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Neufundland

  • DKKW
  • 22. Januar 2011 um 09:52
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    DKKW
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    10.187
    • 25. Juli 2026 um 12:27
    • #781

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich Euch eine 15c Cabot Issue als Einzelfrankatur aus St. John's nach Yonkers, New York, in den USA aus dem Jahr 1898. Wie man dem schwachen roten Firmenstempel auf der Rückseite entnehmen kann, war der Absender der Briefmarkenhändler Tessier aus St. John's der uns schon in mehreren Beiträgen von mir begegnet ist. Der Schrift nach von ihm selbst geschrieben.

    Eine 15c Cabot Issue als Einzelfrankatur ist für einen US-Brief der 3. Gewichtsstufe korrekt frankiert, also über 2 oz Gewicht (ca. 57g).

    Handschriftlicher Leitvermerk: via Placentia + Sydney CB CB steht hier wohl für Cape Breton. Der Brief wurde am 22. Januar 1898 verschickt. Vermutlich war der Hafen von St. John's durch Treibeis blockiert. Vermutlich war auch die Bahnlinie St. John's-Port aux Basques durch Schneeverwehungen nicht durchgängig passierbar Placentia an der Südküste (Placentia Bay) hatte Bahnanschluss und diente vermutlich als Ersatz-Ausgangspunkt der Schiffsverbindung nach Sydney, Nova Scotia.

    Rückseitig wieder mal ein PONY-Stempel als Transitstempel und der Ankunftstempel von Yonkers vom 28.1.98

    Ich werde gelegentlich mal in den damaligen Tageszeitungen von St. John's nachgucken (Digital Archive of the Memorial University St. John's).

    Viele Grüße
    DKKW

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    DKKW
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    • 25. Juli 2026 um 15:43
    • #782

    Hallo zusammen,

    ich habe, so wie im letzten Beitrag angekündigt, mal die Ausgaben des Evening Telegram in der Woche vor dem Absendedatum des Briefes nach Yonkers im Digitale Archive der Memorial University durchgesehen: https://dai.mun.ca/

    Eine Annonce sowie zwei Meldungen passen zum Leitweg via Placentia nach Sydney (statt mit der Trans-Neufundland Eisenbahn bis Port aux Basques und von dort nach Sydney. Auch die schwierigen Witterungsverhältnisse werden angesprochen auch wenn der Hafen von St. John's nicht geschlossen war.

    Evening Telegram, January 21st, 1898

    Evening Telegram, January 21st, 1898

    Evening Telegram, January 22nd, 1898

    Viel Spaß beim Lesen.

    Viele Grüße
    DKKW

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    DKKW
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    • 3. August 2026 um 10:30
    • #783

    Hallo zusammen,

    nach so viel Cabot-Ausgabe geht es nun weiter mit der Royal Family Issue. Auch die heute und in nächster Zeit gezeigten Belege stammen aus dem von mir ersteigerten Briefe-Lot aus der Colin Lewis Sammlung. Ähnliche Belege habe ich häufig schon in der Vergangenheit gezeigt.

    So wie diese Einzelfrankatur der 1c Royal Family Issue in rot, portogerecht auf Ortsbrief aus St. John's. Die 1c, rot, auf Beleg findet man gar nicht so häufig.

    Die Marke ist, wie so häufig, mit einem Balkenstempel entwertet worden. Auf der Briefrückseite dann der Kreisstempel (circle) "ST. JOHN'S NEWF'D AM JA 3 / 00"

    Viele Grüße
    DKKW

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    DKKW
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    • 6. August 2026 um 07:24
    • #784

    Hallo zusammen,

    zusammen mit der im letzten Beitrag gezeigten 1c Royal Family issue in rot gehörte die 2c Royal Family issue in orange zur "Notbestellung" der neufundländischen Postverwaltung zur Behebung des Markenmangels bei den niedrigen Nominalen in Folge der verfehlten Bestellpolitik bei der Cabot-Ausgabe.

    Die Marken wurden im Dezember 1897 geliefert und gingen umgehend in den Verkauf. Die Besonderheit der beiden Marken: Sie entsprachen nicht dem UPU-Farbschema. 1c = grün für int. Drucksachenporto und 2c = rot für int. Postkartenporto. Die Hintergründe für diesen Farbfehlgriff der erst mit den Folgeauflagen behoben wurde, ist meines Wissens nicht bekannt. Auch Robert H. Pratt schrieb in seinem Buch nichts darüber.

    Hier als portogerechte Einzelfrankatur auf einem Brief aus St. John's nach Halifax vom 23. Oktober 1900. 2c Sonderporto für Brief ins Empire, inkl. Canada.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 10. August 2026 um 10:58
    • #785

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich einen eingeschriebenen Brief des General Post Office in St. John's nach Brookville, Ontario, in Canada vom 16.12.1897. Mit einer Mischfrankatur bestehend aus 2 x 1c Royal Family issue, rot, und 3 x 2c Royal Family issue, orange, portogerecht frankiert: 3c Canada letter rate und 5c registration fee. Hätte man natürlich auch mit einem Viererstreifen der 2c Marke frankieren können, aber die neufundländische Post wollte hier wohl dem Empfänger gerne die komplette "Emergency issue" zukommen lassen.

    Interessanterweise wurde der Brief am 19.12.97 nochmals in St. John's abgestempelt. Möglicherweise war die Eisenbahn nach Port aux Basques aufgrund winterlicher Wetterverhältnisse unpassierbar und die nächste Dampferverbindung nach Canada ging erst am 19.12. ab. Die Karte kam laut rückseitigem Ankunftstempel erst am 23.12.97 in Brookville an. Alle reden vom Wetter, auch die Bahn ;)

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 13. August 2026 um 10:57
    • #786

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich einen Brief aus St. John's nach London vom 17. Dezember 1900 der wohl in die Kategorie "philatelistisch nicht unerwünscht" fällt. Er wurde mit zwei 2c Marken der Royal Family issue frankiert und zwar mit beiden Farben, orange und vermilion. Das war wohl eher kein Zufall.

    4c entsprachen dem Porto für einen Brief der 2. Gewichtsstufe nach Großbritannien, seinerzeit 2c per 1/2 oz Gewicht, also mehr als 16g Gewicht. Rückseitig der Ankunftstempel London vom 27.12.1900.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 16. August 2026 um 12:15
    • #787

    Hallo zusammen,

    die 1c Royal Family issue wurde ab der zweiten Auflage in der nach UPU-Farbschema korrekten grünen Farbe gedruckt. Das früheste bekannte Verwendungsdatum laut NSSC ist der 18. Juni 1898.

    Ich zeige hier einen Ortsbrief der Bank of Montreal in St. John's vom 1. November 1899.

    Die Marke weist rechts eine Zähnungsunregelmässigkeit auf. Ob es sich hier um eine "Diamantzähnung" (so wird das jedenfalls in Norwegen bezeichnet) handelt oder die Zähnung einfach abgeschnitten wurde lässt sich natürlich nicht mehr beantworten.

    Eine Diamantzähnung kommt dadurch zu Stande, dass die Zähnungsleiste versehentlich nochmals bei einer bereits gelochten Reihe angesetzt wird. Ist bei Linienzähnung, bei der jede waagerechte und senkrechte Reihe einzeln bearbeitet wird bei schlampiger Arbeitsweise durchaus möglich.

    Viele Grüße
    DKKW

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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (17. August 2026 um 10:21)

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    • 17. August 2026 um 10:30
    • #788

    Hallo zusammen,

    ein waagerechtes Paar der 1c Royal Family issue auf einem Brief von Bell Island (Stempel sehr undeutlich) nach London aus dem Jahr 1899. Die Great Britain letter rate war am 25.12.1898 auf 2c gesenkt worden.

    Die Entwertung der Marken erfolgte wohl mit einer Art Kartoffelstempel. Der Split ring Bell island vom 22. Februar 1899. Rückseitig ein schwacher Transitstempel St. John's mit unleserlichem Datum. Vorderseitig ein schwacher roter Transitstempel "Liverpool Ship A MR 18 / 99"

    Viele Grüße
    DKKW

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    • 18. August 2026 um 12:49
    • #789

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich einen eingeschriebenen Auslandsbrief der 2. Gewichtsstufe aus St. John's nach Paris aus dem Jahr 1898. 5c foreign letter rate je oz Gewicht und 5c foreign registration fee.

    Auf der Rückseite das Prägesiegel "Post Office Newfoundland," es dürfte sich also um den Versand von Briefmarken gehandelt haben. Der Brief wurde mit jeweils fünf 1c, grün, und 2c, orange, portorichtig frankiert. Die Marken wurden mit Balkenstempel entwertet. Daneben der Kreisstempel "ST. JOHN'S NEWF'D 22 JU 98"

    Rückseitig der Ovalstempel "REGISTERED GLASGOW 6 30 AM 1 JY 98" sowie zwei unvollständige Abschläge von K2-Stempeln aus Paris.

    Viele Grüße
    DKKW

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