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Weitergeschickte Briefe

  • Bayern-Nils
  • 28. November 2009 um 16:58
  • Bayern-Nils
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    • 28. November 2009 um 16:58
    • #1

    Hallo Freunde

    Heute habe ich ein Brief bekommen, der ich nicht so richtig beschreiben kann, ich habe etwas Zweifel. Es ist ein Brief der zuerst von Köln in Preussen nach Augsburg 20. Dezember 1857 abgeschickt war. Der Brief war korrekt mit 3 Silbergroschen frankiert. Der Empfänger Eduard Jung war aber nicht mehr in Augsburg und jemand hat der Brief weitergeschickt nach Eislingen in Württemberg. Bei weitergeschickte Briefe kommt es, wie ich es erfahren habe, normalerweise keine extra Kosten dazu.
    Hier aber hat der Brief dem Empfänger 6 Kreuzer gekostet.

    Der Brief ist in Augsburg 23. Dezember angekommen und ist 25. Dezember weitergeschickt. Der Brief war also sicher 23. an Riedinger ausgetragen, und dieser ist erst 25. nach Post gegangen. Die Abweichung von die Normalität liegt sicher hier begründet. Ich kann es aber noch nicht gut beschreiben.

    Dass der Empfänger nur 6 Kreuzer bezahlen musste, ist mir ein Rätsel. Als Portobrief sollte der Brief eigentlich 9 Kreuzer bezahlen für Brief in 1. Gewichtsstufe von 10 bis 20 Meilen. Hier gibt es sicher also eine Sonderreglung.

    Hoffentlich kann jemand hier etwas mehr als ich.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. November 2009 um 20:02
    • #2

    Hallo Nils,

    dann will ich mal lösen.

    Der Brief war von Köln nach Augsburg korrekt frankiert. Er kam am 23.12. am Augsburger Bahnhof an und wurde in das Haus oder in die Wohnung des Herrn Riedinger, wie vom Absender gewünscht, getragen.

    Offenbar war am 25.12. klar, dass der Empfänger, Herr Jung, nicht mehr nach Augsburg zurück kehren würde. Daher gab man ihn beim Augsburger Stadtpostamt (Zweikreisstempel) erneut auf.

    Als Zeichen der erneuten Briefaufgabe wurde korrekt vorne der Aufgabestempel abgeschlagen. Nun, da nach dem Austragen am 23.12. der Wert der Marke verbraucht worden war, kam als Brief nach Württemberg über 10 bis 20 Meilen die Frankotaxe von nur 6 Kr. in Ansatz.

    Der Grund hierfür war klar: Man wollte Briefe, die schon nicht erstmals zugestellt werden konnten, nicht noch teurer machen, in dem man die Nachsendung mit dem Portozuschlag belegte. Dies auch deshalb, weil in vielen Fällen überhaupt niemand willens und in der Lage war, für die Weitersendung das Franko zu entrichten.

    Kleiner Tipp vom alten Hasen: Dieser günstige Modus galt nur für voll frankierte Briefe. Wer hat einen nachgesandten Brief, der schon unterfrankiert an die 1. Adresse geschickt worden war?

    Gebühren:

    3 Sgr. für Preußen abzüglich der Transitkosten von ca. 1,5 Kr. für Taxis.

    Bayern 6 Kr. von Württemberg, welches gar nichts behielt.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 28. November 2009 um 20:23
    • #3

    Hallo bayern klassisch

    Besten Dank für deine ausführliche Antwort :)

    Zitat:
    Der Grund hierfür war klar: Man wollte Briefe, die schon nicht erstmals zugestellt werden konnten, nicht noch teurer machen, in dem man die Nachsendung mit dem Portozuschlag belegte. Dies auch deshalb, weil in vielen Fällen überhaupt niemand willens und in der Lage war, für die Weitersendung das Franko zu entrichten.

    Ich nehme an dass der Brief nicht geöffnet sein dürfte?

    Interessant ist auch dass Bayern hier das Geld bekomme mit Gebühren gleich ein Frankobrief statt wie ein Portobrief. Falls der Postbeamter in Augsburg irrtümlich 9 Kreuzer für ein Portobrief geschrieben hätte, hätte der Postbeamter in Göppingen es gemerkt?

    Ein alter Hase hat eine Frage gestellt, und ich nehme an dass der alte Hase ein Brief weitergeschickte unterfrankierte Brief hat? :D

    Falls so ist, ist es möglich der Brief hier zu zeugen.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. November 2009 um 20:28
    • #4

    Hallo Nils,

    ich habe ein paar Dutzend weitergeleitete Briefe - aber keinen, der unterfrankiert eingetroffen ist. Daher mein Tipp: wenn man so etwas findet, sollte man nicht lange zögern. ;)

    Ja, der Brief durfte nicht geöffnet werden. Wurde ein Brief "eröffnet", konnte man ihn ja nur neu verschlossen aufliefern. Aber man hatte ja ein anderes Siegel als der Kölner Absender. Daher hätte die Augsburger Post gesehen, wenn man diesen Trick angewandt hätte und den Brief in diesem Fall mit 9 Kr. taxiert. Aber auch das ist handverlesen ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    P.S. Ob man in Göppingen die falsche Behandlung bemerkt hätte? Keine Ahnung - denen war es egal, da sie von dem Geld ja nichts behielten.

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (28. November 2009 um 20:29)

  • Bayern-Nils
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    • 28. November 2009 um 20:52
    • #5

    Hallo bayern klassisch

    Danke für die Antwort. Dann habe ich in der richtige Richtung gedacht.

    Dann zeige ich ein mehr normalen weitergeleitete Brief. Mit normal meine ich dass der Brief nicht abgeliefert war sondern sofort weitergeschickt war.

    Von die Erklärung oben können wir weiterleiten dass man bei nicht gelieferte Briefe keine fällige Gebühren beim Empfang hatte. Der Brief war als "nicht geliefert" gerechnet.

    Dieser Brief ist von München über Braunau nach Ranshofen in 1873 geschickt. In Ranshofen war es aber nicht möglich den Brief los zu werden und der Postbeamter hat eine neue Adresse bekommen. Es ging aber schnell, weil der Brief ist in Linz derselbe Tag wie in Ranshofen gelandet.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. November 2009 um 20:58
    • #6

    Hallo Nils,

    hübscher Brief - schön. :)

    Aber: Ab dem 1.1.1868 galt das von mir geschriebene nicht mehr. Das galt nur im Postverein bis 31.12.1867.

    Ab dann war die Nachsendung gratis, wenn es sich um einen Brief der Vertragsstaaten handelte.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 28. November 2009 um 21:08
    • #7

    Hallo bayern klassisch

    Ach, ja :D
    Kann nicht alles wissen :D :D

    1. Januar 1868 ist ja ein entscheidende Datum.
    Sonst wäre der Brief gleich behandelt geworden, in diesem Fall, ob es 1867 oder 1873 war?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. November 2009 um 21:16
    • #8

    Hallo Nils,

    bis 31.12.1867: München - Braunau 6 Kr. Franko. Weiterleitung sofort (z. B. weil der Empfänger bei der Post seine neue Adresse hinterlegt hatte) und gratis, wenn es von München bis zur neuen Adresse nicht mehr als 20 Meilen gewesen wären.

    Aber Linz war von München über 20 Meilen entfernt, so dass man in Braunau 5 Neukreuzer (= 3 Kr. rheinisch) angesetzt hätte.

    Ab 1.1.1868 war das alles egal. Dann hatten die 3 Kr. vom Empfänger gereicht.

    Nur wenn ein Brief erbrochen worden wäre, hätte man ihn mit 3 Kr. für die Weiterleitung taxiert.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 28. November 2009 um 21:20
    • #9

    Hallo bayern klassisch

    Daran habe ich nicht gedacht. Ist ja logisch und ein Parallel zu mein erster Brief :)

    Danke für die Antwort

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • mikrokern
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    • 29. November 2009 um 09:09
    • #10
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    ...
    Nur wenn ein Brief erbrochen worden wäre, hätte man ihn mit 3 Kr. für die Weiterleitung taxiert.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Na, da bin ich ja froh, dass wir heutzutage keine Briefe mehr erbrechen. ;)

    Gruss

    µkern

  • Bayern-Nils
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    • 6. Januar 2010 um 15:36
    • #11

    Hallo Freunde

    Dieser Brief gehört eigentlich die Vorphilazeit, aber passt hier gut ein.

    Der Brief ist 13. Juli 1842 von Augsburg nach Igling geschickt. Als Portobrief mit 3 Kreuzer für den Empfänger zu bezahlen. Aber In Igling war die Gräfin sicher nicht und jemand hat der Brief weitergeschickt. Mit 4 Kreuzer extra für den Weg von Igling nach München, kostete der Brief jetzt 7 Kreuzer, welche auch oben links zu sehen ist.

    Obwohl es hier keine andere Stempeln gibt, ist es klar dass der Brief erst Igling angekommen ist, und nicht sofort weitergeschickt. Dann hätte der Brief nicht teuerer geworden. Hier ist der Brief erst der nächste Tag weitergeschickt mit die neue Adresse. Dieser Tag ist sicher alles so schnell gelaufen, dass der Postbeamter sein Stempel vergessen hatte.

    Oder gibt es vielleicht eine andere Lösung hier?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
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    • 6. Januar 2010 um 16:34
    • #12

    Hallo Nils,

    ein sehr schöner Brief - Glückwunsch dazu! :)

    Es galten immer die tatsächlich zurück gelegten Strecken.

    Von Augsburg nach Landsberg am Lech (war für Igling zuständig, da es dort noch keine eigene Post gab) waren es unter 6 Meilen. Es zählte also nur von Post zu Post, nicht zum Zielort genau.

    Dort lag mit Sicherheit ein Schreiben vor, aus dem der neue Aufenthaltsort hervor ging. Dieser war München.

    Nun war zu rechnen, wie weit Landsberg von München entfernt lag. Dies waren über 6 bis 12 Meilen, für die 4 Kr. angesetzt wurden.

    Etwas schwieriger sind die beiden, welche ich hier mal anhänge.

    Wer traut sich eine Beschreibung zu?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Bilder

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  • Bayern-Nils
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    • 6. Januar 2010 um 18:07
    • #13

    Hallo bayern klassisch

    Ich habe zuerst gedacht dass dein Brief Neuburg-Augsburg-Würzburg falsch taxiert war. Aber wenn ich nach eine andere Lösung gesucht habe, habe ich gesehen dass der Brief nach die Posttarife von 1.7.1849 taxiert war. Es ist ein Portobrief und die Portobriefe von 1.7.1849 bis 30.6.1850 hatte keine Zuschlag wie wir ab diese Zeit sehen können.
    So hier ist ein einfacher Brief mit 3 Kreuzer in 1 Entfernungsstufe von Neuburg nach Augsburg und mit 6 Kreuzer in 2. Entfernungsstufe von Augsburg nach Würzburg taxiert geworden.
    Und oben mit roten Tusche ist es auch 9 Kreuzer geschrieben.

    Ein sehr schöner Brief :P :P :P
    Danke fürs Zeigen.

    Der zweite Brief muss ich nach mein Mittagessen naher anschauen.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 6. Januar 2010 um 18:11
    • #14

    Hallo Nils,

    schon vor 1000 Jahren waren die Wickinger für ihren Mut bekannt - schön, dass du ihn bewiesen hast und den 1. Brief zum warm machen völlig korrekt beschrieben hast. :)

    Da merkt man, wer seine Hausaufgaben gemacht hat ...

    Aber der zweite, vlt. nicht so attraktiv wie der erste, ist schon eine andere Nummer. Dir traue ich die Lösung aber zu. :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch, der schon vergessen hat, was er zum Mittagessen hatte ...

  • VorphilaBayern
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    • 6. Januar 2010 um 19:31
    • #15

    Hallo Bayern-Nils und bayern klassisch,

    herzlichen Dank für das Zeigen dieser wunderschönen Briefe.

    Lieber bayern klassisch,

    von den Brief aus Regensburg nach Scheer (Württemberg)
    und von dort nach Cannstatt (Württemberg) wäre die Siegel-
    seite wichtig um den Beleg zu erklären. Ich denke, daß der
    Brief in Bayern und in Württemberg Gebührenfreiheit hatte.
    Wie immer wurde in Cannstatt ein Kreuzer Bestellgeld verlangt.
    Aber wie gesagt, ohne die Siegelseite zu sehen, kann man dies
    nur vermuten.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • Bayern-Nils
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    29. April 1962 (63)
    • 6. Januar 2010 um 19:34
    • #16

    Hallo bayern klassisch

    Die Wikinger hatten vielleicht Mut. Diese Mut habe ich Gott sei dank nicht, sonst hätte ich deine ganze Sammlung geraubt. :O_O::) :D

    So dein Brief von Regensburg. Es ist ein frankierter Brief von 1841. Und es ist ein Chargebrief. Weil du die Rückseite hier nicht zeigst, ist die Frankobeitrage hier nicht sehr wichtig. Der Absender hat bis Scheer bezahlt, oder hat er vielleicht nicht? Oder hatte v.Müller Portofreiheit?

    Es stimmt dass dieser Brief viel schwieriger ist. Welche Bestimmungen sind hier in Kraft getreten. Weil ich nicht alles auf dein Brief deuten kann, ist es auch ein Bisschen schwierig. Ich folge die schon genannte Spur, und gehe davon aus dass der Brief bis Scheer frankiert war, oder auf jeden fall Mengen. Von da bis Scheer hat ein Bote 1 Kreuzer verlangt. Es war aber kein Mensch zu sehen und der Brief ist zurück nach Mengen gelaufen, wo er weiter, also der Brief, nach eine neue Adresse in Canstatt gelaufen ist. Hier hat der Empfänger kein Cent bezahlt.

    Die portofreie Weiterleitung hat zwei verschiedene mögliche Ursachen. Entweder war es zwischen Württemberg und Bayern ein vertragliche Absprechung dass weitergeleitete Frankobriefe kostenlos zu behandeln waren. Oder dass der Empfänger Portofreiheit eingeräumt war.

    Weil ich, wie gesagt nicht alles deuten kann, kann es auch sein das die Antworte in die Vermerke liegen.

    Du hast eine Lösung zugetraut. Und du hast mehrere bekomme :D :D
    Ob eine davon richtig ist, weiss ich aber nicht.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

    Einmal editiert, zuletzt von Bayern-Nils (6. Januar 2010 um 19:35)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 6. Januar 2010 um 19:48
    • #17

    Lieber VorphilaBayern,

    nur ein ganz hervorragender Philatelist konnte das Rätsel knacken. :)

    Der Absender, Herr Amtsrichter Georg Friedrich (von) Müller, im Dienst des Fürsten von Thurn und Taxis, besaß die persönliche Postportofreiheit in Bayern. Regensburg war natürlich der kleine Wink mit dem Zaunpfahl.

    Die Chargégebühr von 4 Kr. sollte er aber bezahlt haben, wenngleich ich mir hier nicht sicher bin.

    Der Empfänger war sein Amtsbruder, der Amtsrichter von Rom (das war sein Name, nicht seine südliche Herkunft).

    Dieser war nur "dato" in Scheer in Württemberg, damals unter taxischer Postregie. Er war jedoch abgereist nach Cannstatt und man vergaß nicht in Mengen (Scheer hatte keine eigene Post), unten links zur Präzisierung der Adresse hinzu zu fügen: "bei dem Herrn Amtsrichter von Hofaker". Auch "Chargé" vergaß man nicht zu notieren, obwohl nach dem PV Bayerns mit Württemberg auch bei Weiter- und Retourleitungen das Poststück kostenlos recommadirt blieb.

    Regensburg hatte die Rekonummer 47 oben rechts und Mengen die Rekonummer 1 oben links vergeben. Zusätzlich brachte man noch das Rötelkreuz für chargierte Briefe an.

    In Cannstatt wurde er für einen Kreuzer zugestellt.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    P.S. Ich sehe gerade Nils Antwort - du hast zwar mehrere Varianten genannt, aber bist auf die Richtige gekommen. Viele hätten das nicht geschafft und die Rückseite habe ich nicht gezeigt, weil sie nichts her gibt und zum Rätsel gehört. :)

    Gut dass du nicht so mutig bist wie die Wikinger - war würde ich nur ohne meine Sammlung tun? :D

  • VorphilaBayern
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    7. August 1955 (70)
    • 6. Januar 2010 um 21:30
    • #18

    Lieber bayern klassisch,

    herzlichen Dank für Ihre
    erstklassige Beschreibung
    dieses sehr schönen und
    sehr seltenen Briefes.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • Bayern-Nils
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    • 8. September 2010 um 16:17
    • #19

    Hallo Freunde

    Jetzt endlich habe ich eine lange gesuchte Stempel gefunden, der OBT Stempel.

    Dieser Ortsbrief ist 28. Dezember in München abgegeben und ist mit dem Stadtbriefträger 68 an die angegebene Adresse geschickt. Hier hat der Briefträger erfahren dass der Empfänger "ausgezogen unbekannt wohin" war (sehe Vermerk unten). Der Briefträger hat dann der Oberbriefträger dieser Brief vorgelegt und dieser hat sein OBT Stempel über den Nummerstempel 68 rückseitig übergestempelt, als ein Art Makulatur.
    Noch später hat man erfahren dass der Empfänger nach Schongau abgereist war, und der Brief ist dann weiter nach Schongau gebracht und abgeliefert.

    Als Ortsbrief war der Brief richtig frankiert geworden. Aber als Fernverkehrsbrief hätte der Brief frankiert 3 Kreuzer gekostet. Als Portobrief 7 Kreuzer. Hier hat aber der Absender schon 1 Kreuzer bezahlt und diese Kreuzer ist von der Portogebühr abgezogen.

    Der Oberbriefträger Stempel hat die Nummer 1.

    Hier kann man mehr über den OBT Stempel lesen

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • mikrokern
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    13. Juli 1962 (63)
    • 8. September 2010 um 16:24
    • #20

    Hallo Nils,

    hervorragender Beleg, und einen OBT-gestempelten Brief such ich auch noch...
    Stellt sich die Frage, warum es zwei derart verschiedene Typen des OBT-Stempels (Kreuz im Kreis bzw. den von Dir gezeigten "=.B.1"-Stempel" gegeben hat, s. auch Sem-Handbuch S. 427.
    Kann jemand etwas zu deren zeitlicher Eingrenzung bzw. Gründe für die Ablösung des einen durch den anderen nennen? Oder wurden beide im gleichen Zeitraum nebeneinander verwendet (macht aber eher keinen Sinn).
    BTW: Was macht denn ein Münchener OBT sonst noch so, wenn er nicht gerade den Nummernstempel eines Stadtbriefträgers überstempelt? Gibt es dazu Aussagen?
    Übrigens: vielleicht wäre ein "OBT"-thread (parallel zum erfolgreichen LBT-thread) eine gute Sache.
    Nils: könntest Du sowas eröffnen, und Deinen Brief da einstellen?

    Gruss

    µkern

    Einmal editiert, zuletzt von mikrokern (8. September 2010 um 16:50)

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