Hier zeige ich mal wieder einen Brief ins Ausland, genauer gesagt nach Schottland korrekt freigemacht mit 26 Kopeken (Nr. 14, 16 und 18x). Die Marken sind entwertet mit dem Nummernstempel "49" von TIFLIS. In Schottland wurde der Brief nach Dunkeld nachgesandt und nach 28 Tagen Laufzeit zugestellt. Porto anteilig Russland 10 Kopeken Inlandsporto, 5½ Silbergroschen und 1 Penny für die Zustellung in Schottland.
Punkt-Nummernstempel Kaiserreich Russland
-
-
Nummernstempel für Postabteilungen in Kleinstädten sind selten zu finden. m so mehr kann man sich dann freuen, diese auf Brief zu bekommen.
Heute zeige ich zwei Briefe aus gleicher Korrespondenz. Einmal Nr. 5 vom 14. Mai 1860 ausgeliefert in drei Tagen und den zweiten Beleg mit einer Nr. 6 vom 8. Jan. 1863 je befördert nach Friedrichstadt. Die Marken wurden mit dem Nummernstempel "24" von GROBIN (Gebiet Mitau) entwertet. Die Stempel auf dem zweiten Brief zeigen bereits deutliche Abnutzungsspuren. -
Ich bin heute besonders gut drauf, da die meinigen gestern Abend endlich mal wieder gewonnen haben. Das gibt ja doch Anlass zur Hoffnung, die bekanntlich zuletzt stirbt.

Daher zeige ich einen Ganzsachenumschlag zu 10 Kopeken. Entwertet wurde er mit dem kreisförmigen Nummernstempel "48" von TWER. Befördert wurde der Umschlag über St. Petersburg nach Mitau. Der rote Ankunftstempel legt die Vermutung nahe, das der Umschlag bei der Stadtpost angenommen wurde. -
-
Offensichtlich saßen nicht nur in Mitau Betrüger. Diese Nr. 5 war bereits mit einem kreisförmigen Punktstempel (vermutlich 38) entwertet, ehe sie hier auf diesem Faltbrief von WENDEN über Fellin nach Pujat mit dem Nummernstempel "390" überstempelt wurde. Um den Betrug zu vertuschen, wurden überstehende Punkte weggekratzt.
-
-
-
-
Hallo 241264hsv-fan,
es hat den Anschein als wäre Dir in den letzten Wochen das Jagdglück hold gewesen. Kein Wunder, dass da kein Geld für Kleinigkeiten übrig war. Herzlichen Glückwunsch zu den schönen Neuerwerbungen und vielen Dank fürs Zeigen.
Viele Grüße
DKKW -
Zitat
es hat den Anschein als wäre Dir in den letzten Wochen das Jagdglück hold gewesen.
Ja, ein bisschen Glück hatte ich in den letzten Wochen und konnte einiges sehr preisgünstig erwerben. Zwei teure Briefe dagegen konnte ich trotz sehr guter Gebote nicht bekommen. Da hatte jemand einen größeren Goldesel.
Einige Jahre konnte ich so gut gar nichts dazu bekommen. Heut zu Tage wird häufiger etwas angeboten und die Möglichkeiten sind vielfältiger. Aber bei der mit Nummernstempeln am häufigsten vorkommenden Briefmarke - Nr. 5 - wird es selbst bei losen Marken trotz einiger Lücken immer schwieriger, etwas Neues zu ergattern. Einige Stempel sind seltener als die 'Blaue Mauritius'.
Aber einen Neuzugang kann ich noch präsentieren.
Nummernstempel "121" von TAGANROG (Gebiet Jekaterinoslaw [seit 1926 Dnepropetrowsk]) hier auf Nr. 2, 4, 5 - 7. Der Stempel ist besonders auf den zuletzt genannten drei Marken häufig, ein bisschen suchen muß man dennoch. -
-
-
Hallo 241264hsv-fan,
wow, das ist großes Theater. Die Levante-Stempel auf Seite 2 sind damals an mir vorbeigegangen, das habe ich aber nachgeholt. Ich drücke Dir die Daumen, dass Dir auch mal ein Levante-Brief preisgünstig ins Netz geht.
Viele Grüße
DKKW -
Zitat
Die Levante-Stempel auf Seite 2 sind damals an mir vorbeigegangen ...
Da hast du wohl öfter geschlafen. Auf Seite 5 hatte ich schon einmal einen Brief gezeigt. Ob günstig, ist dabei recht schwer zu beantworten. -

27.3.2013 ...... War da noch Winterschlaf angesagt?

Viele Grüße
DKKW -
-
-
Bei den russischen Nummernstempeln tut sich zur Zeit sehr wenig. Neues Matreial zu bekommen, ist fast unmöglich. Es taucht dast nur das auf, was ich bereits habe.
Somit bin ich erstmal zufrieden, das heute die Steckkarte mit gut 60 Marken angekommen ist. Da hatte ich mal wieder denh richtigen Blick
Enthalten war diese Nr. 2x mit Nummernstempel "7" für Poststationen. Dieser Stempel gehört zu SLOBODSKO-IGNATJEWSKAJA im Gebiet Archangelsk.
Nummernstempel der Poststationen sind auf Marken Nr. 1 bis 4 relativ selten anzutreffen. Diese Nummer ist ohnehin selten. -
Vielleicht muß ich nur mal öfter meckern, um neues Material zu bekommen. Zudem handelt es sich um eine Rarität.
Dieser Damenbrief mit einer Nr. 5 stammt aus SCHELOPUGINSKAJA (Bezeichnung aus Ebnet-Handbuch) im Gebiet Tschita. Die Marke wurde mit dem Nummernstempel "610" entwertet. Rückseitig ist ein gekröntes Wappen mit den Initialen N.R. sowie der zweizeilige Poststationsstempel Schelapuginoi ... - August 26 ... 1862. Das andere kann ich leider nicht entziffern.
Tschita liegt in der Transbaikalregion (Sibirien). Über Schelopuginskaja habe ich nichts ergoogelt. Wer sich hinter den Initialen verbirgt, dürfte schwer zu erkunden sein, zumal das Wappen leider undeutlich ist. Im Jahre 1825 Petersburger Offiziere (Dekabristen) nach einem missglückten Putschversuch jenseits des Baikalsees verbannt. Unter den Offizieren der russischen Armee befanden sich viele Adelige. Vermutlich hat die Frau eines dieser verbannten Offiziere den Brief verfasst.
Das vor 1880 nur sehr wenig Post aus Sibirien bekannt ist, lieft an dem schwer zugänglichen Gebiet. Tschita beispielsweise fand erst im Jahre 1903 Anbindung an die Transsibirische Eisenbahn. -
Ein weiterer Neuzugang ist dieser Brief vom 14. Mai 1860 aus OLONEZ aus dem Gebiet Petrosawodsk. Die Marke ist entwertet mit dem Nummernstempel "316".
Alle Stempel für Kreisstädte dieses Gebietes (313 - 318) sind selten. Neben einer losen Marke ist dieses erst der zweite Nummernstempel in meiner Sammlung bzw. was ich in ca. 20 Jahren gesehen habe. Dies ist aber kaum verwunderlich, bedenkt man, das Olonez zu dieser Zeit gerade mal etwas mehr als nur 1000 Einwohner hatte. -