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Halber Kolumbus-Satz

    • Wertermittlung
  • Chris_T
  • 11. Oktober 2010 um 14:00
  • Erledigt
  • Chris_T
    neues Mitglied
    Beiträge
    2
    • 11. Oktober 2010 um 14:00
    • #1

    Hallo,

    wie wahrscheinlich so oft, die typische Dachbodenfundfrage:

    sind die unten als Foto angehängten Marken irgend etwas wert, oder kann man sich mit dem Papier besser eine Zigarre anzünden? :)

    Was man so im Internet liest, sind ungestempelte Kolumbusmarken, wenn auch hier "nur" diverse Cent-Varianten vorliegen, durchaus Sammlerstücke, allerdings sind die 8 unten abgebildeten Marken leider von einem Hobbysammler Ende des 19. Jahrhunderts auf Papier geklebt worden.

    Sie lagen als loser Zusatzzettel in einem für die damalige Zeit wohl nicht untypischen vorgefertigten Markenalbum, das voll mit gestempelten Marken aus aller Welt ist (so zwischen 1880 und Anfang 20. Jahrhundert). Siehe Beispielfoto.

    Ich kenne mich zwar mit dem Wert diverser Rebensäfte und Musikinstrumente aus, aber die Philatelie ging leider immer an mir vorbei :)

    Bilder

    • Kolumbus1.jpg
      • 204,37 kB
      • 1.000 × 1.333
      • 289
    • Kolumbus2.jpg
      • 66,22 kB
      • 800 × 1.066
      • 243
    • USA1.jpg
      • 325,8 kB
      • 1.000 × 1.333
      • 330
  • Online
    kartenhai
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    29.326
    Geschlecht
    Männlich
    • 11. Oktober 2010 um 16:03
    • #2

    Hallo Chris T,

    Die Columbus-Marken setzen sich wie üblich aus den billigeren Werten dieses insgesamt 16-teiligen Satzes zusammen, die 8 Cent fehlt sowie die teuren und gesuchten hohen Werte bis 5,- $. (Deine Abbildungen sind die Michel-Nrn. 73-78 und 80-81 von 1893). Trotzdem sind die abgebildeten Marken keine Massenware, ungestempelt sind sie auch nicht billig zu haben. Sind die Marken direkt auf das Papier geklebt, oder sind sie mit Falz auf die Seite geklebt, das wäre für die Erhaltung sehr wesentlich. Ich nehme an, die Katalog-Preise für ungebrauchte gelten für diese frühen Jahre für Marken mit Falz, direkt aufs Papier geklebte postfrische Marken sind eigentlich eine Todsünde, ob die dann überhaupt noch was wert sind, kann ich auch nicht sagen. Üblich war ja damals überall die Unterbringung mit Falz in den Alben.

    Die anderen Marken mit den Präsidenten-Köpfen ab 1880 sind die üblichen billigen Werte bis 10 Cents, normalerweise sind die nicht viel wert, kann natürlich auch Ausnahmen geben, da müsste man sich alle Marken einzeln genau ansehen im Katalog. (Das habe ich nicht gemacht). Die 30 Cents schwarz von 1890 (Michel-Nr. 70 mit Thomas Jefferson) ist etwas besser als die anderen, falls der Zustand gut ist (keine Zahnfehler, Büge, Knitter usw.).

    Die ersten beiden Marken in der letzten Reihe sehen mir aus wie ausgeschnittene Wertstufen aus alten Ganzsachen. Leider sind die Ganzsachen damit meistens zerstört, es sei denn, die Post lässt auch Ganzsachen-Ausschnitte zur Frankatur zu. Bei USA weiß ich das nicht, aber die Ausschnitte sind ziemlich beschädigt (Knitter und verschnitten), also vermutlich sogenannte „Knochen“.

    Aktuelle Katalogpreise habe ich leider keine, die muss Dir noch jemand mit einem neuen Katalog sagen.

    Gruß kartenhai

  • Chris_T
    neues Mitglied
    Beiträge
    2
    • 11. Oktober 2010 um 16:27
    • #3

    Hallo,

    danke schon mal für die Antwort.

    Die Marken sind nur an den äußeren Ecken am Papier befestigt. Vielleicht waren sie auch nur lose auf dem Papier und wurden durch Druck (Das Papier war auf der letzten Seite des Albums eingelegt) und Luftfeuchtigkeit leicht angeklebt. Wenn man das Papier ganz sanft krümmt, lösen sich die Marken. Die 1-cent-Marke ist schon von alleine abgefallen, die Gummierung auf der Rückseite sieht fast normal aus (für den Laien :) ).


    Was die anderen Marken im Album ageht, so ist annähernd alles vertreten. Vom Deutschen Reich bis Weimar, alle Nationen Europas und Übersees, bis hin zu den letzten Exoten und Inselstaaten.

    Keine Ahnung, ob es Sammler gibt, die sich für 120 Jahre alte Marken aus Ostrumelien, dem osmanischen Reich, Barbados oder Tasmanien interessieren. Mir gehts hier nicht um paar Kröten, die ich verdienen muss, ich würde die Marken auch einfach aufheben, als historisches Dokument. Würde mich nur interessieren, ob das was Besonderes ist oder ob Millionen bengalischer oder bosnischer Marken von 1890 den Markt überschwemmen :)

  • sysopowen
    aktives Mitglied
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    269
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    3. März 1978 (48)
    • 11. Oktober 2010 um 17:44
    • #4

    Hallo,

    die Marken die du da zeigst bringen bei Ebay mindestens 20-30 €.

    Was hast du denn noch an Übersee ? Ist da evtl. Hawai oder Canal Zone dabei ?. Dann Zeig doch mal her.

    MFG Rene

  • Online
    kartenhai
    Stamm Mitglied
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    Männlich
    • 11. Oktober 2010 um 18:53
    • #5
    Zitat

    Original von Chris_T

    Keine Ahnung, ob es Sammler gibt, die sich für 120 Jahre alte Marken aus Ostrumelien, dem osmanischen Reich, Barbados oder Tasmanien interessieren. Mir gehts hier nicht um paar Kröten, die ich verdienen muss, ich würde die Marken auch einfach aufheben, als historisches Dokument. Würde mich nur interessieren, ob das was Besonderes ist oder ob Millionen bengalischer oder bosnischer Marken von 1890 den Markt überschwemmen :)

    Für jedes Land gibt es irgendwo Sammler, manche Länder sind eben beliebter als andere. Marken von 1890 überschwemmen sicher nicht den Markt, eher Marken der letzten Jahre. :)
    Zeige mal ein paar besondere aus diesen Jahren (z. B. Tasmanien), möglichst Sondermarken oder höhere Nominalen, die kleinen mit niedrigen Nominalen sind meist Massenware.

    Natürlich kommt es auch auf die Erhaltung an, keine fehlenden Zähne oder Einrisse oder Knitter in den Marken.

    Gruß kartenhai

  • drkohler
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    15. Dezember 1957 (68)
    • 11. Oktober 2010 um 22:16
    • #6

    Die Columbusmarken (mit Klebespuren) haben etwa einen reinen Katalogwert von $750. Leider gilt das nur für Exemplare, die gut zentriert sind, das trifft hier meist nicht zu (bis auf die teure 15c Marke). Auf dem Bild sehen einige Marken auch recht fleckig aus. Wenn man die Flecken wegbekommt, liegt sicher bei ebay 50 Euronen drin. Unter den Marken mit den Portraits sind doch etliche arge Knochen, da sehe ich nicht viel Interesse.

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