Da habe ich mal wieder die richtige Nase bzw. das richtige Auge gehabt. In einem kleinen Los von ca. 30 Marken war unter anderem diese Marke zu finden. Was sich auf der Steckkarte nur erahnen ließ (Ausschnitt links), entpuppte sich als gute Marke. Nr. 3x mit nach unten verschobenen Wasserzeichen und Nummernstempel "3" von ARCHANGELSK. Der Stempel ist zwar nicht der allerseltenste, aber auf dieser Marke fehlte er mir.
Punkt-Nummernstempel Kaiserreich Russland
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Dank der Aufmerksamkeit und eines Hinweises von DKKW konnte ich in Norwegen eine kleine, sehr nette Sammlung ersteigern. Es war zwar nur sehr wenig abgebildet, so das ich ein wenig 'die Katze im Sack' bebot, dafür der Inhalt um so positiver überraschte.
Unter anderem fand sich dann dieser Brief mit einer Nr. 15. Die Marke wurde mit dem Nummernstempel "1011" von Sanniki (Bezirk Lowicz / Polen) entwertet. Der Nummernstempel ist auf Brief sehr selten. Für die polnischen Stempel wird sehr gut bezahlt. -
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Hallo 241264hsv-fan
Glückwunsch, eine wirklich sehr gut erhaltene Marke mit einem sauberen klaren Nummernstempel. Ich nehme an, in der rotbraunen Farbe etwas ganz besonderes.
Viele Grüße
DKKW -
Danke. Generell sind rote Nummernstempel selten. Die braune Farbe entstand ja dadurch, das noch schwarze Farbreste am Stempel vorhanden waren, welche sich mit der roten vermischten.
Das gute Stück war auch einigermaßen teuer, mir aber auch das Geld wert. -
Heute präsentiere ich eine kürzlich erhaltene Neuerwerbung. Nr. 5 auf Brief von PRUSCHANY nach Luzk. Die bereits gebrauchte Marke wurde von einem anderen Brief gelöst und dabei beschädigt. Dann wurde sie auf diesem Brief wieder aufgeklebt und zum Schaden der Post ein zweites Mal gebraucht. Der Nummernstempel "108" wurde dabei sehr geschickt aufgesetzt, um die erste Entwertung zu verdecken.
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Hier habe ich einen weiteren Postbetrug auf Faltbrief von Mitau nach Libau. Die Marke (Nr. 2) war bereits mit dem Nummernstempel "38" non RIGA entwertet. Der Postbeamte setzte dann den Nummernstempel "24" von Mitau so geschickt auf den alten Stempel, das die doppelte Verwendung kaum auffällt.
Diese Art von Postbetrug kommt in Mitau recht häufig vor. Der Postler (oder vielleicht sogar mehrere?) dürfte sich auf diese Weise so einiges nebenbei verdient haben. Ob ihm irgend wann mal das Handwerk gelegt wurde, ist mir nicht bekannt. -
Nachdem ich am vergangenen Wochenende bei zwei Briefen trotz sehr guter Gebote leer ausgegangen bin, hatte ich gestern bei einer Sammlung mehr Erfolg. Hieraus stelle ich in den nächsten Tagen einige vor.
Als erstes habe ich hier einen weiteren Brief aus Polen. Nr. 20 zweimal als korrekte 10-Kopeken-Frankatur für einen einfachen Brief entwertet mit Nummernstempel "1030" von KLETSCHEW (Kleczewo). Diese Poststation war dem Postamt Kalisch (Kalisz) unterstellt, wie der Nebenstempel zeigt. Einige Jahre zuvor war sie noch dem Postamt Slupca unterstellt. Der Brief wurde am 3. August 1871 (Julianischer Kalender) in Kletschew aufgegeben, über Konin und Slupca befördert und am 16.8.1871 (Gregorianischer Kalender) im damals deutschen Posen ausgeliefert. -
In der Sammlung befanden sich auch einige Briefe mit Nr. 2 wie dieser. Die Marke ist entwertet mit dem Punktstempel "25" von "SERPUCHOW" im Gebiet Moskau. Angesichts der Größe von 93 x 75 mm und der vollgeschriebenen Vorderseite (wie man aus dem ganzen Gekritzel Name und Adresse entziffern soll, ist mir schleierhaft) wurde die Marke rückseitig verklebt. Der vorderseitige Ankunftstempel ist leider auch nur schwach abgeschlagen.
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Hier zeige ich einen weiteren Brief aus MITAU. Auch hier war wieder ein betrügerischer Postler am Werk. Er machte sich nicht einmal die Mühe, die Marke vom Briefpapier zu lösen. Teile des alten Nummernstempel sowie des Firmenstempels sind noch deutlich zu erkennen und konnten durch den Nummernstempel "24" nicht vollständig verdeckt werden. Ebenfalls klar erkennbar ist, das rechts vom Adler Teile des ersten Stempels weggekratzt wurden.
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Hallo 241264hsv-fan,
wenn man Deine Beiträge so liest, möchte man meinen, dass Postbetrug durch (unterbezahlte) Postler damals an der Tagesordnung war.
Ist das so gewesen oder hast Du ein besonderes Faible für solche Belege?Viele Grüße
DKKW -
Generell kommt das nicht so häufig vor, ist aber auch keine ausgesprochene Seltenheit. Auffällig häufig scheint das in Mitau der Fall gewesen zu sein. Alle zuletzt gezeigten Belege habe ich vom selben Sammler erworben. Ob der jetzt ein besonderes Augenmerk darauf gelegt hat, weiß ich nicht.
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