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Die Klasse der Säugetiere

  • heckinio
  • 6. November 2012 um 08:18
  • DKKW
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    9.488
    • 27. Juli 2014 um 21:37
    • #201

    Hallo heckinio,

    schön wieder etwas von Dir über die Säugetiere zu sehen. Wie immer ein interessanter und gut recherchierter Beitrag. Ich freue mich schon auf Fortsetzungen.

    Viele Grüße
    DKKW

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    heckinio
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    8.539
    • 28. Juli 2014 um 17:38
    • #202

    Vielen Dank DKKW, ich werde mir Mühe geben. ;)

    Heute möchte ich die Familie der Walrosse vorstellen.Meistens leben Walrosse auf dem Treibeis der Arktis. Im Winter ziehen sie südwärts, um dem Packeis auszuweichen, verlassen aber die polaren Breiten in der Regel nicht. Es gibt vier voneinander getrennte Populationen. Fast immer bleiben die Tiere in flachen Küstengewässern, nahe an den Kontinentalabhängen oder an Packeisflächen. Obwohl sie sich meist nicht tiefer als etwa 80 Meter begeben, sind in Einzelfällen Tauchtiefen von bis zu 180 Metern nachgewiesen.Walrosse ernähren sich unter Wasser und können bis zu 30 Minuten lang tauchen. Sie fangen gelegentlich Fische, leben aber vorwiegend von Muscheln, von Schnecken, Krebstieren wie Garnelen oder Krabben,Tintenfischen, Seegurken, Manteltieren und Würmern wie Vielborstern (Polychaeta) oderPriapswürmern (Priapulida). Bei der Suche nach im Meeresboden lebenden Organismen müssen sie diesen aufwühlen. Dazu setzen sie hauptsächlich ihre rechte Flosse ein (66 %), die linke weitaus seltener (4 %). Sie machen auch von ihrer Schnauze (29 %) und in manchen Fällen von einem selbsterzeugten Wasserstrahl, den sie auf den Meeresboden richten, Gebrauch (1 %). Die Stoßzähne kommen bei der Nahrungssuche nicht zum Einsatz. Muscheln und Schnecken werden entweder zwischen den Vorderflossen oder durch festes Aufeinanderdrücken der Lippen geknackt. Aus Mageninhalten lässt sich schließen, dass ein Walross mehr als 50 Kilogramm Nahrung zu sich nehmen kann. Obwohl Kleintiere die Hauptnahrung ausmachen, überwältigt das Walross manchmal auch sehr große Beute. Vor allem andere Robben fallen gelegentlich einem Walross zum Opfer, aber auch Angriffe auf Seevögel wurden schon in seltenen Fällen beobachtet, dazu kommt frisches Aas. Jagd auf Robben machen fast ausschließlich männliche Tiere, die einzelgängerisch leben. In manchen Fällen kam es auch zu Kannibalismus, wobei ein altes Tier neugeborene Walrosse fraß.
    Im Leben und in der Kultur arktischer Völker, insbesondere der Inuit, Inupiat, Yupik,Tschuktschen und Koriaken, hat das Walross immer eine bedeutende Rolle gespielt. Sie verwendeten praktisch alle Körperteile: Das Walross lieferte Nahrung (Fleisch, Gedärm und Innereien), Heizmaterial (z.B. Tran), Baumaterial (Walrosshaut, Magenhaut, Knochen und Stoßzähne) für Erdsodenhäuser und Boote (Baidarka, Kajak und Umiak) sowie Material für Kleidung (Walrosshaut, Magenhaut). Walrossfleisch und sogar –flossen, monatelang in der Erde fermentiert, gelten noch heute als Delikatesse. Auch in der Mythologie und der Folklore der indigenen Völker spielt das Walross eine wichtige Rolle. Einige Volksgruppen, vor allem die Küsten-Tschuktschen und die Yupik an der Beringsee, decken zum Teil noch heute bis zur Hälfte ihres Proteinbedarfs mit Walrossfleisch, im Übrigen mit dem Fleisch von Bartrobben, Ringelrobben und Walen. Schnitzereien aus Walrosselfenbein haben in der Arktis eine weit zurück reichende künstlerische Tradition. Bis heute trägt vielerorts in der Arktis das Gestalten von Kunstwerken aus Walrosselfenbein zur Wertschöpfung In Alaska und Russland gibt es eine regulierte Subsistenzjagd von vier- bis siebentausend Pazifik-Walrossen jährlich, worunter auch ein hoher Anteil (etwa 42 %) verletzter Tiere fällt. In Grönland und Kanada, wo die zahlenmäßig niedrigeren atlantischen Populationen noch bedroht sind, werden nur einige hundert im Jahr erlegt.

    In Hamburg wurde 2014 ein Walross-Baby geboren, das erste in Deutschland. Hier ein Video davon.

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    Gruß heckinio

    Einmal editiert, zuletzt von heckinio (28. Juli 2014 um 17:40)

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 28. Juli 2014 um 21:44
    • #203

    Hallo zusammen,

    hier kann ich auch mal wieder etwas beitragen.

    Ich zeige den 30 Öre Wert der Thule-Ausgabe aus dem Jahr 1935. Die Marken wurden anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Thule-Station ausgegeben.
    Die Marke zeigt zwei Walrösser.

    Die Thule-Station wurde von Knud Rasmussen im Jahr 1910 gegründet und war nicht der Königlich Grönlandischen Handelsgesellschaft unterstellt. Diese verlangte für Postsendungen von und nach Thule ab 1930 einen Zuschlag. Die Postverbindung bestand aus einer Schiffsverbindung (einmal im Jahr) und Schlittenposten von und nach Upernavik (ein bis zwei mal im Jahr).

    Auflage: je 250.000 Marken (insgesamt 5 Werte), Bedarfsbriefe sind sehr selten.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 28. Juli 2014 um 22:08
    • #204

    Hallo zusammen,

    und hier noch der grönländische Robbenblock aus dem Jahr 1991.

    4,00 Kr. oben: Ringsæl, Phoca hispida, Ringelrobbe, Fam. Hundsrobben
    4,00 Kr. unten: Grønlandsæe, Pagophilus groenlandicus, Sattelrobbe, Fam. Hundsrobben
    7,25 Kr. oben: Klapmyds, Cystophora cristata, Klappmütze, Fam. Hundsrobben
    7,25 Kr. unten: Hvalros, Odobenus rosmarus, Walross, Fam. Walrosse
    8,50 Kr. oben: Remmesæl, Erignatus barbatus, Bartrobbe, Fam. Hundsrobben
    8,50 Kr. unten: Spættet sæl, Phoca vitulina, Seehund, Fam. Hundsrobben

    Die Mehrzahl (fünf von sechs) der abgebildeten Arten gehören zur Familie der Hundsrobben, die wird heckinio sicherlich in den kommenden Tagen auch noch näher vorstellen.

    Zur Markenausgabe: Erstausgabe am 14.3.1991, Gesamtauflage: 97.529 Blocks

    Viele Grüße
    DKKW

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    heckinio
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    • 29. Juli 2014 um 17:29
    • #205
    Zitat

    Original von DKKW
    Die Mehrzahl (fünf von sechs) der abgebildeten Arten gehören zur Familie der Hundsrobben, die wird heckinio sicherlich in den kommenden Tagen auch noch näher vorstellen.

    Vielen Dank DKKW für Deine aktive Mitarbeit und das Zeigen der schönen Marken in diesem thread. Gleichzeitig hast Du das Stichwort für die letzte Familie der Robben gegeben, der dritten und größten Familie, den Hundsrobben, die ich heute vorstelle.
    Von der anderen großen Robbenfamilie, den Ohrenrobben, unterscheiden sich Hundsrobben vor allem durch eine Verlagerung des Antriebs an das hintere Körperende. Während Ohrenrobben im Wasser gleich einem Pinguin durch kräftige Schläge der muskulösen Vorderflossen ihren Antrieb bekommen, werden die viel kleineren und schwächeren Vorderflossen der Hundsrobben beim Schwimmen dicht an den Körper angelegt. Dagegen bilden die Hinterflossen große Flächen, die durch die weite Spreizung der Zehen zustande kommen. Mit Schlägen der Hinterflossen bewegen sich Hundsrobben im Wasser fort.
    Diese Merkmale stellen eine bessere Anpassung an das Wasserleben dar als sie bei den Ohrenrobben gegeben ist. Dies geht allerdings auf Kosten der Fortbewegung an Land, die bei den Hundsrobben unbeholfen wirkt. Da die Vorderflossen nicht mehr tauglich sind, den Körper zu stützen, und auch die Hinterflossen nicht unter den Körper geschoben werden können, bewegen sich Hundsrobben auf dem Bauch kriechend vorwärts. Sie krümmen dazu den Rücken, bewegen den Hinterkörper nach vorn und schieben dann die Brustpartie vorwärts. Weil diese Fortbewegung sehr mühsam ist, versuchen sie sich oft auch durch seitwärtiges Rollen zu bewegen. Weniger nachteilig ist die Fortbewegungsweise der Hundsrobben in Eis und Schnee, wo auch ein geringer Antrieb ausreicht, den Körper über die glatte Oberfläche gleiten zu lassen.
    Oft sah man in den Ohrenrobben die „primitivere“ und in den Hundsrobben die „fortgeschrittenere“ Gruppe. Die moderne Systematik vermeidet allerdings solche Einordnungen, und zudem sind fossile Überreste beider Taxa etwa gleich alt.
    In der Regel bilden Hundsrobben keine großen Kolonien wie die Ohrenrobben. Allerdings haben die See-Elefanten ein ganz ähnliches Verhalten mit kämpfenden Männchen, die über Harems wachen, entwickelt. Die meisten Hundsrobben sind einzelgängerisch oder leben in kleinen Verbänden.
    Die meisten Hundsrobben ernähren sich von Fischen und anderen Meerestieren, allerdings gibt es in dieser Gruppe auch Nahrungsspezialisten. So ist der Krabbenfresser durch seine Lebensweise und vor allem durch sein Gebiss auf den Antarktischen Krillals Ernährungsgrundlage angepasst. Der Seeleopard stellt dagegen einen Räuber dar, der vor allem Pinguine und andere Robbenarten jagt und neben dem Großen Schwertwal und den Haien zu den effektivsten Raubtieren des Südpolarmeeres gehört.

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    Gruß heckinio

    2 Mal editiert, zuletzt von heckinio (29. Juli 2014 um 17:31)

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    heckinio
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    • 11. August 2014 um 15:46
    • #206

    Heute möchte ich die artenreichste Familie der Raubtiere vorstellen, die Marder .
    Für die meisten Marder ist ein langgestreckter, schlanker und geschmeidiger Körperbau typisch, lediglich Dachse und Vielfraße sind stämmig und eher plump gebaut. Das Fell ist meist vorwiegend braun oder schwarz gefärbt, bei einigen Arten sind Flecken, Streifen oder Kehlzeichnungen vorhanden. Mehrere Arten besitzen auffällige Gesichtszeichnungen aus kontrastierenden hellen und dunklen Bereichen. So zeigen etwa die eurasischen Dachse ein Muster aus schwarzen und weißen Bändern. Der Nutzen ist nicht ganz klar. Möglicherweise soll es potentiellen Raubfeinden signalisieren, dass es sich um ein wehrhaftes Tier handelt und damit abschrecken. Einige Arten, wie etwa der Tigeriltis, der Zorillaoder das Libysche Streifenwiesel, sind am ganzen Körper auffällig gezeichnet. Diese Marder sind in der Lage, stinkende Flüssigkeiten aus ihren Analdrüsen auszustoßen. Nördliche Arten, namentlich das Hermelin, das Langschwanzwiesel und dasMauswiesel, sind in der Lage, die Fellfarbe im Verlauf der Jahreszeiten von weiß im Winter zu braun im Sommer zu wechseln. Dieser extreme Farbwechsel findet allerdings nur in den nördlichen Verbreitungsteilen dieser Arten statt. Die Färbung wird über Hormone gesteuert und hängt von der Tageslichtmenge und der Temperatur ab. Der Schwanz der meisten Marder ist relativ lang und dicht behaart, Dachse besitzen allerdings relativ kurze Schwänze. Kurz sind in der Regel die Gliedmaßen, jeder Fuß trägt fünf gebogene, nicht einziehbare Krallen. Der Schädel ist durch eine kurze Schnauze und relativ kleine, Ohren charakterisiert. Im Vergleich zu anderen Raubtieren sind die meisten Marder eher klein, der Größenunterschied zwischen den kleinsten und größten Mitgliedern dieser Familie ist jedoch beträchtlich: Er reicht vom winzigen Mauswiesel, dem mit etwa 25 g Körpergewicht kleinsten Vertreter der Raubtiere überhaupt, bis zu den Seeottern, Riesenottern und Vielfraßen, die ein Gewicht von über 30 Kilogramm erreichen können. Marder sind nahezu weltweit verbreitet, sie fehlen lediglich im australisch-ozeanischen Raum, auf Madagaskar, den karibischen und anderen abgelegenen Inselgruppen sowie in der Antarktis. Die Mehrzahl der Marderarten kommt in Eurasien vor. Afrika beherbergt neun Arten von Mardern, Südamerika ist Heimat von vier verschiedenen Ottern, zwei Grisons (Gattung Galictis), des Patagonischen Wiesels sowie von drei Mustela-Arten. Dazu kommt die Tayra, die auch die südlichsten Teile Nordamerikas besiedelt. Auch der Südamerikanische Fischotter und das Großgrison bewohnen neben Südamerika teile Mittel- und damit Nordamerikas. Darüber hinaus kommen in Nordamerika Silberdachs, Vielfraß, Fichtenmarder, Fischermarder, Nordamerikanischer Fischotter, der Mink und vier Wiesel- beziehungsweise Iltisarten (Gattung Mustela) vor. Auf Neuseeland wurden die beiden Marderarten Hermelin und Mauswiesel durch den Menschen angesiedelt. Die Mehrzahl der Arten ist dämmerungs- oder nachtaktiv, manche gehen jedoch auch am Tag auf Nahrungssuche. Als Ruheplätze verwenden viele Marder selbst gegrabene oder von anderen Tieren übernommene Baue oder andere Unterschlüpfe. Viele Arten sind Bodenbewohner oder dringen dank ihrer schlanken Gestalt bei der Jagd in unterirdische Baue ein, andere halten sich oft auf Bäumen auf. Es gibt zahlreiche ausgezeichnete Schwimmer unter den Mardern, insbesondere die Otter und die Nerze. Die meisten Marderarten sind ganzjährig aktiv. Dachse halten in nördlichen Gebieten jedoch eine Winterruhe, da ihre Nahrung dann schwer erreichbar ist.
    [Quelle: Wikipedia]

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    Gruß heckinio

    2 Mal editiert, zuletzt von heckinio (11. August 2014 um 16:20)

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    heckinio
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    • 18. August 2014 um 16:04
    • #207

    Heute geht es um die Familie der Skunks oder den meisten als Stinktiere geläufig ;) Skunks sind in der Regel dämmerungs- oder nachtaktiv. Tagsüber ziehen sie sich in Verstecke zurück; das können selbst gegrabene oder von anderen Tieren (zum Beispiel Murmeltieren, Dachsen oder Erdhörnchen) übernommene Baue sein, aber auch Felsspalten und hohle Baumstämme, manchmal sogar Gebäude. Am Abend oder in der Nacht begeben sie sich auf Nahrungssuche. Dabei halten sie sich meist am Boden auf, lediglich die Fleckenskunks klettern auch auf Bäume. Von den Streifenskunks ist bekannt, dass sie während der kalten Jahreszeit eine Winterruhe halten und oft mehrere Wochen in ihrem Bau bleiben.Die Tiere leben vorwiegend einzelgängerisch, reagieren aber auf Artgenossen im Allgemeinen wenig aggressiv. Auch das Territorialverhalten ist nicht ausgeprägt, die Reviere einzelner Tiere können sich weitflächig überlappen. Ein Bau wird manchmal von mehreren Tieren gleichzeitig benutzt, die Streifenskunks schließen sich manchmal während der Winterruhe zu Gruppen von bis zu 20 Tieren zusammen, die sich gemeinsam in einem Bau aufhalten.
    Am bekanntesten sind die Skunks wohl für ihr Verteidigungsverhalten, wobei das Versprühen des Analdrüsensekrets nur im Notfall angewandt wird. Ihre kontrastreiche Färbung allein soll schon etwaige Fressfeinde abschrecken; nützt das nichts, greifen sie zu Drohgebärden. Sie stampfen mit den Füßen, fletschen die Zähne oder beugen den Schwanz nach vorn und präsentieren dem Angreifer ihren Anus. Die Fleckenskunks begeben sich dazu sogar in den Handstand. Erst wenn diese Maßnahmen nicht fruchten, versprühen sie ihr Sekret, wobei sie meist auf das Gesicht des Angreifers zielen. Streifenskunks können Fressfeinde in sechs Metern Entfernung treffen, bei anderen Arten ist dieser Abstand kürzer, bei Stinkdachsen etwa ein Meter.
    Auf gesunder Haut hat das Sekret abgesehen vom penetranten Geruch keine schädliche Wirkung. Es kann aber bei Kontakt mit den Schleimhäuten Erbrechen und Kopfschmerzen hervorrufen. Gerät es in die Augen, kann der Angreifer vorübergehend erblinden. Aus Kleidung soll der Geruch so gut wie nicht mehr zu entfernen sein.
    Die meisten Tiere lernen aus einer Begegnung mit einem Skunk. Größere Säugetiere wie Kojoten und Pumas greifen sie daher selten an. Greifvögel und Eulen lassen sich von dem Sekret weniger abschrecken, auch ist ihr Geruchssinn weniger stark ausgeprägt.
    [Quelle: Wikipedia]

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    Gruß heckinio

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    heckinio
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    • 30. August 2014 um 15:36
    • #208

    Kleinbären sind mittelgroß und meist lang gestreckt gebaut. Charakteristisch ist bei allen Arten ein zumeist buschiger Schwanz. Bis auf den einfarbig braun gefärbten Wickelbär weisen alle anderen Arten markante Fellzeichnungen oder Gesichtsmasken sowie geringelte Schwänze auf. Je nach Art erreichen Kleinbären eine Körperlänge von 26 bis 65 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 20 bis 70 Zentimeter sowie ein Gewicht von 800 bis 15.000 Gramm. Bergnasenbären(Nasuella) gehören zu den kleinsten Arten, Nasenbären (Nasua) zu den längsten Arten und Waschbären (Procyon) zu den schwersten Arten. Weibchen bleiben bis zu einem Viertel kleiner und leichter als Männchen.
    Je nach Art leben Kleinbären einzelgängerisch oder in geselligen Gruppen. Einige Arten sind nachtaktiv, andere überwiegend tagaktiv. Gesellige Gruppen weisen jedoch selten ein Männchen auf. Es handelt sich meist um mehrere Weibchen mit ihrem Nachwuchs. Männchen leben einzelgängerisch oder in Junggesellentrupps.
    Waschbären sind überwiegend in der Nacht aktiv, in der Regel weisen sie eine Aktivität zwischen Sonnenuntergang und Mitternacht auf. In kalten Wintern ruhen Waschbären in ihren Bauten, halten jedoch keinen echten Winterschlaf. Kleinbären beanspruchen je nach Geschlecht (Männchen größere) Reviere in einer Größe von wenigen Hektar bis hin zu einigen Quadratkilometern. Sie sind jedoch nicht sehr territorial und sehen die Reviere mehr als Streifrevier, in dem auch Artgenossen geduldet werden.

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    Gruß heckinio

  • Jurek
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    • 30. August 2014 um 15:43
    • #209

    Das ist ja ein ganzer Säugetierlexikon!
    Wuchtiges Wissen, was da alles dazu zusammenkommt (denn das war's ja auch nicht alles schon).
    Und da soll einer sagen, dass Philatelie nicht bildet! ...

    Nebenbei: Ist das nur ein Hobby, oder hast du auch wie beruflich damit zutun?

    Gruß!

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    heckinio
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    • 30. August 2014 um 15:55
    • #210

    @ Jurek: Danke für die Blumen.

    Nein, beruflich hatte ich damit nicht zu tun, ist wohl eher ein verpasster Kindertraum. Ich wollte als kleiner Junge einmal Förster werden. Die Realität ist dann in eine ganz andere Richtung gegangen und nun ist es ein wunderschönes Hobby. ;)

    Gruß heckinio

  • Jurek
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    • 30. August 2014 um 16:51
    • #211

    Alles Gute dazu! Weil du auch das Zeug dafür hast! :)
    Und DANKE nochmals für deine große Mühe uns das so schön aufbereitet hier zu präsentieren.

    Gruß und schönes Restwochenende!

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    heckinio
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    • 30. August 2014 um 16:52
    • #212

    Danke Jurek!
    Noch eine kleine Ergänzung zu den Kleinbären. Zu einer Art, den Nasenbären, habe ich eine besondere Beziehung. Die Kinder hatten mir einmal eine Patenschaft für einen Nasenbären im Stralsunder Zoo geschenkt, die ich bis heute fortgeführt habe. Hier der erste Nasenbär Fine2, der inzwischen leider verstorben ist, jetzt habe ich die Patenschaft für Stella übernommen.

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    Gruß heckinio

    2 Mal editiert, zuletzt von heckinio (30. August 2014 um 16:53)

  • Jurek
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    • 30. August 2014 um 16:55
    • #213

    Lustiges Vieherl ...

  • Vogelfuchs
    aktives Mitglied
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    • 31. August 2014 um 01:17
    • #214

    Hallo heckinio, auch von mir einmal herzlichen Dank für die viele und tolle Arbeit die Du machst. Auch ich lese deine Beiträge mit großem Genuss und Interesse.

    Nasenbären sind schon wirklich tolle Tiere. Ich war zwar leider noch nie im Zoo Stralsund, habe dafür erst neulich diese tollen Tiere im Tierpark Grimmen besucht. Persönlich bin ich Pate von Bartmeisen im Vogelpark Marlow. Gerne würde ich auch auch einmal einen philatelistischen Rundgang durch den Vogelpark Marlow machen, weiß aber noch nicht genau, wie ich das anstellen soll.
    Naja mal schauen, ich werde berichten...

  • Online
    heckinio
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    • 31. August 2014 um 07:11
    • #215

    Hallo Vogelfuchs,
    ich freue mich, dass auch Dir die Säugetiersystematik auf Briefmarken gefällt. Es stimmt, Nasenbären sind putzige Tierchen. Als meine Kinder kleiner waren, waren wir oft im Tierpark Ueckermünde. Meine Kinder hatten immer besonderen Spaß daran, den Nasenbären an die Nase zu tupfen, wenn sie ihre Schnauzen durchs Gitter steckten.
    Als ich die Patenschaft im Zoo Stralsund übernahm, dürfte ich auch eine Handfütterung vornehmen. Erstaunlicherweise war der Renner für sie Mäuse. Man sieht Fine2, der Mäuseschwanz hängt noch aus dem Maul, er fordert aber schon die nächste Maus ;)
    Vögel sind auch ein tolles Sammelgebiet. Eine schöne Idee, die Vögel des Vogelparks Marlow philatelistisch vorzustellen. Ich bin gespannt!
    Schöne Grüße
    heckinio

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    Gruß heckinio

  • Jurek
    Stamm Mitglied
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    1.038
    • 31. August 2014 um 08:37
    • #216

    Wenn ich mich nicht irre wegen dem Standort (es ist schon sehr viele Jahre her), als ich letztes Mal in Stralsunder Zoo war, hatte mir jemand dort was gezeigt: Ein Pärchen stand da vor den Paviankäfig. Und drinnen saß der Boss der Paviane, der alles genau beobachtet und kontrolliert hatte. Und das Pärchen hat sich umarmt.
    Auf einmal ist der Pavian böse geworden und hatte mit Handvoll Erde gezielt auf das Pärchen geworfen!
    Scheinbar, er betrachtete alles, was er sah, also auch außerhalb der Gittergehegers, als sein Territorium, wo nur er bestimmt hatte wer mit wem oder so darf … :D

    Später sah ich, dass der Betreuer des Geheges, kurz vor Feierabend, ist extra zu diesem Pavian gekommen um sich nur von ihm (aus der ganzen Gruppe) zu verabschieden. Und bei den Tieren ist sowas oft schnell erledigt…

    Schönen Sonntag noch!

    Einmal editiert, zuletzt von Jurek (31. August 2014 um 08:40)

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    heckinio
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    • 31. August 2014 um 08:47
    • #217

    Jurek: Ähnliches erzählte uns der Zoodirektor von den Schimpansen, der Boss wurde ganz unruhig als er ihn erblickte. Obwohl sie gar nicht so aussehen, haben sie bedeutend mehr Armkraft als die Menschen. Man sollte sich also hüten, ihnen Guten Tag mit einer Handreichung zu sagen. ;)
    Euch auch noch einen schönen Sonntag!

    Gruß heckinio

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    heckinio
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    • 4. September 2014 um 17:39
    • #218

    In der Gestalt sehen Kleine Pandas einem Waschbären ähnlich, sind aber schlanker. Ihr Fell ist lang und weich, oberseits rötlichbraun bis kupferrot, manchmal mit einem Stich ins Gelbliche, unterseits glänzt es schwarz. Das Gesicht kann individuell gefärbt sein, es ist hauptsächlich weiß mit rötlichbraunen Tränenstreifen, die Schnauze ist kurz und der Nasenspiegel nackt und pechschwarz. Der Kopf ist rundlich, die Ohren sind mittelgroß, aufgestellt und laufen spitz zu, die Augen sind sehr dunkel. Der Schwanz ist buschig, je sechs mal abwechselnd gelblichrot und ocker verwaschen geringelt, ist aber nicht zum Greifen geeignet. Damit halten sie ihr Gleichgewicht im Geäst, am Boden wird er horizontal ausgestreckt getragen. Die schwarzen Beine sind kurz und bärenartig. Kleine Pandas sind Sohlengänger. Da die kräftigen Pfoten auffallend nach innen stehen, wird ihnen die Fortbewegung auf schmalen Ästen erheblich erleichtert. Die weiße, dichte Behaarung der Sohlen gewährt vorzügliche Hafteigenschaften, besonders auf feuchten Ästen. Ferner dient sie auch als Wärmeisolation auf Schnee- oder Eisflächen. Die Zehen sind mit gebogenen, scharfen, teilweise rückziehbaren Krallen versehen. Wie Große Pandas auch, haben sie einen verlängerten Handgelenkknochen, der als Daumen funktioniert und ihnen das Greifen von Früchten erlaubt. Da die Bäume, auf denen sie sich aufhalten, größtenteils mit Moosmatten und Flechten bewachsen sind, verhilft den Kleinen Pandas ihre rötlich-bunte Färbung zu einer vorzüglichen Tarnung.
    Kleine Pandas geben selten Laute von sich. Um sich zu verständigen, zwitschern, quieken oder pfeifen sie. Kleine Pandas sind sehr geschickte und akrobatische Kletterer. Während sie abends und nachts auf Nahrungssuche gehen, schlafen sie am Tage meist lang ausgestreckt in Astgabeln der Bäume, in Baumhöhlen rollen sie sich zusammen und legen dabei schützend ihren Schwanz vors Gesicht. Sie sind sehr hitzeempfindlich, Temperaturen über 25 °C können ihnen sehr zu schaffen machen. Das ist auch mit ein Grund, warum sie den ganzen Tag hoch oben in schattigen Baumkronen oder Baumhöhlen verschlafen.
    In der Dämmerung beginnen sie ihre Aktivitätsphase mit einem Fellpflegeritual, wie man es von Katzen her kennt. Dabei wird das Fell sehr akribisch mit den immer wieder abgeleckten Vorderpfoten „gewaschen”. Sie schrubben sich auch ihren Rücken und ihren Bauch an Bäumen oder Felsen. Sie schreiten ihr Revier ebenso häufig auf dem Boden wie auch auf den Bäumen ab. Dabei markieren sie es mit einem stark nach Moschus riechenden Sekret aus den Analdrüsenund mit Urin.
    Kleine Pandas sind friedliebende Geschöpfe, die sich jedoch bei Bedrohung durchaus wehren können. Sie flüchten, sobald sie sich bedroht fühlen. Wenn sie dem Angreifer jedoch nicht mehr ausweichen können, stellen sie sich auf die Hinterbeine. Dies lässt sie zum einen imposanter erscheinen, eröffnet ihnen jedoch zum anderen die Möglichkeit, mit ihren Vorderpfoten Prankenhiebe auszuteilen. Mit ihren scharfen Krallen können sie ihrem Gegner erhebliche Wunden zufügen. Weil er sich wie eine Katze durch Ablecken des gesamten Körpers reinigt, nennt man ihn auch Katzenbär.
    [Quelle: Wikipedia]

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    Gruß heckinio

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    heckinio
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    • 8. September 2014 um 18:20
    • #219

    Heute möchte ich, nachdem die Ordnung der Raubtiere abgeschlossen ist, mit der Ordnung der Unpaarhufer und der Familie der Pferde beginnen.
    Eines der charakteristischsten Merkmale der Pferde ist die Reduktion der Zehenanzahl; so haben alle heute lebenden Arten nur mehr eine funktionale Zehe (Monodaktylie). Es handelt sich dabei um die dritte Zehe, die restlichen Zehen sind zurückgebildet und am Skelett des Vorderbeins als rudimentäre Griffelbeine erhalten. Hufe bilden als „Hufschuh“ eine vollständige Bedeckung des letzten Zehengliedes. Beim Gehen setzen Pferde nur das letzte Zehenglied auf, sie sind also Spitzengänger. Pferde haben wie alle Unpaarhufer ein sattelförmiges Talonaviculargelenk – das Sprunggelenk zwischen Sprungbein (Talus) und Kahnbein (Naviculare) –, das die Beweglichkeit stark einschränkt. Die Elle ist stark reduziert und in der unteren Hälfte mit der Speiche verschmolzen; ebenso ist das untere Ende des Wadenbeins vollständig mit dem Schienbein verwachsen. Der Oberschenkelknochen ist vergleichsweise kurz, allerdings am Gelenkkopf mit einem großen Knochenfortsatz (Trochanter tertius) versehen. Das Schlüsselbein fehlt. Pferde sind wie alle Unpaarhufer Enddarmfermentierer, das heißt, dass die Verdauung größtenteils erst im Darmtrakt stattfindet. Der Magen ist – im Gegensatz etwa zu dem der Wiederkäuer – stets einfach gebaut und einkammerig; die Fermentation findet im sehr großen Blinddarm (der bis zu 90 Liter fasst) und im doppelschlingigen, bis zu 4 Meter langen aufsteigenden Grimmdarm(Colon ascendens) statt. Insgesamt kann der Darmtrakt bis zu 26 Meter lang sein.

    [Quelle: Wikipedia]

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    Gruß heckinio

    Einmal editiert, zuletzt von heckinio (8. September 2014 um 18:24)

  • DKKW
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    9.488
    • 8. September 2014 um 20:23
    • #220

    Hallo heckinio,

    da will ich doch gleich mal diesen wunderschönen dänischen Block hinterherschicken.

    Es handelt sich um die Wiedergabe eines Gemäldes von Otto Bache: "Et Kobbel Heste udenfor en Kro"

    Otto Bache lebte von 1839 bis 1927, er wurde bereits als 11-jähriger in die Kunstakademie aufgenommen. Das auf dem Block wiedergegebene Bild gehört zur königlichen Privatsammlung.

    Der Block kam am 17.6.1976 heraus und diente u.a. der Finanzierung der internationalen Briefmarkenausstellung Hafnia 1976. (Auflage 405.518 Blöcke)

    Viele Grüße
    DKKW

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