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China-Markenboom

  • kartenhai
  • 11. Januar 2010 um 17:26
  • saeckingen
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    • 28. September 2010 um 17:17
    • #541
    Zitat

    Original von kartenhai
    Eine interessante Ansichtskarte aus Tsingtau mit Stempel: Kaiserlich Deutsche Marine-Schiffspost No. 38. Eine Mischfrankatur chinesische Ganzsache mit Reichspost-Marke und 2 Schiffspost-Stempel-Abdrücken (leider wieder auf dem Kopf stehend! X( ).

    Auf der Bildseite sowie bei der Verlags-Angabe falsche Schreibweise "Tsintau".


    Gruß kartenhai

    Auch hier liegt keine Mischfrankatur vor. Es ist eine chinesische Ganzsache, die als Postkartenformular korrekt frankiert bei der Marineschiffspost eingeliefert wurde. Die chinesische Ganzsache hatte dabei keinerlei postalische Bedeutung. Das ist auch bei portofreien Feldpostkarten häufig zu finden - oft wurde der Feldpoststempel dann sogar auf dem Wertstempel abgeschlagen. Trotzdem ist das nur eine Formularverwendung.

    Meine Sammelgebiete:
    Deutsch Ostafrika, Britisch Ostafrika, Britisch Ostafrika & Uganda, Ostafrikanische Gemeinschaft, Kenia, Tanganjika, Tansania, Uganda, Kionga, Zanzibar, Deutsches Auslandspostamt Lamu

  • saeckingen
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    • 28. September 2010 um 17:20
    • #542

    Sorry, hatte die Antwort von ligneN übersehen.

    Aber doppelt genäht hält besser. ;)

    Meine Sammelgebiete:
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    kartenhai
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    • 28. September 2010 um 18:20
    • #543

    Hallo saeckingen,

    danke für den Hinweis mit der Souvenir-Karte. Damit läßt sich die Diskrepanz mit dem Datum auch erklären.

    Gruß kartenhai

  • ligneN
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    • 30. September 2010 um 18:16
    • #544
    Zitat

    Original von saeckingen
    Sorry, hatte die Antwort von ligneN übersehen.

    Aber doppelt genäht hält besser. ;)

    Amen et pax vobiscum ;)

    ligneN

    NB: eine bedarfsmäßige MiFr China-Kiautschou kostet mindestens das Doppelte.

    "Schlitzaugenbelege"

    Einmal editiert, zuletzt von ligneN (30. September 2010 um 18:18)

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    kartenhai
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    • 30. September 2010 um 18:42
    • #545

    Mal sehen, was die eigentlich gar nicht so seltenen China-Marken zum Jahr des Affen 1980 am Ende bringen, beide über 500,-- EUR bei noch 2 bzw. 8 Tagen Laufzeit:


    Gruß kartenhai

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    kartenhai
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    • 30. September 2010 um 18:44
    • #546

    Eine schöne Misch-Frankatur auf chinesischer Ganzsache von 1910 mit lauter Drachen von Harbin (Charbin) nach Stuttgart-Canstatt, der Verkäufer ist so begeistert von ihr, dass er ihr gleich 8 „R“ verpasst hat. Er meint vielleicht, das bringt mehr für ihn? Leider ohne Ankunftsstempel:, zur Zeit noch bei 136,- EUR:


    Gruß kartenhai

  • ligneN
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    242
    • 1. Oktober 2010 um 12:23
    • #547
    Zitat

    Original von kartenhai
    Eine schöne Misch-Frankatur auf chinesischer Ganzsache von 1910 mit lauter Drachen von Harbin (Charbin) nach Stuttgart-Canstatt, der Verkäufer ist so begeistert von ihr, dass er ihr gleich 8 „R“ verpasst hat. Er meint vielleicht, das bringt mehr für ihn? Leider ohne Ankunftsstempel:, zur Zeit noch bei 136,- EUR:


    Gruß kartenhai

    Der Weltpostverein stellte das Anbringen von Ankunftsstempeln auf eingehenden normalen Auslandssendungen (nicht R, nicht Eil, nicht Wert, nicht Porto, nicht Nachsendung usw....) ab 1908.1.1 "ins Belieben der Mitgliedsstaaten".

    DR, Österreich usw. haben das auch prompt eingestellt.

    Gegenbeispiele gibts, Ursache: manche Postler haben aus Gewohnheit oder weil ein Briefle aus Übersee nach Hinterdorfkrug "wichtig" aussah, trotzdem Ankstpl gesetzt.

    Ab 1.1.08 mußte jedenfalls in vielen UPU-Mitgliedsstaaten kein Ankunftsstempel (richtiger: Zustellstempel) mehr da sein.

    Gruß
    ligneN

    "Schlitzaugenbelege"

    2 Mal editiert, zuletzt von ligneN (1. Oktober 2010 um 12:25)

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    kartenhai
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    • 1. Oktober 2010 um 12:55
    • #548
    Zitat

    Original von ligneN

    Ab 1.1.08 mußte jedenfalls in vielen UPU-Mitgliedsstaaten kein Ankunftsstempel (richtiger: Zustellstempel) mehr da sein.

    Gruß
    ligneN

    Schade für diese Abschaffung, für die Feststellung der Laufzeit von fernen Ländern nach Deutschland ist das immer sehr nützlich gewesen.
    Aber Fortschritt bzw. Rationalisierung muß wohl sein. :)

    Gruß kartenhai

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    • 1. Oktober 2010 um 14:57
    • #549

    Noch eine interessante, auf den ersten Blick „Ganzsachen-Mischfrankatur“ vom selben Anbieter, abgestempelt am 31.10.1900 in der Hafenstadt Tientsin (heute Tianjin), der deutsche Feldpost-Stempel (Feldpost-Station No. 7) ist erst vom 5.12.1900 und passt zum Schreibdatum 5.12. des Absenders, dem Oberarzt Dr. Ruidisch. Die Stempel sind alle sehr schön und deutlich abgeschlagen.

    Also wieder eine Art Souvenir-Karte mit Gefälligkeits-Abstempelung, die erst später als kostenloser Feldpost-Brief verwendet wurde. Was bedeutet wohl Taotin-Fu, die Ortsangabe des Absenders? War das ein Stadtteil von Tientsin, war dort die Feldpost-Station No. 7 stationiert? Ankunft in Erlangen „beim lieben Leo“ erst am 29.1.1901 !!! Der Empfänger mit dem Titel „cand. pharm.“ war wohl ein Verwandter des Absenders, vielleicht ein Apotheker.

    War dieser Laufweg von 7 Wochen per Schiff damals normal?


    Gruß kartenhai

  • DKKW
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    • 3. Oktober 2010 um 13:26
    • #550

    Hallo Kartenhai,

    ich selbst bin seit einigen Jahren dabei eine Sammlung "Postverbindungen zwischen Dänemark und Ostasien" aufzubauen. Laufzeiten von 45 Tagen sind schon recht lang, man muss aber dem Umstand Rechnung tragen, dass die Post bei einem Feldpostamt in Tientsin aufgegeben wurde und wohl erst einmal nach Shanghai lief bevor die Karte dann die große Reise via Suez und Italien nach Deutschland machte.
    Zum Vergleich eine Karte, die von Kopenhagen via Suez nach Shanghai lief und von dort nach Taku weitergeleitet wurde. Leider ist durch die Stempel nur die Laufzeit bis Shanghai dokumentiert, aber das waren dann auch schon 39 Tage!
    Die Laufzeiten der Post verkürzten sich erst durch die Öffnung der Transsibirischen Eisenbahn für den internationalen Posttransit ab dem 1.10.1903.

    Viele Grüße
    DKKW

    Bilder

    • Postkarte Kopenhagen Shanghai Taku 1901.jpg
      • 245,35 kB
      • 1.139 × 738
      • 280

    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (3. Oktober 2010 um 13:45)

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    • 4. Oktober 2010 um 10:30
    • #551

    @ DKKW:

    Danke für die ungefähren damaligen Laufzeiten von China nach Deutschland und umgekehrt. :)

    Gruß kartenhai

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    • 4. Oktober 2010 um 10:38
    • #552

    Hier noch ein paar Ergebnisse der letzten Ebay-Auktionen:

    Block 19 Jugend nur noch 1.464,- EUR (100,- EUR weniger als der kürzlich erreichte Rekordpreis von 1.560,- EUR)

    Jahr des Affen 827,22 EUR

    Ein zweiter Affe, der erst in 4 Tagen fällig ist, ist auch schon bei 655,- EUR und wird wohl auch auf einen ähnlichen Preis kommen, da die Anzahl der nächst niedrigeren Bieter immer groß ist.

    China Ganzsache Drachen mit Zusatz-Frankatur nach Cannstatt 204,- EUR:

    Karte Gruss aus Tsintau Marine-Schiffspost 75,- EUR

    Gruß kartenhai

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    kartenhai
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    • 4. Oktober 2010 um 10:45
    • #553

    Vom Jahr des Affen gibt es zurzeit bei Ebay-Amerika auch einen kompletten Schalterbogen zu kaufen, von einem chinesischen Händler, für schlappe 200.000,- US-Dollar. Der Verkäufer nimmt auch Untergebote entgegen.
    Bei einem Bogeninhalt von 80 Marken (nicht 100!) ergibt sich daraus ein Stückpreis von 2.500,- Dollar, was einem Europreis von 1.875,- entspricht. :O_O:
    Ziemlich überhöhter Preis, wenn man das mit dem letzten erzielten Preis von 827,22 bei Ebay Deutschland für eine Einzelmarke vergleicht! Die Amis haben mehrere Angebote des Affen als Sofortkauf drin, auch die meisten ziemlich überhöht.


    Gruß kartenhai

    Einmal editiert, zuletzt von kartenhai (4. Oktober 2010 um 10:47)

  • roschc
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    • 4. Oktober 2010 um 12:21
    • #554

    Wenn man bedenkt, das mind. 2 von 3 verkauften Affen gefälscht sind ... alle Achtung, dass noch solche Preise erzielt werden!

  • SammlerBernd
    Gast
    • 4. Oktober 2010 um 12:32
    • #555
    Zitat

    Wenn man bedenkt, das mind. 2 von 3 verkauften Affen gefälscht sind .


    ...jo,
    um diese Ausgabe sollte man einen Bogen machen.
    Obwohl diese in meine Sammlung passen würde, werde ich sie mir verkneifen. ;)
    Die Chinesen sind eben zu perfekt-
    im Fälschen. :D

    SAmmlergruß SB

  • roschc
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    • 4. Oktober 2010 um 12:38
    • #556

    Nee, die sind nicht perfekt, weit davon entfernt, wenn man eine echte daneben liegt, kann man leicht Unterschiede erkennen. Geprüft kaufen oder mit Rückgaberecht prüfen lassen, Ansonsten Finger weg :)

  • Online
    kartenhai
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    • 5. Oktober 2010 um 13:50
    • #557

    Schon erstaunlich, was so eine frühere, so genannte „Feldpost-Ganzsachen-Karte mit Zusatzfrankatur“ bringt: immerhin 191,- EUR.

    Soweit ich die China-Spezialisten hier in diesem Thread bei ähnlichen Karten richtig interpretiert habe, ist das aber nur eine chinesische Ganzsachen-Karte mit 3 dazu geklebten Marken, die sich der Absender in Tientsin als Souvenir gefälligkeitsabstempeln lassen hat, und die er dann 5 Tage später als portofreie Feldpost nach Deutschland verschickt hat. Also nichts mit „Zusatz-Frankatur“, wie der Anbieter so schön schreibt. Oder liege ich da falsch bei diesem erzielten Preis? Sind etwa die Marken darauf etwas bessere?


    Hier noch 2 so genannte „Rotband-Briefe“ von China, die 206,- EUR erzielten:


    Gruß kartenhai

  • Online
    kartenhai
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    • 5. Oktober 2010 um 15:11
    • #558

    Abart falsche Farbe? Startpreis 200,- EUR! Dummenfang?

    Ob die 30-Fen-Marke vielleicht nur etwas ausgebleicht ist? Auch mit diversen chemischen Bleich-Mittelchen lässt sich eine Marke schnell etwas verändern.

    Eine richtige Abart lässt man zuerst prüfen und dann in den Katalog aufnehmen, dann besteht vielleicht die Möglichkeit, richtig Kohle damit zu machen.


    Gruß kartenhai

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    kartenhai
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    • 5. Oktober 2010 um 15:12
    • #559

    China-Postkarte von Shanghai nach Leipzig, mit Schiffspost-Stempel (LIGNE N).
    Mit Misch-Frankatur Frankreich Französische Post in China (Michel-Nr. 2)

    Kann jemand erklären, wie diese Mischfrankatur zustande kam?


    Gruß kartenhai

  • DKKW
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    • 5. Oktober 2010 um 15:57
    • #560

    Hallo Kartenhai,

    zunächst eine Kurze Antwort, muss gleich weg zur VHS.

    China war noch nicht Mitglied im Weltpostverein. Die internationalen Postämter hingegen waren Weltpostvereinspostämter.

    Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt war bei Zuleitungen zu den Auslandspostämtern Doppelfrankatur Pflicht (Kennt man auch von Afghanistan). Ich schaue heute abend mal nach, wie lange diese Regelung galt(Ich meine so bis etwa 1902).

    Wenn ich den chin. Stempel aber richtig lese, handelt es sich um das chinesische Postamt in Shanghai. Hier hat man m. E. eine Doppelfrankatur "provoziert." Ist wohl eine Spielerei, sieht doch aber ganz hübsch aus. Ich hoffe ich kann heute abend noch ein paar Fakten nachliefern.

    Viele Grüße
    DKKW

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