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Belege Dänemark

  • gründi
  • 5. September 2009 um 13:54
  • DKKW
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    • 17. August 2014 um 09:07
    • #161

    Hallo zusammen,

    vor etlichen Monaten hatte ich in meinem letzten Beitrag geschrieben, dass ich in meinen Sammlungen nach Belegen mit Sternstempeln (dän. Stjernestempel) suchen wollte.

    Nun. hier kommt ein erster Brief. Er wurde bei der Brevsammlingsted Guldborg paa Falster aufgegeben und ist nach Kopenhagen gerichtet.

    Guldborg war dem Postamt in Nørre-Alslev unterlegt, deshalb ist neben der Marke der Datumstempel von Nørre-Alslev vom 6.10.04 abgeschlagen.

    Die Brevsammlingsted Guldborg bekam 1874 einen ersten Stjernestempel geliefert, Abschläge dieses Stempels sind 2.2.1876 bis zum 23.11.1896 registriert. Vermutlich zur besseren Unterscheidung von Guldborg auf der Insel Lolland erhielt Guldborg auf Falster einen neuen Stjernestempel "Guldborg P.F:" hier sind Abschläge vom 23.6.1902 bis zum 12.12.1912 registriert. Dieser Stjernstempel wurde durch einen Brotype-Datumstempel abgelöst. Allerdings taucht 1932 ein in Dänemark "Udslebene" genannter Annullierungsstempel "Guldborg FL" auf der vom 2.12.1932 bis 14.11.1948 registriert ist.

    Viele Grüße
    DKKW


    I

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    • DK Stjernestempel Guldborg P.F., 1904.jpg
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  • DKKW
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    • 19. August 2014 um 21:31
    • #162

    Hallo zusammen,

    hier ein weiterer Stjernstempel auf Postkarte aus dem Jahr 1904. Diese Postkarte wurde bei der brevsamlingsted Holmstrup der Post übergeben.

    Holmstrup auf der Insel Fyn (Fünen) war dem Postamt Odense unterlegt. Die brevsamlingsted wurde bereits 1865 eingerichtet, einen stjernestempel erhielt Holmstrup aber erst 1894. Dieser stjernestempel (Type STJ II-1 nach Skilling Stempelkatalog) war gemäß Registratur vom 15.07.1894 bis 10.6.1904 in Gebrauch. Abgelöst wurde er durch einen stjernestempel (Type STJ II-2) dessen Gebrauch vom 26.6.1904 bis 20.9.1905 nachgewiesen ist.

    Ich zeige eine relativ späte Verwendung des STJ II-1 Stempels vom 12.5.04. Durchaus typisch ist für diese Karte, dass nicht der Datumstempel des übergeordneten Postamts Odense sondern der Bahnpoststempel Nyborg-Vamdrup T31 neben der Marke abgeschlagen wurde. Es kommen auch Abschläge der Bahnpoststempel Assens-Tommerup JB sowie Odense JB. PE. vor.

    Vor Einführung der stjernestempel wurde von der brevsamlingsted ein L1-Kontorstempel zur Entwertung der Marken verwendet. Ich kann hier ein Paar der 4 Öre Marke der zweifarbigen Ziffernausgabe zeigen.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 29. August 2014 um 21:36
    • #163

    Hallo zusammen,

    und wieder ein Stjernestempel auf Brief. Diesmal ein Inlandsbrief vom Nørre Nissum Seminarium nach Kolding vom 11.9.22 portorichtig mit einer 20 Øre Christian X frankiert.

    Die brevsamlingsted Nørre Nissum Seminarium war dem Postkontor Lemvig unterlegt. Der Stjernestempel ist vom 28. 10. 1910 bis zum 21. 07. 1927 registriert. Im August 1929 wurde er durch einen so genannten "Udslebene" abgelöst. Dessen Verwendung ist vom 10.02.1930 bis zum 20.04,1948 nachgewiesen (Stempeldaten aus Kern, Bendix: Stjernstempel. Skilling forlaget, Skibby, 1998)

    Viele Grüße
    DKKW

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    • DK Stjernestempel Nørre Nissum Seminarium, 1922.jpg
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  • DKKW
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    • 6. September 2014 um 12:41
    • #164

    Hallo zusammen,

    heute möchte ich mal wieder etwas klassisches aus der Skilling-Periode zeigen.

    Es handelt sich um einen Paketbegleitbrief (dän.: adressebrev) aus Kopenhagen ins benachbarte Roskilde. Handschriftlich ist das Gewicht 12 Q (= 12 Kvint = 60g) vermerkt. Der Brief ist portogerecht mit 2 x 4 Sk. der Ausgabe 1864 frankiert, denn das Porto für ein Inlandspaket mit bis zu 4 Pfund Gewicht betrug seinerzeit 8 Skilling.

    Aus dem Inhalt geht zweierlei hervor: Erstens datiert der Brief vom 27. Mai 1870. Ich neige dazu, die Marken dem 12. (und letzten) Druck der 4 Skilling Marke der 1864er Ausgabe zuzuordnen, rosarot, pergamentartiges Papier.

    Das Paar lässt sich plattieren, es handelt sich um die Bogenpositionen B24 und B25. Bei der Marke B24 ist der Rahmen oben rechts abgeschrägt. (siehe Lasse Nielsen, 4 Skilling 1864, KPK 1992). Die Plattenzusammensetzung des 11. und 12. Drucks war laut Lasse Nielsen identisch.

    Zweitens wurde mit dem Paket eine Probe westindischen Rohrzuckers verschickt:
    "Pröve af ny St. Croix Sukker,..." also vom Briefinhalt her eine Verknüpfung zur Kolonie Dänisch Westindien.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • DK, Krone-Scepter-Sværd udageve, adressebrev 1870.jpg
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  • DKKW
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    • 13. September 2014 um 10:37
    • #165

    Hallo zusammen,

    passend zum Vaabentype-thread zeige ich eine Inlandsnachnahme (dän.: postopkrævning) über 10,08 Kronen aus dem Jahr 1887.

    Die Tagenhus Cichoriefabrik bekam auf diese Weise vom Skifteretten (Nachlassgericht) Frederikshavn die ihr zustehende Forderungsquote aus dem Nachlass-Konkurs des Kaufmanns L. P. Larssen ausgezahlt.

    Das Porto für den Inlandsbrief betrug seinerzeit 8 Öre, die Nachnahmegebühr 12 Öre bis zu einem Betrag von 30 Kronen, zusammen also 20 Öre.

    Die Marken entstammen der 3. Auflage. die linke Marke entweder mt.2 oder mt.5, die rechte Marke mt.2A.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • DK, postopkrævning Kr 10,08 til Frederikshavn, 1887.jpg
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  • saeckingen
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    • 15. September 2014 um 13:03
    • #166

    Ich hoffe ich darf hier auch drei modernere Dänemark-Belege aus meiner Sammlung vorstellen. Da ich ja nur Ostafrika sammle, haben diese natürlich eine Verbindung dazu. Es handelt sich um unterfrankierte Belege von Dänemark nach Tansania, die dort mit Portomarken versehen wurden.

    1.) Brief vom 8.4.87 von Glostrup nach Arusha/Tansania, freigestempelt mit 280 Öre. Mit Tax-Stempel T 100/380 mit fest vorgegebenem Fehlbetrag von 100 Öre versehen. In Arusha am 20. Juni mit Portomarken zu TSh 4/80 versehen.

    2.) Brief vom 27.8.87 von Kopenhagen nach Arusha/Tansania, freigestempelt mit 280 Öre. Mit Tax-Stempel T 100/380 mit fest vorgegebenem Fehlbetrag von 100 Öre versehen. In Arusha am 21.10. mit Portomarken zu TSh 4/80 versehen.

    3.) Brief vom 31.10.88 von Haslev nach Morogoro/Tansania, frankiert mit 300 Öre. Mit Tax-Stempel T 110/410 mit fest vorgegebenem Fehlbetrag von 110 Öre versehen. In Morogoro am 11. November mit Portomarken zu TSh 3/- versehen. Der zweite T-Stempel im Kreis dürfte auch aus Dänemark sein.

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    Meine Sammelgebiete:
    Deutsch Ostafrika, Britisch Ostafrika, Britisch Ostafrika & Uganda, Ostafrikanische Gemeinschaft, Kenia, Tanganjika, Tansania, Uganda, Kionga, Zanzibar, Deutsches Auslandspostamt Lamu

  • DKKW
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    • 15. September 2014 um 19:06
    • #167

    Hallo saeckingen,

    tolle Belege, die Du da zeigst. Die Tax-Stempel sind Dänisch, soweit ist das klar. Sie zeigen zwischen verklebtem und tatsächlich anfallenden Porto an. Auch das "T" im Kreis auf dem dritten Beleg dürfte aus Dänemark stammen.

    Der erste Brief nach Arusha gefällt mir besonders, die tansanischen Portomarken vom Bogenrand mit Formnummern. :P


    Viele Grüße
    DKKW

  • saeckingen
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    • 15. September 2014 um 19:26
    • #168

    Hallo DKKW,

    mir gefallen die auch ganz gut. ;) Dazu sind Belege mit Portomarken nach der Unanhängigkeit von Kania, Tansania und vor allem Uganda sehr selten.
    Von Uganda habe ich keinen einzigen - bei eBay war mal einer im Angebot, der über $600 brachte. Von Tansania hatte ich in ca. 20 Jahren einen einzigen bekommen - dann habe ich einen Posten bei einem Hamburger Auktionshaus mit 23 Stück gewonnen. Seit dem aber auch nichts mehr.

    Ein Sammlerfreund in England erfasst alle bekannten Belege dieser drei Länder, soweit er sie aufspüren kann. Er hat auch noch überschaubare Mengen in der Registratur.

    Meine Sammelgebiete:
    Deutsch Ostafrika, Britisch Ostafrika, Britisch Ostafrika & Uganda, Ostafrikanische Gemeinschaft, Kenia, Tanganjika, Tansania, Uganda, Kionga, Zanzibar, Deutsches Auslandspostamt Lamu

  • DKKW
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    • 16. September 2014 um 20:01
    • #169

    Hallo saeckingen,

    willkommen im Club. Das geht mir mit neufundländischen Belegen mit Portomarken genau so.

    Ich bin froh, dass ich überhaupt einen in der Sammlung habe. Auf das Auktionslos mit über zwanzig neufundländischen Portobriefen bei einem deutschen Auktionshaus warte ich noch ;)

    Viele Grüße
    DKKW

  • DKKW
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    • 11. Oktober 2014 um 07:37
    • #170

    Hallo zusammen,

    vor meinem Urlaub habe ich im Vaabentype-Marken-Thread die Matrizetypen der 20 Öre Marken gezeigt.

    Passend dazu ein Auslandsbrief der 1. Gewichtstufe aus Kopenhagen an ein Besatzungsmitglied des Segelschifffes "Thorvaldsen" in Onega in Russland aus dem Jahr 1889.

    Die Marke entstammt der 9. Druckauflage (September 1888, rein blau). Sie gehört zur Matrizetype mt.4, erkennbar am Bruch der unteren Linie unter dem oberen Ovalband unter dem zweiten A in Danmark..

    Ich habe nicht nur Vor- und Rückseite des Briefes eingescannt sondern auch die Marke in höherer Auflösung. Das Kennzeichen des mt.4 habe ich hervorgehoben.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 19. Oktober 2014 um 12:08
    • #171

    Hallo zusammen,

    nochmals eine Postsendung mit 20 Öre Wappentype-Marken als Frankatur.

    Diesmal handelt es sich um einen Wertbrief mit 64 Kronen von A.D. Ohrt, sagfører i Vejle (sagfører = Rechtsanwalt) an die königliche Regierung in Schleswig.
    Der Brief (50g Gewicht) ist portorichtig mit fünf 20 Öre Marken der Wappenausgabe 1884 und mit einer 4 Öre Marke der Ziffernausgabe 1875 frankiert.
    Portozusammensetzung:
    50g = 4. Gewichtsstufe, 20 Öre je 15g Gewicht: 80 Öre
    Einschreibegebühr: .........................................16 Öre
    Assekuranzgebühr bis 144 Kronen Wert:...............8 Öre
    Porto insgesamt: ..........................................104 Öre

    Die Briefmarken sind vorschriftsmässig aus Sicherheitsgründen einzeln mit Abstand verklebt.
    Der Wertbrief stammt laut rückseitigem Ankunftstempel aus dem Jahr 1891.

    Auslandswertbriefe sind nicht so häufig, die skandinavischen Nachbarländer Norwegen und Schweden sowie Deutschland gehören zu den nicht ganz so seltenen Destinationen.

    Viele Grüße
    DKKW

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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (19. Oktober 2014 um 12:09)

  • DKKW
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    • 28. Oktober 2014 um 19:06
    • #172

    Hallo zusammen,

    passend zu meinem Wappentype-thread möchte ich einen Beleg mit der 24 Öre Marke zeigen. Einige charakteristische Belege mit dieser Marke (plus Überdruck-Ausgabe) habe ich bereits im Dezember 2013 und Januar diesen Jahres auf Seite 7 dieses threads gezeigt.

    Hier nun ein Wertbrief mit 1.051 Kronen 37 Öre (postamtlich nachgezählt, siehe Stempel "Talt") vom 31.7.1902 von Hobro nach Randers.

    Portorichtig frankiert mit zwei 24 Öre Marken der Wappentype-Ausgabe 1901 und einer 8 Öre Marke der zweifarbigen Ziffernausgabe 1895. Porto 8 Öre und Assekuranzgebühr 48 Öre (für Beträge von 1.000 bis 2.000 Kronen).

    Viele Grüße
    DKKW

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    • DK, værdibrev med 1.051 Kroner 37 Øre fra Hobro til Randers, 1902.jpg
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  • DKKW
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    • 15. November 2014 um 13:17
    • #173

    Hallo zusammen,

    in meinem Beitrag vom 8.11.2014 hatte ich die 1 Öre Marke aus dem Jahr 1902 vorgestellt und geschrieben, dass es sich bei der 1 Öre Marke um einen Ergänzungswert handelte, somit Einzelfrankaturen eigentlich ausgeschlossen sind.

    Uneigentlich existieren aber doch einige Einzelfrankaturen und dies ist die Geschichte dazu:
    In den dänischen Postvorschriften unterlagen etliche Versendungsformen dem Frankaturzwang. Sie durften also nicht unfrankiert eingeliefert und versandt werden. Zu diesen Versendungsformen gehörte die Postkarte.

    Was aber, wenn man im Briefkasten eine unfrankierte Postkarte ohne Absenderangaben vorfand. Zurückgeben an den Absender zur Nachfrankatur ging nicht, war ja kein Absender vermerkt. Unterfrankiert weiterleiten zur Nachportoerhebung beim Empfänger ging auch nicht, damit wäre ja die Postvorschrift missachtet.

    Was also machten findige Postler: Sie klebten eine 1 Öre Marke auf die Postkarte. Damit war die Postkarte unterfrankiert. So etwas durfte gegen Nachportoerhebung verschickt werden.

    In diesem Fall: Inlandspostkarte, Porto 5 Öre, 1 Öre verklebt, Differenz 4 Öre. Nachporto = doppeltes Fehlporto 2 x 4 Öre = 8 Öre. Also 1 Öre investiert und 8 Öre kassiert.

    Die Karte zeigt die Steilküste bei Toftum Bjerge unweit von Struer.

    Die 1 Öre Marke ist mit dem Brotype-Stempel Struer 25.8.04 entwertet. Das Nachporto in Höhe von 8 Öre ist mit Blaustift vermerkt.

    Viele Grüße
    DKKW

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    • DK, 1 øre vaabentype, 1902, utilstrækkelig frankeret postkort .jpg
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  • DKKW
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    • 19. November 2014 um 16:46
    • #174

    Hallo zusammen,

    ich gehöre ja auch zu denen, die immer wieder den Wert der Philatelistischen Literatur preisen und ebenso ausdauernd die Anschaffung philatelistischer Literatur empfehlen.

    Nun, es gibt zwei Formen philatelistischer Literatur:
    Zum einen Bücher für Briefmarkensammler: Kataloge, Handbücher etc.
    Zum anderen Bücher für Postangestellte und Postbenutzer: Postgesetze, Postvorschriften, Reglements, Handbücher für Postkunden etc.
    Erstere sind sozusagen Sekundärliteratur, die Zweiten Originalquellen.

    Letzte Woche fand in Kopenhagen eine Online-Auktion statt, bei der auch etliche Originalquellen versteigert wurden. Die Zuschläge waren für den Verkäufer erfreulich, speziell die Originalquellen waren heiss umkämpft.

    Ich hatte es speziell auf ein Werk abgesehen. De gældende almindelige Postkonventioner og Postoverenskomster med tilhørende Ekspeditionsreglementer på Postkongressen i Wien 1891.
    Dazu muss man wissen, dass der Weltpostkongress in Wien im Jahr 1891 sehr weitreichende Regelungen zur Vereinheitlichung des internationalen Postverkehrs beschloss. Dazu waren alle internationalen Postformulare als Muster enthalten, nach denen die beteiligten Postverwaltungen ihre Formulare auszurichten hatten (Zweisprachig: Landessprache und Französisch).

    Heute traf das Buch bei mir ein und anhand dieses Buches kann ich endlich ein Rätsel lösen, dass mich seit zwei Jahren beschäftigt.

    Vor zwei Jahren wurde ebenfalls in Dänemark ein Postformular versteigert, dass ich noch nie gesehen hatte. Auf dem Formular war eine 10 Öre Wappentype-Marke verklebt. An sich schon ein Grund, das Teil zu ersteigern.
    Ich gab ein hohes Gebot ab und bekam zu meiner Überraschung das Stück zum Ausruf. Aber was hatte ich da? War das Stück überhaupt vollständig oder fehlte ein Teil? Es erinnerte ein wenig an das im Inland benutzte, vierseitige Formular Afsenderens Erklæring, also wohl unvollständig.

    Eben nicht, seit heute weiss ich, dass ich ein vollständiges Formular in Händen halte.

    Dieses Formular wurde eingesetzt, wenn der Absender nachträglich seine (i.d.R. unzustellbare) Sendung zurückfordern, umadressieren oder sonstige Änderungen vornehmen lassen wollte.

    Der Postkunde musste sich hierzu beim Absendepostamt als Absender legitimieren und das Formular Nr. 105 ausfüllen. Dazu kam eine Kopie der Originalsendung anhand des Postjournals. Beides zusammen wurde als eingeschriebene Postsache an das Bestimmungspostamt geschickt. Dies hatte die betreffende Postsendung herauszusuchen und entsprechend den Anweisungen zurückzuschicken, weiterzuleiten oder abzuändern.

    In dem von mir erworbenen Formular ist ein Paket mit Nachnahme über 58 Kronen und 98 Öre betroffen, das am 19. Juli 1902 mit der Paketnummer 669 vom Paketpostkontor in Kopenhagen versandt wurde.

    Das Paket soll nun ohne Nachnahme zugestellt werden. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, dass die verklebten 10 Öre tatsächlich der Bearbeitungsgebühr entsprachen, das kriege ich aber auch noch hin.

    Sieht so aus, als wäre mir da ein ganz seltenes Formular ins Netz gegange. Auch diese Investition in Literatur hat sich schon bezahlt gemacht.

    Leider ist das scan etwas unscharf, da ich es doch stark verkleinern musste. Ich hoffe, man kann trotzdem erkennen, dass die französischen Textpassagen denen des UPU-Musters entsprechen.

    Viele Grüße
    DKKW

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    Einmal editiert, zuletzt von DKKW (19. November 2014 um 16:49)

  • DKKW
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    • 30. November 2014 um 16:48
    • #175

    Hallo zusammen,

    FloNumi hat eine sehr hübsche Zeitungsmarke aus Dänemark gezeigt. Ich hatte dazu geschrieben, dass Zeitungsmarken auf kompletten Abonnemantsrechnungen recht selten sind.

    Aus diesem Grund möchte ich heute meine einzige Abonnementsrechnung mit dänischen Avisportomærker zeigen.

    Es handelt sich um die dänische Monatszeitschrift "Dyrevennen" (deutsch: Tierfreund), die von der Bahnstation Hjørtshøj bestellt wurde. Die Zustellgebühr betrug 1/2 Øre pro Ausgabe, das Jahresabo also 6 Øre, diese sind auch auf dem Formular verklebt. Deshalb ist das Feld für die Quartalsangabe freigeblieben.

    Zeitungsabonnements wurden zentral in Kopenhagen bearbeitet, deshalb sind die Marken mit dem Brotypestempel "Kjøbenhavn AP 24.1.13" abgestempelt worden. AP steht für Avispostkontoret, also Zeitungspostamt.

    Viele Grüße
    DKKW

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  • DKKW
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    • 3. Dezember 2014 um 20:53
    • #176

    Hallo zusammen,

    neulich hatte ich das dänische Postformular Begjæring bzw. Reclamation vorgestellt und geschrieben, dass ich nicht weiss, ob die verklebten 10 Øre portogerecht waren.

    Ich habe mich mit dieser Frage an Erik Jensen vom dänischen Postmuseum gewandt und jetzt die Antwort erhalten. Er kann die verklebten 10 Øre auch nicht erklären, denn ab Einführung des Formulars in Dänemark im Jahr 1892 waren Gebühren in Höhe des Auslandsbriefportos plus Einschreibegebühr fällig, also 20 Øre plus 16 Øre. Nach der Portoänderung zum 1.10.1902 (das ist aber nach meinem Beleg) reduzierte sich die Einschreibegebühr auf 15 Øre.

    Also bleiben die verklebten 10 Øre rätselhaft.

    Viele Grüße
    DKKW

  • -steppenwolf
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    • 6. Dezember 2014 um 20:00
    • #177

    Guten Abend! Ausser einem Amtlichen Charakter kann ich zu diesen Beleg leider nichts sagen.

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    • 6. Dezember 2014 um 22:41
    • #178

    Hallo DKKW,
    wie hoch wäre denn die Nachnahmegebühr gewesen?
    Wurde diese evtl. gegengerechnet, weil NN storniert wurde?
    Gruß Jürgen

  • Wolffi
    Moderator
    Beiträge
    5.607
    • 6. Dezember 2014 um 23:31
    • #179

    Hallo Jürgen,

    auf die Fährte bin/war ich auch, meine aber irgendwo gelesen zu haben, dass die NN-Gebühren am Nachnahmebetrag gekürzt wurden.
    Ich finde diese Quelle aber nicht (wieder).

    Aber morgen (ups, heute) ist vielleicht was mehr Zeit.

    Briefporto war um diese Zeit wohl auch 10 Öre. Vielleicht ist die Verügung einfach nur gegen das fällige Briefporto erstellt worden, und fertig?

    Bis denne sagt Wolfgang
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  • DKKW
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    9.530
    • 7. Dezember 2014 um 20:44
    • #180

    Hallo -steppenwolf,

    das ist ein Briefwahlumschlag von den Faröer-Inseln, die damals (im 2. Weltkrieg) britisch besetzt waren. Deshalb die englische Zensur. Die Sprache der Färinger unterscheidet sich vom Dänischen. Der Lagting auf Færøy war eine Landesvertretung mit höchstens 32 Mitgliedern die durch direkte Wahl bestimmt wurden. Ting oder Thing war eine Versamlung aller freien Männer in Altskandinavien.

    Viele Grüße
    DKKW

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