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Russland Postzensur 1914 - 1917

  • DKKW
  • 1. November 2011 um 13:34
  • 241264hsv-fan
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    • 3. Juni 2020 um 11:01
    • #1.261

    Nach einer Weile kann ich wieder ein paar Neuheiten zeigen. Zu dem ist der Brief aus Russland nach gut neun Wochen auch endlich eingetroffen. Der Absender bekam den Brief zunächst wegen unzureichender Angaben zurück.

    Zunächst eine Karte mit Stempel der aktiven Armee. Zur Karte kann ich nur wenig sagen und vielleicht kann da jemand helfen.

    Der erste Poststempel ist vermutlich der auf der linken Seite unleserliche, der Ankunftstempel Sstaro Pebaly (?) (wo auch immer das liegen mag)? Geprüft wurde die Karte am 29.XII.1916, wie der Prüfer am oberen Rand bestätigt: Gelesen Ст.(арший) у(нтер)-оф.(ице) K..... . Beim Rang Stabsunteroffizier bin ich nicht sicher und beim Namen wird es dann wieder schwierig. Wenn der Rang stimmt, hätte hier kein Offizier geprüft wie sonst üblich.

    Suche Kaiserreich Russland - insbesondere Punkt-Nummernstempel und Postzensuren 1. Weltkrieg.

  • northstar
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    • 3. Juni 2020 um 22:14
    • #1.262

    Hallo 241264hsv-fan,

    Der Bestimmungsort ist Vecpiebalga (deutsch: Alt-Pebalg) in Lettland. Hier der Link zu einer Karte auf meshok.net mit sehr klar abgeschlagenem Stempel

    Als Namen des Zensors lese ich Калнинь. Eventuell ist es ja sogar dieser Herr.

    Der Aufgabestempel gehört zu einem Feldpostkontor (ПОЛЕВ. ПОЧТ. КОНТОРА). Eine Nr. kann ich nicht erkennen. Bei dem UB handelt es sich mMn um eine Ischiza (Ѵ). Oder der "UB" ist eine verzerrte Nr.?:/

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • 241264hsv-fan
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    • 4. Juni 2020 um 07:17
    • #1.263

    Super! Besten Dank! Auch für die Links. Da beim Rang keine Verbesserung von dir kam, gehe ich von der Richtigkeit aus. Generalmajor wurde er ja erst im 2. Weltkrieg.

    :veryhappy::]:ok:

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  • 241264hsv-fan
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    • 4. Juni 2020 um 20:31
    • #1.264

    Zensurstempel für die Bewachungseinheiten von Kriegsgefangenen hat Speeckaert extra aufgeführt. Vom Typ 3 aus dem westsibirischen Atschinsk hatte er wohl keine Vorlage, da als Notiz " Abbildung von N.J. Carter (1932)" dabei steht. Ich habe den Stempel hier sehr schön klar auf Brief nach Dänemark.

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    Einmal editiert, zuletzt von 241264hsv-fan (4. Juni 2020 um 21:00)

  • 241264hsv-fan
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    • 5. Juni 2020 um 18:02
    • #1.265

    Bei Tomsk hat Speeckaert mehr als 30 Typen verzeichnet. Dieser Stempel ist nicht dabei. Unter Typ 20 ein ähnlicher Stempel mit Zensornummer 16 in blau beschrieben und illustriert. Bei dem jedoch sind die Buchstaben des Wortes 'ZENSOR' enger zusammen und das Wort somit kürzer. Außerdem ist das 'Nr. 16' in Zeile drei weiter nach rechts eingerückt.

    Auch unter Typ 30 gibt es einen ähnlichen Stempel mit Zensornummer 18 wie hier. Hier weichen die Wortlängen ebenfalls etwas von diesem Stempel ab. Zusätzlich steht hinter der Zensornummer (п.т.)[P.T.]:

    Die am 2. April geschriebene Antwortkarte wurde am 29. August geprüft und benötigte somit fast fünf Monate, um den Gefangenen zu erreichen.

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  • 241264hsv-fan
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    • 6. Juni 2020 um 16:57
    • #1.266

    Weitere Zensurstempel aus Sibirien: Dieser Brief aus Tjumen vom September 1916 trägt vorderseitig den Typ 4sowie auf der Rückseite den obwohl zwei Jahre im Einsatz sehr seltenen Typ 1 hier in rotlila statt wie bei Speeckaert in violett sowie die Initialen des Prüfers WW (lese ich zumindest daraus). Ab Januar 1917 gab es einen Stempel mit diesen Initialen.

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  • 241264hsv-fan
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    • 7. Juni 2020 um 16:13
    • #1.267

    Karte aus Tschembar mit Prüfung in Pensa vom März 1915 nach Triest. Zensurstempel ist der Typ 2 mit einem Unterschied: Speeckaert zeigt den Stempel mit dem Zensor B.N. Spizyn. Gleichzeitig weist er noch darauf hin, das Richter P.N. Ratschko und P.Ja. Schtschurow meldet. Ich kann nun hier zusätzlich den Stempel mit dem Namen B.S. Iwanow zeigen.

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    Einmal editiert, zuletzt von 241264hsv-fan (15. Juni 2020 um 12:34)

  • 241264hsv-fan
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    • 8. Juni 2020 um 12:42
    • #1.268

    Den Zensurstempel Typ 10 vom Hauptquartier der 12. Armee hatte ich bereits in violett gezeigt. Nun habe ich ihn hier auch in lila auf Karte vom September 1915.

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  • 241264hsv-fan
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    • 9. Juni 2020 um 13:29
    • #1.269

    Der Typ 5 aus Nowo-Alexandrowsk wurde für Bewachungseinheiten für Kriegsgefangene genutzt. Den Rahmenstempel ZENS. hat Speeckaert anderswo eingeordnet, ich konnte ihn jetzt aber nicht finden. Dieser wurde möglicherweise aber an verschiedenen Orten genutzt und kommt relativ häufig vor. Als Nebenstempel ist noch Einheitenstempel des * 305. Wjatkaer Fußtrupps * abgeschlagen. Diente diese hier zur Bewachung?

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  • 241264hsv-fan
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    • 10. Juni 2020 um 15:25
    • #1.270

    Brief vom Juli 1915 aus Gatschina mit rückseitigen Zensurstempel, den ich nicht zuordnen kann: GEÖFFNET MILITÄRZENSUR - Militärzensor P..... (hier steht vermutlich der Name des Prüfers). Auf Grund des schwachen Zensurstempels und des Tagesstempels an dieser Stelle komme ich da zu keinem eindeutigen Ergebnis.

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  • 241264hsv-fan
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    • 20. Juni 2020 um 17:06
    • #1.271

    Aus Kasan kann ich aus dem Jahr 1915 einen nicht verzeichneten Stempel zeigen. Neben dem großen Rahmenstempel, wohl Typ 6, ist ein kleiner Rahmenstempel mit Initialen N.N.P. abgeschlagen. Beim Typ 6 erwähnt Speeckaert 4 verschiedene Nummern, ohne darauf hinzuweisen, das die Zeilen eins und drei unterschiedlich gesetzt sind. Der Initialenstempel ist hier einzeln abgeschlagen, was, wie hier schon gezeigt werden konnte, nicht immer der Fall ist.

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  • 241264hsv-fan
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    • 24. Juni 2020 um 16:46
    • #1.272

    Aus Omsk habe ich schon länger nichts zeigen können. Hier ist eine Kriegsgefangenenkarte mit Tagesstempel aus Petropawlowsk mit Prüfung in Omsk (Typ 24).

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  • 241264hsv-fan
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    • 25. Juni 2020 um 14:12
    • #1.273

    Karte eines Kriegsgefangenen aus Akmolinsk nach Österreich. Geprüft wurde dieses Mal in Petropawlowsk (Typ 4).

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  • 241264hsv-fan
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    • 26. Juni 2020 um 12:26
    • #1.274

    Die Zensurstempel von Samara sind sehr vielfältig, was hier im Thread schon mehrfach gezeigt werden konnte. Allein bei der nun gezeigten Stempelform gibt es viele teils nur geringe Unterschiede, wobei Verwechslungen durchaus einmal vorkommen. anhei64 konnte dieses schon einmal klären.

    Der Stempel auf diesem Einschreiben nach Schweden gleicht dem Typ 14. Jedoch ist das Wort "GEÖFFNET" in Zeile 1 groß geschrieben im Gegensatz zum Typ 14. Eine Zensornummer 156 führt Speeckaert nicht auf.

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  • 241264hsv-fan
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    • 27. Juni 2020 um 06:58
    • #1.275

    Einfacher ist es beim Typ 23: GEPRÜFT - MILITÄRZENSUR - SAMARA - Militärzensor - Nr. 144 - W. Ja. B. Dieser Stempel existiert auch mit 'GEÖFFNET' (Typ 22). Es sind die beiden einzigen sechszeiligen Stempel aus Samara.

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  • 241264hsv-fan
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    • 5. Juli 2020 um 07:51
    • #1.276

    Einen Zensurstempel einer Offiziersschule konnte ich schon einmal zeigen. Nun habe ich einen weiteren. Dieser befindet sich auf einer Karte vom April 1916 nach Moskau: Oberster Militärzensor der Offiziersschule für Strelizen.

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  • 241264hsv-fan
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    • 6. Juli 2020 um 14:29
    • #1.277

    Feldpostbrief vom 28. Oktober 1915 nach Petrograd. Auf der Vorderseite befindet sich der Tagesstempel des 34. Feldpostamtes, rückseitig der Einheitenstempel (welchen ich noch nicht identifiziert habe) sowie der Zensurstempel Geöffnet Militärzensur - Militärzensor - 2. Sibirisches Armeekorps. Diesen Stempel habe ich bei Speeckaert nicht gefunden.

    Zum Zeitpunkt dieses Briefes befand sich das 2. Sibirische Armeekorps an der Nordfront - Ligat, Station Ramotskoe (wo genau das ist, konnte ich nicht heraus bekommen). Das 34. Feldpostamt wurde als Korps in Tschita als Teil des 2. Sibirischen Armeekorps gegründet und gehörte diesem bis Ende des Krieges an [Angaben nach Handbuch Epstein / Vinokurow].

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  • 241264hsv-fan
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    • 9. Juli 2020 um 17:29
    • #1.278

    Einschreiben abgesendet am 1.4.1917 vom russischen Postamt in Hankow (China). Der Brief lief über die Zensurstelle. Hier wurden der sehr häufig vorkommende Zensurstempel Typ 24 (verdeckt) sowie der sehr seltene Typ 37 verwendet. Dieser Stempel kommt auch mit "S. Petrograd" vor, was hier offensichtlich ausgestanzt wurde. Verschlossen wurde mit einem der zahlreichen Verschlussstreifen (Typ 49). Für gewöhnlich wurde der Verschlussstreifen mit dem Typ 24 zusätzlich gestempelt statt wie hier mit dem Typ 37. Auf dem Weg nach Holland kontrollierte auch noch die englische Zensur.

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  • 241264hsv-fan
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    • 10. Juli 2020 um 17:49
    • #1.279

    Nach dem tollen und seltenen Stück geht es etwas unspektakulär weiter. Zensurstempel aus Minsk zeigte ich bereits einige. Der Typ 43 gehört nun auch dazu, hier sehr schön glasklar. Speeckaert hat lediglich die Zensornummer 154 in rot gelistet. Im Gegensatz zum Stempel bei Speeckaert steht bei diesem Stempel allerdings kein No vor der Nummer.

    Leider fehlt hier ein Aufgabestempel und ebenfalls ein Datum. Das die Karte im Militärbezirk Minsk geprüft ist, muss nicht zwangsläufig heißen, das die Karte auch von dort ist.

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  • 241264hsv-fan
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    • 11. Juli 2020 um 19:04
    • #1.280

    Karte aus Pensa nach Deutschland. Auf der Karte befinden sich der Zensurstempel Typ 10 sowie der Typ 11. Beim Typ 10 hier deutlich ein D D. zu erkennen. Speeckaert hatte wohl eine nur schlechte Vorlage und daraus ein D Z. konstruiert. Beim Typ 11 hat Speeckaert den Stempel mit der Zensornummer 84 abgebildet. Der untere Rahmen fehlt dort zur Hälfte auf der rechten Seite. Bei diesem Stempel fehlt der untere Rahmen komplett.

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