Karte vom 22.12.1914 aus Riga, über die Zensurstelle Petrograd nach Genf gelaufen. Zensurstempel sind der Typ 99 sowie der Typ 7, bei dem hier leider die Nr. nicht lesbar ist (vielleicht entfernt wurde?), jedoch die Faksimile-Paraphe bei Speeckaert unbekannt ist. Typ 7 ordnet Speeckaert zur 1. Expedition, Typ 99 zur 6. Expedition ein.
Russland Postzensur 1914 - 1917
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Brief vom 28.8.1917 aus Noworossijsk nach Kopenhagen. Laut Verkäufer ist der Zensurstempel aus Tiflis. Ich hatte bereits einmal geschrieben, das Laut A. Epstein möglicherweise alle diese Zweizeiler aus Tiflis stammen. Ich selber bin der Meinung, das das zu umständlich gewesen wäre, sämtliche Post über Tiflis zu leiten und das das Postaufkommen dort zu hoch gewesen wäre, weshalb dann die Zensur in den einzelnen Orten vorgenommen wurde.
Dieser Zensurstempel passt auch zu keinem der bei Speeckaert unter Tiflis abgebildeten (auch ist keine Zensornummer '108' notiert). Unter Typ 8 von Noworossijsk ist ein ähnlich Stempel mit Zensornummer '114' gelistet, hier aber mit anderer Schriftart in der unteren Zeile. Jedoch denke ich, das hier ebenfalls die Prüfung in Noworossijsk vorgenommen wurde.
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Moin 241264hsv-fan,
ich werde ganz neidisch wenn ich Deine letzten Neuerwerbungen sehe, ich gucke momentan immer in die Röhre. Ein interessanter R-Brief aus China via Sibirien nach Holland ging preislich durch die Decke, eine Karte aus Persien via Russland in die Schweiz wurde nicht nach Deutschland verschickt, etc.

Viele Grüße und vielen Dank fürs zeigen dieser großartigen Belege
DKKW
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Danke sehr. Und ich verspreche dir: Es kommt noch besser!
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Auch bei den Moskauer Stempeln gibt es einen fehlerhaften Stempel. Ich glaube, anhei64 hatte ihn auch bereits gezeigt. Nun ist es mir gelungen, ihn auch zu bekommen.
Gemeint ist der Zensurstempel Typ 8B aus Moskau, bei dem beim Wort ПРОСМОТР. das 'C' fehlt, das 'M' direkt folgt und danach eine klein Lücke ist. Er befindet sich auf einem Ganzsachenumschlag von Kasan vom 25.4.1916 nach Stockholm. Rückseitig befindet sich der übliche Verschlussstreifen (Typ 18). Diesen gibt es mit gelbem und sämischfarbigen Papier. Beim Punkt am Ende gibt es mehrere Varianten. Hier ist er höher gestellt.
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Mein Lieblingsbezirk ist der Militärbezirk Minsk. Hier konnte ich immerhin zwei Belege bekommen.
Brief vom 31.5.1915 aus Perchowizi, gelaufen über die Zensurstelle Smolensk nach Kopenhagen. Der Zensor war F.P. Krscheminskij (Speeckaert Typ 7). Die Zierstücke (?) oberhalb und unterhalb des Namens konnte Speeckaert nur andeuten. Hier sind klar jeweils drei Rauten zu erkennen. Vielleicht auch eine Anspielung auf den Rang?
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Einschreiben vom 4.8.1915 aus Mogiljew nach Kopenhagen. Auf der Vorderseite befindet sich der Typ 3 (Militärbezirk Minsk) GEÖFFNET - MILITÄRZENSUR, den Speeckaert nur bis Mai 1915 listet sowie rückseitig der Stempel des Zensors mit dem Namen N.G. Kosslowskij. Dieser ist bei Speeckaert gar nicht vorhanden. Hier sieht man zudem in rot einen sehr seltenen Automaten-R-Stempel und einen violetten unleserlichen Rahmenstempel " .... Automaten".
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und einen violetten unleserlichen Rahmenstempel " .... Automaten".
ПРИНЯТО АВТОМАТОМ
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Besten Dank.
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Brief vom 25.1.1917, versendet aus Sumy nach Kopenhagen. Auf der Rückseite befindet sich der Zensurstempel aus Sumy. Speeckaert hatte von hier keine Zensurstelle gemeldet. Im Stempel befindet sich der Name des Zensors, den ich bisher nicht vollständig lesen konnte. Darüber handschriftlich die Unterschrift oder als Korrektur ein anderer Name. Der Brief lief außerdem über die Zensurstelle Petrograd (Typ 24).
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Moin 241264hsv-fan,
ich denke, das Nachfolge-Handbuch des Speeckaert wirst Du schreiben müssen. Viel Spaß dabei

Viele Grüße
DKKW
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Ich denke, das ich mehr als 50% des Materials, das ich inzwischen kenne, der Speeckaert aber nicht beinhaltet, selber bekommen konnte. Das andere habe ich im Archiv.
Ein neues Handbuch wäre eine Mammutaufgabe, wenn man bedenkt, das alleine der Militärbezirk Minsk einer kompletten Überarbeitung bedarf.
Für heute zeige ich einen weiteren Beleg aus einer nicht bekannten Zensurstelle. Brief vom 4.1.1916 (unleserlicher, möglicherweise Feldpoststempel) nach Kopenhagen. Rückseitig der Truppenstempel des 1. Bataillon der 12. Mörserartillerie der Division ? (?) sowie der Zensurstempel aus Mogiljew - Podolskij. Bei Mogiljew - Podolskij handelt es sich nicht um die in zwei Beiträgen zuvor genannte Stadt im heutigen Weißrussland, sondern um die mehr als zehnmal kleinere Stadt in der heutigen Ukraine. Die Form des Stempel weist deutlich auf den Militärbezirk Odessa hin. In diesem Stempel ist befindet sich keine Zensornummer, wie es bei allen anderen ähnlichen Stempeln der Fall ist. Der Zensor hat hier seine Unterschrift oder sein Kürzel hinterlassen.
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Drei Neuzugänge sind gerade eingetroffen; nicht so spektakulär wie die vorherigen Belege, aber dennoch schön. Auf die anderen Stücke warte ich noch.
Postkarte aus Reval nach Petrograd vom 8.5.1917. Zensurstempel ist der Typ 13. Diesen Stempel konnte ich mit einer kleinen Zensornummer bereits zeigen. Zum Stempel mit höherer Zensornummer gibt es geringe Unterschiede, weshalb ich die Karte dann nahm.
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