, so wird jedenfalls der Namensursprung erklärt. Aus dem Herrenhaus des Gutes entwickelte sich ein (Wasser-)Schloss, das durch verschiedene Hände ging. Königshain war bis in die 1970er Jahre auch für seine Granitsteinbrüche bekannt.
    Königshain hat heute gut 1.200 Einwohner, lt. Ritters Ortslexikon von 1874 waren es damals 1.280 Bewohner.

    Ich zeige zwei Karten aus dem Jahr 1917. Einmal eine Karte mit Ansichten des Schlosses, der Kirche, der Schule und des Dorfladens und zum anderen eine Karte aus Ausflugslokals "Zum Hochstein" mit einer der Granitformationen, dem Fürstenstein (eigentlich Firstenstein). Obwohl zum Naturdenkmal erklärt, fiel dieser Felsen in den 1930er Jahren Steinbrucharbeiten zum Opfer.

    Beide Karten sind mit dem Steggitterstempel von Königshain (Oberlausitz) entwertet.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • labarnas
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    3.846
    • 29. Mai 2014 um 13:04
    • #25

    Hallo DKKW :)

    ich hoffe ein Echo geht in Ordnung, ansonsten lasse den Post rausnehmen. Schaue hier schon ne Weile zu, finde Dein Thema echt spannend und wir sind immer im Mai in die Königshainer Berge. Gibt in dem Steinbruch (der Görlitzer Granit ist bekannt dafür, weil »jung«), viele kristalline Ausformungen zu finden. Anbei, weil sich ja z. B. das Dach des Schlosses merklich geändert hat mal eine "normale" Ansichtskarte zum 01.05.1938 mit Gruppenunterschrift auf der Rückseite.

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    Forschungsgemeinschaft DDR Plattenfehler - Koordinator im Philaforum - Web-Seite der FG

    Literaturliste (Stand Januar 2022)

  • DKKW
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    9.462
    • 29. Mai 2014 um 13:26
    • #26

    Hallo labarnas,

    vielen Dank für Deinen Beitrag, Beiträge anderer Mitglieder sind immer willkommen. Leider kenne ich das Königshainer Schloss nicht persönlich aber könnte es sich nicht um Vorder- und Rückseite handeln?


    Viele Grüße
    DKKW

  • DKKW
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    9.462
    • 5. Juni 2014 um 20:52
    • #27

    Hallo zusammen,

    heute beginne ich mit dem ersten Teil der Ansichtskarten zur Kleinstadt Kohlfurt (heute polnisch Wegliniec).

    Der Ort entstand nach 1502 am Flüsschen Tschirne, nachdem die Stadt Görlitz große Teile der Görlitzer Heide in ihren Besitz gebracht hat und an diesem Ort ein Hammerwerk errichten ließ.

    In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Kohlfurt zu einem bedeutenden Eisenbahnknotenpunkt Niederschlesiens. Außerdem entstanden nach 1905 Braunkohlenbergwerke und Brikettfabriken. Seit 1945 gehört Kohlfurt als Wegliniec zu Polen.

    Im Jahr 1828 hatte Kohlfurt 608 Einwohereits 2.332 Bewohner und schließlich im Jahr 1939 2.741 Einwohner. Heute (2007) beherbergt Kohlfurt (Wegliniec) 3.043 Bewohner.

    Ich zeige zwei Ansichtskarten aus den Jahren 1911 und 1915. Auf der Karte aus dem Jahr 1915 ist auch die Bergwerks-Direktion abgebildet.
    Außerdem zeige ich das Briefsiegel des Kaiserl. Deutsches Postamt Kohlfurt

    Viele Grüße
    DKKW

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    2 Mal editiert, zuletzt von DKKW (5. Juni 2014 um 20:53)

  • DKKW
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    9.462
    • 9. Juni 2014 um 13:27
    • #28

    Hallo zusammen,

    heute folgt der zweite Teil meiner Ansichtskarten aus Kohlfurt (heute: Wegliniec).

    Zunächst eine Feldpostkarte mit dem Beamten-Gebäude. Sie zeigt m. E. das 1912 errichtete Wohngebäude für Bedienstete des Braunkohlenkraftwerks in Kohlfurt. Die Karte ist mit einem Bahnpoststempel Dresden-Kohlfurt-Breslau Zug 446 gestempelt.

    Dann eine Karte mit der Kirche von Kohlfurt. Das Kirchenschiff wurde wohl nach 1687 errichtet. Der Turm scheint mir jüngeren Datums zu sein. Die 6 Pfg. Hindenburg wurde mit einem Stegstempel Kohlfurt 1a am 5.12.33 entwertet.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    9.462
    • 15. Juni 2014 um 11:25
    • #29

    Hallo zusammen,

    in meinem heutigen Beitrag geht es um die heute zur Gemeinde Schöpstal gehörige Ortschaft Kunnersdorf.

    Der Ort wurde erstmals als Cunraczdorf im Jahr 1319 urkundlich erwähnt. Vermutlich ist das Waldhufendorf von deutschen Zuwanderern im Zuge der Ostkolonisation in der ersten Hälfte des 13. Jahhunderts entstanden. Die ortsansässigen Slawen wurden verdrängt.

    Kunnersdorf unterstand wohl zunächst der Landesherrschaft, im 15. Jahrhundert entstand ein Rittergut, das im Besitz der Familie Frenzel war. Die Besitzverhältnisse änderten sich in den folgenden Jahrhunderten häufig.
    Bei Kunnersdorf wurde früher sowohl Kalkstein als auch Granit gebrochen.

    1815 kam Kunnersdorf zu Preussen, die Kreiszugehörigkeit wechselte zwischen Görlitz (ab 1777), Rothenburg (ab 1825), Görlitz (ab 1885), Niesky (ab 1950) und schließlich wieder Görlitz (2008).

    Die Bevölkerung schwankte zwischen 635 (1825) und 826 (1871). Nur in der Nachkriegszeit wuchs die Bevölkerung durch die Aufnahme von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen kurzzeitig auf 1245 Bewohner (1950) an. Vor der Zusammenlegung der Gemeinden Kunnersdorf, Ebersbach und Girbirgsdorf zur Gemeinde Schöpstal lag die Einwohnerzahl bei 713 Bewohnern.

    Ich zeige drei Karten. Zunächst ungelaufene Ansichtskarten der evangelischen Kirche und der Friedrich'schen Gastwirtschaft und dann eine 1902 gelaufene Karte mit Ortsansicht. Die Marke ist mit dem Steggitterstempel Kunnersdorf (Kr. Görlitz) entwertet. Laut Handbuch von 1896 hatte Kunnersdorf ein Postamt III. Klasse (damals noch Cunnersdorf geschrieben).

    Viele Grüße
    DKKW

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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (15. Juni 2014 um 11:26)

  • DKKW
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    9.462
    • 22. Juni 2014 um 22:14
    • #30

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich euch eine Ansichtskarte aus Krischa.

    Krischa lag im äußersten Westen der preussischen Provinz Schlesien und damit des Landkreises Görlitz an der Grenze zu Sachsen (Landkreis Bautzen).

    Krischa wurde als Chrisow erstmals im Jahr 1305 urkundlich erwähnt, ab 1543 ist die Bezeichnung Krischa überliefert. Über den slawischen Namensursprung habe ich nichts herausfinden können.

    Im Jahr 1936 wurde der Gemeindename germanisiert. Künftig hieß der Ort Buchholz, dies wurde auch in DDR-Zeiten nicht rückgängig gemacht. 1994 schlossen sich Arnsdorf, Hilbersdorf, Buchholz und Melaune zur Gemeinde Vierkirchen zusammen.

    Krischa hatte im Jahr 1825 466 Einwohner, im Jahr 1871 wuchs die Bevölkerungszahl auf 808 Bewohner an. Bis 1905 kam es zu einem starken Rückgang der Bevölkerung auf 445 Bewohner bevor es bis 1939 wieder 513 Einwohner wurden. Bis 1988 stieg die Bevölkerung bis auf 576 Einwohner an, anschließend kam es zu einer massiven Entvölkerung, denn im Jahr 2011 bewohnten gerade mal 280 Einwohner den Ort.

    Ich kann gerade mal eine Karte aus Krischa zeigen. Unter der Bezeichnung Buchholz bin ich bislang nicht fündig geworden.

    Die Karte stammt aus dem Jahr 1920 oder 1921 und wurde im benachbarten sächsichen Weißenberg postalisch abgefertigt. Leider sind die Stempel nicht eindeutig datierbar.

    Die Karte zeigt das Schloss, Kirche, Schule und Andricks Gasthaus in Krischa/Oberlausitz.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 29. Juni 2014 um 11:58
    • #31

    Hallo zusammen,

    ich wechsele heute wieder auf das östliche Neisseufer und zeige einige Karten aus dem Ort Leopoldshain.

    Leopoldshain liegt wenige Kilometer östlich von Görlitz an der Straße nach Lauban. Heute gehört der Ort zur Gmina Zgorcelec und heisst Lagów.

    Der Ort ist eine Gründung deutscher Zuwanderer und entstand vermutlich um 1200 herum. Der Name geht wohl auf einen Leopold von Penzig zurück, der vermutlich der örtliche Lokator war. Um 1416 wurde Leopoldshain eigene Pfarrgemeinde (in Norddeutschland wurde man Kirchspielort dazu sagen).

    Laut Ritters Ortslexikon von 1874 hatte das Dorf 650 Einwohner. Die Zahl stieg bis 1939 auf 1.059 Bewohner an. Im Jahr 2005 zählte Lagów 1.071 Bewohner.

    Ich zeige vier Karten dieses Dorfes. Die erste ist eine Farblithographie, die 1899 nach Kosten, Prov. Posen, verschickt wurde.Auf d Rückseite sieht man den Kreisstempel Leopoldshain 2.10.99 10-11V. Laut Handbuch von 1896 bestand in Leopoldshain eine Postagentur. Der Stempel wurde bis mindestens 1926 verwendet, zumindest habe ich einen Abschlag vom 19.5.26. Der Stempel war da natürlich schon recht abgenutzt.

    Auf den Karten aus den Jahren 1903 und 1920 ist u.a. die Postagentur abgebildet. Zu guter Letzt eine Karte aus dem Jahr 1927. Die Karten wurden an anderen Orten aufgegeben, deshalb spare ich mir die Rückseiten.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    9.462
    • 5. Juli 2014 um 13:56
    • #32

    Hallo zusammen,

    heute werde ich über das Dorf Leschwitz berichten. Ab 1874 wurde es mit dem östlich der Neisse gelegenen Posottendorf zu Posottendorf-Leschwitz vereinigt und 1936 im Zuge der Germanisierung slawischer Ortsnamen in Weinhübel umbenannt. Durch die Oder-Neisse Linie getrennt fiel der östliche Ortsteil Posottendorf 1945 als Lasowice an Polen. Im Jahr 1949 wurde Weinhübel nach Görlitz eingemeindet.

    Der Ort wurde erstmals im Jahr 1305 erwähnt, der Name lässt sich auf einen slawischen Adligen namens Les zurückführen, -witz ist eine typisch slawische Ortsnamenendung (z. B. polnisch: -wice).
    Posottendorf lässt sich angeblich auf den slawischen Götternamen Boc zurückführen.
    Bereits im Jahr 1337 wird die Neissebrücke zwischen Leschwitz und Posottendorf erwähnt. Die Dörfer wurden sowohl im Hussiten- als auch im Dreissigjährigen Kriege gebrandschatzt und verheert. Die Lausitz fiel 1635 nach dem Prager Frieden von Böhmen an Sachsen. Nach dem Wiener Kongress fiel die östliche Oberlausitz im Jahr 1815 an Preussen (Provinz Schlesien).
    Im Jahr 1875 erhielt Leschwitz Bahnanschluss (Görlitz-Seidenberg).
    Im Jahr 1933 errichteten die Nazis in Leschwitz ein so genanntes "Wildes KZ" in dem bis zu 1.300 Gefangene untergebracht waren.

    Laut Ritters Ortlexikon von 1874 hatte Posottendorf-Leschwitz 485 Einwohner. Die Einwohnerzahl stieg bis 1939 auf 2.411 Bewohner an. Der heutige Stadtteil Weinhübel hatte im Jahr 2011 5.483 Einwohner.

    Neben den üblichen Wikipedia-Artikeln empfehle ich besonders die polnische Seite zu Lasowice, hier sind viele alte Ansichtskarten zu sehen:

    Zwei der dort gezeigten Karten zeige ich auch, die anderen Karten unterscheiden sich.
    Zunächst eine Mehrbildkarte aus dem Jahr 1908 mit neun verschiedenen Ansichten des Ortes. Auf der Rückseite sieht man, wenn auch etwas unklar abgeschlagen, den Steggitterstempel von Leschwitz.
    Dann eine Mehrbildkarte von Posottendorf-Leschwitz aus dem Jahr 1920, unter anderem mit Ansichten von Otto Thieles Gasthof zur Friedrichs Höhe.
    Des weiteren eine kolorierte Mehrbildkarte mit Ortsansichten samt dem Blick auf die Landeskrone und schließlich eine ungelaufene (und leider etwas abgeschürfte) Karte nach 1936 mit der Bezeichnung Weinhübel, früher Pos - Leschwitz. Da wurden die Bemühungen der Braunen Herrscher, die altenslawischen Ortsnamen zu elimieren doch glatt unterlaufen :D

    Viele Grüße
    DKKW

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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (5. Juli 2014 um 13:58)

  • DKKW
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    9.462
    • 6. Juli 2014 um 11:30
    • #33

    Hallo zusammen,

    nachdem es morgen in den langersehnten Urlaub geht stelle ich heute noch ein paar neue Beiträge ein.

    Aus dem Dorf Kuhna (heute poln. Kunów) habe ich bislang nur eine einzige Karte in meiner Sammlung. Die sehr hübsche Farblithographie stamt aus dem Jahr 1908 und wurde in Leschwitz abgestempelt. Der Steggitterstempel von Leschwitz (auch KGS genannt) ist hier deutlicher zu erkennen als in meinem vorherigen Beitrag zum Ort Leschwitz.

    Über Kuhna habe ich nicht viel gefunden. Der Ortsname geht vermutlich auf das slawische Kuna (=Marder) zurück. Trotzdem entging dieser Ortsname der Germanisierungswut der Nazis. Östlich der Neisse gelegen fiel Kuhna 1945 an Polen, heute heisst der Ort Kunów.

    Erneut verweise ich auf die polnische homepage chwila.com:

    hier sind einige Photos aber auch zwei alte Ansichtskarten von Kuhna zu finden.

    Einwohnerentwicklung:
    1874: 435 Bewohner (Ritters Ortslexikon)
    1910: 286 Bewohner (gemeindeverzeichnis.de)
    1933: 342 Bewohner (verwaltungsgeschichte.de)
    1939: 332 Bewohner (verwaltungsgeschichte.de)
    2008: 201 Bewohner (en.wikipedia.org)

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 16. Juli 2014 um 21:27
    • #34

    Hallo zusammen,

    frisch und gut erholt melde ich mich aus meinem Urlaub zurück und setze meinen Kreis Görlitz thread fort.

    Heute zeige ich eine Postkarte mit einer Dorfansicht aus Lissa, Oberlausitz.
    Lissa liegt nördlich von Görlitz auf der Ostseite der Neisse.

    Der Ort wurde erstmals 1488 als Lisse urkundlich erwähnt, bereits ab etwa 1500 findet sich die Bezeichnung Lissa. Das örtliche Schloss wurde wohl 1593 errichtet. Ob es später zerstört bzw. abgerissen wurde oder aber verfiel, habe ich nicht herausbekommen. Im 18. Jahrhundert wurde es jedenfalls neu aufgebaut.
    Nach 1945 fiel Lissa an Polen und heisst seitdem Lasów, es gehört heute zur Gmina Piensk.

    Im Jahr 1874 hatte Lissa 416 Einwohner, das heutige Lasów hatte 2010 517 Bewohner.

    Die Rückseite der Karte zeige ich anschließend in einem neuen thread zu den Poststelle II Stempeln.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 29. Juli 2014 um 19:56
    • #35

    Hallo zusammen,

    momentan finde ich nicht allzuviel Zeit fürs Hobby bzw. für Forumsbeiträge, trotzdem hier mal wieder ein Beitrag zum Thema AK Landkreis Görlitz.

    Das Dorf Ludwigsdorf ist heute Teil der Stadt Görlitz, im Jahr 1999 wurde Ludwigsdorf eingemeindet. Bereits 1950 kam Ober-Neundorf zu Ludwigsdorf hinzu.

    Das Dorf wurde im Jahr 1305 als Lodewigesdorph erstmals urkundlich erwähnt. Die Anlage als Waldhufendorf weist ebenso wie der Name darauf hin, dass es sich um eine Ansiedlung deutscher Zuwanderer im Rahmen der Ostkolonisation handelte. Untersuchungen der Kirche haben ergeben, dass die Kirche bereits um 1175 entstanden ist (Dendrochronologische Untersuchung - Baumringkalender, siehe auch:

    1431 wurde der Ort durch die Hussitenkriege schwer in Mitleidenschaft gezogen, in den Freiheitskriegen gegen Napoleon 1813-1815 litt der Ort durch die Einquartierungen des Militärs.

    Wichtig für Ludwigsdorf war der seit dem 14. Jahrhundert nachgewiesene Abbau von Kalkstein, in größerem Stil erfolgte der Abbau von 1752 bis 1988.

    Laut Ritters Ortslexikon hatten Ober- und Nieder-Ludwigsdorf 1874 978 Einwohner. Im Jahr 2011 lebten im Görlitzer Stadtteil Ludwigsdorf noch 753 Bewohner.

    Laut Handbuch von 1896 bestand in Ludwigsdorf eine Postagentur.

    Die von mir gezeigte Farblithographie zeigt neben der Totalansicht den Gerichtskretscham, das Dominium Nieder-Ludwigsdorf, Lachmanns Warenhandlung und die Dominial-Kalkwerke.

    Auf der Textseite ist der Steggitterstempel (KGS) Ludwigsdorf (Oberlausitz) vom 11.8.08 abgeschlagen.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 3. August 2014 um 11:15
    • #36

    Hallo zusammen,

    heute geht es um das westlich von Görlitz gelegene Dorf Markersdorf. Die heutige Gemeinde hatte 2012 4.013 Einwohner und umfasst die Dörfer Markersdorf, Friedersdorf, Gersdorf, Jauernick-Buschbach, Holtendorf und Deutsch-Paulsdorf. Von den meisten der zugehörigen Dörfer habe ich bereits berichtet.

    Markersdorf wird erstmals 1360 urkundlich erwähnt. Der Name lässt sich wohl auf Markwart zurückführen, er war vermutlich der örtliche Lokator der deutschen Zuwanderer, die das Dorf im Zuge der Ostkolonisation gründeten.

    An der wichtigen Handelsstrasse Via Regia gelegen war Markersdorf wie auch die anderen Siedlungen in der Umgebung erheblich von den kriegerischen Auseinandersetzungen der vergangenen Jahrhunderte betroffen. Insbesondere die Hussittenkriege, der Siebenjährige Krieg und die Befreiungskriege 1812/13 führten zu erheblichen Verheerungen. In Markersdorf verstarb der französische Marschall Duroc an seinen in der Schlacht bei Bautzen erlittenen Verwundungen.

    Ich zeige zwei ungelaufene Mehrbildkarten aus Markersdorf. Sie zeigen zum Einen die Ortsansicht mit der Landeskrone im Hintergund sowie Schloß, Kriegerdenkmal und die Warenhandlung Antelmann. Zum Anderen Schloß, Kriegerdenkmal, Warenhandlung und Kirche sowie das Denkmal der französischen Generäle Duroc und Kirchner (falsche Schreibweise, in Markersdorf starb der französischen General Kirgener. Er wurde von einem umstürzenden Baum erschlagen den eine russische Kanonenkugel getroffen hatte). Napoleon selbst gab das Denkmal in Auftrag, es ist noch heute Eigentum des französischen Staates und damit exterritorial.

    Viele Grüße
    DKKW

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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (3. August 2014 um 11:18)

  • DKKW
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    • 15. August 2014 um 13:33
    • #37

    Hallo zusammen,

    weiter geht es mit meinem Streifzug durch den Landkreis Görlitz in den Grenzen von 1938.

    Heute werde ich über das Dorf Moys berichten. Moys lag südöstlich von Görlitz am Ostufer der Neisse.Der Ort wurde erstmals 1309 urkundlich erwähnt, über den Namensursprung habe ich nichts herausfinden können.
    Im Jahr 1757 fand bei Moys eine Schlacht zwischen Preussen und Habsburgern im Siebenjährigen Krieg statt. Im Jahr 1815 kam Moys mit großenTeilen der Oberlausitz zu Preussen und wurde Teil der Provinz Schlesien. Nach der Eröffnung der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn im Jahr 1847 und insbesondere der Schlesischen Gebirgsbahn im Jahr 1865, die in Moys von der Niederschlesisch-Märlischen Eisenbahn abzweigte, entwicklete sich Moys immer mehr zu einer Görlitzer Vorstadt. Im Jahr 1929 wurde Moys nach Görlitz eingemeindet. Da östlich der Neisse gelegen fiel Moys zusammen mit dem Ostteil der Stadt Görlitz an Polen und heisst heute Ujazd. Ujazd ist Ortsteil der Stadt Zgorcelec, die aus dem Ostteil der Stadt Görlitz gebildet wurde.

    Laut Ritters Ortslexikon hatte Moys 1874 690 Einwohner und laut handbuch von 1896 bestand in Moys eine Postagentur.

    Ich zeige eine Farblithographie aus Moys nach Rosenthal bei Reichenberg/Böhmen mit Ansichten des Hohenzollerngarten, Gasthof zur Stadt Brünn. Leider ist Karte etwas ramponiert. Dann eine leicht kolorierte Mehrbildkarte aus dem Jahr 1903 mit Ansichten des Bahnhofs, der Bahnhofsteaße, der Fabrik Julius Arnade (eine Koffer- und Lederwarenfabrik) sowie Gebauers Geschäft. Diese Karte lief nach Großschönau und ist unfrankiert und mit Nachporto belegt. Als dritte Karte kann ich eine Mehrbildkarte aus dem nunmehr eingemeindeten Stadtteil Görlitz-Moys aus dem Jahr 1944 zeigen. Unter anderem ist die im Jahr 1900 eröffnete Straßenbahnlinie von Görlitz nach Moys zu sehen. Es gibt Überlegungen, diese Strassenbahnlinie grenzüberschreitend wieder aufzubauen.

    Auf der unfrankierten Karte aus dem Jahr 1903 ist der KGS Moys 24.12.03 6-7N sehr gut erkennbar.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 17. August 2014 um 08:42
    • #38

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich eine Karte aus Neuhammer an der Tschirne, postalisch Neuhammer/Oberlausitz. Zu dem Ort kann ich fast gar nichts berichten, im Internet finden sich nur ganz dürftige Informationen.

    Neuhammer an der Tschirne lag nördlich von Kohlfurt an der Bahnlinie, die von Kohlfurt nach Sorau führte. Der Ortsname Neuhammer ist in dieser Gegend recht häufig, so zum Beispiel Neuhammer bei Rietschen im LKr. Rothenburg oder Neuhammer am Queis.

    Neuhammer an der Tschirne hatte 1933 986 Einwohner. Östlich der Neisse gelegen fiel Neuhammer 1945 an Polen. Seither heisst es Jagodzin, gehört heute zur Gmina Wegliniec (Kohlfurt) und hatte 2009 noch 418 Bewohner.

    Sehenswert einige alte Ansichten auf der polnischen Seite chwila.com, auf die ich schon des öfteren hingewiesen habe:

    Nach dem handbuch von 1896 bestand in Neuhammer eine Postagentur.

    Ich zeige eine Mehrbildkarte mit Ansichten vom Bahnhof, der Post und zweier Gasthöfe. Auf der Rückseite sieht man den Kreisstempel Neuhammer (Oberlausitz) 21.1.07

    Viele Grüße
    DKKW

    V

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  • Vichy
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    • 17. August 2014 um 11:17
    • #39
    Zitat

    Original von DKKW...
    Mehrbildkarte aus dem Jahr 1903 mit Ansichten .... der Fabrik Julius Arnade (eine Koffer- und Lederwarenfabrik) ....

    Hallo DKKW,
    evtl ist es von Interesse. Auf dieser Seite: KLICK findet man eine Ansicht dieser Fabrik aus dem Jahre 2011.

    Gruß Vichy

    Stempel aus PEINE gesucht bis 1963

  • DKKW
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    • 17. August 2014 um 16:56
    • #40

    Hallo Vichy,

    vielen Dank für den Link. Die Koffer- und Lederwarenfabrik Arnade wurde 1936 arisiert. Die letzten Eigentümer, das Ehepaar Paul und Margarete Arnade wurden von den Nazis ins KZ deportiert und ermordet (Paul Arnade 1942 in Theresienstadt, Margarete Arnade 1944 in Auschwitz).

    Viele Grüße
    DKKW

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