Hallo:
Magdeburger.
Es wird keiner gesteinigt wenn er die Wahrheit sagt.
Sollte es bei Briefmarken auch zu kostenlosem Versand kommen, frage ich mich auch wie das gehen soll ??? Ich biete zur Zeit bei höher preisigen Marken immmer E-Brief oder bei Michelwert über 100,- € Paketversand zu 50% Beteiligung an, das aber die meiste Zeit nicht in Anspruch genommen wird. Erst kürzlich hat ein Käufer von einer Marke mit 400,- € Michel das abgelehnt und Versand zu 1,00 Euro verlangt.
Ich habe dann ein Einwurfeinschreiben versendet nur um sicher zu gehen das der Brief auch ankamm !!!
Wer soll da dann Haften für Verlust auf dem Postweg, ich auf jedenfall nicht !!! Wenn man schon 50% des Portos angeboten hat zu übernehmen. Ich persönlich biete nicht bei einem der ein sehr hohes Porto angibt, da hat er dann eben Pech. Aber bin auch schon reingefallen, Verkäufer gab Versand mit 7,00 Euro an, und ich glaubte an einen Paketversand, aber es kamm nur eine Warensendung.
Aber das kann man ja bei der lustigen Sternchenvergabe angeben.
Gruss Diensheini.
Neuerung bei ebay
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Mir kommt die Galle hoch wenn überhöhte Portokosten berechnet werden und "kiloweise" Werbematerial für den Verkäufer kostenlos an den Mann (an die Frau) gebracht wird.
MfG
collie -
Zitat
Original von Dienstheini
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Z.b. Eine Marke um ca. 20,- Euro, die ich prüfen lasse um sie überhaupt verkaufen zu können, Prüfkosten ca. 2,00 Euro, Verkaufspreis ca. 20% Michel, allso ca. 2,99 Euro minus Ebaygebühren, von dem Gewinn wollte ich mir wieder Marken für mein Sammlung kaufen. Nur ich habe keinen!!!Tut mir leid, aber wenn Du diesen Prüfungswahn mitmachst, ist es Deine Schuld. Das hatten wir schon in einem anderen Thread: ein Gegenstand mit einem Handelswert von 3,00 EUR von einem Gutachter prüfen zu lassen, ist betriebswirtschaftlich einfach Wahnsinn. Sowohl Du als auch der Prüfer legen bei einem solchen Handel drauf.
Wenn Du solche Marken an Bethel spendest, machst Du wenigstens keinen Verlust, und sparst Dir Nerven und Zeit.ZitatOriginal von Dienstheini
Ebay hatt auch das Kleingedruckte bei Privatanbietern entfernt, Jetzt steht da nur Keine Rückgabe -Privatanbieter, Obwoll ich eine Rückgabe immer eingeräumt hatte? Komisch!!!Du kannst das doch immer noch in die Rückgabemöglichkeit in den freien Text hineinschreiben - da hindert Dich Ebay nicht daran, und Du bleibst ein fairer Verkäufer.
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Zitat
Original von Dienstheini
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Erst kürzlich hat ein Käufer von einer Marke mit 400,- € Michel das abgelehnt und Versand zu 1,00 Euro verlangt.
Ich habe dann ein Einwurfeinschreiben versendet nur um sicher zu gehen das der Brief auch ankamm !!!
Wer soll da dann Haften für Verlust auf dem Postweg, ich auf jedenfall nicht !!!
Gruss Diensheini.In der Tat ist der Versand als unauffälligen Standardbrief statistisch gesehen das geringste Verlustrisiko. Du solltest allerdings einen Zeugen benennen können, mit dem Du zusammen die Briefe auf der Post aufgegeben hast - für den Fall des Falles.
Für einen verlorengegangenen Einschreibebrief steht die Post nur mit ca. 25 EUR gerade, und bei Wertsachen gar nicht, die haben in einem Einschreiben nichts verloren. Dagegen ist die Versicherungsgebühr mit 2,05 EUR, d.h. 10% vom Versicherungswert, schon recht happig.
Viele Käufer denken, daß versicherter Versand "sichtbar" sein muß. Versicherter Versand heißt nur, daß der Verkäufer den Gegenwert des Versandgegenstandes beim Verlust ersetzt. Wie er die Versicherung vornimmt, ist seine Entscheidung. Versicherungsmathematisch lohnt sich eine externe Versicherung für einen Händler nicht, der nur viele relativ geringwertige Gegenstände zu verschicken hat.
(einfaches Rechenbeispiel: Handelswert pro Sendung 20,-- EUR, jeder 100ste Brief geht verloren, macht einen Schaden von 0,20 cent pro Brief. Das ist der Preis, den man auf das Porto für die Versicherung aufschlagen muß.) -
Hallo,
allen kann man es nie recht machen, aber die eBay-Unternehmenspolitik ist schon sehr durchsichtig, denn damit lassen sich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen:
Indem die Versandgebühren nicht mehr außen vor bleiben, sondern in den Artikelpreis integriert werden, wird darauf natürlich auch Verkaufsprovison fällig und das erhöht den Gewinn von eBay - in Zeiten allenthalben rückläufiger Umsätze und Erträge also eine kaufmännische Möglichkeit zum Wachstum.
Marketingpolitisch lässt sich dieser Clou dazu nutzen, dass die von vielen Käufern beklagte "Portoabzocke" endlich wirksam angegangen wird. Die meisten Käufer bei eBay dürften nach wie vor privat sein und solche Regelungen zu den Versandkosten begrüßen, also ist es ein Mittel zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit.
Andererseits ist es bei Briefmarken-Saalauktionen branchenüblich, dass dem Käufer neben einem üppigen Aufgeld (knapp 20 % Käuferprovision) auch noch eine Losgebühr, Versicherungs- und ggf. nicht unerhebliche Kreditkarten- oder Scheckgebühren (außerhalb EU) und natürlich Versandkosten und auf alles dann noch einmal Mehrwertsteuer aufgebürdet werden. Bei eBay zahlt nur der Verkäufer eine Provision, der Käufer bislang im Normalfall die Versandkosten. Diese Kostenteilung ist also wesentlich vorteilhafter als die ganze "Nebenkosten-Abzocke" bei Saalauktionen.
Beste Sammlergrüße
philnum
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"Teuere" Marken normal zu versenden - ist "Wahnsinn". Denn auch obliegt es auf beiden Seiten einer Sorgfaltpflicht das Risiko des Verlustes oder Zerstörung zu sorgen. Bei einem Einwurfeinschreiben hätte ich keine ruhige Minute, da der Postbote unterschreibt, da wären die 50 Cent mehr besser gewesen.
Weiterhin solltest Du den Freien Text wie DrMoeller_Neuss geschrieben nutzen. Darin sollte bei Privatverkauf der erzielte Verkaufspreis die Grundlage Deiner Versandkostenregelung sein.
Beim Privatverkauf haftest Du nicht für den Versand, aber auch hier gib es Grenzen, Stichwort Sorgfaltspflicht.@All
Sicherlich wird keiner "billige Marken und Belege" im Paket zusenden zu lassen - aber steht der Käufer dann auch auf sein persönliches Risiko des Totalverlustes beim Privatkauf, wenn der VK denn Versand nachweisen kann?
Der gewerbliche VK haftet ja, dass die Ware ankommt - da kanns einem egal sein ob Brief oder ...Meine persönliche Devise ist, im Vorfeld alles zu klären, auch die Versandkosten bei Mehrfachkauf. Kommt keine Reaktion - wird nicht geboten.
Mit freundlichem Sammlergruss
Ulf
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Habe kürzlich einen Text für 1 Euro verkauft. Büchersendung 0,85.
Aber... der Käufer machte PayPal zur Bedingung, was mich 0,55 kostete. Dann wären da noch der Versandbeutel 0,25 und der Weg zum Briefkasten oder Post. Hinzu kommt noch, daß ich das Los zuvor mindestens 5 mal erfolglos im Angebot hatte. 1-Euro-Lose für Publikationen (Hefte, Taschenbücher, etc.) gestalten sich zu den neuen Ebay-Bedingungen als völlig unrentabel. -
?????? 5x etwas für "EINEN" Euro verkaufen wollen ???
Das Teilhät ich längst entsorgt !Käufe tätige ich überwiegend in Ausland, ist atraktiver und das Porto meist auch sehr moderat !
mfg
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wo aber bleibt der Versandrabatt ?
Was ist, wenn ich mehrere Artikel bei einem Verkäufer erwerben will ? Ich muß dann für jeden Artikel die einkalkulierten Versandkosten entrichten. Dann geht die Porotabzocke doch erst richtig los. Oder sehe ich da was falsch ?
Gruß
Penny
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Ebay ist nun schon seit 10 Jahren etabliert und ich ärgere mich immer noch über das Thema Versandkosten beim Einstellen. Da muß man auch als ehrlicher Verkäufer höllisch aufpassen.
Von einer reifen Auktionsplatform würde ich erwarten, daß sie die Versandkosten für mich errechnet, in etwa so:
1. Der Verkäufer gibt die Größe des Gegenstandes ein, alternativ die Größe der fertigen Verpackung. Ist nur die Größe des Gegenstandes angegeben, schlägt Ebay automatisch 10% auf die Maße für die Verpackung auf.
2. Der Verkäufer wählt den gewünschten Versender (z.B. DHL, Hermes etc.). Trifft der Verkäufer keine Wahl, nimmt Ebay den günstigsten Anbieter als Grundlage.
3. Ebay berechnet das Porto für alle Länder, in die der Verkäufer verschickt. Auf das Porto wird ein Zuschlag für Verpackung aufgeschlagen.
4. Auf den Zuschlagspreis werden 5% Versicherungszuschlag aufgeschlagen.
5. Der Verkäufer kann angeben, wielange ein Käufer Artikel sammeln kann. Die Versandkosten werden dann automatisch neu berechnet.Die Punkte 1.-4. ergäben die Versandkosten "Ebay Standard Versand", die für alle Anbieter gleich sind. Daneben sollte der Anbieter auch andere Versandkosten angeben dürfen, allerdings mit einer automatischen Warnung für den Käufer: "Versandkosten entsprechen nicht dem Standard und könnten möglicherweise überhöht sein". Bei einem Klavier hätte jeder Verständnis, bei einem Taschenbuch eher nicht.
Außerdem sollte Ebay alle Anbieter zwingen, einheitliche Konditionen gemäß Fernabsatzgesetz anzuwenden, d.h. Rückgabemöglichkeit innerhalb 1 Monat, bis 40 EUR Warenwert trägt der Käufer das Rücksendeporto.
Das mag hart klingen, aber die vielen gewerblichen Verkäufer, die sich als Privatverkäufer tarnen, hätten keinen Vorteil mehr gegenüber ehrlich angemeldeten gewerblichen Verkäufern.
Außerdem wäre eine solche Regel eine große Motivation für alle Verkäufer, ihre Artikel so gut und ausführlich wie möglich zu beschreiben. -
Guten Abend,
nach meinem Eindruck hat bisher fast jede weitere "Verbesserung" seitens Ebay zu einer Verkomplizierung des Handels geführt. Netto ist dabei für die Marktteilnehmer nur wenig wirklich besser/sicherer geworden. Der Ruf nach immer neuen Regeln, jetzt auch im Versandbereich, wird den Handel weder einfacher noch lukrativer gestalten.
Einige Fakten:
- Das Bewertungssystem ist mittlerweile aussagelos. Es gibt Händler in allen Bereichen, die trotz 100% positiver Bewertungen massenweise Fälschungen (nicht nur im philatelistischen Bereich) absetzen.
- Die kostenlosen Auktionen ab 1.-€ für Privatanbieter führen zu einer totalen Vermüllung des Marktplatzes, weil Anbieter unverkäufliche Artikel immer wieder einstellen.
- Dadurch leidet auch die Qualität des gesamten Marktplatzes, denn einige professionelle Händler sind mittlerweile abgeschreckt und ernüchtert über das "Verschwinden" ihrer Artikel in der Masse.
- Ebay rechtfertigt fast jede Änderung der Bedingungen mit einer angeblichen Verbesserung für die Mitglieder (gerne wird auch mit "zu Ihrer Sicherheit..." argumentiert). Tatsächlich geht es nur um eine fortlaufende Gewinnsicherung/-maximierung für Ebay.
- Ein Ergebnis dieser Gier nach Gewinn seitens Ebay ist der häßliche Auswuchs Paypal: hier wird Sicherheit vorgetäuscht, die schon durch die komplizierten Geschäftsbedingungen ausgeschlossen wird (dazu empfehle ich einen Blick auf Youtube)Fazit: je eine Portion Zurückhaltung, gesunder Menschenverstand und Vertrauen können Ebay auch heute noch interessant für Anbieter und Kunden machen. Ich selbst biete als privater Verkäufer ausdrücklich kein Paypal an, Käufer haben mir deswegen diese Zahlungsweise erst recht nicht nach Erpresserart alternativlos vorzuschreiben.
Portokosten berechne ich laut Kostentabelle der Deutschen Post AG, die Verpackungskosten trage ich. Ein C6 Briefkuvert kostet 2 Cents, alte Steckkarten und Pergamintüten habe ich durch das aktive Sammeln zuhauf.
Von etwa 70 Sendungen in den vergangenen 12 Monaten ist eine einzige nach Aussage des Empfängers abhanden gekommen. Obwohl er unversicherten Versand wünschte, bot ich ihm die beidseitige Aufteilung des Schadens (10.-€) an, worauf wir uns schließlich einigten.
Manchmal habe ich als Käufer auch schon Preisvorschläge gesendet und dem Händler unter Angabe von Referenzen angeboten, außerhalb von Ebay bei ihm zu kaufen, damit dieser sich die Provision sparen kann. Das hasst Ebay zwar, es ist dagegen aber machtlos. Ich habe kein Interesse daran, daß Ebay noch mehr Geld verdient. Leider hat es eine marktführende Stellung und somit mittlerweile zu viel Macht. Diese wird nun immer mehr mißbraucht.Viele Grüße von
Harald
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Zitat
Original von DrMoeller_Neuss
Außerdem sollte Ebay alle Anbieter zwingen, einheitliche Konditionen gemäß Fernabsatzgesetz anzuwenden, d.h. Rückgabemöglichkeit innerhalb 1 Monat, bis 40 EUR Warenwert trägt der Käufer das Rücksendeporto.frommer Wusch, geht leider nicht. Gott sei Dank kann ebay nicht gegen gültiges Recht Regeln festlegen.
wer weiß wie lange noch
Klaus
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"- Die kostenlosen Auktionen ab 1.-€ für Privatanbieter führen zu einer totalen Vermüllung des Marktplatzes, weil Anbieter unverkäufliche Artikel immer wieder einstellen."
Und ich wundere mich immer wieder darüber, daß mancher unverkäuflicher Schrott immer und immer wieder neu nach erfolgloser Beendigung der Auktion bei Ebay auftaucht, ohne eine Chance, jemals verkauft zu werden. Ich dachte schon, diese Verkäufer sind verrückt!
Dabei ist es Ebay!!!
Müll bleibt Müll, auch wenn man es tausendmal wieder einstellt!
Ebay sollte diesen Schwachsinn schnellstens beenden!
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Zitat
Original von penny
frommer Wusch, geht leider nicht. Gott sei Dank kann ebay nicht gegen gültiges Recht Regeln festlegen.
wer weiß wie lange noch
Klaus
Ebay kann in seinen AGBs seine eigenen Bedingungen für Transaktionen festlegen, wie zum Beispiel kostenloser Versand in verschiedenen Kategorien.
Obwohl gesetzlich in Deutschland Vertragsfreiheit herrscht, und Du mit Deinem Handelspartner die Versandkosten frei vereinbaren kannst (natürlich im Rahmen; Stichworte "Treu und Glauben", "Verkehrssitte"), kann Dich Ebay Dich per AGBs zum kostenlosen Versand zwingen. Du bist ja schließlich nicht gezwungen, über Ebay zu verkaufen.
Genauso sehe ich das auch mit den Rückgabebestimmungen. Schließlich werden die Rechte des Käufers erweitert, und die des Verkäufers nicht unzumutbar eingeschränkt. Ich denke, wer seinen Artikel ordentlich beschreibt, hat nichts zu befürchten.
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@CHDDK
"Die kostenlosen Auktionen ab 1.-€ für Privatanbieter führen zu einer totalen Vermüllung des Marktplatzes, weil Anbieter unverkäufliche Artikel immer wieder einstellen."
Das kann einem doch als Betrachter Wurscht sein! Man überfliegt diese Angebote einfach. Und was heute unverkäuflich schien, fand morgen einen Abnehmer.
Unsinn ist es nur Pfennig-Michel-Einzelwerte einzustellen und diese für 1 Euro verkaufen zu wollen! Solche sonnigen Gemüter sind entweder treu-doof oder abgebrüht gerissen.
Mit freundlichen Sammlergrüßen,
Rabaul -
Hallo,
auch wenn eBay eine ernste Angelegenheit ist, sollte zumindest als Privat(ver)käufer bei eBay der Spaß am Handeln, sprich Ergänzen der eigenen Sammlung und Veräußern nicht benötigter Stücke im Vordergrund stehen. Wenn der Verkauf eines Artikels unter 25 % Rendite auf die Wegekosten zum nächsten Briefkasten einbringt, würde Josef Ackermann die Sachen knallhart über die Mülltonne entsorgen als sich über ein paar Cent Gebühren zu ärgern. Umgekehrt muss man manchmal eben in den sauren Apfel beißen und € 6,90 Paketporto für einen geringeren Warenwert berappen, um ein lange gesuchtes Stück zu bekommen. Wohlgemerkt: lange gesuchtes Stück, kein tausendfach immer wieder angebotener Artikel.
Auch die so genannte "Volksauktion" mit € 1,- Startpreis und kostenloser Einstellung wird missverstanden und daher missbraucht für an sich völlig unverkäufliches, weil wertloses Zeug. Normalerweise startet die Versteigerung eines mehr oder weniger werthaltigen Artikels zu einem realistischen Mindestgebot. Hier fängt die Geiz-ist-geil-Mentalität schon auf Verkäufer- und Käuferseite an: Verkäufer wollen Einstellgebühren "sparen", Käufer wollen "Schnäppchen" machen und lassen Artikel mit optisch teuren Mindestgeboten links liegen. Immer wieder ist zu beobachten, dass identische Artikel völlig anders laufen, je nach dem, wie der Startpreis gewählt wird - das 1-€-Schnäppchen wird z. B. auf deutlich über € 20 hochgetrieben, während der gleiche Artikel mit € 15 Mindestgebot unverkauft bleibt.
Bei den Wettbewerbern von eBay ist hingegen ein ähnlicher "Vermüllungseffekt" zu beobachten, nur mit dem Unterschied, dass hier nahezu unendlich viele Artikel zu "Mondpreisen" offeriert werden, weil die Einstellung zu jedem möglichen oder auch unmöglichen Startpreis in der Regel kostenlos ist und sich die unverkauften Lose im Gegensatz zu eBay sogar automatisch wiedereinstellen lassen. Dadurch kommt es auch praktisch nie zu mehr als einer Gebotsabgabe, also keiner echten Steigerung, sondern es gleicht einem "Sofort"-Kauf zum Auktionsende. Entsprechend niedrig sind die Verkaufsquoten auf diesen alternativen Auktionsplattformen, das Angebot quillt immer mehr über vor lauter überteuerten Ladenhütern und demzufolge sind diese Plattformen wenig attraktiv für potenzielle Käufer und keine wirkliche Konkurrenz zum 3-2-1...-Marktführer.
Das Problem scheint also zu sein, dass zu viele meinen, sie müssten unbedingt an jedem auf einer Auktionsplattform gehandelten Artikel verdienen - sei es als Verkäufer oder als Käufer. Das ist aber völlig lebensfremd - mal gewinnt man und mal verliert man. Auch große Unternehmen machen nicht mit jedem Produkt einen Gewinn, es gibt unterschiedliche Deckungsbeitragsgrade, Mischkalkulationen oder sogar Unter-Kosten-Verkäufe. Wenn jemand für jedes alte Taschenbuch oder Massenware-Lot jedoch auf Teufel komm 'raus noch ein paar Cent einheimsen muss anstatt es wegzuwerfen, ist das wohl falsch verstandene Sparsamkeit.
Beste Sammlergrüße
philnum
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Wieder so ein Beispiel:
1,50 Euro das Los und 8,00 Porto !!
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danke Rabaul,
das ist wieder mal ein sehr gutes Beispiel für die absolute Abzocke, einen einfachen Brief nach Deutschland zuzuschicken für 8,00 Euro Porto, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: a c h t Euro, um einen einfachen Brief von Firenze/italien nach Deutschland (steht auch noch extra dabei) zu versenden. Und dann auch noch nur paypal, Europa lässt grüßen.
Da vergeht einem wirklich der Spaß am Handeln. Hier will jemand extrem "verdienen".Gruß von valgrande
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Hallo Rabaul,
Du schreibst:
ZitatDas kann einem doch als Betrachter Wurscht sein! Man überfliegt diese Angebote einfach. Und was heute unverkäuflich schien, fand morgen einen Abnehmer.
Unsinn ist es nur Pfennig-Michel-Einzelwerte einzustellen und diese für 1 Euro verkaufen zu wollen! Solche sonnigen Gemüter sind entweder treu-doof oder abgebrüht gerissen.
Das ist mir überhaupt nicht wurscht! Es ist eine Zumutung, sich durch 200 Angebote auf einer Seite durchquälen zu müssen, um dann zehn interessante rauszufischen. Der Rest ist Informationsmüll, genau wie die Werbezettel in meinem Briefkasten.
Aber Du hast das Problem ja präzise beschrieben: Es sind die ganzen Pfennig-Michel-Einzelwerte, welche den Marktplatz in der Sparte Briefmarken vermüllen. Und die Anbieter sind nicht abgebrüht-gerissen, sondern unterbeschäftigt und - zumindest im Bereich Briefmarken - unqualifiziert.philnum hat es ja mit anderen Worten auch wunderbar auf den Punkt gebracht:
ZitatAuch die so genannte "Volksauktion" mit € 1,- Startpreis und kostenloser Einstellung wird missverstanden und daher missbraucht für an sich völlig unverkäufliches, weil wertloses Zeug.
und
ZitatBei den Wettbewerbern von eBay ist hingegen ein ähnlicher "Vermüllungseffekt" zu beobachten, nur mit dem Unterschied, dass hier nahezu unendlich viele Artikel zu "Mondpreisen" offeriert werden, weil die Einstellung zu jedem möglichen oder auch unmöglichen Startpreis in der Regel kostenlos ist und sich die unverkauften Lose im Gegensatz zu eBay sogar automatisch wiedereinstellen lassen. (...) ...das Angebot quillt immer mehr über vor lauter überteuerten Ladenhütern...
Das scheint mir ebenfalls ein wichtiger Misstand zu sein, der hier von philnum aufgezeigt wird. Und es sind nicht nur delcampe und Co., wo professionelle Händler die Marktplätze vermüllen, bei Ebay ist es längst auch so. Siehe im Altdeutschland-Bereich Angebote von nordphila, thachi alias Pfaffinger-Auktionen uswusf.
Viele Grüße von
Harald
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Zitat
Original von valgrande
danke Rabaul,das ist wieder mal ein sehr gutes Beispiel für die absolute Abzocke, einen einfachen Brief nach Deutschland zuzuschicken für 8,00 Euro Porto, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: a c h t Euro, um einen einfachen Brief von Firenze/italien nach Deutschland (steht auch noch extra dabei) zu versenden. Und dann auch noch nur paypal, Europa lässt grüßen.
Da vergeht einem wirklich der Spaß am Handeln. Hier will jemand extrem "verdienen".Gruß von valgrande
Hallo,
erst mal: Ich finde 8,00 € auch recht happig und würde aus diesem Grunde auch keinen einzelnen Beleg bei diesem Anbieter kaufen.
Aber man sollte schon bei der ganzen Wahrheit bleiben. Der Anbieter verlangt pauschal 8,00 €, egal ob man 1 oder mehrere (viele) Artikel bei ihm kauft. Zudem versendet er per Einschreiben. Für ein A5 Einschreiben nach Italien bezahlt man bei der dt. Post auch schon 5,05 € reine Portokosten. Die italienischen Tarife kenne ich nicht, dürften aber ähnlich sein.
Versandpauschalen sind eben immer nachteilig, wenn man nur eine geringe Menge ordert, haben aber aus meiner Sicht nicht die gleiche "Abzockequalität" wie Versandmodelle, bei denen für jeden Artikel kräftig hinzukassiert wird.
Ich betrachte bei Käufen immer die Gesamtkosten und suche mir danach den Anbieter mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis aus.
Gruß
Phila_Tom -