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Neufundland

  • DKKW
  • 22. Januar 2011 um 09:52
  • DKKW
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    • 13. Dezember 2024 um 09:01
    • #701

    Hallo zusammen,

    mein heutiger Beitrag läuft unter dem Motto: Was sehr lange währt wird doch noch gut.

    Ich hatte in der internationalen Bucht bei einem neuseeländischen Händler einen Neufundland-Brief gekauft. Ich erhielt Post und fand zwei Blöcke von Tokelau :(
    Visitenkarte lag bei, den Händler, David Farr, angemailt und ihm den Sachverhalt geschildert. Er hat sich für das Missgeschick vielmals entschuldigt und versprach mir, den Neufundlandbrief zu suchen. Nach kurzer Zeit: So sorry, didn't find your cover, you will be refundet. Die beiden Blöcke habe ich ihm zurückgeschickt.

    Gestern fand ich dann einen weiteren Brief aus Neuseeland im Briefkasten. Er enthielt "meinen" Neufundland-Brief. David hatte ihn doch noch gefunden. Ihn gleich angemailt, den Erhalt bestätigt und um Paypal-Rechnung gebeten. Die beiden Blöcke hatte er mittlerweile auch bekommen.

    Hier also der eingeschriebene Brief aus St. John's nach Wellington, Neuseeland vom 15.11.1933. Mit je einer 1c, 3c, 4c und 7c Marke der Sir Humphrey Gilbert issue frankiert. Insgesamt 15c, das entspricht der Empire Registered Letter Rate im Jahr 1933 (5c Briefporto und 10c Einschreibegebühr). Rückseitig der Registered Stempel von St. John's vom 15.11.1933, ein Transitstempel von Halifax vom 18.11.33 sowie ein weiterer Transitstempel von Vancouver vom 23.11.23.

    Die 7c Marke weist übrigens keine Linienzähnung 14 auf, Die unregelmässige Zähnung unten ist auf einen leicht versetzten Kammschlag zurückzuführen.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    9.596
    • 19. Dezember 2024 um 08:44
    • #702

    Hallo zusammen,

    wie ihr aus früheren Beiträgen von mir wisst, die Sir Humphrey Gilbert Ausgabe aus dem Jahr 1933 gehört zu meinen Lieblingsausagben und ich versuche seit Jahren allen Problemen zum Trotz eine Spezialsammlung dieser Ausgabe aufzubauen.

    Im Jahr 2016 schrieb der leider viel zu früh verstorbene Norris (Bob) Dyer einen sehr empfehlenswerten Artikel zu dieser Ausgabe, insbesondere den beiden vorkommenden Zähnungen. Siehe auch: https://bnaps.org/ Die Hefte aus dem Jahr 2016 sind frei zugänglich.

    Auf die mögliche Verwendung der Marken auf Brief ging Bob Dyer nur am Rande ein und nannte die gängigsten Verwendungen.

    Ich habe für mich eine Liste der möglichen portogerechten Einzelfrankaturen zusammengestellt. Etliches habe ich aber noch nie am Markt gesehen. Deshalb habe ich bei einem canadischen Auktionshaus einen kompletten Satz gelaufener FDC ersteigert und gestern erhalten. Wegen des Poststreiks in Canada hatte die Firma den Versand nach Übersee von den USA aus vorgenommen.

    Diese Briefe sind natürlich philatelistischer Natur und fast alle nicht portogerecht frankiert.

    Hier aber meine Liste der (theoretisch) möglichen Einzelfrankaturen:

    1c: Circular rate per 2oz (Drucksachenporto weltweit)
    2c: Local, inland postcard rate (Orts- bzw. Inlandspostkartenporto)
    3c: Local letter rate per 1oz + 3c per extra oz. Canada, USA, UK and Empire postcard rate (Sonderpostkartenporto in die USA, Canada, Großbritannien und das Empire)
    4c: Inland letter rate per 1oz + 2c per extra oz, (Inlandsbriefporto), foreign postcard rate (Auslandspostkartenporto)
    5c Canada, USA, UK and Empire letter rate per 1oz + 3c per extra oz. (Sonderbriefporto für Canada, USA, Großßbritannien und das Empire), Inland parcel rate bis 1lb (Inlandspaketporto)
    7c: Foreign letter rate per 1oz + 4c per extra oz (Auslandsbriefporto)
    8c: triple weight inland letter rate (Inlandsbrief 3. Gew.stufe), second weight Canada, USA, UK and Empire letter rate (Sonderporto für einen Brief der zweiten Gewichtsstufe nach Canada, USA, Großbritannien und das Empire)
    9c: Registered inland letter rate (Eingeschriebener Inlandsbrief 4c + 5c)
    10c: Inland parcel rate 1-2lb (Inlandspaket 1-2 lb Gewicht)
    14c: Registered foreign postcard rate (Porto für eine eingeschriebene Auslandspostkarte 4c + 10c), US parcel rate 1lb (US Paketporto bis 1 lb Gewicht)
    15c: Triple weight foreign letter rate (Auslandsbriefporto 3. Gewichtsstufe (7c + 4c + 4c), registered Canada, USA, UK and Empire letter rate (Sonderporto für einen eingeschriebenen Brief nach Canada, USA, Großbritannien und das Empire), inland parcel rate 3lb (Porto für ein Inlandspaket 2-3 lb Gewicht)
    20c: Registered inland parcel rate 3lb (Porto für ein eingeschriebenes Inlandspaket mit 3 lb Gewicht 3x5c +5c Einschreibegebühr)
    24c: Registered US parcel rate 1lb ( Porto für ein eingeschriebenes Paket in die USA bis 1 lb Gewicht)
    32c: no single usage possible (keine Einzelfrankatur möglich)

    Ich habe noch nie eine mit Marken der Sir Humphrey Gilbert Ausgabe frankierte Paketsendung gesehen, schwere Briefe sind extrem selten Ich kenne nur einen aus der Sammlung von Sean Weatherup. Schwere eingeschriebene Brief frankiert mit Marken der Sir Humphrey Gilbert Ausgabe habe ich noch nie gesehen.

    Hier zwei der kürzlich erworbenen gelaufenen FDC in die USA. Sie sind mit den beiden Höchstwerten (über)frankiert. Da sich die Rückseiten mit den Transit- und Ankunftsstempel samt Eingangstempel der Empfängerfirma sehr ähneln habe ich nur eine Rückseite eingescannt.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD; FDC, 24c Sir Humphrey Gilbert issue, 1933.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (20. Dezember 2024 um 08:15) aus folgendem Grund: Neuer Tippfehlerrekord?

  • DKKW
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    • 20. Dezember 2024 um 08:13
    • #703

    Hallo zusammen,

    gestern kam eine weitere Auktionssendung aus Canada bei mir an. Wegen des inzwischen beendeten Poststreiks in Canada per privatem Paketdienst.

    Es handelt sich um einen Brief aus St. John's nach Birmingham, England vom 23.6.86. Keine Transitstempel, rückseitig der Ankunftstempel von Birmingham vom 1.7.86. Laufzeit demzufolge 8 Tage. Schon daran erkennt man die Fortschritte beim Dampferbau, Transatlantikbrief kamen Mitte der 1880er Jahre deutlich schneller ans Ziel. In meinen Büchern zur Transatlantikpost reichen die Angaben zu den Schiffspassagen nur bis ca. 1880, auch in den Schiffsmeldungen der Tageszeitungen aus St. John's habe ich keine Informationen gefunden

    Der Brief ist meiner 5c Seal-Marke frankiert. Laut NSSC handelt es sich um die Ausgabe von 1880, pale blue. Diese Ausgabe war die erste die nicht mehr von der ABN in NewYork gedruckt wurde sondern von dem neugegründeten Tochterunternehmen in Montreal, der British American Bank Note Company. Die nachfolgende Ausgabe 5c, bright blue, kam erst am 1.11.1887 an die Postschalter.

    Laut Anbieter ist eine portogerecht frankierter Brief der 5c, pale blue, gar nicht so häufig. Na ja, mein Bestand an Belegen vor der 1897 erschienenen Cabot-Ausgabe ist ohnehin recht überschaubar.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 28. Dezember 2024 um 12:48
    • #704

    Hallo zusammen,

    gestern kam der erste "Nach-Streik" Brief aus Canada bei mir an der mit Post Canada befördert wurde. Es handelt sich um einen RCAF Luftpost-Feldpostbrief aus Gander (CAPO No.4) nach Toronto, Canada aus dem Jahr 1943.

    Neben dem CAPO-Stempel ist links unten der L2-Zensurstempel "PASSED BY R.C.A.F. / CENSOR" abgeschlagen, darunter die Unterschrift des Zensors.

    So weit so häufig, gekauft habe ich den Brief wegen der eher ungewöhnlichen Darstellung des 6c CAPO-Sonderportos. Je eine 1c und 5c Marke der Second Resources Issue. Normalerweise sieht man diese Briefe mit einem Paar der 3c Marke frankiert.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 4. Januar 2025 um 12:53
    • #705

    Hallo zusammen,

    heute ist mir kein Stein vom Herzen gefallen, dass war schon ein richtiger Bergsturz. Den Aufprall muss man bis nach Nordamerika gehört haben.

    Ich kaufe ja peu à peu die Marken der John Guy Issue als UPU-Specimen aus der Vergleichssammlung Madagaskars bei einm US-amerikanischen Händler. Am 21.November hatte ich drei weitere Exemplare gekauft und der Verkäufer hat sie am Tag darauf verschickt. Eigentlich sollten sie noch vor Weihnachten bei mir ankommen, uneigentlich hat sie der Postbote heute gebracht. Anscheinend bei der USPS in den vorweihnachtlichen Postwahnsinn geraten.

    Hier also die Werte zu 6c, 8c und 9c der John Guy Issue mit dem charakteristischen roten Sicherungsstempel Madagaskars. Die letzten drei Marken habe ich heute geordert. Es existieren nur drei Sätze der UPU-Specimen aus der Vergleichssammlung Madagaskars. Die kompletten, späer aufgeteilten Albumbögen der Vergleichssammlung Madagaskars mit den Marken der John Guy Issue waren ursprünglich in der Robert H. Pratt Sammlung.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, 6c, 8c, 9c John Guy Issue, UPU Specimen from the Madagaskar reference collection.jpg
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  • DKKW
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    • 14. Januar 2025 um 13:59
    • #706

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich drei Heftchenblätter der 1c, 2c und 3c Marken der First Resources Issue. Sie stammen aus dem Markenheftchen BK7 (nach NSSC) aus dem Jahr 1932. Dieses Heftchen enthielt 4 Viererblöcke der 1c Marke, Heap of Cod, grau, 3 Viererblöcke der 2c Marke King George V und 1 Viererblock der 3c Marke Queen Mary. Die Marken wiesen eine Kammzähnung 13,75 : 13,75 auf. BK7 unterscheidet sich von BK4 bis BK6 durch die Zähnung, durch die Plattentype der 2c Marke, hier Die I, und dadurch dass das Heftchen zwei Klammern aufwies. Die Heftchen BK4 bis BK6 nur eine Klammer.

    Im NSSC werden auch die Zwischenblätter abgebildet, die fehlen hier. Die Plattentype Die I erkennt man an einem kleinen Punkt im O von TWO oben rechts. Bei den Marken des Die II fehlt dieser Punkt.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, 1c, 2c, 3c First Resources Issue, booklet panes ex BK7, 1932.jpg
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  • DKKW
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    • 16. Januar 2025 um 11:24
    • #707

    Hallo zusammen,

    gestern bekam meine Militärzensursammlung Verstärkung. Ich hatte einen Luftpostbrief aus dem Jahr 1943 nach Canada bei einem ebay-Händler aus Saskatoon erworben. Auch bei ihm habe ich schon öfters eingekauft

    Der Brief wurde mit je einer 3c Queen Mary und einer 4c Princess Elizabeth frankiert, also Standard-Luftpostbriefporto nach Canada. Möglicherweise aufgrund des fehlenden Stempels "on active Service" nicht mit dem 6c CAPO-Sonderporto, denn aufgrund der rückseitigen Absenderangabe war der Absender Angehöriger des Atlantic Command Signals

    Der CAPO No.1 ist sehr schwach abgeschlagen, Die No.1 und die Jahreszahl 43 ist aber lesbar. Der Military Censor No. 82 fehlte mir noch, das handschriftliche Datum 7-6-43 (nordam. Schreibweise: Monat-Tag-Jahr) also 6.7.43 in europ. Schreibweise ist vom ersten Gebrauchsmonat nach der Auflistung von Paul Binney. Er nennt aber die Verwendung für das AC Signals erst ab 1944. Ich habe ihm natürlich ein Scan von Vorder- und Rückseite geschickt.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, CAPO No. 1, Military Censor 82, 1942, front.jpg
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    • 20. Januar 2025 um 21:14
    • #708

    Hallo zusammen,

    so, der Satz ist komplett. Hier kommen die letzten drei Werte der John Guy Ausgabe als UPU-Specimen der Referenzsammlung Madagaskars mit dem charakteristischen roten Sicherungsstempel der madegassischen Postverwaltung. Als Abschluss die drei Höchstwerte zu 10c, 12c und 15c.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, 10c, 12c, 15c John Guy Issue, UPU Specimen from the Madagaskar reference collection.jpg
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  • DKKW
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    • 23. Januar 2025 um 11:22
    • #709

    Hallo zusammen,

    hier eine mit 1c Royal Family issue (Drucksachenporto) unterfrankierte Postkarte nach Vestre Porsgrund in Norwegen aus dem Jahr 1907.

    Da hat sich der Postler täuschen lassen da der Absender die Empfängeradresse über die gesamte Adresseite hinweg geschrieben hatte. Wie wir gleich im Ansichtskartenthread sehen werden, hatte der Absender seine durchaus umfangreiche Nachricht auf die Bildseite geschrieben. Entwertungs- und Datumstempel sind sehr schwach und unleserlich. Bei norwegischen Ankunftstempel erkennt man immerhin, dass es sich um Porsgrund handelt und das Datum 21. V. 07 ist klar erkennbar.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, 1c Royal Family issue on ppc to Norway. 1907.jpg
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  • DKKW
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    • 14. Februar 2025 um 11:48
    • #710

    Hallo zusammen,

    es ist ja nicht so dass ich Neufundland als Sammelgebiet aufgegeben hätte, aber inzwischen taucht interessantes Material viel seltener auf. Auch auf Auktionen bei denen in regelmässig gekauft habe gibt es inzwischen Versteigerunge bei denen ich nicht teilnehme weil nichts Interessantes für mich dabei ist. OK bei der Klassik, also den mir noch fehlenden pence-Ausgaben oder bei den Flugpostraritäten fehlt mir schlicht die passende Brieftasche.

    Hier aber mal wieder etwas Neues und ausgefallenes. Die 1c uaf 3c Überdruckausgabe aus dem Jahr 1897 auf eier Drucksache nach Belgien. Diese Überdruckmarken auf Drucksache sind keine Rarität aber die destination Belgien ist schon sehr ungewöhnlich. Leider eine Abschürfung oben.

    Es gibt drei Aufdruckvarianten, diese hier ist die mit Abstand häufigste. Als man, nachdem die 1c Cabot-Ausgabe praktisch ausverkauft war, die 3c Queen Victoria bei einer lokalen Druckerei überdruckte hatte man nicht genug Lettern in der gleichen Schriftart, also wurde ein kleiner Teil der Bögen mit Lettern in abweichender Schrift überdruckt insgesamt 3 Typen).

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, 1c on 3c provisional issue 1897 on printed matter to Belgium.jpg
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  • DKKW
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    • 20. Februar 2025 um 12:44
    • #711

    Hallo zusammen,

    heute zeige ich eine Neuerwerbung die mir einige Rätsel aufgegeben hat. Den Beleg werde ich mal bei Study Group vorstellen, vielleicht können mir die anderen helfen meine Rätsel zu lösen.

    Der eingeschriebene Brief ist mit einer 9c Marke der Sir Humphrey Gilbert Ausgabe frankiert und wurde in Deer Lake (im Westen der Insel an der Bahnlinie von Port aux Basques nach St. John's gelegen) aufgegeben und war nach Gaultois an der Hermitage Bay (Südküste) adressiert. Für einen eingeschriebenen Inlandsbrief wäre er korrekt frankiert, 4c Inland letter rate und 5c registration fee. Die erste Einzelfrankatur mit einer 9c Gilbert issue die ich zu Gesicht bekomme (Abgesehen von FDC).

    ABER: Da ist dieser rätselhafte Leitvermerk : Via Toronto Canada

    Wozu in aller Welt verschickt man einen Brief von Deer Lake nach Gaultois via Toronto. Macht eigentlich überhaupt keinen Sinn. Hinzu kommt, der Brief wurde am 28. September 1935 aufgegeben. Die Sir Humphrey Gilbert Ausgabe wurde nur bis zum Jahresende 1933 von der Post verkauft, anschließend zurückgezogen. Frankaturgültig blieben die Marken weiterhin. Briefe aus dem Jahr 1934 kenne ich einige aber dies ist der erste Brief aus dem Jahr 1935 den ich sehe.

    In der Liste von T. R. Harris in der er alle ihm bekannten Briefmarkenhändler Neufundlands auflistet findet sich zwar kein Harold Garland aber ein Thomas Garland Jr. aus Gaultois. Also wohl ein philatelistisch beeinflusster Beleg.

    Ich hatte überlegt, ob eventuell ein Zusammenhang mit der National Fair Toronto bestehen könnte aber die war am 28.September längst vorüber. Außerdem hätte ich bei einem philatelistischen Beleg einen deutlicheren Hinweis erwartet, z.B.: Via National Fair Toronto

    Der Brief war, wenn er wirklich via Toronto gelaufen ist. unterfrankiert. Für einen eingeschriebenen Brief nach Toronto wären 10c fällig gewesen, dazu das Porto für die Weiterleitung nach Gaultois plus vermutlich Strafporto. Ich habe keine Ahnung von den Nachportoregeln Canadas im Jahr 1935. Links oben findet sich die handschriftliche Notiz Tax 12cts

    Rückseitig finden sich weder Transit- noch Ankunftstempel.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, 9c Sir Humphrey Gilbert issue on reg. letter, 1933.jpg
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  • kartenhai
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    Geschlecht
    Männlich
    • 21. Februar 2025 um 08:57
    • #712

    Scott Nr. 11 echt und falsch

    In einer Vergleichsliste der American Philatelic Society über echte und falsche Marken ist auch eine von Neufundland mit enthalten:

    https://stamps.org/learn/forged-or-genuine/id/24467/country/newfoundland#ForgedorGenuine

    Gruß kartenhai

  • DKKW
    Stamm Mitglied
    Beiträge
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    • 21. Februar 2025 um 10:53
    • #713

    Moin kartenhai

    es gab früher mal die sehr gute homepage von claghorn. Nach seinem Tod ist sie offenbar im Daten-Nirwana verschwunden. Eigentlich dachte ich, die Seite wäre "gerettet" worden. Ich habe sie aber nicht gefunden und die vorhandenen links führen ins Leere.

    Auch sehr gut ist folgende Seite: https://stampforgeries.com/

    Da ist z.B. bei der 2d Newfoundland nicht nur eine Fälschung abgebildet

    Viele Grüße
    DKKW

  • Jean Philippe
    Stamm Mitglied
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    7.831
    • 21. Februar 2025 um 17:17
    • #714
    Zitat von DKKW

    Auch sehr gut ist folgende Seite: https://stampforgeries.com/

    Ja. Die ist auch auf der Linkliste des Forums.

    Gruss,

    Jean Philippe

    Nutzt die Funktionen des Forums, wie insbesondere die Hilfe, die Suche, das Inhaltsverzeichnis und die Linkliste.

  • DKKW
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    • 23. Februar 2025 um 10:37
    • #715

    Hallo zusammen,

    hier nun mal zum Vergleich Original und Fälschung (Gebr. Spiro) nebeneinander.

    Links das Original der Ausgabe 1860, rechts die Fälschung.

    OK, Stichtiefdruck und Steindruck (Fälschung) sind am Scan nicht ganz so leicht zu erkennen. Aber die Schrift, die Punkte und auch die heraldischen Blumen unterscheiden sich doch deutlich.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • NFLD, 2d, Original (l.) und Spirofälschung (r.).jpg
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  • DKKW
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    • 1. März 2025 um 18:17
    • #716

    Hallo zusammen,

    wir hatten heute am späten Nachmittag, ok, in Montreal war es 11 Uhr vormittags, ein Zoom-Meeting unserer Study Group. Ich hatte über die UPU-Specimen Neufundlands berichtet, sowohl über neufundländischen Marken in den Referenzsammlungen anderer Länder als auch über das wenige, was ich über die Referenzsammlung Neufundlands weiss.

    Keine halbe Stunde nach meinem Vortrag erhielt ich von einem anderen Mitglied unserer Study Group einen wertvollen Hinweis auf einen Zeitungsartikel aus dem Jahr 1934 in dem über den Diebstahl der Sammlung aus dem Museum von St. John's berichtet wird. Als Verdächtiger wurde der neufundländische Minister für Landwirtschaft und Bergbau festgenommen. Das Ende seiner politischen Karriere. Ich werde mal die Zeitungen nach Artikeln zu diesem Thema durchgucken. Hat man die Sammlung sicherstellen können oder kam sie auf den Markt. Da die neufundländische Postverwaltung keine Sicherungsstempel auf den Marken anbrachte (so wie z.B. Madagaskar, Mauretanien oder die port. Kolonien) lassen sich die Marken, einmal aufgeteilt und auf dem Markt, nicht mehr als UPU Specimen identifizieren.

    So macht die Mitarbeit in einer Arbeits- bzw. Forschungsgemeinschaft Spass.

    Viele Grüße
    DKKW

    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (2. März 2025 um 11:15)

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 2. März 2025 um 11:28
    • #717

    Hallo zusammen,

    ein Nachtrag zu meinem gestrigen Beitrag über den Diebstahl der UPU-Referenzsammlung Neufundlands. Im Evening Telegram vom 27.11.1933 fand ich einen Artikel zu dieser Sammlung die sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Obhut der neufundländischen Post befand. In dem Artikel wurde vorgeschlagen diese Sammlung doch in das Museum von St. John's zu überführen und dort für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das geschah dann offensichtlich auch nur um dort kurze Zeit später gestohlen zu werden.

    Quelle: Digital Archives Initiative Memorial University St. John's Newfoundland


    Viele Grüße
    DKKW

  • DKKW
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    • 7. April 2025 um 11:38
    • #718

    Hallo zusammen,

    in meinem Beitrag #711 vom 20.2.25 hatte ich eine sehr seltsame Einzelfrankatur mit der 9c Sir Humphrey Gilbert issue vorgestellt. Dieser eingeschriebene Brief trug den handschriftlichen Leitvermerk "Via Toronto" der eigentlich überhaupt keinen Sinn macht und einen ebenso handschriftlichen Nachportovermerk 12 cts. Keine Transit- bzw. Ankunftstempel.

    Ich hatte diesen Breif in unserer Study Group zur Diskussion gestellt und wie üblich einige Antworten erhalten.

    Übereinstimmend kommen meine Study Group Kollegen zu folgendem Ergebnis. Der Brief ist in Deer Lake gefällig gestempelt worden hat aber nie das Postamt auf dem Postweg verlassen sondern ist offenbar dem "Absender" wieder ausgehändigt worden. Der Leitvermerk und der handschriftliche Tax-Vermerk sind vom "Absender" nachträglich angebracht worden. Begründung: Sowohl ein canadisches Postamt das den Brief nachtaxiert hätte als auch das Empfängerpostamt hätte bei einem eingeschriebenen Brief ihre Stempel abgeschlagen. Die 12ct. wären auf jeden Fall das korrekte Nachporto gewesen.

    Also philatelistische Mache durch und durch.

    Viele Grüße
    DKKW

  • DKKW
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    • 14. April 2025 um 16:00
    • #719

    Hallo zusammen,

    nach längerer Pause kann ich wieder mal etwas Neues zeigen. In der internationalen Bucht findet kaum noch interessante Belege. Doch hier hatte ein Anbieter aus Vancouver bei dem ich schon öfters gekauft habe einen Beleg nach dem ich schon lange suche.

    Es handelt sich um die 1c Royal Family issue, rot, portogerecht auf einem Ortsbrief aus St. John's aus dem Jahr 1898.

    Ich hatte ja schon in der Vergangenheit darüber berichtet, dass die Bestellpolitik der neufundländischen Regierung bei der Cabot-Ausgabe ein einziges Desaster war. Von den kleinen, gängigen Wertstufen (insb. 1c und 2c) wurde eine viel zu geringe Stückzahl bestellt von den hohen Nominalen viel zu hohe Stückzahlen. Die Folge war Markenmangel und panische Aktionen um diesem abzuhelfen.

    So wurden unter anderem je 400.000 Marken der 1c und 2c Royal Family Ausgabe die der Cabot-Ausgabe folgen sollte zur schnellstmöglichen Lieferung bei der American Bank Note Company in New York bestellt. Die Marken kamen am 7. Dezember 1897 in St. John's an die Postschalter. Allerdings waren sie nicht, wie vorgeschrieben, in den Weltpostvereinsfarben gedruckt sondern die 1c Marke in rot (statt grün) und die 2c in orange (statt rot). Erst die Folgeauflage, die im Juni 1898 an die Postschalter kam wurden in den korrekten Weltpostvereinsfarben produziert.

    Nun, porto- und zeitgerecht frankierte Belege mit diesen beiden Marken findet man nicht so häufig, der Zeitraum von ca. 7 Monaten ist ja auch nicht sehr lang.

    Hier aber, wie eingangs erwähnt, die 1c Royal Family Ausgabe in rot als Einzelfrankatur auf einem Ortsbrief aus St. John's vom 2. April 1898. Im Zweigpostamt St. John's East aufgegeben. Auf der Rückseite findet sich ein sehr schwacher Abschlag des Kreisstempels "St. John's NEWFD AP 2, 98"

    Die 2c Marke auf Beleg aus dem fraglichen Zeitraum aber auch die 1c und 2c Marken der Cabot-Ausgabe auf Beleg aus dem Jahr 1897 suche ich noch, aber ich bin ja noch jung :)

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 29. April 2025 um 09:33
    • #720

    Hallo zusammen,

    gerade eben brachte mir der FEDEX-Bote die Sendung aus Canada mit dem Auktionslos dass ich kürzlich nach hartem Bieterkampf ersteigert habe.

    Zwei Viererstreifen der Sir Humphrey Gilbert Ausgabe mit kompletter SPECIMEN Lochung. Meines Wissens stammen diese Specimen aus dem Archiv der Druckerei. Es wurde wohl ein Bogen mit dieser Lochung produziert und archivert. Diese Lochungen sind selten und komplett auf Dreier- oder Viererstreifen wirklich rar. Am ehesten findet man noch den 1c und den 2c Wert, auch Robert H. Pratt, die Lichtgestalt der Neufundland-.Philatelie hatte nur diese beiden Werte in seiner Sammlung. Einen kompletten Satz (Einzelmarken) habe ich bislang nur ein einziges Mal gesehen, im Gilbert-Exponat von Sean Weatherup bei der BNAPEX in Halifax. Diese Art Lochung kam nur Ende der 1920er Jahre bis Anfang der 1930er Jahren vor, sie unterscheiden sich von der SPECIMEN Lochung der Omnibus-Ausgaben die häufiger vorkommen da hier wohl sieben Bögen à 60 Marken für die UPU Verwaltung in Bern produziert wurden. Wenn die Angaben im NSSC korrekt sind traten diese Specimen Lochungen erstmals bei der First Publicity issue 1928 auf, die Sir Humphrey Gilbert issue 1933 ist die letzte Ausgabe Neufundlands bei der ich im NSSC Angaben zu dieser Lochung gefunden habe.

    Hier nun der 1c Wert im waagerechten Viererstreifen mit kompletter SPECIMEN Lochung.

    Viele Grüße
    DKKW

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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (29. April 2025 um 15:09)

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