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Russland Postzensur 1914 - 1917

  • DKKW
  • 1. November 2011 um 13:34
  • 241264hsv-fan
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    • 7. Juli 2018 um 18:04
    • #721

    Aus Wladikawkas konnte ich bisher zwei Belege zeigen. Heute folgt ein weiterer. Dieser ist vom Mai 1916. Die beiden Zensurstempel gleichen den bei Speeckaert notierten Typen 5 und 6. Ein Vergleich auf Bild drei zeigt aber, das die Inschrift bei beiden Stempeln eine andere ist.

    Suche Kaiserreich Russland - insbesondere Punkt-Nummernstempel und Postzensuren 1. Weltkrieg.

  • northstar
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    • 8. Juli 2018 um 00:34
    • #722

    Wie es aussieht, handelt es sich bei diesen beiden Stempeln um "Eingangs-" (Typ 5) und "Ausgangsstempel" (Typ 6). Bei der Rekonstruktion/Deutung der Stempel sind Speeckaert anscheinend Fehler unterlaufen - die Texte sind jedenfalls agrammatisch (falsche Endung -ой bei Typ 5 und nicht existierende Präposition йъ bei Typ 6).

    So lese ich die Texte in den Stempeln und so wären sie grammatisch richtig:

    Typ 5: получено изъ цензуры = eingangen aus der Zensur

    Typ 6: поступ.[ило] въ цензуру = eingegangen bei der Zensur

    kursiv: Text angenommen (übernommen) bzw. ergänzt

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • 241264hsv-fan
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    • 8. Juli 2018 um 09:00
    • #723

    @ northstar:

    Besten Dank für deine Er-/Aufklärung. Aber zweimal 'eingegangen'? Könnte es beim 2. Stempel nicht поступать statt поступило heißen?

    Suche Kaiserreich Russland - insbesondere Punkt-Nummernstempel und Postzensuren 1. Weltkrieg.

  • northstar
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    • 8. Juli 2018 um 16:24
    • #724

    получено könnte man auch mit "erhalten" übersetzen, also "Erhalten von der Zensur".

    поступать würde hier als Infinitiv nicht passen.

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • mx5schmidt
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    • 8. Juli 2018 um 17:38
    • #725

    Ich melde mich zurück als stolzer Besitzes eines Exemplars des "SPEECKAERT", Ausgabe 1990, sowie des Nachtrags von 1997.

    Nachdem ich mich einmal diagonal durch diese Lektüre gearbeitet habe folgt hier ein erstes Beispiel dazu aus meiner Sammlung deutscher Kriegsgefangenenpost von und in die Läger, die unter der Verwaltung des X. Armeekorps standen:

    Diese Kriegsgefangenenpostkarte wurde am 23.10.1915 geschrieben und am 24.10.1915 aufgegeben. Die Karte lief zunächst nach Moskau in die Zensurstelle (25.10.), erhielt dort einen Zensurstempel "D. Z. im großen Oval", Speeckaert Nr. 7, und verließ die Zensurstelle wieder am 27.10.1915.

    In Celle lief der Beleg durch die Postprüfstelle, erhielt einen Prüfstempel "Geprüft./Offiziersgefangenenlager/CELLE i. H./Schloss" und wurde "Gelesen: Der Dolmetscher/ R. Wille./Celle, den " am "4. Dez 1915".

    Da der Adressat gerade in Celle im Lazarett lag wurde ein entsprechender Vermerk "Celle Laz" in Blaustift angebracht und die Postkarte wurde ihm dann dort schließlich zugestellt.


    Liebe Grüße

    Rüdiger

  • 241264hsv-fan
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    • 9. Juli 2018 um 14:00
    • #726

    @ northstar: Nochmals danke!

    Mein nächster Beleg wurde im Juni 1915 in Balakowo aufgegeben und lief nach Böhmen. Die Zensur wurde im knapp 300 Kilometer nordöstlich liegenden Samara gemacht. Der grüne Zensurstempel ist nicht verzeichnet.

    Prüfer war ein gewisser Kollegialstadtrat Ju. B. Piotrowski.

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  • 241264hsv-fan
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    • 10. Juli 2018 um 13:18
    • #727

    Es ist erst knappe vierzehn Tage her, das ich den Typ 8 von Wilna gezeigt habe. Mit dieser Karte kann ich den fast gleichen Typ zeigen. Der einzige Unterschied ist, das in der unteren Reihe die Worte etwas weiter auseinander stehen und die Reihe somit insgesamt länger ist. Von diesem Typ ist die Zensornummer 73 unbekannt.

    Die Karte ist vom Oktober 1915 und wurde in Gorodok entwertet. Sie lief wie die andere Karte auch nach Riga.

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  • mx5schmidt
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    • 10. Juli 2018 um 18:29
    • #728

    Diese Kriegsgefangenenpostkarte wurde am 06.01.1916 in Temnikow = Темников aufgegeben:

    Die Karte lief zunächst nach Moskau in die Zensurstelle (08.01.16), erhielt dort einen Zensurstempel "D. Z. im großen Oval", Speeckaert Nr. 7, und verließ die Zensurstelle Moskau am 09.01.16 wieder.

    In Celle lief der Beleg durch die Postprüfungsstelle, erhielt einen Prüfstempel "Geprüft./Postprüfungsstelle/Cellelager." sowie einen Datumstempel "5. 2. 16.".

    Liebe Grüße

    Rüdiger

  • 241264hsv-fan
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    • 11. Juli 2018 um 15:45
    • #729

    Ein weiterer Zensurstempel, der Ähnlichkeit zu einer Type hat, so aber nicht im Speeckaert steht. Der Einschreibebrief vom Dezember 1915 passt zunächst einmal zeitlich zum Typ 6. Abmessung: In der Breite gleich, in der Höhe jedoch 2 mm schmaler. Inschrift: Die obere und untere Zeile ist jeweils unterschiedlich weiter nach rechts verschoben, ebenso das Nr. 21. Der Zensurstempel ist aus Simbirsk.

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    Einmal editiert, zuletzt von 241264hsv-fan (4. September 2018 um 09:34)

  • mx5schmidt
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    • 12. Juli 2018 um 14:19
    • #730

    Nachdem ich den Speeckaert erworben hatte war ein erster Check bei ebay erfolgreich, und heute kam dieser Beleg bei mir an:

    Der an das berühmte "Markenhaus Zumstein" adressierte Brief wurde am 21.06.1915 in Умань = Uman = Oumagne aufgegeben.

    Der Brief wurde in Petrograd vom Prüfer "Nr. 31" geprüft, was ein violetter Prüferstempel, Speeckaert Nr. 7, dokumentiert:

    Der Brief wurde zur Prüfung rechtsseitig geöffnet und nach erfolgter Prüfung wurde das Papier der Vorderseite einfach umgeschlagen und der Beleg wurde per Lacksiegel, Speeckaert Nr. 43, wieder verschlossen.

    Rückseitig findet sich ein Stempel "BRIEFTRÄGER" aus Bern.

    Liebe Grüße

    Rüdiger

  • 241264hsv-fan
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    • 12. Juli 2018 um 16:22
    • #731

    Mein nächster Brief ist aus Pawlograd (Ukraine) vom November 1914 adressiert nach Böhmen. Auf der Rückseite befindet der rote Zensurstempel Geöffnet Militärzensur - Militärzensor. Vermutlich hätte der Prüfer hier unterschreiben sollen.

    Den Stempel konnte ich im Speeckaert nicht finden. Ohne Durchgangsstempel oder Unterschrift ist der Stempel für mich keiner Stelle zuzuordnen.

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  • 241264hsv-fan
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    • 14. Juli 2018 um 12:09
    • #732

    Dieser 7-Kopeken-Ganzsachenumschlag mit 3 Kopeken Zusatzfrankatur wurde am 23.2.1916 mit einem Kragmaschinenstempel von Irkutsk entwertet (Robinson 475.7). Zu dem befindet sich auf der Vorderseite der häufige Zensurstempel Typ 2. Rückseitig wurde der Umschlag mit einem Markenbogenrand verschlossen und der Zensurstempel Typ 3 abgeschlagen, den Speeckaert allerdings nur in violett kennt.

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  • 241264hsv-fan
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    • 15. Juli 2018 um 10:02
    • #733

    Einweiterer Ganzsachenumschlag aus Irkutsk trägt vorderseitig den gleichen Zensurstempel Typ 2. Hier ist die Rückseite interessanter. Dieses Mal ist der Typ 1 abgeschlagen, welcher bei Speeckaert nur in violett notiert ist. In Sarapul hielt man es offensichtlich für notwendig, den Brief ein weiteres Mal zu prüfen. Der Rahmenstempel ist bei Speeckaert gänzlich unbekannt.

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  • mx5schmidt
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    • 18. Juli 2018 um 15:07
    • #734

    Hier eine Neuerwerbung in Form einer KGF-Antwortkarte, geschrieben am 29.11.1916 im Lager "Nicolo-Alexandrowskaja" in "Krasnaja Kelschka" in Ostsibirien:

    Es erfolgte zunächst eine Zensur im Lager in Ostsibirien, wobei senkrecht ein Zensurstempel Speeckaert Typ 5 abgeschlagen wurde.

    Anschließend lief der Beleg durch die zentrale Prüfstelle in Wladiwostok, wo ein Zensurstempel Speeckaert Typ 6 sowie ein Kontrollstempel "1 im Dreieck", Speeckaert Typ 11, abgeschlagen wurden.

    Ich vermute, dass in Wladiwostok vorderseitig sowie rückseitig eine chemische Zensur erfolgte, siehe entsprechende Pinselstriche in brauner Farbe.

    Bei dem als Aufgabestempel dienenden Kreisstempel tippe ich auf einen Dienststempel der Einheit im Lager in Ostsibirien!???

    Ich habe diesen Beleg wegen der chemischen Zensur gekauft, denn Belege aus dem Ersten Weltkrieg mit chemischer Zensur findet man nur sehr selten einmal, denn diese Prozedur wurde erst während des Zweiten Weltkriegs so richtig geübte Praxis.

    Liebe Grüße

    Rüdiger

  • 241264hsv-fan
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    • 26. Juli 2018 um 16:07
    • #735

    Nach anderthalb Wochen Ruhe mal wieder etwas Neues von mir: Ein frankierter Feldpostbrief des 114. Feldpostamtes (bei Speeckaert ist das 144. Feldpostamt angegeben). Der Brief ist vom 22. Februar 1915. Das Feldpostamt 114 befand sich zu dieser Zeit im Raum Lemberg. Prüfer war ein gewisser Dsjurkowski.

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  • 241264hsv-fan
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    • 27. Juli 2018 um 13:55
    • #736

    Bei diesem Brief vom April 1915 handelt es sich wahrscheinlich auch um einen Feldpostbrief, jedoch bin ich nicht ganz sicher, da der Aufgabestempel verschmiert ist. Es könnte dann das Feldpostamt 125 sein, welches sich von Februar bis Juli 1915 in der Gegend von Lublin aufhielt.
    Das Feldpostamt 125 wurde in Chabarowsk als Reservepostamt gebildet. Es wurde der Hauptversorgungsdirektion der Südwestfront angeschlossen und unterstützte diese bis September 1915. Danach wurde es nach Kiew versetzt und sortierte Pakete der Soldaten. Im Januar 1917 schließlich wurde es nach Tarnopol beordert, um das Feldpostamt 114 zu ersetzen. Im Februar oder März 1918 wurde es dann aufgelöst.

    Den Zensurstempel habe ich bei Speeckaert nicht gefunden.


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  • 241264hsv-fan
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    • 28. Juli 2018 um 09:48
    • #737

    Ein dritter Feldpostbrief ist vom 23. März 1915. Er trägt den Stempel des 237. Etappen-Feldpostamtes. Speeckaert schreibt von der 11. Armee in Ostgalizien. Vinokurov / Epstein dagegen schreiben in ihrem Buch über die Feldpost 1914 - 1918 folgendes: Das Feldpostamt wurde Mitte Februar 1915 in Petrograd gegründet und nach Drogobytsch verlegt, wo es bis Mai 1915 als sesshaftes Unternehmen tätig war. Während des Rückzugs aus Galizien führte es fast einen Monat lang Postoperationen in Yanov durch. Bis zum Ende des Krieges war diese Feldpostamt Teil der 8. Armee, die an verschiedenen Stellen ihrer Südflanke operierte.

    Ab Mai 1915 wird die 8. Armee erwähnt, vorher steht keine Angabe dabei.

    Der Brief hat rückseitig die Zensurstempel Typ 9, 9A und 9B, die hier von oben nach unten sehr schön zu sehen sind. Zu dem hat der Prüfer sein Kürzel hinterlassen.

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  • 241264hsv-fan
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    • 3. August 2018 um 09:21
    • #738

    Heute zeige ich einen Brief aus Ludsen im Gouvernement Witebsk. er wurde dort auch geprüft, wie der einzig dort verwendete Zensurstempel - hier mit zusätzlichem Datumsstempel - zeigt. Speeckaert gibt als Verwendungszeitraum nur den Juni 1916 an. Der Brief lief dann nach Riga.

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    Einmal editiert, zuletzt von 241264hsv-fan (11. August 2018 um 09:00)

  • 241264hsv-fan
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    • 11. August 2018 um 09:00
    • #739

    Obwohl Speeckaert den Typ 3 von Astrachan mit 3 = weniger häufig bewertet, ist dieses der erste Stempel, den ich zu sehen bekam.

    Suche Kaiserreich Russland - insbesondere Punkt-Nummernstempel und Postzensuren 1. Weltkrieg.

  • 241264hsv-fan
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    • 12. August 2018 um 10:46
    • #740

    Bei diesem Stempel musste ich erst einmal ein bisschen im Speeckaert blättern. Schließlich fand ich ihn unter Ponewesch (Panevėžys). Es ist der sehr seltene Typ 2. Leider ist die obere Zeile gar nicht zu lesen. Dafür ist in der unteren Zeile der Name F. F. Sosulja sehr gut zu lesen und damit auch ein Fehler im Speeckaert aufdeckbar, denn dort steht O. F. Sosulja.

    Ebenfalls nur teilweise lesbar ist der Armeestempel. Die Karte lief nach Grobin (Ankunftstempel vom 25.11. 1914).

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