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Bayern - Rätselhafte Karte

  • bayern klassisch
  • 26. November 2009 um 14:28
  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. November 2009 um 14:28
    • #1

    Liebe Sammlerfreunde,

    dass Peter Sem und meine Wenigkeit ratlos sind, wenn es ein einfaches Stück zu beurteilen gilt, dürfte recht selten vorkommen. Aber hier ist es so.

    Wir haben hier eine als in jeder Beziehung echt attestierte Correspondenzkarte mit anhängender Antwortkarte ab dem 1.1.1872 vor uns, die ein Rätsel aufgibt:

    Die Marke zu 1 Kr. Nr. 22 wurde in der Stadt Bamberg am 29.10.187? entwertet.

    Die beiden Karten sind jedoch nie beschrieben gewesen, noch weisen sie in irgendeiner Weise eine private oder postalische Behandlung auf, als die verklebte Marke und den Einkreisstempel.

    Auch nach stundenlanger Knobelei kann ich keinen plausiblen Grund finden, wie dieses absolut authentische Stück zu erklären sein soll.

    Gerne höre ich mir an, was ihr dazu zu sagen habt.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (26. November 2009 um 14:28)

  • Ron Alexander
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    3.526
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    4. Mai 1984 (42)
    • 26. November 2009 um 14:36
    • #2

    Also, dass ist ja überhaupt nicht mein Gebiet, aber der erste Eindruck bzw. das was mir dazu einfällt, die Karte war ja geknickt, hat vielleicht jemand was eingelegt gehabt? Die Rückseite weist ja Spuren auf als wäre etwas anggeklebt gewesen. Vielleicht befand sich darauf Zieladresse und Nachricht?

    Oder ganz einfach, vielleicht befand sich das ganze ja in einem Stapel der gesamt bei der Post abgegeben worden ist, aber vergessen wurde zu beschriften. Ist mir auch schon passiert.

    Spontan was mir dazu eingefallen ist, mehr kann ich dazu leider nicht sagen, sollte mein Beitrag zu unqualifiziert sein, dann einfach überlesen ;).

    Grüße

    Sammelgebiet:
    Französische Besatzungszone Württemberg
    Stetig auf der Suche nach Besonderheiten und Abarten der FZ Württemberg

    Einmal editiert, zuletzt von Ron Alexander (26. November 2009 um 14:38)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. November 2009 um 14:47
    • #3

    Hallo Ron Alexander,

    auf einen unqualifizierten Beitrag von dir warte ich noch ... :)

    Was du meinst wäre eine Postaufgabe, die nicht erwünscht war. Der Postler stempelte die versehentlich eingelieferte Karte und stellte erst später fest, dass sie keine Mitteilung enthielt.

    In diesem Fall wäre die Karte zu annullieren gewesen, man hätte sie mit "vergütet" beschriftet und dem Postkunden sein Geld wiedergegeben.

    Das ist leider nicht passiert (wäre aber auch sehr selten gewesen).

    Der Fleck hat keine Bedeutung - ich nehme an, dass ihn ein Sammler beim Einkleben in sein Album produzierte.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Kontrollratjunkie
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    7.167
    • 26. November 2009 um 15:17
    • #4

    Ohne den Hauch einer Ahnung zu haben, warum man so etwas tun sollte, sieht mir das Stüxk doch irgendwie nach einem Sammlerbeleg aus.
    Vielleicht wollte sich jemand die schöne grüne Kombination an einem regnerischen Tag im Oktober des Jahres 187X gönnen ?

    Oder war so etwas zu derZeit noch nicht üblich, gar undenkbar ?
    Sammler gab es seinerzeit ja schon und die sind nun mal unberechenbar....

    Gruß
    KJ, vermutlich mit Zitronen handelnd

  • Bayern-Nils
    Stamm Mitglied
    Beiträge
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    Männlich
    Geburtstag
    29. April 1962 (64)
    • 26. November 2009 um 15:22
    • #5

    Hallo bayern klassisch

    Diese Correspondenzkarten waren ja alle vorausfrankierte bei verkauf am Schalter. Es könnte wohl sein dass die auch mal vorausentwertet hatte?
    Oder man hat es für Sammlerzweck gemacht?

    Aber meine Vorschlage ist nicht überprüfbar. Eine Prüfbare Verwendung findet man vielleicht nur in der Primärquellen?

    Kurz gesagt - ich habe keine Ahnung :( :)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. November 2009 um 15:22
    • #6

    Hallo Zitronenhändler, :D :D :D

    leider ist es nicht wahrscheinlich, dass hier jemand gespielt hat.

    Zwar sind in Bayern schon in den 50er Jahren "Sammler" nachgewiesen (die rissen Marken von Briefen ab, vornehmlich von ausländischen), aber mit dem Konzept einer getunten Ganzsachensammlung waren sie todsicher nicht vertraut. Belege sammelte keiner, nur ein paar Verrückte wollten die fremden Märkchen aus fernen Ländern haben ...

    Danke für deinen Beitrag - vlt. kommen wir noch drauf.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. November 2009 um 15:25
    • #7

    Hallo Nils,

    danke für deine Beschäftigung mit der Doppelkarte, aber sie wurden entweder gänzlich unfrankiert, oder je mit 1 oder 2 Kr. frankiert ausgegeben.

    Auf dem Zweistück war aber nie eine Marke aufgeklebt.

    Das Rätsel bleibt bestehen ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Ron Alexander
    Stamm Mitglied
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    4. Mai 1984 (42)
    • 26. November 2009 um 16:31
    • #8

    Huhu,

    Danke bayern klassisch, dann bin ich beruhigt :).

    Was spricht dagegen das er Philatelistisch beeifnlusst wurde? Vielleicht ein vorzeitlicher Vissionär?
    Also wenn ich mir das ganze nochmal anschaue, kaum Gebrauchsspuren, also ein postealischer Versand schließe ich damit dann eigentlich aus. Sonst müssten doch bedeutend mehr Gebrauchsspuren vorhanden sein?

    Wenn ich die Rückseite anschaue, dann gibt es zwei Klebepunkte, in der Mitte und links außen. Aber wenn ich was anklebe dann Mittig oder jeweils an der Außenseite, aber doch nicht nur auf einer Außenseite, also daher schließe ich nicht ganz aus, dass dort vielleicht mal was klebte was der Schlüssel für die Lösung des problemes wäre.

    Grüße

    Sammelgebiet:
    Französische Besatzungszone Württemberg
    Stetig auf der Suche nach Besonderheiten und Abarten der FZ Württemberg

  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. November 2009 um 16:44
    • #9

    Hallo Ron Alexander,

    Herr Sem ist ein sehr gewissenhafter Mann - er hätte, wenn es Anhaltspunkte für diese Theorie gäbe, selbige in sein Attest aufgenommen.

    Ein visionärer Sammler im Bayern der 1870er Jahre? Ja, den hätte es mal geben sollen. :D

    1872 hatte niemand ein Interesse daran, Belege zu fabrizieren, wirklich nicht.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • mikrokern
    erfahrenes Mitglied
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    887
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    13. Juli 1962 (63)
    • 26. November 2009 um 16:52
    • #10

    Hallo Hugo Egon Klassisch,

    die Sache ist ja geradezu wie bei "Genial daneben"... ;)
    Also es trug sich folgendermassen zu:
    Im Jahre 1872, vermutlich im Oktober, stiess der Bamberger Postexpeditor erstmals auf die im Januar dieses Jahres verausgabten "Correspondenz-Doppelkarten", deren Bedeutung sich ihm zunächst verschloss. Wie auch immer, sie trugen ja ein Feld "Zum Aufkleben der Freimarke". Da er neugierig, bayrisch und sparsam war, und sich zudem nicht vorstellen konnte, wie wohl eine grüne 1 Kr.-Marke auf grünem Grunde wirken würde, ging er hin und beklebte den Frageteil (Inschrift "Rückantwort bezahlt") versuchshalber mit einer MiNr 22 und entwertete dieselbe, nicht ohne zuvor den schuldigen Kreuzer der Postkasse überantwortet zu haben. Korrekt wie er war, versah er das ganze mit dem Bamberger Tagesstempel und betrachtete sein Werk. Offensichtlich fiel alles zu seiner Zufriedenheit aus, sodass er von einer zusätzlichen Markierung und Stempelung des Antwortteils absah und das Poststück aufbewahrte, um den Vorgang aktenkundig zu machen und der Nachwelt zu erhalten.

    So, das wärs dazu vom µkern.

    Gruss

    µkern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. November 2009 um 16:58
    • #11

    Hallo mikrokern,

    das deckt sich mit meinen Vermutungen. :D ;) :jaok:

    Danke für deinen Beitrag. :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Wolffi 13. September 2021 um 17:37

    Hat den Titel des Themas von „Rätselhafte Karte“ zu „Bayern - Rätselhafte Karte“ geändert.

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