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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Philatelistische Raritäten und ihre Geschichte

  • Zackenzaehler
  • 7. April 2011 um 14:59
  • Zackenzaehler
    erfahrenes Mitglied
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    • 7. April 2011 um 14:59
    • #1

    Hallo,
    angeregt durch den "berühmtberüchtigten Verbrennungsthread" bin ich auf die Geschichte der "British-Guaina 1 cent magenta" gestossen.
    Wolfgang Jakubek hat diese Marke ja mal das "Turiner Grabtuch der Philatelie" genannt und sie ist ja wohl die seltenste postamtliche Marke (oder GAA - Ganzsachenausschnitt einer Ganzsache, die nicht mehr existiert etc. etc.).
    In den Jahren seit ihrer Entdeckung (1873) hat die "British-Guaina 1 cent magenta" ja so einiges erlebt!
    Man könnte einen Roman darüber schreiben!
    Ich hätte Lust hierüber und auch über andere Raritäten zu diskutieren und Meinungen auszutauschen.
    Vielleicht sollten wir zunächst schwerpunktmässig mit der "British-Guaina 1 cent magenta" (kurz: BG1cm) beginnen.
    Dieser Threat soll aber auch für andere tatsächliche und umstrittene philatelistische Raritäten offen sein (auch Lokalpost ( z.B. Zemstvo) - Ganzsachen - unikale Briefe - und auch verschollene bzw. vernichtete Raritäten).
    Dann interessieren uns natürlich auch die aktuellen Entwicklungen.

    Ich möchte vorschlagen die Rarität folgendemassen zu definieren:

    1.) Auflage: höchstens 1000 Stück (kleine Abweichungen sind akzeptiert)

    2.) Erhaltene Exemplare weniger als 50 (kleine Abweichungen sind akzeptiert)

    3.) Es handelt sich um eine primäre Ausgabe (also möglichst keine Abarten,
    bei Berühmtheiten wie beim Schwedenfehldruck drücken wir ein Auge zu)

    Mir ist klar, da dieses Thema neben jeder Menge Spannung und Faszination auch viel Konfliktpotential beinhaltet. Also möchte ich Euch bitten Konflikte auf sachliche und freundschaftliche Art und Weise zu regeln.

    Gegen eine gewissen Humorfaktor zur Auflockerung habe ich nichts einzuwenden.

    So, jetzt aber erst einmal zur BG1cm:

    Der deutschsprachige Wikipediaartikel (), der übrigens ausführlicher ist, als der englischsprachige, ist seit dem Dezember letzten Jahres nicht mehr aktuell:

    MVG Z.

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    Einmal editiert, zuletzt von Zackenzaehler (8. April 2011 um 08:46)

  • Saguarojo
    Gast
    • 7. April 2011 um 17:14
    • #2

    Das kommt mir aus einem anderen Forum sehr bekannt vor. Kann aber sehr interessant werden.

  • Zackenzaehler
    erfahrenes Mitglied
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    • 7. April 2011 um 17:21
    • #3

    Potentiell interessierte Philatelisten sollten sich schon mal auf das Treffen der Königinnen einstellen (s. DBZ7/2011 s.9).

    Hier auch zwei Links:

    und


    Z.

    Einmal editiert, zuletzt von Zackenzaehler (8. April 2011 um 08:54)

  • 22028
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    6. Januar 1958 (68)
    • 7. April 2011 um 17:24
    • #4

    Na dann fange ich doch mal an mit der Iran, Mi-Nr. 30, da wurden angeblich nur 500 gedruckt, ungebraucht sollen nur noch ca. 7 erhalten sein, gebraucht so um die 80.
    Im Link die unteren vier Marken auf bläulichem Papier.

    Tibet, Nepal-Klassische Ausgaben, Irak-Eisenbahnmarken 1928-1942, Irak-Zwangszuschlagsmarken Hochwasser 1967, Overland Mail Baghdad-Haifa, SCADTA-Provisorische Einschreibmarken der Ausgabe 1921 & 1923, Kolumbien- Halbamtliche Ausgaben

  • Zackenzaehler
    erfahrenes Mitglied
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    • 7. April 2011 um 17:44
    • #5

    22028
    Ja super, die passen prinzipiell hier hinein. War mir auch noch nicht bekannt.
    Auch eine tolle Homepage. Werde meine bescheidenen Alt-Iran-Bestände mal vergleichen. Von der gezeigten Unterseite habe ich allerdings nichts - schade!
    Die Markenqualität (ich rede jetzt nicht von der Druckquali.) ist auch ganz nett.

    Viele Raritäten haben ja auch z.T. gravierende Qualitätsmängel!

    Z.

  • Zackenzaehler
    erfahrenes Mitglied
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    • 8. April 2011 um 07:49
    • #6

    Angesichts der Seltenheit muss man bei diesen Marken starke Qualitätsmängel hinnehmen.
    Hier die beiden Exemplare aus dem Schwedischen Postmuseum und ein Detail von dem Brief im Berliner Postmuseum. Zudem ist die Marke auch noch knapp vom Stempel verfehlt worden.

    Z.

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  • Zackenzaehler
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    • 8. April 2011 um 14:30
    • #7

    Wenn man sich mit philatelistischen Raritäten beschäftigt, "stolpert" man auch immer wieder über den Namen Philipp von Ferrary.
    Ein Pionier der Philateliie. Viele Raritäten gehörten einmal ihm.
    Er war deutschfreundlich eingestellt und vermachte seine Sammlung dem Reichspostmuseum in Berlin.
    Das war wohl so unerhört in den Augen einiger Franzosen, daß man die wohl beste jemals existierende Klassiksammlung nach dem Ersten Weltkrieg kassierte und für Reparationszahlungen in alle Welt versteigerte.

    Mehr:

    Z.

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    Einmal editiert, zuletzt von Zackenzaehler (8. April 2011 um 14:37)

  • kartenhai
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    • 8. April 2011 um 14:42
    • #8

    An der Geschichte der Schwedenmarke sieht man mal wieder, was mit den philatelistischen Raritäten geschieht:

    Sie wechseln von einem Besitzer zum nächsten, sobald der Sammler stirbt, wird das gute Stück von den Kindern oder anderen Erben sofort wieder versteigert, möglichst zu einem noch höheren Preis als der Erblasser dafür bezahlt hat. Erben sind eben keine Sammler.

    Gruß kartenhai

  • Zackenzaehler
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    • 8. April 2011 um 15:05
    • #9

    kartenhai
    Es würde mich deshalb auch nicht wundern, wenn demnächst mal wieder eine Rarität zum Verkauf ansteht (BG1cm).

    Z.

  • Zackenzaehler
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    • 8. April 2011 um 16:36
    • #10

    Die Marke "Das ganze Land ist rot" ist ja vielleicht dem Einen oder Anderem bekannt, es gibt aber auch noch "Maos Ansprache an die japanischen Arbeiter".
    Wenige Exemplare wurden in Hebei irrtümlich vorverkauft.
    Dann wurde die Marke zurückgezogen, um diplomatische Verstimmungen mit Japan zu vermeiden.
    Diese Marke steht nicht im Michel. Wahrscheinlich gibt es nur diesen einen Viererblock.
    Die Gesamtanzahl der bekannten Marken kenne ich nicht, aber viele werden es sicher nicht sein. Diese Marke gehört zu den "Big Five" der Kulturrevolution.

    Mehr:

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    Einmal editiert, zuletzt von Zackenzaehler (8. April 2011 um 16:38)

  • Zackenzaehler
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    • 8. April 2011 um 22:45
    • #11

    Hier die Ergänzungen zu den "Big Five"
    1. "Das ganze Land ist rot" als Paar mit Druckvermerk und gestempelt auf eine "Maobibel" geklebt
    (Ich hatte mir die Marke immer größer vorgestellt)
    2. "Großer Sieg der Kulturrevolution" Zwei Werte ebenfalls in Hebei vorverkauft;
    Hebei ?! Begriffserklärung: ()
    Welcher Ort ist gemeint? Oder ist es ein Ort in der gleichnamigen Provinz?
    3. "(Mao und)Lin Biao"()
    Lin Biao ist auch auf der schrecklichschönen Marke unter Punkt 2 zu sehen (dieses Mal in brauner Parteiuniform)

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    Einmal editiert, zuletzt von Zackenzaehler (9. April 2011 um 11:40)

  • Zackenzaehler
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    • 9. April 2011 um 12:12
    • #12

    Im öffentlichen Bewustsein denkt man, wenn es um philatelistische Weltraritäten geht zumeist an die Blaue Maurritius.
    Die rote Schwester ist dagegen schon unbekannter.
    Eine Weltrarität vom selben "Kaliber" ist die Hawaii Nr.1.
    Zumindest in Europa dürfte sie bei Nichtphilatelisten weitgehend unbekannt sein.
    Sie ist die seltenste der ersten vier Missionarsmarken und erschien im Jahr 1851.
    Von ihr gibt es nur noch 15 Exemplare:
    1 x ungebraucht
    13 x gebraucht
    1 x auf Brief
    Das dünne brüchige Papier, auf dem die ersten vier Hawaiimarken gedruckt wurden, verursachte massive Qualitätsprobleme bei diesen Marken.
    Fast alle bekannten Exemplare sind daher mehr oder weniger stark beschädigt bzw. repariert.
    Eine umfassende Darstellung dieser Marken und auch der danach erschienenen Marken findet man auf dieser erstklassigen englischsprachigen Webseite:


    Z.

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  • Zackenzaehler
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    • 10. April 2011 um 08:52
    • #13

    Philpp von Ferrari sammelte nur lose Einzelmarken.
    Um seine Sammlung zu ergänzen musste wohl auch schon einmal ein Brief bzw. eine Einheit geplündert werden.
    So gibt es die Anekdote, daß er sofort nach dem Kauf eine 80 cent -Marke von Modena von ihrem Umschlag entfernte.
    Man hat ihn deshalb auch schon einmal als einen "Philatelistischen Vandalen" bezeichnet.

    Von der Hawaii 2 cent missionary soll er vier Stück besessen haben.
    Zwei Exemplare waren ungebraucht!

    Z.

  • Zackenzaehler
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    • 16. April 2011 um 19:04
    • #14

    Von den vorgestellten China-Raritäten gibt es natürlich auch Fälschungen.
    Hier zwei Artikel bei ebay:


    und


    Man beachte die zweite Artikelbeschreibung - Realsatire! :D

    Wenn man sich die anderen Artikel des Verkäufers ansieht, findet man so manchen "ND" gesuchter Ausgaben aus vielen Gebieten!.

    Z.

  • Saguarojo
    Gast
    • 24. Mai 2011 um 07:52
    • #15

    Um dieses Thema nicht ganz in der Versenkung verschwinden zu lassen, möchte ich eine Rarität aus meiner Sammlung zeigen:

    Mexiko Michel-Nr. 24
    Es ist eine 3 Centavos-Marke die ab dem 1.5.1865 für das Frankieren von Drucksachen in der damals neu eingerichteten Stadtpost von Mexico City verausgabt worden ist.
    Nur 2600 Marken wurden gedruckt. Sie wurden in 17 Stadtpoststellen verteilt. Vor der Ausgabe am Postschalter wurden sie mit der Jahreszahl, einer Invoicenummer und dem Namen Mexico bedruckt.
    Am Ende der Ausgabe gab es noch 197 Marken ohne Aufdruck auf Lager.
    Dies ist eine davon.

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  • Zackenzaehler
    erfahrenes Mitglied
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    • 24. Mai 2011 um 22:17
    • #16

    @Saguarojo
    Eine Rarität, die auch ein Beispiel für eine Marke ist, die ohne Aufdruck seltener ist!
    Meistens ist es ja umgekehrt.

    Hier haben wir auch einmal eine Rarität aus dem Deutschland-Katalog:


    Diese Marke nur mal als Beispiel für die Besetzungsausgaben der Deutschen Kolonien.
    Bei dieser Ausgabe ist es interessant, daß sie eigentlich auch bei den Besetzungsausgaben Deutsch-Neuguineas eingeordnet werden könnte, da sie dort nämlich trotz anderslautender Landesbezeichnung verwendet wurde.
    Im Attest wird der Ovalstempel RABAUL erwähnt, den ich auf dem Bild nicht erkennen kann.
    Auflage lt. Michel: 73 Stück (geschätzt)

    Z.

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  • Zackenzaehler
    erfahrenes Mitglied
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    Männlich
    • 24. Mai 2011 um 23:20
    • #17

    Neue Infos und eine Abbildung der zweiten Marke habe ich hier gefunden:


    Dieses Exemplar hat ebenfalls einen oktogonalen Schnitt, was die These, daß es sich um einen Ganzsachenausschnitt handeln könnte untermauert.
    Auffallend sind übrigens die unterschiedlichen Abstände der Inschrift Guiana zum Rahmen!!!

    Z.

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    Einmal editiert, zuletzt von Zackenzaehler (24. Mai 2011 um 23:27)

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