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Die chemische Untersuchung des Auslandbriefverkehrs während des II. Weltkrieges

  • mx5schmidt
  • 1. Dezember 2010 um 22:20
  • mx5schmidt
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    • 20. Mai 2011 um 21:30
    • #81

    Gansache mit Eindruck eines Postwertzeichens der Dauerserie AH zu 5 Pf, hier mit Zusatzfrankatur eines Postwertzeichens der Dauerserie AH zu 10 Pf portogerecht benutzt als Postkarte ins Ausland, Portostufe 15 Pf.

    Der Beleg lief durch die Auslandsbriefprüfstelle Berlin, worauf handschriftliche Vermerke sowie ein roter Handprüfstempel "geprüft" ohne Tilde, Adler zeigt links auf "r", echts auf "ma", Abstand b-Strich zu b-Strich gut 21 mm, Verlängerung linker "b"-Strich zeigt auf Mitte "O", Landsmann BP4.14 hinweist.

    Dieser Handprüfstempel wurde von Februar 1944, dem Aufgabedatum dieser Postkarte entsprechend, bis zum Dezember 1944 benutzt.

    Auf die durchgeführte chemische Untersuchung weisen vorderseitig sowie rückseitig jeweils zwei diagonale Pinselstriche von links oben nach rechts unten hin.

    Und der Clou an diesem Beleg:
    die chemische Zensur machte auch im Schaltjahr 1944 selbst am Schalttag 29.02.1944 nicht halt!!!

    Der zweite Stempelabdruck oben links dokumentiert die zu dieser Zeit übliche Schalteraufgabe des Belegs durch die Absenderin, die sich dazu am Schalter auszuweisen hatte!

    Liebe Grüße
    mx5schmidt

    PS:
    Ein in der elektronischen Lagune nach heißer Schlacht erstandener Beleg, der einfach den Weg in diese Sammlung finden "musste"!!!

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  • guy69
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    • 29. September 2011 um 14:16
    • #82

    Hallo

    habe in meiner Heimatsammlung einen Beleg den ich gerne beschreiben würde. Da ich überhaupt keine Ahnung von Zensurbelegen habe bzw. noch weniger Literatur bin ich auf einen erklärenden Geist angewiesen.
    Vielen Dank im voraus
    Harald

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  • mx5schmidt
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    • 28. Oktober 2011 um 22:07
    • #83

    Hallo guy,

    Dein Brief hat zwar leider überhaupt nichts mit chemischer Zensur zu tun, deswegen traut sich hier in diesem Thread wohl auch niemand, Dir zu antworten!???

    Gerne gebe ich Dir eine Beschreibung für Deine Heimatsammlung,

    Zunächst einmal handelt es sich um einen Brief nach Dänemark, also ins Ausland, Portotufe 25 Pf, somit schon einmal portogerecht frankiert per Mischfrankatur mit zwei Werten der Dauerserie AH.

    Der Brief wurde am 12.5.44 in HOCHHEIM (MAIN) aufgegeben. Diese Briefaufgabe wurde zunächst vormittags zwischen 11 und 12 Uhr versucht und der eine Tagesstempel wurde oben links abgeschlagen.

    Zu dieser späten Kriegszeit war es vorgeschrieben, dass der Absender einen solchen Auslandsbrief am Schalter aufgab und sich dazu auswies.

    Dieses konnte der Absender in diesem Falle augenscheinlich zunächst nicht, denn die Frankatur wurde erst am späten Nachmittag des 12.5.44 zwischen 16 und 17 Uhr mit einem anderen TSt mit Kennbuchstabe "b" entwertet!!!

    Diese Vorgehensweise kam vor, war aber recht selten, denn üblicherweise wurde die Frankatur direkt mit demselben Tagesstempel entwertet, der auch noch einmal parallel blanko abgeschlagen wurde, was die erfolgte Schalteraufgabe dokumentierte.

    Der nach Dänemark adressierte Brief lief dann über die Auslandsbriefprüfstelle Hamburg, was man an dem Kennbuchstaben "f" im Handprüfstempel erkennt.

    Der Brief wurde dort linksseitig geöffnet und per Banderole wieder verschlossen, was per rotem Handprüfstempel von 34 mm Durchmesser, mit Kennbuchstabe f, "Geprüft" 17 mm lang, Adler 17,5 mm hoch, Adlerschwingen oberhalb "O" / "t", Kennbuchstabe zeigt auf "o d", Katalogisierung laut Landsmann "FP2.8", laut Riemer "7b" dokumentiert wurde. Dieser Handprüfstempel ist nachgewiesen von 12.43 bis 9.44 und laut Landsmann "schwer zu finden".

    Die verwendete Banderole ist laut Landsmann "FV2.1", laut Riemer "51".

    Auf dem Brief prangt noch ein hübscher Prüferstempel "A I". In Hamburg prüfte man in zwei Prüfergruppen "A" und "B" und es gibt zahlreiche Varianten solcher individuellen Prüferstempel!

    Die handschriftliche "61" auf der Vorderseite dürfte ebenfalls ein Prüfervermerk sein.

    Das handschriftliche "E" halte ich hingegen für eine nachträgliche Werteinstufung durch einen philatelistischen Händler!???

    Ich hoffe, das hilft Dir weiter !???

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

  • guy69
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    • 29. Oktober 2011 um 07:30
    • #84

    Vielen vielen Dank.

  • mx5schmidt
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    • 28. April 2013 um 22:51
    • #85

    Brief per Einschreiben und Luftpost, aufgegeben am 20.02.1945 in Hønefoss in Norwegen.

    Seit 1943 war die Auslandsbriefprüfstelle Berlin bezüglich Sendungen aus Norwegen nur noch für solche per Luftpost zuständig, entsprechend rar sind solche Belege!

    Dieser Beleg wurde geöffnet und mit einer Banderole BV3.3 (Landsmann) = 53a (Riemer) verschlossen.

    Die erfolgte Zensur wurde per selten zu findendem, lediglich von 9.44 bis 4.45 nachgewiesenem Zensurstempel ohne Tilde in Rot ''Zensurstelle geprüft'', BP6.1 (Landsmann) = 14a (Riemer) dokumentiert.

    Vorderseitig waagerecht sowie rückseitig diagonal von links oben nach rechts unten erfolgte per Pinselstrich eine chemische Zensur.

    Der Beleg trägt rückseitig einen Ankunftsstempel STRALSUND vom 07.03.1945.

    Liebe Grüße
    mx5schmidt

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  • Latzi
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    • 1. November 2014 um 12:53
    • #86

    Auch wenn das Thema etwas länger brach liegt denke ich, dass meine Frage hier richtig ist, auch wenn ich im "falschen Krieg" bin. Die Spuren auf der anliegenden Karte nach Schweden erinnern zumindest an eine andere Karte aus dem 1. Weltkrieg, die hier gezeigt wurde. Auch der kleine lila Stempel lässt an Zensur denken.
    Daher die Frage: chemische Untersuchung oder verhunzte Karte?

    Schöne Grüße
    Lars

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    • 1. November 2014 um 13:22
    • #87

    Hallo Lars,

    100% sicher: chemische Zensur!

    Zeigst Du uns bitte auch noch die Rückseite???

    Liebe Grüße
    Rüdiger

  • Latzi
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    • 1. November 2014 um 16:50
    • #88

    Danke für die Hilfestellung. Hier ist die - aus meiner Sicht unauffällige - Rückseite.

    Lars

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    • 1. November 2014 um 17:40
    • #89

    Hallo,

    auf die Rückseite wurde anscheinend keine Chemikalie aufgetragen, aber die auf der Vorderseite mit einem Pinsel aufgetragene Chemikalie ist durchgeschlagen!

    Liebe Grüße
    mx5schmidt

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  • Latzi
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    • 2. November 2014 um 09:34
    • #90

    @mx5:
    Du hast mir sehr geholfen - danke! Hast Du auch noch eine Idee, was dem Zensor nicht gefallen hat? Der offene Text scheint mir nicht so spannend.

    Gruß
    Lars

  • kartenhai
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    • 17. April 2017 um 21:38
    • #91

    Bei der gesuchten Chemikalie scheint es sich um Lackmus (Phenolfthalein) zu handeln. Siehe auch hier:


    Gruß kartenhai

    Einmal editiert, zuletzt von kartenhai (17. April 2017 um 21:39)

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