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Geknitterte Belege

  • CHDDK
  • 26. Mai 2009 um 18:41
  • CHDDK
    Gast
    • 26. Mai 2009 um 18:41
    • #1

    Guten Abend!


    Heute habe ich einen schönen Brief mit einer halbierten Braunschweig #9a bekommen (siehe Anhang). Der Beleg an sich ist noch verhältnismäßig frisch erhalten, nur leider Verläuft ein Knitter quer über den gesamten Umschlag. Es ist kein Bug im herkömmlichen Sinn, d.h. die Papierstruktur scheint nicht wie bspw. bei einem Registraturbug irreversibel gebrochen zu sein, sondern ist lediglich plastisch verformt.
    Nun meine Frage: hat jemand von Euch einen Tipp, wie man so einen Knitter möglichst schonend glätten kann? Ein Wasserbad kommt m.E. nicht in Frage, da sich die Marke ablösen und zudem die Schrift arg in Mitleidenschaft geraten könnte. Ich habe - und jetzt bitte nicht lachen ;) - an Trockenbügeln auf zunächst niedrigster Stufe gedacht, evtl. mit einer Papier- oder Zellstofflage dazwischen, damit das heiße Eisen den Beleg nicht direkt berührt. Danach könnte man den Brief ja nochmal einige Tage unter einen Bücherstapel legen.
    Was meint Ihr dazu?

    Viele Grüße von

    Harald

  • Magdeburger
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    • 26. Mai 2009 um 18:57
    • #2

    Hallo Harald,

    ich würde den Beleg nicht irgendwie behandeln, sondern lieber gerade pressen. Der Gedanke mit Büchern gefällt mir persönlich am besten, allerdings schonend beginnen. Durch leichten Druck würden sich die Knitter alleine herausziehen. Zuviel Druck würde meines Erachten nichts bringen, vielleicht sogar verschlimmern.

    Gru0
    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • Abarten-Hannes
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    • 26. Mai 2009 um 19:35
    • #3

    Zunächst würde ich es schon auch mal mit Bügeln auf niedrigster Stufe probieren, Pergaminpapier dazwischen.
    Allerdings probehalber erst mal am Rand, um zu sehen, wie sich das doch schon betagte Papier dann verhält.

    Viel Erfolg wünscht Dir
    Abarten-Hannes

  • CHDDK
    Gast
    • 26. Mai 2009 um 22:17
    • #4

    Hallo Ulf und Hannes,

    Vielen Dank für Eure Kommentare. Die Idee mit dem allmählichen Pressen hört sich gut an, es scheint sich, im Vergleich mit einem abrupten Pressen durch viel Kraft, vom Ergebnis qualitativ davon zu unterscheiden. Sollte mich das Ergebnis nicht zufriedenstellen, werde ich es wohl tatsächlich behutsam mit einem Bügeleisen versuchen.
    Der ganze "Glättungsprozess" wird sicherlich einige Wochen in Anspruch nehmen, ein vorzeigbares Resultat werde ich natürlich hier zeigen.

    Es grüßt

    Harald

  • toxc
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    2. September 1966 (59)
    • 27. Mai 2009 um 08:30
    • #5

    Hallo,

    Also meine Erfahrung ist dass bei solchen Knittern pressen nicht viel bringt.
    Trockenes Bügeln könnte je nach Papierbeschaffenheit helfen, das kannst Du vorsichtig ausprobieren.
    Wenn das allerdings auch nicht das gewünschte Ergebnis bringt wirds kompliziert, dann mußt Du es entweder sein lassen oder Wasser ins Spiel bringen.
    Das ist allerdings nicht so einfach da Du auf keinen Fall den Brief einfach baden darfst sondern das Papier darf maximal etwas klamm werden, wofür ich momentan zwei Möglichkeiten kenne :
    - Dampf, hier auch sehr behutsam vorgehen und nicht den Brief über einen dampfenden Kochtopf halten :oneien: , gut eignen sich hierfür manche Inhalatoren oder etwa Dampfreiniger (einfach ausprobieren falls Du sowas zur Hand hast). Wichtig ist dass das gerät nicht spritzt sondern sehr gleichmäßig schwach nebelt.
    - Die zweite Möglichkeit ist das anfeuchten durch hohe Luftfeuchtigkeit, was etwas Erfahrung voraussetzt (aber Du kannst ja mit normalem Papier üben). Ehrlich gesagt habe ich es selber auch noch nicht ausprobiert, aber ich kenne Leute die darauf schwören. Die vorgehensweise ist den Brief zusammen mit ein/zwei Schalen Wasser in eine mittelgroße geschlossene Plasitkbox zu legen (der Brief sollte dabei so wenig wie möglich aufliegen z.B. auf unbehandelter Holzwolle). In der Box steigt die Luftfeuchtigkeit und befeuchtet so langsam das Papier. Wichtig ist hier den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, das Papier muss im Idealfall durch und durch klamm sein aber nicht feucht oder gar nass.

    Sobald der Brief so geschmeidig gemacht wurde, lassen sich entweder mit normalem Pressen im Trockenbuch oder mit Bügeln (bei hartnäckigen Fällen) wahre Wunder vollbringen.

  • Magdeburger
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    5. Februar 1961 (65)
    • 27. Mai 2009 um 19:35
    • #6

    Hallo Harald,

    da mich das Thema doch auch sehr stark interessiert, habe ich viel gesucht und bin auch überraschend immer bei "bügeln" gelandet. Es wird aber auch empfohlen, warmes Papier (z. B. leere Seite mit Laserdrucker drucken) auf Dokumente zu pressen.

    Gruss Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • Saguarojo
    Gast
    • 28. Mai 2009 um 12:27
    • #7

    Ich habe es mal folgendermaßen ausprobiert: Brief zwischen zwei angefeuchtete Blatt Löschpapier gelegt und dann trocken gebügelt. Das ist nicht 100 %ig aber es behebt etwas die Falten.
    In Deinem Fall würde ich den Brief so lassen.

  • CHDDK
    Gast
    • 3. Juni 2009 um 15:21
    • #8

    Hej!

    Nach nunmehr einer Woche möchte ich mal ein (Zwischen)Ergebnis des Briefes vorstellen, den ich hier eingangs gezeigt hatte.
    Als Behandlungsmethode habe ich mich nun - unter Berücksichtigung Eurer Tipps - für folgendes Vorgehen mit Bügeleisen entschieden:
    1. Der Brief wurde auseinandergefaltet und auf ein sauberes Blatt A4-Blatt gelegt, als Unterlage (Widerstand) diente ein entsprechend großes Buch.
    2. Über den Brief wurde eine etwa A5-große Pergamintasche gelegt.
    3. Daraufhin erfolgte der Einsatz eines Dampfbügeleisens, zunächst auf unterer Hitzestufe
    4. Nach mehrmaligen, vorsichtigen "Trockenbügeln" kam der Wasserdampf des Bügeleisens zum Einsatz, dabei wurde auf mittlere Hitze hochgeschaltet, um einen feineren Dampf zu erzeugen
    5. Nun wurde abwechselnd Dampf direkt (also ohne Pergaminzwischenlage) aus ca. 30cm Abstand auf die ausgefaltete Briefinnenseite aufgetragen, gleich im Anschluß wurde wieder mit Pergaminzwischenlage trocken gebügelt
    6. Nach insgesamt etwa 30 min Bügeleiseneinsatz wurde der Brief wieder zusammengefaltet und zum Abschluß noch 48 Std. mit etwa 5kg Büchern gleichmäßig belastet


    Das Ergebnis seht Ihr im Anhang. Leider habe ich keinen hochauflösenden Scan des Ausgangszustandes, deshalb seht Ihr nun folgende Bildreihenfolge:
    a) Briefvorder- und Rückseite Ausgangszustand
    b) Briefvorderseite nach der Behandlung
    c) Briefrückseite nach der Behandlung
    d) Briefvorderseite nach der Behandlung als höchauflösender Scan
    e) Briefrückseite nach der Behandlung als höchauflösender Scan

    Fazit: Der Brief scheint die Behandlung mit Bügeleisen gut überstanden zu haben, ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Wichtig war mir, daß das Bügeleisen zu keinem Zeitpunkt den Brief direkt berührt, sondern dieser immer mit dem erstaunlich robusten Pergamin abgedeckt war. Die Auflage des heißen Eisens dauerte maximal 10 Sekunden, mit jeweils etwa 20 bis 30 sek. Pause dazwischen. Das Auftragen des Dampfes erwies sich als sinnvoll, von Vorteil war auch die unbeschriebene, also tintenfreie Briefinnenseite, auf die ich den Dampf direkt auftragen konnte, ohne befürchten zu müssen, daß die Schrift in Mitleidenschaft gerät. Problem: ich weiß bisher nicht genau, wie ich einen vollständig beschriebenen Brief mit Dampf behandeln würde. Andererseits würde ich wahrscheinlich beim nächsten Versuch mit leerer Briefinnenseite gleich mit Dampf beginnen, also auf das vorherige Trockenbügeln vollständig verzichten.
    Die Detailabbildungen des behandelten Briefes habe ich deshalb angefügt, um einen genaueren Eindruck von der Papierstruktur zu gewähren. Es fällt auf, daß insbesondere an den Rändern einige Falten nahezu verschwunden sind. Andere Falten wiederum sind geblieben, wenn auch in abgeschwächter Form. Evtl. bewirkt die Hitze des Bügeleisens eine Papierdehnung und bei gleichzeitigem Druck eine "Überfaltung" einzelner Oberflächenbereiche. Eine solche Überfaltung ist m.E. sehr gut auf dem Wort "Pastor" in der Anschrift zu erkennen: hier ist eine waagerechte Falte kaum verschwunden, stattdessen hat sie sich selbst überlappt. Ich glaube, so etwas ist kaum noch sinnvoll veränderbar, ich werde den Brief deswegen auch vorerst in diesem Zustand belassen.

    Ich danke Euch an dieser Stelle nochmals herzlich für Eure Tipps und freue mich natürlich über weitere Anregungen! :)

    Viele Grüße von

    Harald

  • Saguarojo
    Gast
    • 3. Juni 2009 um 15:36
    • #9

    Es freut mich, dass Du Erfolg hattest!!!

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