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Landbriefträger

  • bayern klassisch
  • 7. Dezember 2009 um 18:29
  • kreuzer
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    689
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    10. September 1983 (42)
    • 23. Dezember 2009 um 09:22
    • #61

    Hallo zusammen!

    Ich tippe, dass 2, 3 und 6 richtig sind.

    Viele Grüße

    kreuzer

  • bayern klassisch
    Gast
    • 23. Dezember 2009 um 10:21
    • #62

    Liebe Sammlerfreunde,

    wenn 14 geschätzte Philatelisten an einem Rätsel teilnehmen, ist das aller Ehren wert. Danke dafür. :)

    Man ahnt es nicht, aber keiner von euch hatte die richtige Lösung parat.

    Die meisten wußten 2 von 3 Antworten, einige nur eine, aber leer ging niemand aus, was ganz klar für euch spricht. :)

    Hier die Lösung(en):

    1) Bei der Ausgabe von Postanweisungen hatte der LBT darauf zu achten, dass im Falle der Übergabe an den Empfänger das Wort "selbst" auf die Rückseite der PA zu setzen war, wenn ein Zeuge oder Bürge hinzu gezogen werden musste aber der Name und Stand des Bürgen oder Zeugen mit seiner Unterschrift vermerkt werden musste. Hierfür waren als Schreibmaterial Blei- bzw. Rotstifte zulässig.

    Richtig! Vermutlich waren viele im Zweifel, weil sie keine Postanweisungen mit dem Wort "selbst" haben bzw., noch seltener, keine mit der Unterschrift eines Bürgen oder Zeugen. Auch das Schreibmaterial Bleistift könnte abgeschreckt haben, war jedoch mit Buntstift das einzige, was ein LBT mit sich führen konnte. Feder und Tinte waren nicht möglich.

    2) Vollzogene Rückscheine über eingeschriebene Postsendungen waren an diejenigen Personen auszuhändigen, die den betreffenden Postschein zurückgaben.

    Richtig! Aus der VMZ kennen wir noch "Pärchen" von Postschein und dazu gehörigem Rückschein. Das war ab 1872 nicht mehr möglich, da der Rückschein dem Inhaber des Postscheins ausgehändigt wurde, der Postschein aber einzuziehen war. Zuvor war nur der Erhalt des Rückscheins zu quittieren.

    3) Für folgende Empfänger war bei qualifizierten Sendungen keine besondere Vorgehensweise bei der Auslieferung vorgesehen: Soldaten bis zum Feldwebel abwärts, Festungsgefangene, Gefangene in der Strafanstalt, Geisteskranke in einer Landes - Irrenanstalt und Zöglinge von Erziehungsanstalten und Pensionaten

    Falsch! Der Teufel steckte im Detail, denn ich fragte nur nach qualifizierten Sendungen, nicht nach Drucksachen und gewöhnlichen Postkarten. Es versteht sich von selbst, dass ein LBT z. B. nicht in ein Gefängnis spazieren konnte, um einem Gefangenen ein Einschreiben zu überreichen (die Haftbedingungen der damaligen Zeit waren mit dem Luxus von heute nicht vergleichbar). Oder einem Geisteskranken einen Wertbrief auszuhändigen. Dies hätte wohl immer in einer Katastrophe geendet.

    4) War die Zustellung bei einem Militärangehörigen nicht mit Sicherheit möglich, so hatte sich der LBT durch Nachforschungen bei den Militärbehörden zu bemühen, die richtige Person auszumitteln.

    Richtig! Hier gab ich mit meinem Beleg einen Wink mit dem Zaunpfahl, denn dieser zeigt ja 2 mal denselben Briefträgerstempel Nr. 22 - warum? Weil er versucht hatte, auch wenn es ein Stadtbriefträger in Nürnberg und kein LBT war, durch Erfragen den tatsächlichen Aufenthaltsort festzustellen, was ihm ja auch bei seinem 2. Gang gelang. :)

    5) Wurde ein Brief infolge ungenauer Adresse der falschen Person ausgeliefert, so sollte der LBT ihn dort wieder abholen und im Falle, dass der Brief geöffnet worden war, diesen verschliessen.

    Falsch! Ein unrichtig zugestellter Brief, der bereits gelesen worden war, sollte vom falschen Empfänger wieder verschlossen und der Grund der Öffnung siegelseitig vermerkt werden (z. B. nicht Paul Schmit, sondern Paul Schmidt).

    Wurde dies veweigert, so musste der LBT den Grund der Falschzustellung und Eröffnung des Briefes siegelseitig vermerken und den Brief - so wie er war - zur amtlichen Verschließung seiner Poststelle vorlegen.

    Rhetorische Frage: Womit hätte er denn siegeln sollen? Er durfte kein Privat- oder Amtssiegel führen und hatte daher auch kein Petschaft oder Siegelwachs bei sich.

    6) War ein Adressat verreist und ein Vertreter nicht bestimmt worden, so waren die Poststücke wieder zur Poststelle zu nehmen und dem Absender zurück zu schicken.

    Falsch! Diese Vorgabe klingt gut und viele dachten, sie sei richtig. Aber das war nicht der Fall, denn der LBT hatte nun so vorzugehen, wie bei einem Brief, der nicht direkt zustellbar war. Bei gewöhnlichen Poststücken durfte er sie dann an erwachsene Familienmitglieder, den Hauswirt oder den Portier des Hauses abgeben, wobei diese Reihenfolge einzuhalten war.

    Nur bei qualifizierten Poststücken wäre 6) richtig gewesen. Das war der Haken an der Sache.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Michael D
    Stamm Mitglied
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    Männlich
    Geburtstag
    5. August
    • 23. Dezember 2009 um 12:23
    • #63

    Lieber bayern klassisch,

    vielen Dank für die instruktiven Ausführungen !

    Ich findes es erstaunlich, dass die Reichspost einem LBT zutraute (zumutete !?) sich bei den Militärbehörden nach dem Verbleib eines soldaten zu erkundigen.
    Wieder was gelernt :)

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

  • soaha
    erfahrenes Mitglied
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    Männlich
    • 23. Dezember 2009 um 23:31
    • #64

    ich will mal nicht behaubten, dass ich die 1 statt der 5 genommen hätte, sonst wäre es wie im Lotto.
    Also kein 6er.

    MfG
    soaha

    ein gesegnetes Fest allen.

    Verstehen heißt verstehen wollen.

  • bayern klassisch
    Gast
    • 24. Dezember 2009 um 07:13
    • #65

    Liebe Sammlerfreunde,

    damit man über die besinnlichen Tage auch über etwas philatelistisches knobeln kann, kommt heute das nächste Rätsel. Ich hoffe, euer Ehrgeiz ist geweckt und es gelingt möglichst vielen, die 3 richtigen Antworten herauszufinden. Viel Glück!

    1) Hatte ein Adressat seinen Aufenthaltsort verändert bzw. stand fest, dass er unter einer anderen Adresse erreichbar war, so musste der LBT diese neue Anschrift auf der Rückseite der ankommenden Poststücke vermerken.

    2) Verweigerte ein Empfänger die Annahme einer Sendung, so sollte der LBT diese wieder zurück zur Poststelle bringen, ohne etwas zu unternehmen.

    3) Ein LBT musste auf seiner Tour auch Zeitungsabonnements und das Geld hierfür einnehmen.

    4) Marken auf einfachen Sendungen, die von einem Ort in einen anderen Ort seines Bezirkes auszuliefern waren, waren mit Rotstift (Ölstift) in Form eines liegenden Kreuzes zu entwerten.

    5) Der LBT war nur gehalten, Sendungen anzunehmen, die in die Briefkästen eingeworfen worden waren - eine Annahme von Poststücken auf seiner Tour war nicht vorgesehen.

    6) Der Schlüssel für den zu leerenden Briefkästen auf seiner Tour war von ihm bei dem Hausbesitzer, an dem der Kasten hing, abzuholen und nach der Leerung sofort wieder abzugeben.

    Die Fragen sind unterschiedlich nivelliert - wer bisher gut aufgepasst hat, sollte 2 Richtige locker schaffen, und das bekommt ihr diesmal locker hin. :)

    Auf rege Teilnahme freut sich euer bayern klassisch

  • Bernd HL
    Stamm Mitglied
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    Männlich
    • 24. Dezember 2009 um 10:12
    • #66

    Na denn schnell vorm Fest noch meinen Tipp einsetzen:

    Richtig sein sollten 1, 2 und 5.

    Damit frohe Weihnacht [Blockierte Grafik: http://www.smilietv.philaforum.com/upload/33/1156347175.gif]und an BK der Dank für ein tolles Rätselspiel!

    Zackige Sammlergrüsse aus Lübeck sendet Bernd HL ;)!

  • Kreuzerjäger
    aktives Mitglied
    Beiträge
    315
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    Männlich
    • 24. Dezember 2009 um 16:45
    • #67

    Ich schliesse mich dem an und sage auch 1, 2 und 5.

    Viele Weihnachtsgrüße
    kreuzerjäger

  • Bayern-Nerv
    Stamm Mitglied
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    4. Januar 1966 (60)
    • 24. Dezember 2009 um 18:01
    • #68

    Hallo zusammen!

    eins und zwei,
    da bin ich mit dabei,
    drei und vier,
    stell ich vor die Tür,
    auch die fünf,
    pack ich nickend in die Strümpf,
    hab Schlüssel ich für meine Tür,
    für`n Briefkasten, niemals dafür.
    drum lasst euch sagen,
    1,2 und 5 hat es geschlagen,
    3,4 und 6 liegt wohl daneben
    sind falsch, so ist das wohl im Leben.

    Weihnachten, das Fest der Freude,
    für Dich, für mich, für alle Leute,
    seid frohgelaunt und gutgestimmt,
    damit die Freud kein Ende nimmt.

    Ein frohes Fest wünscht allen der
    bayernfarbenvielfaltverrückte
    Bayern-Nerv auf dem Poeten-Trip

    (Und die Vorspeise fürs Weihnachtsmenü für morgen ist auch schon fertig - Rosenkohlsuppe - äußerst lecker) :)

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein - denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)

  • SitzendeUndMehr
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    26. September 1965 (60)
    • 25. Dezember 2009 um 06:55
    • #69
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    1) Hatte ein Adressat seinen Aufenthaltsort verändert bzw. stand fest, dass er unter einer anderen Adresse erreichbar war, so musste der LBT diese neue Anschrift auf der Rückseite der ankommenden Poststücke vermerken.

    Falsch. Ich würde mal davon ausgehen, dass eine veränderte Adresse auf der Vorderseite zu stehen hätte.

    Zitat

    Original von bayern klassisch
    2) Verweigerte ein Empfänger die Annahme einer Sendung, so sollte der LBT diese wieder zurück zur Poststelle bringen, ohne etwas zu unternehmen.

    Falsch. Kaum anzunehmen - irgendwas (Rücksendung,...) musste ja passieren.

    Zitat

    Original von bayern klassisch
    3) Ein LBT musste auf seiner Tour auch Zeitungsabonnements und das Geld hierfür einnehmen.

    Richtig. Das waren ja früher wohl oft Nachnahmen - ich kenne das zumindest aus der Schweiz so...

    Zitat

    Original von bayern klassisch
    4) Marken auf einfachen Sendungen, die von einem Ort in einen anderen Ort seines Bezirkes auszuliefern waren, waren mit Rotstift (Ölstift) in Form eines liegenden Kreuzes zu entwerten.

    Richtig. In den letzten Mitteilungen der Arge Württemberg kamen Belege vor, die direkt zwischen entlegenen Orten transportiert worden waren. War zwar ein anderer Fall mit anderen Entwertungen. Eine Rötel-Entwertung würde ich aber für plausibel halten, genauso wie eine Seltenheit solcher Belege, weil Rötel-Entwertungen wohl oft weggeworfen wurden und weil es natürich auch diese Variante (zwei entlegene Orte im Landpostbezirk mit einer Sendung dazwischen) nicht so oft gab.

    Zitat

    Original von bayern klassisch
    5) Der LBT war nur gehalten, Sendungen anzunehmen, die in die Briefkästen eingeworfen worden waren - eine Annahme von Poststücken auf seiner Tour war nicht vorgesehen.

    Falsch. Ich gehe mal davon aus, dass nicht allzu viele Briefkästen rumhingen und es deshalb seine Aufgabe auch war, Post anzunehmen.

    Zitat

    Original von bayern klassisch
    6) Der Schlüssel für den zu leerenden Briefkästen auf seiner Tour war von ihm bei dem Hausbesitzer, an dem der Kasten hing, abzuholen und nach der Leerung sofort wieder abzugeben.

    Richtig. Sonst geht's nicht auf mit drei richtigen und drei falschen...

    Ich habe das mal mit Begründungen versucht. Am unsichersten bin ich mir bei 5 und 6, meine Erklärungen dazu und zu den anderen Punkten können aber auch ein völliger "Schmarrn" sein.

    Im Übrigen stelle ich fest, dass meine Antworten genau gegenteilig zu den bisher gegebenen Antworten sind. Das spricht wohl eher für "Schmarrn" :( ?(

    Erste Fehllisten sind online, weitere Fehl- und Dublettenlisten folgen. Habe viel Tauschmaterial Schweiz ab Strubel bis ca. 1965.
    Suche für meine Sammelgebiete (siehe Profil) immer. Außerdem "incoming mail" nach Württemberg bis 31.03.1902.

    Einmal editiert, zuletzt von SitzendeUndMehr (25. Dezember 2009 um 06:57)

  • kreuzer
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    • 25. Dezember 2009 um 07:14
    • #70

    Hallo zusammen!

    In der Hoffnung, dass ich nicht ganz daneben liege, gebe ich mal den Tipp ab, dass 2, 4 und 5 richtig sind.

    Viele Grüße

    kreuzer

  • Magdeburger
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    5. Februar 1961 (65)
    • 25. Dezember 2009 um 16:41
    • #71

    Auch ich werde einen Tip abgeben:
    1, 3 und 6 sind richtig.

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • Bayern-Nils
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    29. April 1962 (63)
    • 25. Dezember 2009 um 17:56
    • #72

    Hallo bayern klassisch

    Jetzt bin ich etwas sicherer, und glaube dass 2, 5 und 6 richtig ist.
    Aber was heisst hier sicher :D :D :D

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • ahli47
    aktives Mitglied
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    7. Dezember 1975 (50)
    • 25. Dezember 2009 um 20:24
    • #73

    und ich tippe - mit leichten Bauchschmerzen - auf 2, 3 und 4.

  • bayern klassisch
    Gast
    • 25. Dezember 2009 um 20:47
    • #74

    Liebe Sammlerfreunde,

    danke für die Tipps - ich seid alle nah dran, aber keiner hat die richtige Lösung bisher erknobelt. Zwei von Dreien haben viele, aber wer packt es, die richtigen drei zu finden?

    Bis morgen Abend habt ihr noch Zeit.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    7. August 1955 (70)
    • 25. Dezember 2009 um 23:06
    • #75

    Liebe Sammlerfreunde,

    ich denke, daß 1,2 und 3 richtig ist.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • Sebert
    aktives Mitglied
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    Geburtstag
    6. Mai 1977 (48)
    • 26. Dezember 2009 um 16:58
    • #76

    Also mein wenig fundierter, dafür umso weihnachtlicher Tip lautet:

    richtig sind die 1, 3 und 5,
    falsch die 2, 4 und 6.

    Festlich gestimmt

    Sebastian

  • Michael D
    Stamm Mitglied
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    Männlich
    Geburtstag
    5. August
    • 26. Dezember 2009 um 18:26
    • #77

    Hallo,

    auf die Schnelle der Tipp 2,3,4
    (hatte eigentlich mit etwas weihnachtlicher Ruhe hier gerechnet)

    Viele Grüße
    Michael

    Preußen und Transite

    2 Mal editiert, zuletzt von Michael D (26. Dezember 2009 um 18:48)

  • soaha
    erfahrenes Mitglied
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    910
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    Männlich
    • 26. Dezember 2009 um 21:03
    • #78

    Hallo,

    die erste/1. dürfte richtig sein.

    Nr. 2 ohne was zu unternhemen, mindestens die Verweigerung traufschreiben oder? also falsch? das ausrufezeichen weil ich es nicht weiss.

    3. könnte richtig sein, aber heute ist ja auch so das der Postbote keine Aponnoments annimmt. Kann ich auschließen.

    4. Ja!

    5. Ja

    6. meine das er schon seinen eigenen hatte. oder?

    1, 4, 5. richtig.

    MfG
    soaha

    Verstehen heißt verstehen wollen.

  • bayern klassisch
    Gast
    • 27. Dezember 2009 um 19:00
    • #79

    Liebe Sammlerfreunde,

    und hier kommt die Lösung.

    1) Hatte ein Adressat seinen Aufenthaltsort verändert bzw. stand fest, dass er unter einer anderen Adresse erreichbar war, so musste der LBT diese neue Anschrift auf der Rückseite der ankommenden Poststücke vermerken.

    Richtig! Der LBT war nicht befugt, die Adresse eines Poststücks selbst zu verändern. Aber er musste seine Erkenntnisse siegelseitig notieren und die Sendung so seinem Vorgesetzten zur weiteren Veranlassung (= Nach- oder Retoursendung) übergeben.

    2) Verweigerte ein Empfänger die Annahme einer Sendung, so sollte der LBT diese wieder zurück zur Poststelle bringen, ohne etwas zu unternehmen.

    Falsch! Der Empfänger sollte den Grund der Annahmeverweigerung siegelseitig notieren und der LBT dies bestätigen. Tat der Empfänger das nicht, so hatte der LBT dies zu tun (Annahme verweigert, Müller, LBT). In jedem Fall musste der LBT seiner Poststelle einen Brief vorlegen, aus dem der Absender ersehen konnte, was passiert war bzw. warum etwas nicht wie gedacht lief.

    3) Ein LBT musste auf seiner Tour auch Zeitungsabonnements und das Geld hierfür einnehmen.

    Richtig! Kaum zu glauben, aber wahr. Er hatte ein Annahmebuch auf seinen Touren zu führen, in dem er neue Zeitungsabonnements einzutragen hatte und war verpflichtet, die treffenden Gebühren anzunehmen. So etwas, da gebe ich euch Recht, kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen ...

    4) Marken auf einfachen Sendungen, die von einem Ort in einen anderen Ort seines Bezirkes auszuliefern waren, waren mit Rotstift (Ölstift) in Form eines liegenden Kreuzes zu entwerten.

    Richtig! Wenn er vom 3. Ort zum 5. Ort etwas austragen musste, dann musste das Bestellgeld ja frankiert worden sein. Diese Frankatur war mit Rötelstift zu entwerten. Solche Briefe sind handverlesen.

    Bei Portobriefen war das anders - diese wurden zur Expedition gebracht, von einem Beamten taxiert und dann mit dem Ankunft bzw. Ausgabestempel versehen mit der nächsten Tour ausgeliefert.

    Dienstbriefe waren sofort innerhalb des Bestellgangs zuzustellen. Auch hier sind nur ganz wenige Belege vorhanden. Einen davon kann ich hier zeigen und hänge ihn an - er wurde 1863 von Linden direkt durch den LBT nach Markt Erlbach getragen und sofort dem Empfänger ausgeliefert. Auch solche Stücke (ohne Poststempel der Expedition!) sind nicht häufig.

    5) Der LBT war nur gehalten, Sendungen anzunehmen, die in die Briefkästen eingeworfen worden waren - eine Annahme von Poststücken auf seiner Tour war nicht vorgesehen.

    Falsch! Da 3) richtig war, musste 5) falsch sein. Der LBT hatte im Rahmen seiner Tour alle gewöhnlichen Postsendungen, bare Geldbeträge (!) zur Beschaffung Wechselstempelmarken oder gestempelten Wechselblanquettes und Zeitungsabonnements anzunehmen und in seiner Botentasche gut zu verwahren.

    6) Der Schlüssel für den zu leerenden Briefkästen auf seiner Tour war von ihm bei dem Hausbesitzer, an dem der Kasten hing, abzuholen und nach der Leerung sofort wieder abzugeben.

    Falsch! Jeder LBT hatte einen Schlüssel, der für alle Briefkästen in seinem Bezirk passte. Er musste eben nicht jedesmal fragen, um einen Kasten zu leeren, sondern konnte und musste dies sofort bei der Ankunft erledigen.

    Richtig waren also die Fälle 1, 3 und 4.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • SitzendeUndMehr
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    26. September 1965 (60)
    • 27. Dezember 2009 um 19:03
    • #80

    Na, zwei Richtige sind ja schon gar nicht sooo schlecht ;)

    Und zu 3) Da macht sich das Sammeln von "Schweiz Klassik" bezahlt...

    Erste Fehllisten sind online, weitere Fehl- und Dublettenlisten folgen. Habe viel Tauschmaterial Schweiz ab Strubel bis ca. 1965.
    Suche für meine Sammelgebiete (siehe Profil) immer. Außerdem "incoming mail" nach Württemberg bis 31.03.1902.

    Einmal editiert, zuletzt von SitzendeUndMehr (27. Dezember 2009 um 19:04)

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