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Südsudan moderne Rarität?

  • kartenhai
  • 13. Juli 2011 um 13:36
  • baphomet
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    • 16. Februar 2012 um 21:31
    • #61

    Mal ehrlich, die haben derzeit GANZ ANDERE Sorgen als ihre Bürokratie.

    Bei dem US-Anbieter bin ich ziemlich sicher, dass er nicht selbst in Juba war, sondern sich die Marken über Kontakte besorgt hat. Welcher Händler riskiert denn bitte selbst einen Trip in ein derzeit so unsicheres Land? So toll ist die Rendite nun auch wieder nicht. Die dritte Marke war dort offenbar nirgendwo zu bekommen, "billy_whiz" hat aber mit Sicherheit noch einige der anderen beiden Ausgaben samt Briefen "auf Lager" und wird sie bestimmt weiter bei ebay anbieten. Jeder, der hier von "Spekulation" spricht, würde es genauso machen, wenn er nur irgendwie an die Marken dran kommen würde. Warum auch nicht.

  • kartenhai
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    • 3. April 2012 um 21:37
    • #62

    In der neuesten Michel-Rundschau ist zwar ein Artikel über den Süd-Sudan drin, aber er enthält eigentlich nichts wirklich Neues und nur die alten bekannten Tatsachen.

    Aus China, wer hätte das gedacht, dem Ursprungsland der Südsudan-Marken, sind gerade 2 Angebote des kompletten Satzes drin, also mit der zurückgezogenen Marke. Als Sofortkauf zu happigen 350,- US-Dollar bzw. umgerechnet 263,14 EUR. Anscheinend haben in China mehrere der seltenen nicht verausgabten Marken den geheimnisvollen Weg in den Handel gefunden: :O_O:


    Mal sehen, ob jemand zu diesem „Schnäppchenpreis“ zuschlägt ?(

    Bin gespannt, wann die ersten Fälschungen auftauchen, die Chinesen sind ja Meister darin, wenn man mal die Repros der Kultur-Revolution oder vieler teuren Blöcke bei Ebay sieht, die da billig unters Volk gebracht werden. :D

    Gruß kartenhai

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  • kartenhai
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    • 3. April 2012 um 21:54
    • #63

    Nachtrag:

    Am 5.3.12 wurde ein kompletter Satz vom selben Verkäufer in China um unglaubliche 415,10 USD (312,08 EUR) bei 19 Geboten verkauft, am 6.3., nur einen Tag später, wurde ein Satz zu 211,- USD (158,63 EUR) verkauft, anscheinend zum Sofortkauf-Preis. Die zurzeit laufenden 2 Sätze sind zu 350,- USD (263,14 EUR) angeboten mit einer Laufzeit von noch 28 Tagen. Warum der zweite Satz so billig wegging und ob der Verkäufer da irgendeinen Fehler beim Einstellen machte, ist nicht bekannt. Der erste Käufer wird sich wohl hinterher darüber geärgert haben. Die letzten 2 Bieter hatten seinerzeit den Preis fast verdoppelt!


    Gruß kartenhai

    Einmal editiert, zuletzt von kartenhai (3. April 2012 um 21:55)

  • Philaseiten.de
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    • 4. April 2012 um 13:33
    • #64

    Anscheinend hat sich ein Käufer gefunden.

    Schöne Grüsse, Richard

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  • kartenhai
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    • 4. April 2012 um 14:03
    • #65

    Der zweite Satz wird wohl auch noch weggehen. Kann eine gute Spekulation sein, wenn nicht mehr viele davon auftauchen, kann aber auch in die Hose gehen ?(

    Wer weiß, wieviele dieser zurückgezogenen und eigentlich zur Vernichtung bestimmten in die falsche Richtung blickenden Adler dem Reißwolf entgangen sind ?(

    Oder man stelle sich vor, die Post vom Süd-Sudan hebt diese Fehldrucke auf und verkauft sie nach Beendigung des Bürgerkriegs nachträglich an die vielen Sammler zur Devisenbeschaffung, vielleicht zusammen mit einer richtiggestellten Marke? Das würde einen Kursrutsch bedeuten, wie die Börsianer das nennen. :D

    Trotzdem muß es in der chinesischen Druckerei eine undichte Stelle gegeben haben, aus der diese kompletten Sätze stammen und die im Lande verblieben sind und jetzt im Handel auftauchen. In der Presse las man ja, daß die komplette Auflage dem Postminister von Süd-Sudan als Geschenk übergeben wurde.

    Gruß kartenhai

  • kartenhai
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    • 4. April 2012 um 22:11
    • #66

    Bei diesem Bild der Übergabe der neuen Briefmarken von Süd-Sudan von einer chinesischen Delegation an die südsudanesische Delegation hält der Chinese einen Schalterbogen der zurückgezogenen 2,5 SSP-Marke mit 20 Marken in den Händen. Damals wußte man noch nichts von der falschen Darstellung des Adlers.

    Ich kann das zwar auch mit einer Lupe nicht erkennen, aber in einem anderen Forum wird das behauptet und wird wohl so stimmen.

    Gruß kartenhai

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    • 15. April 2012 um 14:28
    • #67
    Zitat

    Original von Philaseiten.de
    Anscheinend hat sich ein Käufer gefunden.

    Schöne Grüsse, Richard

    Auch für den zweiten Satz hat sich ein Käufer gefunden - der gleich wie für den ersten Satz. :D Jetzt gibt es also zumindest zwei komplette Sätze davon in Deutschland.

    Meine Sammelgebiete:
    Deutsch Ostafrika, Britisch Ostafrika, Britisch Ostafrika & Uganda, Ostafrikanische Gemeinschaft, Kenia, Tanganjika, Tansania, Uganda, Kionga, Zanzibar, Deutsches Auslandspostamt Lamu

  • kartenhai
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    • 15. April 2012 um 21:30
    • #68

    Relativ preiswert ging ein waagrechtes Eckrand-Pärchen ohne „Sperrwert“ (= zurückgezogener 3. Wert) für umgerechnet 31,57 EUR weg, das von einem englischen Händler angeboten wurde. Es wurde schon mal mehr für die 2 Marken bezahlt: :)


    Gruß kartenhai

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    • 17. April 2012 um 17:15
    • #69

    Sogar ganze Schalterbögen á 20 Marken (Kurzsatz!) kommen vom Südsudan zum Verkauf:


    Wieder wie schon so oft vorher direkt aus China. Anscheinend wurde von Seiten der Chinesen nicht die komplette Auflage als Geschenk an den Süd-Sudan ausgeliefert, wie es in der Zeitung stand, sondern auf irgendwelchen nicht nachvollziehbaren dunklen Wegen gelang ein Teil wohl vorher in die Hände von chinesischen Händlern. Warum der später nicht zur Ausgabe gelangte Wert hier nicht mit dabei ist, ist auch ein Rätsel. Dass die Abbildung des Adlers auf der Marke falsch war, wurde ja erst später im Zielland festgestellt, vor der Auslieferung war das ja noch gar nicht bekannt.

    Jedenfalls ist der Anfangs-Preis von umgerechnet ca. 1.600,- EUR für den unkompletten Satz total überhöht, das wären 80,- EUR für die beiden Werte, erst kürzlich ging ein Pärchen für ca. 15,- EUR bei Ebay weg.

    Auch ein Komplett-Satz ist wieder zu haben, diesmal als Sofortkauf für 350,- USD = 267,95 EUR, natürlich auch wieder aus China:


    Gruß kartenhai

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  • roschc
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    • 18. April 2012 um 13:12
    • #70

    Chinesen sind Profis in Briefmarkenfälschen, das sollte man bedenken...

  • Philaseiten.de
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    • 18. April 2012 um 17:09
    • #71

    Sind Chinesische Fälscher besser als deutsche Fälscher ?

    Schöne Grüsse, Richard

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  • roschc
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    • 18. April 2012 um 17:23
    • #72

    Zumindest sind mir noch keine Rastertiefdruckfälschungen aus Deutschland untergekommen... aber vielleicht gibt es die ja doch?

  • drkohler
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    • 18. April 2012 um 19:55
    • #73

    Naja, gibt halt mehr Chinesen.
    Aber man muss auch beachten, dass manchmal in chinesischen Fabriken die Bänder nach offiziellem Arbeitsschluss halt nochmal angestellt werden, nachdem der Aufseher nach Hause ging. Wieweit das Briefmarken betreffen könnte, wer kann es wissen?

  • kartenhai
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    • 19. April 2012 um 14:59
    • #74

    Auch Wikipedia hat sich der drei Briefmarken vom Süd-Sudan angenommen, leider nur in Englisch:


    Daraus geht hervor, dass die seltene 2,5 SSP-Briefmarke mit der falschen Abbildung von der chinesischen Druckerei Beijing Security Printers als Musterexemplare nach dem Druck im ganzen Satz verschickt worden sind, Verteiler unbekannt. Die sehr selten auftauchenden ganzen Sätze stammen wohl aus diesen Muster-Versendungen. Im SüdSudan selbst wurde diese Marke ja sofort zurückgezogen und kam gar nicht erst an die wenigen Postämter. Als Vergleich dazu könnte man die Dalai-Lama-Marke von Österreich hernehmen, die auch vor der Zurückziehung gleich bogenweise an bestimmte Persönlichkeiten verschickt wurden.
    Wie viele der Sätze von der Pekinger Druckerei verschickt wurden, konnte man noch nirgends lesen, ist wohl Staatsgeheimnis.

    Im Artikel steht auch noch, dass es den Gemeinschafts-Brief vom 9.7.2011 mit je einer Marke von China und vom Süd-Sudan in 3 verschiedenen Varianten geben soll, also mit verschiedenen Einzelwerten vom Süd-Sudan, somit auch mit der zurückgezogenen. Von diesen Gemeinschafts-Briefen habe ich aber noch nie ein Angebot gesehen, das liegt wohl daran, dass auf dem verwendeten Stempel der Adler auch in die falsche Richtung blickt.

    Diese vorbereiteten Umschläge wurden wohl komplett vernichtet. So ein Umschlag mit 2 falsch blickenden Adlern gleichzeitig auf Marke und Stempel wäre wohl sehr selten! Dass sich da kein Insider der Druckerei oder der Post vor der Vernichtung mit ein paar Exemplaren eingedeckt hat, wundert mich schon sehr! Aber vielleicht kommt ja noch Material auf den Markt. Oder diese 3 Briefe waren Einzelstücke und nur als Geschenk für die Regierung gedacht?

    Gruß kartenhai

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  • DrMoeller_Neuss
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    • 20. April 2012 um 16:33
    • #75

    Bevor man irgendwelche dunklen Kanäle unterstellt: können die angebotenen Marken nicht ganz regulär im Süd-Sudan gekauft worden sein?
    Natürlich ist der Süd-Sudan nicht das klassische Urlaubsziel und wird auch noch nicht bei ALDI beworben. Aber UNO-Angestellte und Entwicklungshelfer treiben sich dort schon herum, und der Westen möchte das Erdöl schliesslich nicht alleine den Chinesen überlassen, die ohnehin recht emsig in Afrika sind. ThyssenKrupp baut eine Eisenbahn nach Uganda, um die Abhängigkeit von den Verkehrswegen durch den verfeindeten Sudan loszuwerden.
    Der Flughafen in Juba wird bereits von einigen renommierten Fluggesellschaften wie Ethiopian Airlines, EgyptAir und Gulf Air angeflogen. Das würden die nicht machen, wenn sie keine Passagiere hätten und sogar noch Gefahr laufen würden, das Flugzeug zu verlieren.

    Tatsache dürfte sein, dass man an die Briefmarken herankommt. Sie wurden und werden auf der Post verwendet. Die nicht verausgabte Marke wird vom Michel eine römische Fussnote bekommen. Bedarfsbriefe damit werden eine Rarität darstellen.

    Ich kenne auch einen der Süd-Sudan-Erwerbern persönlich :D , und habe ihm gegenüber meinen Pessimissmus bereits ausgedrückt:

    - Die Auflage beträgt 100.000, nicht gerade wenig. Marken aus Österreich kommen gerade auf das Doppelte
    - Die Motive sind nicht besonders ansprechend. Die Anzahl der Motivsammler mit dem Motivgebiet "Afrikanische Politiker" dürfte sich in Grenzen halten. Die Republik Süd-Sudan wäre mit Schmetterlingen und Vögeln besser beraten gewesen.
    - Auch Ländersammler "Sudan" gibt es nur wenige, obwohl die Ausgabepolitik äussert seriös und zurückhaltend ist.

    Warten wir noch ein paar Jahre, und dann holt drmoeller_neuss diese Marken aus dem Groschenbuch. :D

  • baphomet
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    • 20. April 2012 um 22:40
    • #76

    @DrMoellerNeuss: Sämtliche Sammler, die über Kontakte nach Juba verfügen oder sogar dort waren, berichten, dass die Wappen-Marke dort eben nicht verlauft wurde. Die einzige gegenteilige Meinung habe ich - über Umwege - von der Michel-Redaktion erhalten. Herr Maselis (der belgische (?) Sammler, der einige Sammlerpost aus Juba abgeschickt hat) soll gegenüber der Michel-Redaktion gesagt haben, er habe alle drei Marken in Juba am Postschalter gesehen. Seine Post trägt zwar nur die beiden "normalen" Marken, aber das sei aus Tarifgründen passiert. Bin da skeptisch. Warum sollte er Post, die ohnehin für Sammler bestimmt ist, auf Teufel komm raus tarifgerecht frankiert haben. Meine, eine Postkarte von ihm gesehen zu haben (ebay oder delcampe), auf der sogar sowas wie "mit philatelistischen Grüßen" stand. Warum hätte er die nicht mit dem kompletten Satz frankieren sollen?

    Dass die beiden anderen Werte regulär verwendet werden, steht für mich außer Frage. Davon gibt's ja auch Bedarfspost. Alle bei ebay angebotenen kompletten Sätze stammen soweit ich weiß aber aus China (entweder direkt von chinesischen Händlern oder von anderen, die bei Chinesen vorher gekauft haben).

    Wird wohl noch ein bisschen dauern, bis endgültig Klarheit herrscht. Auf jeden Fall ein spannendes Thema.

    Gruß

    Manuel

  • DrMoeller_Neuss
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    805
    • 21. April 2012 um 20:58
    • #77
    Zitat

    Original von baphomet
    @DrMoellerNeuss: Sämtliche Sammler, die über Kontakte nach Juba verfügen oder sogar dort waren, berichten, dass die Wappen-Marke dort eben nicht verlauft wurde. Die einzige gegenteilige Meinung habe ich - über Umwege - von der Michel-Redaktion erhalten. Herr Maselis (der belgische (?) Sammler, der einige Sammlerpost aus Juba abgeschickt hat) soll gegenüber der Michel-Redaktion gesagt haben, er habe alle drei Marken in Juba am Postschalter gesehen. Seine Post trägt zwar nur die beiden "normalen" Marken, aber das sei aus Tarifgründen passiert. Bin da skeptisch. Warum sollte er Post, die ohnehin für Sammler bestimmt ist, auf Teufel komm raus tarifgerecht frankiert haben. Meine, eine Postkarte von ihm gesehen zu haben (ebay oder delcampe), auf der sogar sowas wie "mit philatelistischen Grüßen" stand. Warum hätte er die nicht mit dem kompletten Satz frankieren sollen?

    Dass die beiden anderen Werte regulär verwendet werden, steht für mich außer Frage. Davon gibt's ja auch Bedarfspost. Alle bei ebay angebotenen kompletten Sätze stammen soweit ich weiß aber aus China (entweder direkt von chinesischen Händlern oder von anderen, die bei Chinesen vorher gekauft haben).

    Wird wohl noch ein bisschen dauern, bis endgültig Klarheit herrscht. Auf jeden Fall ein spannendes Thema.

    Gruß

    Manuel

    Ich hoffe, dass der Michel bei seinem eisernen Prinzip bleibt, und nur die Marken katlogisiert, die eindeutig auf Bedarfsbelegen gestempelt vorliegen.

    Diese Wappenmarke wird eine römische Nummer bekommen, und irgendwann in Vergessenheit geraten.

  • kartenhai
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    • 22. April 2012 um 07:05
    • #78

    In der Zeitung liest man zwar nur selten etwas über den Südsudan, aber das neue Land hat wirklich andere Sorgen, als sich um seine Briefmarken zu kümmern. Konflikte um die Erdölvorkommen (Juba kontrolliert 75 % davon vom ganzen Sudan), Militäraktionen mit Luftangriffen und Viehdiebstähle dominieren im Land:


    Am Mittwoch war Baschir noch weiter gegangen. Da hatte er gesagt, er werde Südsudan von dessen Herrscher befreien. Diese bezeichnete er wiederholt als Insekten.
    Südsudans Informationsminister Barnaba Marial Benjamin reagierte erzürnt: "Herr Präsident, wir sind keine Insekten und wenn sie ihre Völkermord-Aktivitäten gegen die Republik Südsudan starten, um das Volk Südsudans zu töten, können wir Ihnen versichern, ... dass wir die Leben unserer Bürger schützen werden." (SDA)


    Hier noch ein älterer Artikel vom Januar, der auch die inneren Probleme des Südsudans gut beschreibt. Waffen hat fast jeder, und der Viehdiebstahl gehört anscheinend zu den Hauptbeschäftigungen mancher Stämme, bei dem auch Menschenleben keine Rolle spielen:


    Ob es bei diesen Problemen überhaupt auch noch Postboten gibt, die die Post verteilen? Oder liegen die 100.000 Marken nur so auf den 4 Postämtern des Landes herum, ohne dass sie jemand braucht? Manchmal kommt dann ein mutiger Ausländer trotz Kriegsgefahr, kauft ein paar und vertickert sie teuer im Internet. Anfragen von Sammlern wegen Briefmarken an die Post werden trotz eMail-Adressen überhaupt nicht beantwortet.

    Da erübrigen sich auch weitere Marken-Ausgaben für dieses Land. Andere neue Länder haben rührige Agenturen, die eine Motivserie nach der anderen für die Sammler herausbringen, die in den eigenen Postämtern gar nicht erst verkauft werden. Das ist das andere Extrem. Ruhe wird wohl erst einkehren, wenn die Konflikte im Sudan ausgeräumt sind oder der Südsudan vom Sudan wieder eingegliedert worden ist.

    Ob die ominöse 3. Marke aus dem einzigen Satz mit dem in die falsche Richtung blickenden Adler jetzt vernichtet wurde oder irgendwo in einem Tresor liegt und später mal in die Hände eines gut dafür bezahlenden Briefmarken-Händlers kommt, weiß kein Mensch. Anscheinend geht diese Wertstufe der Post nicht ab, sonst wäre schon längst ein Ersatz dafür gedruckt worden.

    Gruß kartenhai

  • kartenhai
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    • 25. April 2012 um 21:48
    • #79

    Anstatt sich um Wichtigeres zu kümmern, ist der Südsudan in den Sudan eingedrungen, um ein wichtiges Ölfeld zu besetzen. Natürlich ließen sich die Gegener das nicht gefallen und schlugen zurück.

    Die Chinesen, die den Südsudan anfangs mit Briefmarken versorgten, versorgen ihn nun wohl auch mit Kriegswaffen. Wenn das so weiter geht, wird der Sudan sich den Süden wieder einverleiben, dann brauchen die auch keine weiteren Briefmarken mehr herausgeben und das neue Gebiet kann wieder abgeschlossen werden.

    Erdöl kann Segen, aber auch Fluch sein für manche Völker! X(


    Gruß kartenhai

  • saeckingen
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    • 2. Mai 2012 um 12:14
    • #80

    Nachdem bei Delcampe an die 200 Auktion mit Phantasieausgaben zum Schaden der Sammler - die angeblich aus dem Südsudan sein sollten - gelöscht wurde, gibt es dort jetzt die echten Marken im Angebot:


    Mit € 24.99 für die beiden Werte (ohne Wappenmarke) sind diese dort deutlich preiswerter angeboten, als die ca. € 40 die die beiden Marken bei eBay in der Regel bringen.


    Der Verkäufer hat wohl größere Mengen, aktuell gibt es noch 19 Kurzsätze im Angebot.

    Meine Sammelgebiete:
    Deutsch Ostafrika, Britisch Ostafrika, Britisch Ostafrika & Uganda, Ostafrikanische Gemeinschaft, Kenia, Tanganjika, Tansania, Uganda, Kionga, Zanzibar, Deutsches Auslandspostamt Lamu

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