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Neudrucke, Nachdrucke und Schwarzdrucke

  • Jawobe
  • 17. November 2010 um 20:33
  • Jawobe
    neues Mitglied
    Beiträge
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    Weiblich
    Geburtstag
    10. Oktober 1967 (58)
    • 17. November 2010 um 20:33
    • #1

    Hallo,
    um unseren "Sammelwahn" zu unterstützen haben wir ein Album mit sog. Neudrucken, Schwarzdrucken erhalten, darunter auch IPOSTA, LUPOSTA, also vermutlich Gedenkblätter etc.
    Wo kann ich darüber etwas erfahren. Googlen allein hilft irgendwie nicht recht.
    Wäre für Hilfe und Hinweise dankbar, da wir uns bisher ausschließlich mit den sog. "richtigen" Briefmarken beschäftigt haben.

    DANKE :P :P

  • SammlerBernd
    Gast
    • 17. November 2010 um 20:40
    • #2

    Diese haben ausschließlich Souveniercharakter, dh. keinen angegebenen BM-Katalogwert.
    Von den verschiedendsten Veranstaltungen, wie etwa Großtauschtagen hier im Berliner Raum gabs diese.
    Also ich habe die immer verschenkt, aber sie können natürlich als Platzhalter dienen, bis Du die Echten erhälst. ;) :)
    Gruß SB

  • DKKW
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    9.456
    • 17. November 2010 um 20:57
    • #3

    Hallo Jawobe,

    Deine Frage ist so weit, dass es schwer ist eine richtige Antwort zu finden.
    Die meisten Neu- oder Nachdrucke sind eher wertlos, insbesondere die in den letzter Zeit entstandenen. Sie sind meist Bestandteil der Vermarktungsbemühungen der Postverwaltungen (oder noch schlimmer: privater Hersteller).
    Zu den Produkten der Postverwaltungen gehören zum Beispiel Schwedens Phasendruck der Mi. 1450-1452 (immerhin eine Fussnote im Michel) oder Grönlands Schwarzdruck der Mi. Nr. 96. Im Michel nicht einmal eine Fussnote wert, schreibt der dänische Afa-Katalog, dass anläßlich der Ausstellung Hafnia 76 ein Schwarzdruck in einer Auflage von 25.500 Stück hergestellt wurde.
    Amtliche - und teils sehr teure - Neudrucke wurden für die Postwertzeichensammlungen der UPU Ende des 19. Jahrhunderts hergestellt. Man versorgte damit die Mustersammlungen der Mitgliedsstaaten des Weltpostvereins. Diese Marken wurden neu aufgelegt, da die Originale bei den Postverwaltungen längst ausverkauft waren. Ein sehr spannendes Thema.
    In den philatelistischen Bibliotheken findet man Fachliteratur dazu. Über
    hat man Zugriff auf die Bestände der Münchner Philabibliothek. Über die heimische Stadtbücherei kann man im Rahmen der Fernleihe Bücher ausleihen.
    Ansonsten einfach mal bei der Bibliothek anrufen, Herr Binner und seine Mitarbeiterinnen helfen bestimmt gerne weiter. Gleiches bzw. Ähnliches gilt für die Philabibliotheken in Frankfurt oder Hamburg.

    Viele Grüße
    DKKW

  • Jawobe
    neues Mitglied
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    Geburtstag
    10. Oktober 1967 (58)
    • 17. November 2010 um 21:18
    • #4

    Hallo DKKW,
    über meine Stadtbücherei hat man mich schon oft bei der Suche nach Fachliteratur unterstützt, die nächste wird auch wieder ein Michel sein, den es hier vor Ort nicht gibt, das ist ganz prima. Ich dachte nicht, das es darüber auch Literatur gibt.Ich habe hier Neudrucke z.B. Hamburg; Lübeck Nr. 20, 21, Lübeck Nr.5, Nr. 1,2,3,41-14 von 1978.
    Danke erst mal für deine aufschlussreiche Antwort. Lg

  • DKKW
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    9.456
    • 17. November 2010 um 21:35
    • #5

    Hallo Jawobe,

    die Nachdrucke von 1978 wurden, glaube ich, anläßlich der Briefmarkenausstellung Hansa 80 verkauft. Es handelt sich um Neudrucke.
    Es wird hier zwischen Neu- und Nachdrucken unterschieden. Bei Neudrucken, meist privater Natur, handelt es sich um Reproduktionen, diese ähneln manchmal nur den Originalen. Berüchtigt sind Bergedorf, Hamburg und Helgoland Neudrucke.

    Bei Nachdrucken wurden die Originaldruckklischées verwendet.

    Der Klassiker der deutschsprachigen Literatur zu Neudrucken ist übrigens das bereits 1906 erschienene Buch von Paul Ohrt "Handbuch der Neudrucke" Es wurde vor etlichen Jahren vom Peter Feuser Verlag neu aufgelegt. Hier sind viele Klassiker - auch Fälschungen - enthalten. Leider verstarb Paul Ohrt zu früh, international ist bei P wie Portugal Schluss.

    Viele Grüße
    DKKW

  • northstar
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    • 18. November 2010 um 08:13
    • #6

    Hallo DKKW,

    sorry for correcting you:
    die Begriffe werden genau anders herum verwendet:
    Neudruck: von Original-Durckstöcken oder -formen
    Nachdruck: nicht vom Original

    s.a.:

    Die Neudrucke aus der 2ten Hälfte der 1970er von Hamburger und Lübecker Wertzeichen des 19. Jahrhunderts wurden zu diversen philatelistischen Veranstaltungen (z.B. Nordposta in Hamburg) aufgelegt. Der Handelswert ist gering.

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • harweg
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    25. Februar 1950 (76)
    • 18. November 2010 um 09:01
    • #7

    Hallo Jawobe,

    Zitat

    um unseren "Sammelwahn" zu unterstützen haben wir ein Album mit sog. Neudrucken, Schwarzdrucken erhalten


    eine kleine Ergänzung zu Deiner Anfrage. Es gibt tatsächlich auch amtlich verausgabte Schwarzdrucke. Solche Ausgaben gibt es aus der ehemaligen DDR, die durchaus auch im Michel katalogisiert sind. Ob auch andere Länder amtliche Schwarzdrucke verausgabt haben, ist mir nicht bekannt.

    Gruß harweg

    Forschungsgemeinschaft DDR Plattenfehler

  • DKKW
    Stamm Mitglied
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    • 18. November 2010 um 17:17
    • #8

    Hallo northstar, hallo Jawobe,

    bitte vielmals um Entschuldigung. Vorab ein Blick ins Vorwort des Michel Kataloges wäre angebracht gewesen. Du hast natürlich recht. Neudrucke sind postamtlich nach der Frankaturgültigkeit hergestellte Marken. Nachdrucke sind privater Natur.

    Das hat man davon, wenn man spät abends noch "Spontanbeiträge" ins Forum stellt.

    Viele Grüße
    DKKW

  • SammlerBernd
    Gast
    • 18. November 2010 um 17:34
    • #9

    Um ´mal das Thema
    Schwarzdrucke, das von @ harweg angesprochen ist,
    weiterzuführen...
    Da kommen bei mir nicht bes. gute Erinnerungen hoch.
    Bei jedem Tausch in der AG Philatelie im Kulturbund lagen diese Dinger am Eingang ´rum.
    Nach einer gewissen Zeit kam der Vorsitzende ´rum & fragte: "
    .. na schon den Neuesten Schwarzdruck geholt ?..."
    Diese kosteten zwischen 2...4 Mark. :(
    Langsam hatte ein auch damals schon sehr aktiver Tauschgänger dann 1 Pfund Schwarzdrucke zu liegen. ;)
    Es dauerte dann Jahrzehnte sich wieder DDR-schwarzdruckfrei zu machen...
    Anfangs standen Die auch katalogmässig ganz gut. :jaok:

    Andere Staaten haben auch offiziellen Schwarzdrucke, insbesondere die francophonen Länder.
    Aber auch Island gibt einige seiner Blöcke als Schwarzdruck heraus-
    vlt. bei Gelegenheit abscanbar.
    Sammlergruß SB

  • harweg
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    • 18. November 2010 um 19:16
    • #10

    Hallo SammlerBernd,

    da wir beide so in etwa ein Baujahr sind und offensichtlich von der gleichen Baustelle kommen, ist mir Deine Schilderung nicht fremd. Habe da ähnliche Erfahrungen gemacht, und ehrlich gesagt, lieber einen Schwarzdruck gekauft, als herumgezofft. Das habe ich dann allerdings bei dem (in meinen Augen) sehr ominösen Reichspostschwarzdruck. Hier war ich nicht bereit, die (ich glaube es waren) 18 Märker zu berappen. Erinnere mich dann auch noch an die Briefmarkenausstellung Magdeburg. Um (und das nach der Ausstellung) an die Zwischenstegbögen heran zu kommen, musste uns unser Chef jedem von uns damals 3 Mark für eine Eintrittskarte abnehmen...
    Gab also schon recht "amüsantes" in dieser Zeit.

    Hat natürlich gar nichts mit der Anfrage der Threaderöffnerin zu tun, ist aber vielleicht doch etwas Hintergrundinfo, warum der Ossi-Sammler auf bestimmte Dinge nicht sonderlich steht. Und unter uns, auch wenn postamlich verausgabt, war es für mich immer ein Stückchen schwarzbedrucktes Papier, für den Brief nicht zugelassen und für den Hintern zu glatt.

    Gruß harweg

    Forschungsgemeinschaft DDR Plattenfehler

  • Jawobe
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    • 18. November 2010 um 19:22
    • #11

    Hallo erstmal,

    vielen Dank für die vielen Postings, Ihr habt mir soweit schon echt geholfen. Werde mich noch mal mit entsprechender Lektüre auseinandersetzen, ehe ich es letztlich wohlmöglich doch auf den Dachboden packe - man kann schließlich nicht alles sammeln.

    Liebe Grüße
    JaWoBe

  • SammlerBernd
    Gast
    • 18. November 2010 um 19:33
    • #12

    Hallo Harweg,
    das ist doch das Schöne an diesem Forum, daß man auch ´mal hier "menscheln" darf...
    Bei diesem Thread kam ich wieder so ins Erinnernn und muß feststellen, es hat sich nichts geändert im Abzockenwollen der Sammler seitens der 0brigkeit- äh jetzt Experten genannt.

    Gruß nach Calau..
    aber im Moment fällt mir garkeiner ein
    SB

  • northstar
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    • 18. November 2010 um 21:54
    • #13

    Hallo DKKW

    Wie lautete der Wahlspruch meiner ersten Englsich-Lehrerin: nobody is perfect!

    Und ich denke, wirklich noboby, ich nicht und auch die "Profis" nicht, wie ich nach ein bischen googlen feststellen musste. Auch auf diser Seite gehen die Begriffe zuweilen durcheinander:


    Hallo @all

    irgendwie erinnere ich mich dunkel, dass die Bundespost auch mal Schwarzdrucke herausgebracht hat, bestellbar mit der Jahressammlung oder so aehnlich ...

    Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

  • valgrande
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    3.196
    • 19. November 2010 um 08:29
    • #14
    Zitat

    Original von Jawobe
    Hallo, um unseren "Sammelwahn" zu unterstützen haben wir ein Album mit sog. Neudrucken, Schwarzdrucken erhalten, darunter auch IPOSTA, LUPOSTA, also vermutlich Gedenkblätter etc.
    Wo kann ich darüber etwas erfahren. Googlen allein hilft irgendwie nicht recht. Wäre für Hilfe und Hinweise dankbar, da wir uns bisher ausschließlich mit den sog. "richtigen" Briefmarken beschäftigt haben. DANKE :P :P

    Österreich ist da eine Ausnahme

    Hallo Jawobe,

    einige „Amtliche Neudrucke“ gab die Österreichische Post ‚Österreich-Ungarn/Kaisertum’ von 1850 bis hin zum ‚Kaiserreich’ 1863/64 heraus, sie sind im Katalog Michel-Spezial zu finden.

    Schwarzdrucke auf Erläuterungsblättern: Bezüglich Österreich sind Schwarzdrucke keineswegs Ausgaben eines verbreiteten „Sammelwahns“ und haben auch keinen „Souvenircharakter“. Sie sind durchaus als „Liebhaberstücke“ zu bezeichnen und haben einen nicht gerade geringen Katalogwert, ganz im Gegenteil. Sie werden auch im Auktionshandel angeboten, insbesondere bei eBay.

    Ab 1946 bis heute fortlaufend gibt die Österreichische Post „Amtliche Schwarzdrucke“ von jeder Marke heraus. Dazu im Michel: „Schwarzdrucke sind ungezähnte Vorlagedrucke in Schwarz, die mit dem Originaldruckstöckel auf weißem, gekreidetem Papier gedruckt werden. Diese Schwarzdrucke werden meist auf hellgelbe, seit einigen Jahren auch weiße Erläuterungsblätter im Format von ca. 210-295 mm geklebt. Abgegeben werden diese kostenlos an bevorzugte Personen. Vorsicht – nicht zu verwechseln mit den bei den Sammlerschaltern erhältlichen Erläuterungsblättern auf weißem Papier, bei denen die Marke eingedruckt ist.“ Für die Schwarzdrucke werden die laufenden Michel-Nummern benutzt.

    Gruß valgrande

  • Wolffi 23. Januar 2026 um 15:14

    Hat den Titel des Themas von „Neudrucke“ zu „Neudrucke, Nachdrucke und Schwarzdrucke“ geändert.

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