Hallo zusammen !
Wie wär's, wollen wir noch einmal von vorne anfangen ![]()
An anderer Stelle habe ich schon angedeutet, dass ich wieder einmal etwas zeigen kann: bei einer Auktion in Bayern (wo sonst ...) habe ich einen Heidelberger Brief mit einem Dreierstreifen der Baden 1a bekommen.
Zwei Dinge waren verdächtig: erstens war er noch nie geprüft und zweitens war er ausgesprochen günstig ausgerufen. Schon vor der Auktion konnte ich recherchieren, dass er schon in den 1970er Jahren angeboten und verkauft worden war; also kein obskurer "Dachbodenfund". Aber eine mehr oder weniger auffällige Reparatur war natürlich zu erwarten - das ging auch aus der Losbeschreibung hervor.
Aber andererseits - wann wird mir wohl wieder ein Dreierstreifen der 1a auf einem Heidelberg-Brief angeboten (den ich mir dann sogar leisten kann...) ![]()
Machen wir es kurz: er ist repariert, aber ich habe es auch mit der 10fach-Lupe und dem USB-Mikroskop nicht entdeckt. Nach einem langen Gespräch mit dem Prüfer Franz Segmüller und dessen Hinweisen glaube ich, am Rand der rechten Marke eine etwas andere Farbe des Absenderstempels zu erkennen, aber einen angesetzten Rand sehe ich nicht ...
Etwas mulmig ist mir offen gestanden schon: ich bin grundsätzlich der Meinung, dass Reparaturen in erster Linie dem Werterhalt eines Belegs diesen sollen und erst in zweiter Linie der Optik, dass sie aber auch für den Laien erkennbar sein sollten.
Die von einigen Sammlern vertretene Meinung, man solle solche zu perfekte Reparaturen "rückbauen", halte ich für durchaus vertretbar. Aber wer bringt das schon fertig - zumal wenn man nicht wissen kann, wie das Ganze anschließend aussieht ...
Natürlich wünsche ich mir, euere Meinungen zu hören. Auch wenn das Thema schon ziemlich häufig ausdiskutiert wurde, ist es doch immer wieder aktuell, wenn man es an einem konkreten Beispiel festmachen kann.
Viele Grüße
balf_de
PS: Den vergrößerten Ausschitt des Streifens musste ich auf 500 KB "schrumpfen", aber ich sehe auf dem größeren auch nicht mehr.