Hallo Ihr, in meiner noch aufzuarbeiteten riesigen Sammlung fand ich vor kurzen einige Karten auf denen sich interessante Fehldrucke befinden sollen. Sie sind aus den verschiedensten Ländern. Bei der heutigen vorzustellenden Druckabweichung dürfte es sich um eine Portomarke aus Albanien Mi - Nr. 3 handeln. Der Michelkatalog 2002/2003 weist auf die doch markante Druckabweichung (kopfstehender "T" - Aufdruck) nicht hin. Kann mir hierzu jemand eine Hilfestellung geben.
Interessieren würde mich auch welche Firma oder Verlag solche Fehldrucke-Karten vertrieben/verkauft hat. Auch der damalige Preis wäre interessant.
Für Rückanworten wäre ich dankbar.
Freundliche Grüße - Heinz
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Fehldrucke
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Hallo, ein weiterer Fehldruck den ich im Michelkatalog 2005/2006 Osteuropa nicht ausfindig machen kann. Bei der Marke dürfte es sich um Mi - -Nr. 14 Unganrn besetzte Gebiete Banat/Bacska handeln.
Freundliche Grüße - Heinz -
Hallo, wenn meine vorgestellten Fehldrucke auch ohne jegliche Resonanz blieben, stelle ich in nächster Zeit die bei mir noch vorhandenen Fehldrucke, aus den verschiedensten Ländern, vor. Heute eine Fehldruck aus Guatemala. Mi - Nr. kann ich leider wegen fehlenden Katalog nicht nennen.
Freundliche Grüße - Heinz -
Ich habe zwar keine Ahnung von diesen Gebieten, doch würde ich ganz vorsichtig sein. Kopfstehende Aufdrucke sind keine Fehldrucke. Dann die sich immer wiederholende Litanei der Beschreibung. Das halte ich für eine Händlermasche, auch wenn diese schon sehr alt ist.
Vielleicht melden sich hier mal einige Experten von diesen Ländern. -
Hallo, ein weiterer Fehldruck meiner Sammlung. Es soll sich um einen Fehldruck einer englischen Kolonie handeln. Bei der Durchsicht des Europakatalogs (Nord- und Nordwesteuropa) konnte ich die Marke leider nicht ausfindig machen. Nach meiner Meinung wurde aber über diese Druckabweichung in einer der Fachzeitschriften (DBZ oder Briefmarkenspiegel) einmal berichtet.
Freundliche Grüße - Heinz -
Zitat
Original von pospi
Hallo, ein weiterer Fehldruck meiner Sammlung. Es soll sich um einen Fehldruck einer englischen Kolonie handeln. Bei der Durchsicht des Europakatalogs (Nord- und Nordwesteuropa) konnte ich die Marke leider nicht ausfindig machen.Hallo Heinz,
schau mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Charkhari_(Staat)http://www.stampcommunity.org/topic.asp?TOPIC_ID=7685&whichpage=5
Herzliche Sammlergrü0e
Wachauer -
Hallo Gerhard, vielen Dank für Deine Rückantwort.
Hallo Sammlerfreunde, Charkhari war ein Fürstenstaat der Region Bundelkhand von Britisch - Indien. Am 1. Januar 1950 erfolgte der Anschluss an Indien. Carkhari hatte von 1894 bis 1949 eine Staatspost mit eigenen Briefmarken (Auszug aus WIKIPEDIA).
Beim Druck der Briefmarken von Charkhari soll manches schief gelaufen sein. Deswegen soll sich „Gibbons“ weigern die verschiedenen Fehler aufzulisten. Trotzdem sollen verschiedene Variationen ziemlich teuer sein – andere sind immer noch sehr billig, Eine vergleichbare Marke mir dem verschobenen Mittelteil fand ich bei ebay zum Preis von ca. 8,00 €. Also nicht wie auf der heute veröffentlichten Marke vermerkten Wert von 500,00 DM, jetzt 250,00 €.
Die Marken werden in meiner Sammlung unter „Besonderheiten“ einen Platz bekommen.
Herzliche Sammlergrüße - Heinz -
Hallo pospi,
interessante Marken, die Du da zeigst. Die Karten können auch von einem rührigen Händler dieser Zeit stammen, der dabei immer den gleichen Text hergenommen hat mit Bezug auf einen seltenen Baden-Fehldruck oder auf den Sammler Ferrari, der mit solchen Fehldrucken angeblich sehr reich geworden sei.
Das war früher wohl schon verkaufsfördernd, aber auch etwas übertrieben.
Ob die Marke von Charkhari jetzt Makulatur ist oder ein echter Fehldruck, kann ich nicht beurteilen, auf jeden Fall ist so eine große Verschiebung ungewöhnlich und sehr interessant.
Einen besseren Markt für solche Marken als hier in Deutschland wird man wohl in Indien oder England finden, und wenn Indien auch einmal so einen Briefmarken-Boom hat wie die Chinesen schon seit Jahren, kann ich mir auch bessere Preise für solche Abarten bei einheimischen Sammlern vorstellen.
Die gezeigte Marke hat übrigens die Michel-Nr. 27 und stammt aus einem Satz von 9 Werten aus dem Jahre 1931.
Gruß kartenhai
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Hallo pospi,
bei der Guatemala-Marke handelt es sich um die Michel-Nr. 30 von 1886, das ist ein Überdruck auf einer Eisenbahnmarke mit dem Bildnis des Präsidenten J. Rufino Barrios. Durch den Überdruck wurde die Marke für die Post frankaturgültig
In meinem Uralt-Amerika-Katalog steht da als Abart ein kopfstehender Aufdruck, damaliger Wert (1976/77!) postfrisch 180,- DM. Damit ist aber wohl der komplette Aufdruck kopfstehend gemeint und nicht nur ein einzelner Buchstabe daraus wie bei Dir. Ob diese Abart jetzt seltener ist oder nicht, und was sie aktuell wert ist, kann Dir nur ein Spezialist aus diesem Land sagen.
Gruß kartenhai
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Hallo pospi,
von den ungarischen Besetzungsausgaben hat der Katalog auch keine Abarten notiert. Vor diesem Gebiet hat der Michel folgendes geschrieben:
Vorsicht von zahlreichen Fälschungen, auch der kleinen Werte.Teure Aufdrucke auf billigen Marken werden ja besonders gerne gefälscht. Ob es für Ungarn-Aufdrucke Prüfer gibt und es sich feststellen läßt, ob ein Aufdruck echt oder falsch ist, weiß ich nicht.
Ich würde mal hier nachfragen wegen Echtheit, Seltenheit und aktuellem Preis:
Gruß kartenhai
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Hallo Pospi,
diese albanische Portomarke ist in meinem Uralt-Katalog als Abart mit der Michel-Nr. 3 a = Aufdruck violett katalogisiert. Bei der Normal-Nummer 3 ist keine Aufdruck-Farbe angegeben, ich nehme an, daß die dann schwarz sein wird.
Als Fußnote bei diesen Marken sind noch 3 mit kopfstehendem Aufdruck notiert, davon die Mi.-Nr. 3 K, damaliger Preis (1976!) 15,- DM.Hier könnte es Ansprechpartner für Albanien geben, die mehr über diese Marke sagen können:
Gruß kartenhai
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Zitat
Original von pospi
Nach meiner Meinung wurde aber über diese Druckabweichung in einer der Fachzeitschriften (DBZ oder Briefmarkenspiegel) einmal berichtet.
HeinzIch würde bei diesen Zeitungen mal nachfragen, ob sie eine Kopie des Artikels per eMail zuschicken könnten. Meistens haben die ein gutes Archiv, in dem sie alte Artikel schnell finden können.
Gruß kartenhai
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Hallo Kartenhai, vielen Dank für Deine fundierte Auskunft für die verschiedenen gezeigten Marken. Ich werde Deine Vorschläge annehmen. Wenn ich etwas näheres erfahre wrde ich darüber berichten.
Heute eine Vorstellung aus Südslawien. Näheres zu dieser Druckabweichung ist mir leider nicht bekannt.
Freundliche Grüße - Heinz -
Das müßte Jugoslawien die Michel-Nr. 92 von 1919 sein, im Katalog habe ich nur 2 verschiedene Zähnungen A und B, aber keine geschnittenen notiert. Die Zahl auf der Marke, die schlecht zu sehen ist wegen der Abart Doppeldruck, deute ich mit 20 Filir gelbbraun (Es gibt noch eine 2 Filir gelbbraun mit Mi.-Nr. 88).
Vielleicht ist die geschnittene Marke in einem aktuellen Katalog erwähnt.
Ich würde auch hier mal bei der Arge Jugoslawien nachfragen wegen der Seltenheit und Marktpreis:
Gruß kartenhai
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Hallo Interessierte,
nochmals vielen Dank an Kartenhai für seine Ausführungen. Als erstes habe ich mich an die ARGE Ungarn gewandt. Herr Halbauer hat mir freundlicherweise geantwortet und folgende Ausführungen zur vorgestellten Marke gegeben:
„Die befragte Marke ist im Michel Katalog „ Ungarn – Ausgabe in den von der Entente besetzten Gebieten Ungarns“ zu finden.
Hierbei handelt es sich um die Marke Nr. 14 „Aufdruck auf Parlamentstype“. Dabei handelt es sich um die Freimarkenausgabe von Ungarn aus dem Jahre 1917 (Michel 202) mit kopfstehendem Aufdruck.
Nach ungarischem Spezialkatalog gibt es einen schwarzen und roten (teureren) Aufdruck.
Der Wert dieser Marke ist ohne kopf stehendem Aufdruck im Centbereich.
Der kopfstehende Aufdruck ist nicht gesondert aufgeführt.
Wie immer ist es so, dass der Wert sich aus Angebot und Nachfrage ergibt.
Bei der Marke handelt es sich auch nicht um einen Fehldruck sondern um einen „Aufdruckfehldruck“. Ebenfalls kann die Marke nicht als „GARANTIERT ECHT“ bezeichnet werden, sofern diese nicht geprüft ist.“
Nochmals herzlichen Dank an Herrn Halbauer.
Wegen der anderen vorgestellten Marken werde ich noch versuchen Stellungnahmen von dem verschieden Arbeitsgemeinschaften zu erfahren.
Freundliche Grüße - Heinz -
Hallo, heute ein sogenannter Fehldruck aus Italien. Ist es tatsächlich die Marke mit Mi - Nr. 1 aus Italien? Bei den Marken Mi - Nr. 1 bis Mi - Nr. 8 ist um Zusatztext des Michelkatalogs vermerkt, dass unfertige Drucke mit fehlenden Mittelteil in den Handel kamen. Vielleicht kennt ein Spezialist diese Abart.
Freundliche Grüße - Heinz -
Hallo Pospi,
ich bin sehr daran interessiert zu erfahren, im welchem Zeitraum die von Dir gezeigten Marken angeboten und gekauft wurde, wer der Anbieter war (nicht nur der Firmenname) und ob Dir dazu Werbung, Angebote, Rechnungen und ähnliches vorlagen - kurzum alles, was damit zu tun hat.
Könntest Du mir bei meinen Nachforschungen behilflich sein ?
Schöne Grüsse, Richard
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Hallo Richard, diese von Dir gewünschten Daten würde ich gerne selbst von den Spezialisten des Forums erfahren. Ich habe vor ca. 10 Jahren eine größere Sammlung "Alle Welt" aufgekauft. Wenn mir mein Hauptsammelgebiet "Druckabweichungen BRD" mal Zeit lässt, krame ich in den Kisten und habe dabei diese angebotenen "Garantiert echt" Sonderheiten aus verschiedenen Ländern gefunden. Mir sind dabei weder die Firma, der Kaufpreis, der Wert und manchmal nicht mal das Sammelgebiet bekannt.
Die Vorstellungen im Forum erfolgen von mir, um Kenntnise über die vorgestellten "Fehldrucke" zu erfahren.
Freundliche Grüße - Heinz -
Hallo Heinz,
ich habe im anderen Forum die Belege durchsucht und unter "Albanien: Abarten" einen solchen Beleg gefunden.
Der Verkäufer und Ausstelller der Zertifikate ist die Firma Adam & Co., Köln, Üblerring 9, ev. Hausnr. auch 9x, also 9 an der ersten Stelle einer längeren Nummer.
Schöne Grüsse, Richard
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Hallo Richard, vielen Dank für Deine Recherche. Ich habe dann im Internet nach der Firma Adam & Co, Köln gesucht. Leider bin ich nicht fündig geworden, so dass ich keine neue Aufschlüsse zur Bekanntgabe gewonnen habe. Es wird deshalb derzeit weiteres im Verborgenen bleiben.
Heute eine Vorstellung aus Österreich. Da es für dieses Gebiet sicher mehr Sammler gibt, können eventuell neue Erkenntnisse gezogen werden.
Freundliche Grüße - Heinz -