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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Einige Anfängerfragen (Prüfung, Wertermittlung, Bezugsquellen)

  • Etruscan
  • 26. Januar 2009 um 22:25
  • Etruscan
    neues Mitglied
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    6. Oktober 1988 (37)
    • 26. Januar 2009 um 22:25
    • #1

    Hallo,

    ich habe mich letztens zum ersten Mal nach langer Zeit wieder meiner alten Sammlung zugewandt, die ich schon im frühen Kindesalter begonnen habe. Und ich stehe nun vor der Frage, ob ich das Sammeln eventuell nochmal anfangen sollte.
    Heute will ich mich natürlich etwas professioneller mit dem Thema auseinandersetzen. Daher habe ich noch einige Fragen, die mir hier hoffentlich beantwortet werden können:

    1. Wie genau ist das mit geprüften Marken? Wie erkennt man eine solche? Ist es wirklich so, dass der Prüfer dann nur seinen Namen in unleserlicher Schrift unten in die Ecke der Rückseite kritzelt? Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese leichter gefälscht werden kann, als die Marke selbst.
    Reicht eine solche Prüfung eines BPP-Prüfers per Unterschrift aus, um die Echtheit einer Marke ausreichend zu "beweisen"?
    Wie sieht es mit Attesten aus? Sind sie von großem Vorteil gegenüber einer normalen Prüfung?

    2. Ich peile die dt. Besatzungsgebiete im WKII als Sammelgebiet an. Ich finde die Angebote von maximilianneis und robert.brunel zu diesem Gebiet bei ebay interessant. Hat jemand Erfahrung mit diesen Anbietern und ob sie seriös sind/garantiert echte Marken wie beschrieben liefern, besonders ersterer? Robert Brunel ist ja recht bekannt als Prüfer. Allerdings habe ich ein generelles anfängliches Misstrauen gegenüber Leuten, welche Dinge verkaufen, die sie selbst geprüft haben. Außerdem frage ich mich, warum er nicht alle von ihm angebotenen Marken von Wert als geprüft mit Signatur verkauft, zumal wenn diese aus seinem Prüfungsgebiet stammen. Solche Marken könnte man doch sicher besser und teurer verkaufen!?

    3. Sind Marken gestempelt oder ungestempelt wertvoller? Natürlich wird es auch auf den Stempel ankommen, aber wie sieht es generell bei einem 0815-Stempel aus? Ist das ganze vielleicht nur Geschmackssache?

    4. Was genau sind "Privatausgaben"?

    5. Wie wird generell der Wert einer Marke unabhängig vom Zustand ermittelt? Diese hier hat z.B. ein beigefügtes Attest von dem hier offensichtlich sehr angesehenen Gerhard Krischke, welcher ihr Echtheit und eine Auflage von nur 100 Exemplaren bescheinigt. Trotzdem wird sie für "nur" 320,00€ angeboten. Müsste etwas so seltenes nicht deutlich mehr wert sein?


    So, eine Menge Fragen. Ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen :)

  • Max und Moritz
    Stamm Mitglied
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    • 26. Januar 2009 um 23:21
    • #2

    Hallo Etruscan,

    willkommen im Forum. Als Sammler der Deutschen Besetzungsausgaben des II. WK fühle ich mich natürlich direkt angesprochen.

    Zunächst einmal. Kennst du diesen Thread hier?

    http://www.philaforum.com/forum/thread.php?threadid=6822

    Hierin behandeln wir die Besetzungsausgaben des II. Weltkrieges speziell. Wenn du Fragen zu diesem Thema hast, kannst du immer dort posten. Wir werden uns kräftig bemühen, dir zu helfen.

    Zunächst einmal kurz zu deinen Fragen.

    1. Signa reichen nicht für eine Echtheitserkennung aus. Du hast recht, sie können leicht gefälscht werden und werden es auch. Signa dienen nur als Dokumentation des Prüfergebnisses gegenüber dem AUFTRAGGEBER der Prüfung. Natürlich ist der Erwerb einer signierten Marke etwas weniger riskant als der einer ungeprüften. Aber die Restunsicherheit bleibt. Die meisten Prüfer prüfen ihr eigenes Signum kostenlos nach.
    Die Frage mit den Attesten (oder günstiger Befunde oder Kurzbefunde) kannst du dir eigentlich schon selbst beantworten. Sie sind fälschungssicher und könne von allem der Erleichterung eines späteren Verkaufs dienen. Marken mit Attest sind garantiert wie in der Beschreibung dort aufgeführt. Vorsicht bei älteren Attesten. Der Zustand der Marke kann sich verändert haben (natürlich nur zum schlechteren).

    2. Die Angebote von den von dir genannten Anbietern sind seriös. Über die Preise sag ich jetzt nix. Das lieber per PN. Das Mißtrauen gegenüber Herrn Brunel ist nicht gerechtfertigt. Ketzerisch gefragt: Wen willst du denn sonst nach der Echtheit einer Marke fragen als den derzeit aktuell zuständigen Verbandsprüfer?
    Herr Krischke ist inzwischen 78 Jahre alt.

    3. Diese Frage ist so nicht beantwortbar. Hängt von der Seltenheit ab. manche Marken sind ungebraucht selten, andere gestempelt.
    Manchmal sind 08/15-Stempel beliebt, manchmal nicht.
    Hier müßtest du schon konkreter fragen.

    4. zu den Privatausgaben findest du ellenlange Ausführungen von mir im bereits oben erwähnten Thread.

    5. Der "Wert" von Briefmarken richtet sich nicht nur nach Angebot, sondern auch nach Nachfrage.... :D

    Generell läßt sich aber sagen, daß für Marken der dt. Besetzung II. Weltkrieg allein auf Grund der Seltenheit recht hohe Preise verlangt und erzielt werden. Es ist halt ein recht teures und exklusives Sammelgebiet, welches hochinteressant, aber leider auch recht teuer ist.

    Viele Grüße
    MuM

  • Kontrollratjunkie
    Stamm Mitglied
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    • 26. Januar 2009 um 23:56
    • #3

    Etruscan

    Zunächst Herzlich Willkommen im Forum und Glückwunsch zur Entscheidung, sich mit den spannenden und anspruchsvollen Gebiet Deutsche Besetzung II. Weltkrieg beschäftigen zu wollen.

    Die Grundinfos hat mein Vorredner schon aufgelistet. Wenn Du Dir die Threads zum II. Weltkrieg und zum Sudetenland durchgesehen hast, wirst Du bestimmt viele Deiner Fragen beantwortet sehen.

    Noch kurz zu den Angeboten, ohne Werbung machen zu wollen: Herr Brunel ist mir als sehr seriöser und kenntnisreicher Prüfer und Händler bekannt. Bisher habe ich nur beste Erfahrungen mit ihm gemacht. Und das waren nicht wenige........ :D

    Ob eine Marke selten ist, oder nicht und ob der Preis günstig ist, entscheidet der Markt, also wir alle.
    Wenn eine Marke mit einer Auflage von 100 Stück 320 EUR kostet, ist das eine Stange Geld, aber trotzdem günstig zu nennen.
    Vergiß aber bitte nicht, daß die Marke aus dem erwähnten Angebot ein Probedruck der Indischen Legion ist.
    Diese nicht ausgegebenen Marken werden heute als Vignetten bezeichnet und ein Probedruck hiervon ist eben keine Michel-Hauptnummer, die jeder Vordrucksammler unbedingt benötigt.
    Abgesehen davon, wird es für dieses kleine Teilgebiet der Besetzungsausgaben in dieser Tiefe nicht so viele Sammler geben.

    Zu Herrn Krischke bei Bedarf mehr über PN.

    Gruß
    KJ

    Einmal editiert, zuletzt von Kontrollratjunkie (26. Juli 2009 um 20:11)

  • Max und Moritz
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    • 27. Januar 2009 um 09:39
    • #4

    Heute morgen will ich nochmal etwas näher auf deine Fragen zur Prüfung eingehen.

    Zitat

    Ist es wirklich so, dass der Prüfer dann nur seinen Namen in unleserlicher Schrift unten in die Ecke der Rückseite kritzelt

    Das war früher mal so. Altprüfungen sehen teilweise so aus. Die meisten Prüfer haben allerdings einen sauberen Namensstempel benutzt. Mit Gründung des BPP wurde das Prüfwesen vereinheitlicht, unter anderem auch die Form der Signatur. Näheres kannst du in der Prüfordnung nachlesen. Die steht in jedem Michel-Katalog.

    Zitat

    Außerdem frage ich mich, warum er nicht alle von ihm angebotenen Marken von Wert als geprüft mit Signatur verkauft, zumal wenn diese aus seinem Prüfungsgebiet stammen. Solche Marken könnte man doch sicher besser und teurer verkaufen!?

    Du unterliegst einem Irrtum. Alle Marken aus seinem Prüfgebiet sind natürlich von ihm geprüft und meistens auch signiert.
    Generell gibt es allerdings zwei Gründe, warum Briefmarken teilweise nicht signiert werden.

    1. Billige Marken von geringem Handelswert werden laut Prüfordnung teilweise nicht geprüft, insbesondere wenn eine Verwechselungsgefahr mit teuren Marken besteht. Dies ist natürlich eine Schutzvorschrift für Sammler, aber auch andererseits für die Prüfer. Denn viele Prüfer würden sonst mit Prüfaufträgen mit allerbilligsten Marken zugeschüttet. Und da der Prüfaufwand für eine billige Marke gleich hoch ist wie für eine teure, würde das Ganze für den Prüfer wirtschaftlich gesehen keinen Sinn mehr machen. Dh. heißt, er zahlt drauf.

    2. Viele Sammler wünschen keine Signaturen auf der Rückseite der Marken (so wie ich). Diese Sammler empfinden eine Signatur als Beeinträchtigung der Briefmarke. Sie sammeln lieber tatsächlich postfrisch, also wie am Schalter verausgabt. Das Prüfproblem umgeht man, indem man die Marken per Attest oder Befund oder für günstigere Marken per Kurzbefund prüfen läßt. Dies ist zwar etwas teurer, bietet aber den Vorteil, daß die Marke einerseits ohne beeinträchtigendes Signum geprüft ist und andererseits leichter wieder verkaufbar, da auch Kurzbefunde mit Foto der Marke und Siegel versehen sind und so die Echtheit für Dritte garantieren können.

    Viele Grüße
    MuM

  • sudetenphilatelie
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    • 27. Januar 2009 um 16:52
    • #5
    Zitat

    Original von Etruscan

    Ich peile die dt. Besatzungsgebiete im WKII als Sammelgebiet an.


    Auch von mir ein herzliches Willkommen im Philaforum, Etruscan.

    Wenn du dich für die dt. Besatzungsgebeite WKII interessierst, solltest du unbedingt dir auch das Sudetenland anschauen. Hier gibt es äußerst geringe Auflagen und die Preise sind (noch) erschwinglich, da dieses Gebiet über Jahrzehnte vernachlässigt war. Erst in jüngster Zeit ist in dieses Gebiet Bewegung gekommen und es gibt noch vieles zu erforschen/entdecken (Nachholbedarf!).

    Weitere Infos zu diesem Thema unter:

    sudetenphilatelie
    http://sudetenphilatelie.npage.de/

  • Etruscan
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    • 27. Januar 2009 um 18:25
    • #6

    Hallo,

    vielen Dank erstmal für die netten und ausführlichen Antworten!


    Max und Moritz

    Ja, den Thread kenne ich. Der hat wohl einen nicht ganz unerheblichen Anteil daran, dass ich mich für dieses Gebiet so besonders interessiere. Die dortigen Angaben wg. der Privatausgaben muss ich irgendwie übersehen oder übersprungen haben.
    Ich habe dort sogar eine Marke gefunden die ich bereits besitze, auch wenn sich nach weiterer Suche im Forum herausgestellt hat, dass sie kaum etwas wert ist.

    Aber eine Frage habe ich zu den Privatausgaben trotzdem noch: Gab es noch einen anderen Grund damals, solche Ausgaben zu erwerben außer die Spende selbst? Denn zugelassene Marken zur Frankierung waren sie ja nie, folgerichtig sollte es auch keine gestempelten Marken geben.

    Wegen dem Attest: Schade zu sehen, dass der Markt tatsächlich so fälschungsüberflutet ist. Welche Unterschiede existieren zwischen Befund, Kurzbefund und Attest?
    Und wie teuer kommen einen die einzelnen Nachweise in etwa? Ich weiß, dass die Mindestprüfgebühr bei 20.- liegt und man bei einer "falsch"-Bewertung weniger zahlen muss.
    Eventuell könnte man bei einem teureren Kauf bei Brunel ja mal nachfragen, ob er gegen einen entsprechenden Aufpreis gleich ein Attest/Befund mitschickt.

    Übrigens: Kann man nicht unter best. Voraussetzungen auch trotz des Attest besch*****? Zum Beispiel wenn sich der Zustand der attestierten Marke verschelchtert und diese dann durch eine Reproduktion ersetzt oder meinetwegen nachgummiert wird?
    Aber ich befürchte auch die Antwort auf diese Frage kann ich mir schon denken: "Vorsicht bei älteren Attesten. Der Zustand der Marke kann sich verändert haben (natürlich nur zum schlechteren)." Das sagt es ja eigentlich bereits. Damit wäre selbst ein Attest kein sicherer Nachweis.

    Und kann man mit einem Attest auch mehr als eine Marke, bzw. einen ganzen Satz prüfen lassen?

    Dass es jeweils nur einen Prüfer pro Gebiet gibt, wusste ich nicht.


    Zitat


    1. Billige Marken von geringem Handelswert werden laut Prüfordnung teilweise nicht geprüft, insbesondere wenn eine Verwechselungsgefahr mit teuren Marken besteht. Dies ist natürlich eine Schutzvorschrift für Sammler, aber auch andererseits für die Prüfer. Denn viele Prüfer würden sonst mit Prüfaufträgen mit allerbilligsten Marken zugeschüttet. Und da der Prüfaufwand für eine billige Marke gleich hoch ist wie für eine teure, würde das Ganze für den Prüfer wirtschaftlich gesehen keinen Sinn mehr machen. Dh. heißt, er zahlt drauf.


    Genau deshalb schrieb ich ja Marken "von Wert". Natürlich kann es sein, dass wir unterschiedliche Vorstellungen von einer "wertvollen" Marke haben. Ab wann würdest du sagen, lohnt sich eine Prüfung?

    Die oben gestellten Fragen können natürlich von jedem hier beantwortet werden der etwas weiß, nicht nur Max und Moritz :)

    Danke auch dir und Kontrollratjunkie für die Informationen über die Azad Hind -Marke, das hat einiges aufgeklärt.


    sudetenphilatelie:

    Auf die Seite bin ich auch schon gestoßen, auch wenn ich sie mir da nur kurz angesehen habe. Ich werde bald auf jeden Fall nochmal einen genaueren Blick drauf werfen.

  • Phila_Tom
    Stamm Mitglied
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    1.040
    • 27. Januar 2009 um 19:31
    • #7
    Zitat

    Original von Etruscan
    Wegen dem Attest: Schade zu sehen, dass der Markt tatsächlich so fälschungsüberflutet ist. Welche Unterschiede existieren zwischen Befund, Kurzbefund und Attest?

    Eine ausführliche Beschreibung findest Du hier: http://www.bpp.de
    Wenn Du in der Suchfunktion "Attest", "Befund" oder "Kurzbefund" eingibst findest Du sicher sehr schnell diverse Threads wo dieses Thema bereits ausführlich besprochen wurde und entsprechende Abbildungen vorhanden sind.

    Zitat

    Original von Etruscan
    Und wie teuer kommen einen die einzelnen Nachweise in etwa? Ich weiß, dass die Mindestprüfgebühr bei 20.- liegt und man bei einer "falsch"-Bewertung weniger zahlen muss.

    Die Preise stehen auch auf der o.g. Website.

    Zitat

    Original von Etruscan
    Eventuell könnte man bei einem teureren Kauf bei Brunel ja mal nachfragen, ob er gegen einen entsprechenden Aufpreis gleich ein Attest/Befund mitschickt.

    Ich gehe mal davon aus, dass Herr Brunel treure Marken bereits ohne Nachfrage entsprechend dem Wert geprüft, mit Befund oder Attest anbietet.

    Zitat

    Original von Etruscan
    Übrigens: Kann man nicht unter best. Voraussetzungen auch trotz des Attest besch*****? Zum Beispiel wenn sich der Zustand der attestierten Marke verschelchtert und diese dann durch eine Reproduktion ersetzt oder meinetwegen nachgummiert wird?
    Aber ich befürchte auch die Antwort auf diese Frage kann ich mir schon denken: "Vorsicht bei älteren Attesten. Der Zustand der Marke kann sich verändert haben (natürlich nur zum schlechteren)." Das sagt es ja eigentlich bereits. Damit wäre selbst ein Attest kein sicherer Nachweis.

    Ja, betügen kann man immer, wenn man will! Das ist nicht nur bei Briefmarken so.
    Aber Attest weisen Abbildungen der Marken auf. I.d.R. ist jede Briefmarke eindeutig identifizierbar (z.B. an der Zähnung). So lässt sich feststellen, ob die Marke auch zu dem Attest gehört und sich in dem attestierten Zustand befindet.
    Bei der Vorsicht gegenüber älteren Attest spielt auch das Voranschreiten der Forschung ein Rolle.

    Zitat

    Original von Etruscan
    Und kann man mit einem Attest auch mehr als eine Marke, bzw. einen ganzen Satz prüfen lassen?

    Ja.

    Zitat

    Original von Etruscan
    Dass es jeweils nur einen Prüfer pro Gebiet gibt, wusste ich nicht.

    Stimmt auch nicht. Z.B. Herr Hettler und Herr Andreas Schlegel prüfen AM-Post. Die Liste der Beispiel lässt sich noch wesentlich erweitern. Auch hier hilft ein Blick auf die Seite des BPP um sich einen Überblick zu verschaffen.

    Zitat

    Original von Etruscan
    Ab wann würdest du sagen, lohnt sich eine Prüfung?

    Wenn ich mich richtig errinnere wird auf der Seite des BPP von einem Richtwert von 50€ Katalogwert gesprochen. Es gibt aber Unterschiede je Sammelgebiet und Grad der Fälschungsgefährdung.

    Gruß
    Phila_Tom

  • Max und Moritz
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    • 27. Januar 2009 um 23:19
    • #8
    Zitat

    Aber eine Frage habe ich zu den Privatausgaben trotzdem noch: Gab es noch einen anderen Grund damals, solche Ausgaben zu erwerben außer die Spende selbst? Denn zugelassene Marken zur Frankierung waren sie ja nie, folgerichtig sollte es auch keine gestempelten Marken geben.

    Eigentlich gab es den nicht. Vielleicht noch Werbung?
    Gestempelte Marken gibt es allerdings davon. Aber wie du richtig vermutest, waren sie nicht frankaturgültig und auch nicht notwendig für eine ordentliche Beförderung. Sie waren nur als Spendenvignette/Ausdruck der Solidarisierung auf den Sendungen ZUGELASSEN. Die vorkommenden Stempel auf den Marken sind also entweder auf Unkenntnis der Postbeamten/Feldpostsoldaten zurückzuführen oder auf Gefälligkeit. Es gibt zum Beispiel eine Menge Briefe mit Vignetten der wallonischen Legion, die an Leon Degrelle gerichtet waren, dem politischen Führer der wallonischen Freiwilligen an der Ostfront.

    Einmal editiert, zuletzt von Max und Moritz (27. Januar 2009 um 23:20)

  • Etruscan
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    • 25. Juli 2009 um 15:23
    • #9

    So, nachdem ich nun schon etwas angefangen habe, mir eine Sammlung aufzubauen, habe ich nochmal nach Informationen zur Aufbewahrung der Marken gesucht und bin inzwischen komplett verwirrt.

    Mir ist aufgefallen, dass wirklich jeder etwas anderes sagt, welche Farbe der Karton haben sollte, wie sich welches Material der Klemmstreifen auf die Marken auswirkt, ob man Vordrucke benutzen sollte oder nicht, etc.

    Die Frage kann natürlich jeder beantworten, aber speziell von den Sammlern der Besatzungsphilatelie würde ich gerne wissen, wie ihr eure Marken aufbewahrt!?

    Gibt es vielleicht noch spezielle Punkte, die man bei diesem Gebiet beachten sollte, z.B. dass sich die Marken mit irgendeinem Material besonders schlecht vertragen?

    Vielleicht kann ja sogar jemand Vordrucke als Datei zur Verfügung stellen, das wäre natürlich super :D

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
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    • 25. Juli 2009 um 15:53
    • #10

    Hallo und Willkommen nach langer Zeit,

    die Problematik verschiedener Aufbewahrungsarten in Kurzform:

    - Einsteckbücher aus schwarzem Karton haben die unangenehme Eigenschaft, dass sich die Markenrückseiten teilweise schwarz färben, weil die Gummierung oder Restgummi - auch bei schon abgelösten, also gestempelten Marken - mehr oder weniger festpappen kann und beim Herausnehmen dann schwarze Faserrückstände anhaften. Bei Einsteckalben mit weißen Seiten und möglichst Pergaminstreifen und Pergaminzwischenblättern besteht diese Gefahr kaum.

    - Warum Pergaminstreifen/-zwischenblätter? Es gibt so genannte Bleisulfidschäden, wandernde Fluoreszenz und andere chemische Veränderungen von Marken(farben), die offensichtlich durch bestimmte Kunststofffolien ausgelöst oder befördert werden. Klemmtaschen, wie sie in den meisten Vordruckalben verwendet werden, sind davon nicht betroffen. Zum Schutz besonders wertvoller Exemplare vor mechanischen Beschädigungen hat sich der Gebrauch von Klemmtaschen auch bei Aufbewahrung im Einsteckalbum oder auf Steckkarten bewährt.

    - Vordruckalben: Bei Sammelgebieten, wie Besetzungsausgaben im II. Weltkrieg, empfehlen sich nicht unbedingt starre Vordruckalben mit ihren jeweiligen Vordruckfeldern für jede Marke/Kataloghauptnummer einmal. Erstens gibt es von fast allen Hauptnummern auch diverse Untertypen - wie bringt man die in so einem Vordruckalbum unter? Zweitens gibt es außer losen Marken auch Briefstücke (Marken auf Briefumschlagrest, meist wegen dem Stempel so aufgehoben). All das passt in kein schematisches Vordruckblatt. Drittens sind manche teuren Marken unerreichbar, die ewige(n) Lücke(n) im Album könnten also stören. Besser man beginnt mit einfachen Einsteckalben - siehe oben weiß und Pergamin - oder auch praktischen Steckkarten in einer Aufbewahrungsbox, weil das unausweichliche Umstecken, Umsortieren usw. damit erleichtert wird und markenschonender verläuft.

    Bei ausreichend vorhandenem Material kann man eigene Albumseiten auf Blankoblättern (am besten PC-Drucker-taugliches Format DIN A 4) gestalten. Das macht nicht nur Spaß, selbst Texte dazu zu schreiben, vielleicht auch Abbildungen, (Kurz-)Befunde usw. mit aufzunehmen, sondern schafft auch eine individuelle Sammlung je nach Spezialisierung.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

    Einmal editiert, zuletzt von philnum (25. Juli 2009 um 16:04)

  • Max und Moritz
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    • 25. Juli 2009 um 16:07
    • #11

    Ich benutze schwarze Einsteckalben, weil sie einfach schöner aussehen. Über die dabei allerdings bestehende Gefahr hat Philnum berichtet. Daher kommen die meisten Marken noch zusätzlich in eine Hawid-Klemmtasche. Das schützt auch gut vor mechanischen Beschädigungen, wenn man die Marken bewegt oder anderen Feuchtigkeitsschäden wie bspw. beim Niesen. Schöner sind auf Dauer sicherlich die sebstgestalteten Seiten. Irgendwann werde ich darauf umsteigen.

  • Etruscan
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    6. Oktober 1988 (37)
    • 26. Juli 2009 um 21:26
    • #12

    Ja, die Problematiken der verschiedenen Aufbewahrungsformen kenne ich in etwa.

    Allerdings scheint es auch bei Pergaminstreifen zu Fluoreszenzproblemen zu kommen wie hier, etwas weiter unten. Kann man Veränderungen in der Fluoreszenz eigentlich nur unter der UV-Lampe sehen? Wenn ja, dann gibt es sicher schlimmere Arten der Beschädigung. Sind denn noch andere Probleme bei weißen Alben mit Pergaminstreifen bekannt (außer natürlich mechanische)?

    Und die meisten Probleme bei Folienstreifen kommen wohl von PVC, wenn man also Alben finden könnte, in denen kein PVC verarbeitet ist, sondern z.B. Polystyrol...

    Aber ich tendiere inzwischen stark dazu es so zu machen, dass ich mir ein Album mit weißen Seiten und Pergaminstreifen besorge und für eventuelle Raritäten dann halt zusätzlich mit HAWID-Tasche ins Album.

    Auch habe ich gelesen, dass es auch unter den Einsteckbüchern mit weißem Karton und Pergaminstreifen noch teilweise recht deutliche Unterschiede gibt; Muss man da also sonst noch auf irgendwas achten?

    Ich habe gerade diesen Artikel im Auge, aber der Preis verwundert mich etwas. Und das Album findet man bei Leuchtturm auch nirgends auf der Homepage.

    Einmal editiert, zuletzt von Etruscan (26. Juli 2009 um 21:30)

  • SammlerBernd
    Gast
    • 26. Juli 2009 um 21:30
    • #13

    was ist
    da ugewöhnlich- die billigste Qualität von LT

  • mtcyrus
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    29. Juli 1980 (45)
    • 26. Juli 2009 um 22:06
    • #14

    der Preis ist schon sehr gut für Neuware da kann man nichts sagen und ich denke mit Lreuchturm machst du nicht viel verkehrt.

    MfG

    Suche momentan, dringend Belege von Berlin von Anfang bis Ende, egal was:
    Erstagsbriefe, Erstagsblätter, Mischfrankaturen, Einzelfrankaturen, Mehrfachfrankaturen, aber wenn möglich in sammelwürdiger Qualität.

  • asmodeus
    Moderator
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    • 27. Juli 2009 um 06:47
    • #15

    Die Alben sind nicht schlecht! Ich benutze sie für meine Sammlung und sie halten schon eine Ewigkeit.

  • Online
    uli
    Stamm Mitglied
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    Männlich
    • 27. Juli 2009 um 08:58
    • #16
    Zitat

    Die Alben sind nicht schlecht! Ich benutze sie für meine Sammlung


    dito. Ca. 9 Euro pro Stück ist für diese Alben bei ebay ein normaler Preis.
    Gruß
    Uli

    Suche Bund-Marken mit Stempel aus Düsseldorf! 
    Meine Tausch- und Verkaufsangebote im Philaforum --->  Ulis Flohmarkt

  • SammlerBernd
    Gast
    • 27. Juli 2009 um 09:01
    • #17

    wenn Du mehr nimmst, kommste noch günstiger.
    Habe damals gleich 2 Kartons genommen, allerdings die besseren Wattierten mit Doppelpergamin-Zwischenblatt.
    Gruß SB

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    651
    • 27. Juli 2009 um 09:31
    • #18

    Hallo,

    das Zubehör der Marke LEUCHTTURM kann ich auch empfehlen: Es ist qualitativ sehr gut und bietet ein besseres Preis-Leistungsverhältnis als die süddeutschen, teuren Konkurrenzprodukte, die aber auch nicht schlecht sind.

    Ob man gleich ein Dutzend 60-Seiten-Alben oder mehr braucht, hängt wohl davon ab, ob man ein Briefmarken-Massenware-Lager aufbauen möchte oder lieber eine kleine, feine Sammlung.

    Anstatt gleich über 100 € in einen Vorratskarton zu investieren, weil man dann 10 € Rabatt bekommt, reicht ja erstmal auch ein Album und das restliche Budget wird in tollen Marken, Belegen und Literatur - z. B. zu einem speziellen Sammelgebiet (oben stand was von Besetzung II. Weltkrieg) - angelegt. Aber das muss natürlich jeder selbst wissen.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • SammlerBernd
    Gast
    • 27. Juli 2009 um 10:45
    • #19

    Naja ehrlich gesagt, ich hab diese gegen meinen gewonnen 2. Preis im Michel-Preisausschreiben bei Hadersbeck ( Jägerstr.) getauscht. Pro Karton rechnete er 70,- €.
    Da hieß es dann, die gesamte Welt-Motivsammlung umzusortieren- insbes. übersichtlicher. :)
    Es ist wie mit den im Umlauf befindlichen $-Noten, heutzutage nur noch bis 100 $, früher war sogar die 100 000 $-Note möglich. 8-)
    Also begnüge ich mich mit mehreren Hundertern- ist auch fälschungssicherer. ;)
    Na du wirst das Synonym sicher verstehen. :jaok:

    Gruß SB

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