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Russland Postzensur 1914 - 1917

  • DKKW
  • 1. November 2011 um 13:34
  • 241264hsv-fan
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    • 11. Oktober 2018 um 09:26
    • #781

    Bei dem Brief, den ich heute zeige, ist das Wachssiegel Typ 43 nicht besonders interessant sondern viel mehr der handschriftliche Zusatz des Prüfers.

    2 конв(ерты) = Umschläge kann ich noch lesen, beim Rest muss ich passen. Zudem hat er seine Initialen E. T darunter gesetzt. Den Prüferstempel Typ 7 des Zensors Nr. 17 konnte ich schon zeigen. Der Typ 7 kam nur kurze Zeit später, nach Versenden dieses Briefes zum Einsatz. Im Vergleich kann man die Ähnlichkeit deutlich erkennen.

    Suche Kaiserreich Russland - insbesondere Punkt-Nummernstempel und Postzensuren 1. Weltkrieg.

  • northstar
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    • 11. Oktober 2018 um 23:37
    • #782

    Hallo hsv-fan,

    schöner Vergleich der handschriftlichen Inititialen mit dem Stempel!

    Der Vermerk wäre so zu entziffern:

    2 конв[ерта] съ 2 л[истами]

    1 визитн[ая] карт[а]

    2 Umschl[äge] mit 2 Bl[att]

    1 Visit[en] kart[e]

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • 241264hsv-fan
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    • 12. Oktober 2018 um 08:37
    • #783

    Das fand ich auch und habe mir den genau deswegen gekauft.

    Danke für die Aufklärung.

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  • 241264hsv-fan
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    • 12. Oktober 2018 um 09:01
    • #784

    Nun zeige ich eine Karte vom Oktober 1914 in die Schweiz. Auch diese Karte hat den Prüferstempel Typ 7 - hier vom Zensor Nr. ?7?. Die Paraphe ist bei Speeckaert nicht notiert.

    Leider verdeckt der Typ 3 einen Teil der Nummer. Es sieht zwar wie eine '17' aus, kann es ja aber nicht sein, da ich diese zuvor zeigte. Zu dem sind die der Nummern '27', '37', '47' und '57' bekannt. Somit kann es eigentlich nur die '7' oder die '67' sein (Nr. 68 ist die höchste).

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  • 241264hsv-fan
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    • 13. Oktober 2018 um 09:50
    • #785

    Aus Kasan konnte ich schon Zensurstempel zeigen. Heute folgt der Typ 5 auf einer Karte in die Schweiz.

    Die Karte trägt drei Bahnpoststempel 'PERM - RYBINSK'. Ich kenne zwar den Streckenverlauf nicht, anhand des Zensurstempels dürfte es aber von Perm über Kasan weiter nach Rybinsk gehen. Der Zensurstempel kam dann wohl am Bahnhofspostamt zum Einsatz !?

    Suche Kaiserreich Russland - insbesondere Punkt-Nummernstempel und Postzensuren 1. Weltkrieg.

  • northstar
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    • 13. Oktober 2018 um 13:21
    • #786

    Hallo hsv-fan,

    der Form nach sieht der Stempel wie ein Bahnpoststempel aus. Es ist aber der Stempel des Flussdampfers Perm-Rybinsk. Im unteren Segment kann man ПАРОХ.[ОД] erkennen.

    Dem Mitteilungstext nach befand sich der Absender auf dem Dampfer.

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • 241264hsv-fan
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    • 13. Oktober 2018 um 17:30
    • #787

    Danke für deine Verbesserung. Da habe ich beim Stempel gar nicht darauf geachtet. Das erklärt mir gleichzeitig aber auch die Route über die Kama.

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  • 241264hsv-fan
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    • 14. Oktober 2018 um 06:33
    • #788

    Heute zeige ich mal eine Karte nach Russland, genauer gesagt nach Moskau, wo sie auch geprüft wurde. Der Zensurstempel ist der Typ 6, welcher weniger häufig vorkommt. Die Karte wurde im August 1915 aus Nordengland versendet.

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  • 241264hsv-fan
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    • 15. Oktober 2018 um 14:51
    • #789

    Es ist noch keine vier Wochen her, da konnte ich einen ähnlichen Stempel aus Moskau wie den heutigen zeigen. Ebenfalls in Verbindung mit dem Typ 1 ist es heute der Typ 16 auf einem portorichtigen Einschreiben in die Schweiz.

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  • 241264hsv-fan
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    • 16. Oktober 2018 um 19:39
    • #790

    Aus Alatyr zeige ich heute den Typ 4 auf einem Einschreiben aus Kosmodemiansk in die Schweiz.

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  • 241264hsv-fan
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    • 17. Oktober 2018 um 15:04
    • #791

    Brief aus Dmitrewskoje im Gebiet Orenburg ans Rote Kreuz in Kopenhagen. Geprüft wurde in der Gouvernementshauptstadt (Zensurstempel Typ 9).

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  • 241264hsv-fan
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    • 18. Oktober 2018 um 15:05
    • #792

    Den Rostow Typ 6 hatte ich kürzlich in violett zeigen können. Heute noch einmal in rot auf noch schönerer Einschreibekarte nach Österreich.

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  • 241264hsv-fan
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    • 19. Oktober 2018 um 14:29
    • #793

    Obwohl er zwei Jahre in Gebrauch war, ist der Typ 1 von Dorpat (1893 - 1918 Jurjew) selten zu finden. Hier befindet er sich auf einer Karte nach Riga.

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  • 241264hsv-fan
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    • 20. Oktober 2018 um 08:18
    • #794

    Heute zeige ich eine Ansichtskarte aus Polen. Wo sie aufgegeben wurde, ist schlecht zu sagen. Im oberen Teil steht übersetzt "Von der aktiven Armee". Die Karte vom September 1914 wurde zur kleinen Station Marienburg befördert. Geprüft wurde im nordwestlichen Walk, einer Stadt mit derzeit 20.000 Einwohnern. Zu sehen ist der seltene Typ 1.

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  • kartenhai
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    • 20. Oktober 2018 um 09:01
    • #795

    Unter der schlecht lesbaren Stempelinschrift steht der Ortsname noch einmal deutlich mit Schreibmaschine. Das CT. vorne dran bedeutet wohl St. (=Sankt). Dann kann ich noch Mariez entziffern, aber die restlichen Buchstaben nicht mehr. In der Nähe der Stadt Sandomierz fand ich keinen Ort, der damit anfängt.

    Gruß kartenhai

  • 241264hsv-fan
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    • 20. Oktober 2018 um 09:21
    • #796

    St. steht für Station, danach MARIENBURG. Darunter in Klammern steht Lifl.(and) Gub.(ernya) = Gebiet. Wie schon geschrieben liegt dies südöstlich von Walk (Valka/Valga). Marienburg findest du unter Alūksne.
    Marienburg

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    2 Mal editiert, zuletzt von 241264hsv-fan (20. Oktober 2018 um 09:28)

  • northstar
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    • 20. Oktober 2018 um 09:40
    • #797

    Die Karte wurde wohl im polnischen Tarnobrzeg aufgegeben (https://de.wikipedia.org/wiki/Tarnobrzeg), das bis 1918 österreichisch war. Im Text schreibt der Absender auch "... изъ Аустрiи" - "... aus Österreich". Unter dem Datum dann die Ortsangabe "гор.[од] Тарнобжеp[г]" - "Stadt Tarnobrze[g]".

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  • 241264hsv-fan
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    • 21. Oktober 2018 um 09:29
    • #798

    Heute zeige ich einmal Durchgangspost.

    Der Brief wurde am 28.3.1916 in Hamadan (Bazar) - Persien aufgegeben. Der Brief wurde dann rund 900 Kilometer Richtung Norden nach Baku am Kaspischen Meer befördert. Dort wurde der Brief geprüft, wie der Zensurstempel Typ 6 bestätigt. anschließend wurde der Brief in die USA nach Baltimore weiter geleitet, wo er im Mai des selben Jahres ankam.

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  • 241264hsv-fan
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    • 22. Oktober 2018 um 09:04
    • #799

    Brief aus Kansk mit Zensurstempel Typ 8 von Wladiwostok. Dieser Stempel war sogar bis Ende 1919 noch in Gebrauch.

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  • 241264hsv-fan
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    • 23. Oktober 2018 um 08:30
    • #800

    Linksseitig von der Zensur in Odessa geöffneter Brief vom 22.1.1917 nach Amerika. Verschlossen wurde er mit einem einfachen Papierstreifen. Zensurstempel ist der weniger häufige Typ 17. Mit der Anlieferadresse kann ich allerdings nichts anfangen.

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