Lokalausgaben Polen
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Zu diesen Marken mit dem polnischen Überdruck "Na Skarb Narodowy" (für die Staatskasse) schrieb Pete "Im Michel-Osteuropakatalog (mir vorliegende Ausgabe von 1996/97 auf Seite 629) sind die beiden Marken im Anhang zu Polen unter Lokalausgaben 1915-1919 aus Wloclawek katalogisiert. Es wurden verschiedene Wertstufen mittels Handstempel überdruckt, Wert gestempelt jeweils 50,00 Michelmark.
In der Einleitung zu den Lokalausgaben vermerkt der Michel allgemein, dass sowohl Fälschungen zum Schaden der Sammler als auch Stempelfälschungen existieren.
Im polnischen Fischer-Katalog (Band II, Ausgabe 1999, Seite 41) werden die Marken ebenfalls als aus Wloclawek geführt (Nr. 18 und 19), Wert gestempelt jeweils 50,00 Zloty."
Und dvb ergänzte : "Der Stempel auf der Rückseite dieser Marken sollte vom Prüfer "Jungjohann, Heinz Erwin" (BPP 1970–2004) sein. Sofern dieser nicht nachgemacht (gefälscht) wurde."
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Hallo zusammen,
Nur als allgemeine Info zu diesem Thema: In der polnischen Philatelie wird zwischen Stadtpostmarken aus der Zeit des Ersten Weltkriegs und Lokalausgaben aus der Übergangsphase von 1918 bis 1919 unterschieden.
Die Stadtpostmarken entstanden während der deutschen bzw. österreichisch-ungarischen Besetzung im Ersten Weltkrieg.
Die deutschen bzw. österreichischen Besatzungsbehörden übernahmen lediglich den Fernverkehr zwischen den Städten. Die Zustellung innerhalb einer Stadt interessierte sie nicht. Die Empfänger mussten ihre Post daher bei den Besatzungsbehörden selbst abholen.
Deshalb wurden in einigen Städten durch Bürgerkomitees oder Stadtverwaltungen lokale Postämter eröffnet, um die Post innerhalb der Stadt zustellen zu können. Die Stadtpostmarken bzw. Gebührenstempel hatten nur innerhalb der jeweiligen Stadt ihre Gültigkeit. Wollte man einen Brief in eine andere Stadt schicken, musste er zusätzlich mit Marken der Besatzungsmacht frankiert werden.
Lokalpostmarken erschienen direkt beim Kollaps der Mittelmächte im November 1918 und der Entstehung des unabhängigen polnischen Staates.
Nach der Entwaffnung der deutschen und österreichischen Truppen übernahm das neu gegründete polnische Postwesen das Netz. Da es noch keine einheitlichen polnischen Briefmarken gab, wurden die in den Postämtern gefundenen Restbestände der Besatzer genutzt.
Es handelte sich um reguläre Staatspost, deren Verkauf und Verwendung jedoch auf den Bezirk oder die Stadt des jeweiligen Postamts beschränkt war
Anders als die Stadtpost, die eigene Marken mit verschiedenen Motiven herausgab oder eigene Wertaufdrucke verwendete, waren die Lokalmarken überwiegend Überdrucke der deutschen „Germania“-Marken, österreichischer Freimarken oder Feldpostmarken.
Gruß Fritze
PS: Der Text wurde mithilfe einer KI grammatikalisch korrigiert.

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