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Brief 1949 Nachgebühr

  • mar-vel
  • 29. April 2009 um 20:45
  • mar-vel
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    • 29. April 2009 um 20:45
    • #1

    Hallo,

    ich habe heute diesen Brief bekommen.
    Nun würde ich gerne wissen, warum eine Nachgebühr von 36 Pfennig ? erhoben wurde.
    Die Marken durften doch noch zu 1/10 des Wertes verwendet werden oder? Dann komme ich auf 19,2 Pfennig. ein Brief im Fernverkehr kostete 20 Pfennig. Oder liege ich da jetzt total falsch?

    Vielen Dank für Eure Hilfe
    Schönen Gruß
    Marc

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    Ich suche Bremer Schüsselstempel auf Brief zum Tausch oder Kauf.
    Ich bin auch dankbar für Tipps zu Auktionen oder Händlern.

  • Baldersbrynd
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    • 29. April 2009 um 21:03
    • #2

    Hallo mar-vel

    Die Briefmarken waren nicht mehr güldig in die drei Westsectoren nach 23.6.1948.
    Der Porto war 24 Pf bis 31.8.1948, der Nachgebürh war 1½ mal fehlende Porto also 36 Pf.

    Viele Grüße
    Jørgen

    Einmal editiert, zuletzt von Baldersbrynd (29. April 2009 um 21:04)

  • soaha
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    • 29. April 2009 um 21:16
    • #3

    Hallo mar-vel,

    deiner trägt den 26.06.1948 also gilt noch der Tarif:
    erste Gewichtstuffe 20gr, 24Pf.,
    zweite >> >> > bis 50gr, 48Pf.

    Scheint als ob der Brief über 20gr gewogen hatte.

    Grüße
    soaha

    Verstehen heißt verstehen wollen.

  • soaha
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    • 29. April 2009 um 21:17
    • #4

    wow! hier sieht man das man ca. über! eine viertel Stunde braucht um eine Anwort zu erstellen.

    Verstehen heißt verstehen wollen.

  • uli
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    • 29. April 2009 um 21:21
    • #5
    Zitat

    Dann komme ich auf 19,2 Pfennig. ein Brief im Fernverkehr kostete 20 Pfennig. Oder liege ich da jetzt total falsch?


    7*24=168
    2*12=24
    1*50=50
    168 + 24 + 50 = 242.

    Soweit, so gut.

    Meine Quellen meinen aber allesamt, dass das Porto 20 Pfg. betrug und nicht 24 Pfg ... ?(
    Tun sie nicht, ich sollte mal in die richtige Spalte gucken. Ist wohl besser, ich gehe jetzt :zZz:

    Gruß
    Uli

    Suche Bund-Marken mit Stempel aus Düsseldorf! 
    Meine Tausch- und Verkaufsangebote im Philaforum --->  Ulis Flohmarkt

    Einmal editiert, zuletzt von uli (29. April 2009 um 22:20)

  • soaha
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    • 29. April 2009 um 21:35
    • #6

    Stimmt was @Jørgen schreibt, Währungsreform schon ab den 21.06.1948, also dürften die Marken nicht mehr gültig gewesen sein.

    Verstehen heißt verstehen wollen.

  • mx5schmidt
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    • 29. April 2009 um 21:36
    • #7

    Hallo Marc,

    Jørgen hat absolut korrekt erklärt:

    War hier nichts mehr mit Zehnfachfrankatur, denn die Marken waren in Deinem geliebten Bremen nach dem 23.06.1948 nicht mehr gültig und wurden daher durch Umrahmen als ungültig gekennzeichnet und der Tagesstempel vom 26.6.48 wurde neben die Marken gesetzt.

    Somit galt der Brief als unfrankiert aufgegeben und wie Jørgen korrekt geschrieben hat wurde das Eineinhalbfache des Fehlportos als Nachgebühr erhoben.

    Das Fehlporto war der bis 31.08.1948 geltende Tarif von 24 Pf für einen Brief bis 20 g im Fernverkehr, wie er hier vorliegt.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

  • mar-vel
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    • 29. April 2009 um 21:38
    • #8

    Vielen Dank Euch allen.
    Da habe ich wieder etwas gelernt...

    Schönen Gruß
    Marc

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    2 Mal editiert, zuletzt von mar-vel (29. April 2009 um 21:40)

  • balf_de
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    • 29. April 2009 um 21:46
    • #9

    Hallo mar-vel !
    Dass ich hier helfen kann, verdanke ich dem Forum, genauer gesagt Kontrollratjunkie, der mich kürzlich auf einen Beleg mit Zehnfach-Frankatur aufmerksam gemacht hat.
    In meinem Michel steht zu diesem Thema:
    "Zehnfach-Frankaturen der MiNr. 911-970 waren vom 21. bis 23.6.1948 (erste Briefkastenleerung), in der sowjetischen Zone vom 24.6.-31.7.1948 möglich ..."
    Kiel war zwar nicht weit weg von der Grenze, aber eindeutig nicht in der sowjetischen Zone; Dein Drief vom 26.6. war also leider 3 Tage zu spät aufgegeben worden.
    Das Porto für Standardbriefe bis 20 Gramm im Fernverkehr betrug vom 1.3.1946 bis zum 31.8.1948 24 Pfennige. Das Strafporto entsprach dem 1 1/2-fachen Porto, also 36 Pfennigen.
    Baldersbrynd hat Recht!
    Viele Grüße
    balf_de

  • mar-vel
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    • 29. April 2009 um 22:37
    • #10

    @ balf_de
    Dir auch noch mal vielen Dank für Deine Antwort

    Ich werde Eure Beschreibungen zu meinem Brief hinzufügen.

    Schönen Gruß
    Marc

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  • Kontrollratjunkie
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    • 29. April 2009 um 23:16
    • #11

    Der Brief wunde wunderbar erklärt, alles richtig.

    Obwohl sich der Absender mit der Frankatur sichtlich Mühe gegeben hatte, war die ganze Mühe umsonst und der Brief wurde als gänzlich unfrei behandelt. Und das völlig zu Recht.

    U.U. hat der Absender in diesen schwierigen Zeiten einfach nicht mitbekommen, daß die Möglichkeit der Zehnfachfrankatur in den westlichen Besatzungszonen eben nur drei Tage möglich war, während die Menschen in der SBZ und im sowjetischen Sektor von Groß Berlin ca. 5 Wochen Zeit hatten, ihre Reichsmarkbestände aufzubrauchen.
    Man kann sich noch heute lebhaft vorstellen, was bei diesem Währungsgefälle da schwarz verdient wurde..........

    Gruß
    KJ, der sich auf`s Altenteil zurückziehen kann :O_O:

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