US-Wahl mit teurer Briefmarke
Die US-Briefmarkenvereinigung hält eine 200.000 Dollar (156.000 Euro) teure Briefmarke "Inverted Jenny", die ein unbekannter US-Bürger aus Florida bei der Briefwahl auf sein Kuvert geklebt hatte, für eine Fälschung. Die Eigenschaften und die Stärke des Papiers stimmten nicht mit der Originalmarke aus dem Jahr 1918 überein, sagte der stellvertretende Direktor der Organisation, Kenneth Martin, in Bellefonte (US-Bundesstaat Pennsylvania) auf Anfrage. Außerdem gebe es Abweichungen bei der blauen Farbe. Weiterhin habe die Marke auf dem Kuvert nur zwölf und nicht 13 Zähne wie die Originalmarke.
Die Briefmarkenvereinigung hat nach den Worten von Martin eine digitale Aufnahme der Briefmarke auf dem Wahlzettel ausgewertet. "Wir müssen die gefälschte Marke noch genauer untersuchen, bevor wir endgültig bestätigen können, dass sie eine Fälschung ist", sagte Martin.
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Zählen Sie ruhig nach: Wenn Sie unten auf 13 Zacken kommen, ist die Marke echt.
Wahlhelfer entdeckte Marke
Ein bislang unbekannter US-Bürger aus Florida hatte bei der Briefwahl sein Kuvert mit der seltenen Marke frankiert. Von der 1918 in Umlauf gebrachten "Inverted Jenny", auf der das Doppeldecker-Flugzeug Curtiss Jenny verkehrt herum gedruckt wurde, gibt es nur 100 Briefmarken. Der Fehldruck der damals 24 Cent teuren Marke gehört zu den kostbarsten US-Briefmarken überhaupt. Die Marke war einem Wahlhelfer bei der Auszählung in Ft. Lauderdale in Florida aufgefallen. "Als ich klein war, war ich auch Briefmarkensammler. Ich habe sie erkannt", sagte John Rodstrom.
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