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Fotografie als Ansichtskarte

  • Luitpold
  • 3. Juni 2010 um 13:06
  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    879
    • 3. Juni 2010 um 13:06
    • #1

    Man sagt “Eine Medaille hat zwei Seiten“. Das trifft auch auf eine Ansichtskarte zu.

    Ansichtskarten-Sammler schauen in der Regel auf die Bildseite, ich als Markensammler interessierte mich bei der abgebildeten Postkarte jedoch zunächst für die Anschriftenseite. Deshalb möchte ich auch damit beginnen.

    Dort ist eine 2 Pf. "grau" (Bayern - Wappen-Ausgabe vom 1.1.1900 - Mi.-Nr. 65) als Frankatur aufgeklebt. Diese Frankatur galt für Postkarten und Briefe, Drucksachen bis 50 g im Ortsverkehr vom 1.4.1900 bis 1.8.1906.

    Die Karte wurde in Augsburg am 20.6.1906 gestempelt und war an Bankier Euringer und Familie in Augsburg adressiert. Eine einfache Ortspostkarte also?

    Die zweite Seite der „Medaille“ stellte sich als lokales Zeitdokument dar. Denn auf der Bildseite findet sich eine Fotografie, die der Absender selbst beschreibt:

    „Eur. Hochwohlgeboren!
    Unter Wiederholung meines besten Dankes für das freundliche Entgegenkommen vom Fronleichnachstage übersende ich eine Aufnahme, die beiden anderen werden demnächst nachfolgen. Mit den besten Empfehlungen ergebenst F. Bauer 20. VI. 06“

    Es war mir bekannt, dass Fotografien zu Ansichtskarten angefertigt wurden. Oft sind es jedoch Portraits oder Familienaufnahmen.

    Zufällig liegt mir das Heft 4/2007 „DAS ARCHIV - Magazin für Post- und Telekommunikationsgeschichte“ vor. Dort findet sich auf Seite 26 ff. der Beitrag „Lichtdruck und Bromsilber - Fotografie als Postkarte“.

    Darin finden sich Erklärungen, warum auch in Augsburg in kurzer Zeit die Aufnahme der Fronleichnamprozession als Postkarte versandt werden konnte.

    Aus dem Beitrag zitiert „Bereits vor 1900 war die Fotografie in ihren technischen Möglichkeiten sehr weit entwickelt und ihr Nutzung zur Produktion von Postkarten konnte mithilfe moderner Maschinen in industriellem Maßstab erfolgen. .... Von der Bevölkerung wurde die mit einem Foto illustrierten Postkarten mit Begeisterung aufgenommen. Der günstige und für viele erschwingliche Preis trug ebenso zur Verbreitung bei ...
    Die Bildpostkarte schien bestens geeignet, um jedes nur erdenkliche Motiv über einen staatlich garantierten Postweg innerhalb kürzester Zeit an beinahe jeden Ort der Welt* zu bringen“.

    Jedenfalls hatte der Absender der Augsburger-Karte - vielleicht selbst Fotograf? - die Möglichkeit die Karte fertig zustellen. Das Fronleichnamsfest war am Donnerstag, 14. Juni und am darauffolgenden Mittwoch schon versandte Herr Bauer die Karte.

    Aus dem Artikel sei abschließend erwähnt, dass auf der Ansichtskarte Platz fand für l „ ... Erhabenes und Triviales, Kitsch und Kunst, Ernstes und Heiteres“.

    In diesem Sinne, wer hat weitere Fotografie-Ansichtskarten?

    Mit freundlichen Sammlergrüßen
    Luitpold


    *
    Die Anschriftenseite ist so gestaltet, dass ein Versand in alle Welt möglich war - Carte postal - Postkarte - Post Card usw. Diesen "Standardtext" findet sich auf vielen Ansichtskartenrückseiten!

    Bilder

    • PK Augsburg Fronleichnamsfest 1906.jpg
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      • 1.031 × 1.635
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    • PK R Augsburg Fronleichnamsfest 1906.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von Luitpold (3. Juni 2010 um 13:08)

  • kartenhai
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    • 3. Juni 2010 um 14:16
    • #2

    Foto-Ansichtskarten gab es um die Jahrhundertwende mehr, als man denkt. Wer schon eine Kamera besaß, konnte alle möglichen Motive knipsen, zum Fotografen gehen und sich davon eine oder mehrere Ansichtskarten mit Adressfeld machen lassen. Auch die Hausbesitzer ließen sich vom Fotografen gerne eine schöne Ansicht mit sämtlichen Bewohnern, entweder vor dem Haus oder aus den Fenstern schauend, machen und versandten diese stolz an Verwandte und Bekannte in der Ferne. Solche Foto-Ansichtskarten sind für Sammler oft seltener zu bekommen als teure Lithos, die zwar optisch schöner und farbenfroher waren, die aber eine große Auflage hatten im Gegensatz zu den Fotos. Wichtig ist natürlich, dass die Ansichten auch einem bestimmten Ort zugeordnet werden können, was manchmal nur mit Hilfe des Stempels oder den handschriftlichen Mitteilungen gelingt (die oft nur noch sehr schwer zu entziffern sind!).

    Hier zeige ich eine Foto-Ansichtskarte vom Namensvetter unseres Thread-Eröffners. Ein Fotograf in Kochel schoß diese seltene Aufnahme vom Prinzregenten Luitpold von Bayern (damals 84 Jahre alt) sozusagen im Vorbeifahren. Der Prinzregent fuhr entweder zu einer seiner geliebten Jagdreviere (über den Kesselberg Richtung Mittenwald oder Fall) oder kam davon Richtung München wieder zurück, ein kleiner Junge streckt ihm Blumen entgegen. Die Aufnahme ist leicht verschwommen durch das Vorbeifahren der Kutsche, angehalten hat sie natürlich nicht.

    Handschriftliche Inschrift: „Der Franz Zipfel (wohl der kleine Junge) und Seine Königliche Hoheit der Prinzregent am 29.8.05.“

    Die Karte wurde bereits 1 Tag später am 30. August nach Augsburg versandt, wo sie noch am selben Tage ankam.

    Gruß kartenhai

    Bilder

    • Luitpold.jpg
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      • 1.445 × 939
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  • Luitpold
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    • 3. Juni 2010 um 15:04
    • #3
    Zitat

    Original von kartenhai
    Hier zeige ich eine Foto-Ansichtskarte ....Die Aufnahme ist leicht verschwommen durch das Vorbeifahren der Kutsche, angehalten hat sie natürlich nicht. Gruß kartenhai

    Also ich bin der festen Überzeugung, dass der Herr Prinzregent anhalten lies. Zumindest sind die Speichen der Kutschenräder nicht "verwischt". Der Herr Prinzregent saß halt nicht still, sondern beugte sich väterlich dem Knaben entgegen ..."

    Luitpold


    PS

    Ich bin kein Ansichtskarensammler, habe aber auch gemerkt, dass solche Privat-Fotos auf Ansichtskarten nicht (mehr) häufig vorkommen. Anders sieht es aus bei Landschafts- und Städteaufnahmen. Die kleinen Bilder auf der Bildseite verschwanden erst, als auf der Anschriftenseite der Karte die schriftliche Mitteilung erlaubt war. Eine solche Karte stelle ich dann später hier ein. Und bekommen wir dann auch von Deinen Karten mehr zu sehen?

  • VorphilaBayern
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    • 6. Juni 2010 um 18:45
    • #4

    Liebe Sammlerfreunde,

    folgenden Beleg möchte ich zeigen:

    Ganzsache 3 Pfennig mit Aufdruck
    einer Fotographie, verwendet in
    Kulmbach am 1. März 1900.


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Bilder

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  • Luitpold
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    • 7. Juni 2010 um 08:32
    • #5

    Hallo VorphilaBayern,

    so eine Rarität habe ich noch nicht zu Gesicht bekommen.

    Herzlichen Glückwunsch zu den strammen Burschen und sittsamen Madeln ;)

    Hätts net so pressiert, dann hätte man ab April 1900 je 1 Pf. gespart. Und bei 10 verschickten Karten wäre doch 1 Maß des köstlichen Kulmbacher Gerstensaftes "herausgesprungen".

    Besten Dank für Deinen Beitrag,

    und einen schönen Montag

    Luitpold

  • kartenhai
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    • 7. Juni 2010 um 10:10
    • #6

    Vom 1. Weltkrieg gibt es relativ viele Foto-Ansichtskarten aus dem Felde, ob von Frankreich oder von den Ostgebieten. Oft durfte der Ort der Aufnahme nicht aufgedruckt oder im Schreiben erwähnt werden, meistens hieß es nur "im Felde", was die genaue Orts-Identifizierung vieler Karten heute unmöglich macht.

    Hier eine Feldküche vom März 1915 des Bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments No. 4, aufgenommen vom Soldaten Hans Baierl von der 2. Kompanie, genehmigt vom K. B. Kriegsministerium.
    Abgeschickt vom Reserve-Lazarett in Ettlingen/Baden.

    Gruß kartenhai

    Bilder

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  • VorphilaBayern
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    • 7. Juni 2010 um 10:53
    • #7

    Liebe Sammlerfreunde,

    aus meiner Heimatsammlung "Grafenwöhr" zwei Belege:
    Vereinsbild von Concordia Hütten, die heuer ihr 100 jähriges Jubiläum
    feiern können, abfotografiert und auf Karte gedruckt. Dieses Vereinsbild
    existiert noch und hängt im Vereinslokal in Hütten bei Grafenwöhr.
    Die Ansichtskarte ist auf der Adreßseite nicht beschriftet.

    Vereinsbild von der Freiwilligen Sanitäts-Kolonne vom Roten Kreuz
    Grafenwöhr, abfotografiert und auf Karte gedruckt. Dieses Vereins-
    bild existiert heute nicht mehr. Die Ansichtskarte wurde am 5.9.1920
    aus dem Lager Grafenwöhr nach Schloß Unterbruck Post Kastl bei
    Kemnath Oberpfalz gesandt.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Bilder

    • hütten.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (7. Juni 2010 um 10:53)

  • VorphilaBayern
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    • 7. Juni 2010 um 11:43
    • #8

    Liebe Sammlerfreunde,

    im Schloß Weihersberg hängt auch heute noch das Ölbild,
    das man abfotografierte und auf ein amtliches Postkarten-
    formular druckte. Die Ansichtskarte wurde von Weihersberg
    mit Aufgabestempel Kemnath 28.7.1903 nach Bayreuth
    gesandt.

    Folgender Link zum Schloß Weihersberg:


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Bilder

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  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    7. August 1955 (70)
    • 9. Juni 2010 um 14:51
    • #9

    Liebe Sammlerfreunde,

    Frau Maria Friedl, die älteste von drei Frauen, übernahm
    nach dem Tode Ihres Vaters (2.11.1902) die Postexpe-
    diton und Posthalterei in Kirchenthumbach, ließ vom Post-
    haus eine Fotografie machen und davon diese Ansichtskar-
    te anfertigen und versandte sie am 18. März 1910. Links
    vom Eingang sieht man das Schild "Kgl. bayer. Postexpe-
    dition" und unterhalb hängt der Briefkasten. Rechts hängt
    das Schild "kgl. bayer. Poststall".
    Sie heiratete später und hieß dann Probst.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Bilder

    • kth01.jpg
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  • Luitpold
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    • 9. Juni 2010 um 16:46
    • #10

    Hallo VorphilaBayern!

    Herzlichen Dank für die Vorstellung der Karten, besonders der Karte mit dem Postamt. Ich denke, dass du dich sehr gefreut hast, so einen "Postbeleg" von diesem kleinen Ort gefunden zu haben.

    Vielleicht kannst du uns noch weitere Raritäten zeigen?

    Luitpold

  • Luitpold
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    • 9. Juni 2010 um 17:01
    • #11
    Zitat

    Original von kartenhai
    Vom 1. Weltkrieg gibt es relativ viele Foto-Ansichtskarten aus dem Felde, ob von Frankreich oder von den Ostgebieten. Oft durfte der Ort der Aufnahme nicht aufgedruckt oder im Schreiben erwähnt werden, meistens hieß es nur "im Felde", was die genaue Orts-Identifizierung vieler Karten heute unmöglich macht.Gruß kartenhai


    Hallo kartenhai,

    vor langer Zeit kam ich in den Besitz eines Stapels von Papieren, der auch Briefe und Postkarten enthielt. Leider waren sehr viele durch Wasser beschädigt und zerstört. Deshalb lagen diese Stücke auch im Keller bzw. Abstellraum.

    Erst heute stelle ich fest, dass die Postkarte mit dem zerstörten Haus und mir leider nichtssagenden Namen "Haumont" ein Zeitdokument ist. Dank WIKIPEDIA:
    Ich denke der Satz "Mir geht es immer noch gut" gewinnt da eine ganz besondere Bedeutung. So ganz unbewegt und emotionslos kann ich solche Karten nicht lesen. Da es auch noch spätere Belege gab, vermute ich, dass Wilhelm das Grauen des 1. Weltkrieges heil überstand.

    Luitpold


    PS

    Wer kann Informationen zu dem Brief-/Poststempel geben?

    Bilder

    • Haumont.jpg
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  • VorphilaBayern
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    • 9. Juni 2010 um 18:57
    • #12

    Hallo Luitpold,

    vielen Dank für Ihre netten Worte.
    Der Beleg aus Kirchenthumbach in meiner Heimatsammlung
    freut mich ganz besonders, denn meine Frau ist mit den Familien
    Friedl und Probst verwandt.
    Möchte dazu ein Bild mit der Postexpeditorin und Posthalterin
    Maria Probst in der Kutsche mit ihren Schwestern Dora und
    Fanny Friedl daneben, etwa aus der Zeit um 1915 zeigen.

    Weiterhin eine Fotografie, die beim Bahnbau der Lokalbahn
    "Pressath - Kirchenthumbach" 1904 gemacht wurde und
    wahrscheinlich für die vielen Arbeiter als Ansichtskarte er-
    stellt wurde. Sie ist gelaufen am 18. März 1904.

    Zur Bahnlinie folgender Link:


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Bilder

    • kth11.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (9. Juni 2010 um 18:59)

  • VorphilaBayern
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    • 9. Juni 2010 um 19:15
    • #13

    Liebe Sammlerfreunde,

    am 15. Juli 1918 stürzte ein Flugzeug
    im Truppenübungsplatz ab. Dieses
    Ereignis wurde sofort fotografisch
    festgehalten und als Ansichtskarte
    erstellt. Am 30. Oktober 1918 schrieb
    ein Feldflieger diese Ansichtskarte an
    seine Eltern. Es sind nur wenige Belege
    von diesen Feldflieger im Truppenübungs-
    platz Grafenwöhr erhalten geblieben.


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Bilder

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      • 359 × 274
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    • FliegerGrafenwöhr.jpg
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      • 303 × 480
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  • Luitpold
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    • 9. Juni 2010 um 19:30
    • #14

    Hallo VorphilaBayern,

    Deine Karten werden immer interessanter, zeigen sie einmal Postillione in Uniform, die doch auch damals schon etwas historisch anmutet. Praktisch war sie wohl nicht!
    Der Eisenbahnbau der Klein-/Verbindungsstrecken ist in ganz Bayern um diese Zeit zu Gange. Die vielen Männer zeigen, dass damals noch überwiegend "Handarbeit" geleistet wurde.

    Solche Karten, noch dazu mit persönlichen Bezug (Frage: gibt es evtl. auch noch Postdokumente von Frau Probst?), kann ich nicht präsentieren.

    Aber zumindest eine sonntägliche Ausfahrt mit Kutsche. Diese und die erste gezeigte Karte bewogen mich zu diesem Thema.
    Neu waren mir auch die amtlichen Postkarten mit aufgedruckter Fotografie. Nätürlich werde ich jetzt die Augen offen halten, ob sich weitere Fotografien, die als Postkarten verwendet wurden, finden lassen.

    Herzliche Grüße
    Luitpold

    Bilder

    • Sonntagsausflug.jpg
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      • 56,34 kB
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  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 9. Juni 2010 um 20:08
    • #15

    Hallo Luitpold,

    dieses Archiv gibt es natürlich.
    Ich durfte aber bisher noch nicht so weit vordringen.

    Fotokarten, die im Truppenübungsplatz Grafenwöhr,
    hauptsächlich von der Photogr. Kunstanstalt Hans Spahn
    hergestellt wurden, habe ich in großer Zahl und würden
    diesen Thread zu einseitig werden lassen.
    Hier drei Karten:


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Bilder

    • am1.jpg
      • 261,96 kB
      • 1.489 × 979
      • 377
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      • 314,82 kB
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      • 381
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      • 350,51 kB
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      • 261,82 kB
      • 941 × 1.464
      • 385
  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
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    879
    • 10. Juni 2010 um 15:33
    • #16
    Zitat

    Original von VorphilaBayern
    Hallo Luitpold, dieses Archiv gibt es natürlich.
    Ich durfte aber bisher noch nicht so weit vordringen.
    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Hallo VorphilaBayern,

    schade, denn solche Dokumente - interne Schreiben der Post - bekommt man nicht häufig zu Gesicht (sind ja keine Marken drauf ; und sind deshalb oft entsorgt worden).

    Zitat

    Original von VorphilaBayern
    Fotokarten, die im Truppenübungsplatz Grafenwöhr,
    hauptsächlich von der Photogr. Kunstanstalt Hans Spahn
    hergestellt wurden, habe ich in großer Zahl und würden
    diesen Thread zu einseitig werden lassen.
    VorphilaBayern

    Keine Sorge, ich schaue sie mir gerne an ;)

    Hier aus der Abteilung Landschafts- + Gebäudefoto je ein Beispiel. Schon damals versuchte man so eine Art Copyright: "Nachdruck verboten."

    Beste Grüße
    Luitpold

    Bilder

    • KU1.jpg
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      • 720 × 467
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      • 1.051 × 1.635
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      • 346

    2 Mal editiert, zuletzt von Luitpold (10. Juni 2010 um 15:51)

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 11. Juni 2010 um 08:35
    • #17

    Hallo Luitpold,

    vielen Dank für Ihre Kommentierungen.
    Dann vorerst weitere sechs Karten aus
    dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr
    von 1913 bis 1918.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Bilder

    • a1.11.jpg
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      • 851 × 1.082
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  • kartenhai
    Stamm Mitglied
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    Männlich
    • 11. Juni 2010 um 09:01
    • #18

    @ Luitpold:

    Wie in Wikipedia erwähnt, ist dieses kleine Dorf im 1. Weltkrieg vollständig zerstört worden, es wurde auch nicht wieder aufgebaut.

    Haumont-près-Samogneux ist eine französische Gemeinde, die im Département Meuse in der Region Lothringen liegt. Die Einwohnerzahl betrug 1911 131 Einwohner, 1921 waren es noch fünf Einwohner. Derzeit gibt das INSEE die Einwohnerzahl mit vier Männern an.Es handelt sich bei dieser Gemeinde um eines der neun im Ersten Weltkrieg während der Schlacht um Verdun vollständig zerstörten Dörfer im Département Meuse, die nie wieder aufgebaut wurden. Nach Einstellung der Feindseligkeiten wurde beschlossen, die Gemeinde zu bewahren, die zum „für Frankreich gefallenen Dorf“ erklärt wurde, in Erinnerung an die dortigen Ereignisse. Hinderungsgründe für die erneute Besiedlung waren auch die Belastung des Bodens mit Blindgängern, Resten von Giftgas, sonstigem Kriegsmaterial und natürlich den nicht bestatteten Gefallenen. Heutzutage wird die Gemeinde von einem dreiköpfigen Rat verwaltet: Die drei Personen werden vom Oberhaupt des Départements (dem Präfekten) ernannt. Haumont-près-Samogneux liegt nördlich von Verdun auf der rechten Seite der Maas. Erreichbar ist der Ort über eine Nebenstraße, die bei Samogneux von der D964 abzweigt.
    Die neun zerstörten Dörfer sind Beaumont, Bezonvaux, Cumières, Douaumont, Fleury, Haumont, Louvemont, Ornes und Vaux.


    Anhand der beiden Feldpost-Stempel ließe sich wohl genau recherchieren, wo die Einheit oder die Feldpost-Station Nr. 253 an diesem Tag stationiert war, darüber gibt es Listen oder Bücher, ich weiß aber nicht, wo man die herbekommt.
    Die Armierungs-Einheit müßte sich aber um Haumont befunden haben.

    Gruß kartenhai

  • VorphilaBayern
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    • 11. Juni 2010 um 13:53
    • #19

    Hallo Luitpold,

    für die Wachmannschaften wurden folgende Fotografien
    gemacht, von denen dann Ansichtskarten erstellt wurden.
    Alle wurden im September 1915 erstellt.
    1. Teil
    Auf dem Feld sitzen französische - und auf der anderen Ak
    stehen russische Kriegsgefangene.
    Bei den beiden anderen Ak hat der Besitzer (ein Wachmann)
    Kommentare daraufgeschrieben.


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • VorphilaBayern
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    • 11. Juni 2010 um 13:58
    • #20

    Hallo Luitpold,

    der zweite Teil:
    bei den ersten drei Karten steht "Russen"
    und bei den zweiten drei Karten "Tataren".

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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