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Bayern - Frankreich 1858

  • bayern klassisch
  • 22. November 2008 um 09:59
  • bayern klassisch
    Gast
    • 22. Juli 2009 um 13:56
    • #21

    Hallo Roda127,

    das sind zwei nicht alltägliche Briefe, die du uns da zeigst.

    Der 1. Brief war über 10 bis 20g schwer und fiel daher in die 2. Gewichtsstufe (oben mittig "P 2" für Ports deux). Bayerische Portobriefe nach Frankreich waren nur mit dem Aufgabestempel zu bedrucken und durften nicht taxiert werden.

    Die franz. Eingangspost in Strasbourg taxierte ihn mit 12 Decimes, dem Porto für Doppelbriefe. Das Verhältnis von einfachen Portobriefen (6 Decimes) zu Doppelbriefen (12 Decimes) ist ca. 40 zu 1 nach meiner Ansicht und über 20 jährigen Marktbeobachtung.

    Die Weiterleitung in Frankreich war prinzipiell gratis, so dass die Nachsendung am Folgetag nichts kostete und die 12 Decimes immer noch das Gesamtporto darstellten. Portoteilung: 40% für Bayern und 60% für Frankreich. 12 Decimes entsprachen 48 Kreuzern, doch bei der gegenseitigen Verrechnung der Gebühren gab es auch Bruchkreuzer.

    Der 2. Brief wurde oben links mit dem ermittelten Gewicht in Lichtenfels von 2 Loth beschriftet. 2 Loth entsprachen 2 mal 15,625g, so dass dein Brief genau 31,25g wog. Du kannst ihn ja mal nachwiegen, ob er das heute noch hat.

    Weil in dem Postvertrag festgelegt worden war, dass je 10g eine neue Portostufe begann, lag er in der 4. Gewichtsstufe, so dass der Expeditor "4 Ports" oben notierte.

    Als solcher kostete er 4 mal 6 Decimes = 24 Decimes, wofür man in Strasbourg keinen Taxstempel mehr hatte (mir nur bis 18 Decimes für Briefe der 3. Gewichtsstufe bekannt). Überhaupt sind Briefe der 4. Gewichtsstufe handverlesen und ich kann keine sinnvolle Relation zu normal gewichtigen Briefen herstellen, weil ich nur sehr wenige Briefe dieses Vertrages in hohen Gewichtssätzen kenne (etwa 15).

    Auch hier war die Weiterleitung gratis - bei der hohen Gebühr ein wahrer Segen ... 24 Decimes entsprachen postalisch 1 Gulden 12 Kr..

    Ich hoffe, ich konnte dir deine beiden Briefe etwas näher bringen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (22. Juli 2009 um 13:57)

  • Roda127
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    • 22. Juli 2009 um 14:12
    • #22

    Hallo bayern klassisch,
    vielen Dank für die schnelle Antwort aus dem Büro. Über die PN denke ich mal nach.
    Liebe Grüße
    Roda127

    suche immer Belege von Roda / Stadtroda für meine Heimatsammlung

  • Bayern-Nils
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    • 5. Oktober 2009 um 14:14
    • #23

    Hallo Freunde

    Ich weiss nicht war um dieser Thread so tot geworden ist. Höchste Zeit ein neuer Brief hier zu zeigen. Leider habe ich wenige Briefe von Bayern nach Frankreich. Aber ein von Frankreich nach Bayern habe ich. Hier ist ein Brief der von Bordeaux nach Kissingen im Jahr 1864 gelaufen ist.

    Ich nehme an dass der Brief über Strasbourg gelaufen ist, weil es rückseitig ein Paris-Strasbourg Bahnstempel gibt.

    Der Brief hat den Absender 8 Decimes (oder 80 Centimes) gekostet welcher 12 Kreuzer entspricht. Weil ich die französische Marken sehr wenig kenne, kann ich nichts dazu sagen.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 5. Oktober 2009 um 15:45
    • #24

    Hallo Nils,

    dein Brief ist mit 40 Centimes = 12 Kr. frankiert und war in der 1. Gewichtsstufe. Macht aber nichts, sieht immer noch gut aus.

    Da er nach Kissingen lief, dürfte er über Forbach - Saarbrücken gelaufen sein und nicht über Strasbourg - Kehl. Der Pariser Bahnpoststempel weist nur die grobe Richtung, nicht den Grenzübergang aus.

    Gefällt dir der hier und fällt dir etwas auf?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • Bayern-Nils
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    • 5. Oktober 2009 um 16:21
    • #25

    Hallo bayern klassisch

    :ups: 12 Kreuzer war doch richtig, weiss nicht warum ich hier 80 Centimes statt 40 geschrieben habe. Die Gedanken war irgendwo anders.

    Deine Leitwegantwort war wie gewünscht. :)
    Ich hatte schon den verdacht dass der Brief nicht notwendigerweise über Strasbourg lief. Bei Briefe nach Frankreich ist es einfacher den Laufweg zu finden als in der umgekehrten Richtung.

    Obwohl die 40 Centimes Marke angeschnitten ist, ist wohl der Brief ganz selten. Meiner Meinung nach ist der Brief falsch Frankiert. Also überfrankiert.
    Oder liegt es andere Geheimnisse hier?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 5. Oktober 2009 um 16:34
    • #26

    Hallo Nils,

    du hast es richtig erkannt - er war überfrankiert für den Postvertrag vom 1.7.1858, aber er wäre nach dem vorherigen Vertrag mit 50 Centimes korrekt frankiert gewesen. Also hat man über ein Jahr nach dem neuen Vertrag immer noch die alten Franki im Kopf gehabt.

    Und was hältst du von dem aus dem Jahr 1865?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (5. Oktober 2009 um 16:35)

  • Bayern-Nils
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    • 5. Oktober 2009 um 17:17
    • #27

    Hallo bayern klassisch

    Noch ein schöner Brief zeigst du hier.

    Der Brief ist von München nach Alger im Jahr 1865 geschickt. Algerie war schon im Vertrag von 1847 in Frankreich inkorporiert. Ein Brief nach Algerie kostet also nicht mehr als ein Brief nach Paris. Daher ist die 6 Decimes, hier mit ein 6 Stempel gezeigt, richtig für ein Portobrief nach Alger.

    Der Brief ist aber von Alger zurück nach München geschickt, ohne dass es extra kosten dazu gekommen ist. Ich nehme an dass nicht zugestellte Briefe kostenlos zurück gehen sollte?
    Aber wenn auch München hier gestrichen ist, gab es vielleicht keine Empfänger mehr, so dass der Brief in ein Münchener Postamt liegend geblieben ist. Bis du den abgeholt hast :)

    Danke fürs Zeigen.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 6. Oktober 2009 um 17:03
    • #28

    Hallo Nils,

    deine Deutung ist sehr gut - prima. Die meisten Sammler wären froh, sie hätten deinen "Background".

    Aber ganz so einfach ist es nicht ... ;)

    Der Empfänger war kein unbekannter, sondern der Graf Seyssel d´Aix, Kanzler des bayerischen Königs. Es war ein Portobrief, der 6 Decimes gekostet hätte, aber in Algier (Algerien) war er schon nicht mehr anzutreffen, daher retournierte man ihn nach München.

    Die französische Post hatte bei Retourbriefen keine Veranlassung nachzutaxieren. Frankreich bestand auf seinem Portoanteil von 60% dieser 6 Decimes, die gleich 18 Kr. waren. Somit bekam Frankreich 10,8 Kr., aufgerundet 11 Kr. von Bayern später gut geschrieben.

    Der Absender war der Chef der Leibgarde des bayerischen Königs. Als solcher genoß er die völlige Postportofreiheit. Er war schließlich mit seinem Leben für das Leben der Majestät verantwortlich.

    Man strich die 6 Decimes gar nicht erst durch oder versuchte rechnerische Kunststücke, denn der Absender zahlte nichts und die bayerische Staatskasse blieb auf der Rechnung sitzen. Sie überwies die nicht erhaltenen 11 Kr. an Frankreich und schrieb die verbleibenden 7 Kr. als uneinbringliche Forderung ab.

    Dem Absender stellte man den Brief wieder zu - vermutlich per Boten als Dienstpost, ohne ihn weiter zu stempeln oder zu beschreiben; nur München strich man, weil er nicht mehr dort weilte. Aber der Hauptbriefpostexpedition München war der Aufenthaltsort der Majestät und des Chefs seiner Leibgarde immer bekannt - das musste man nicht aufschreiben. ;)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 6. Oktober 2009 um 18:35
    • #29

    Hallo bayern klassisch

    Danke für die ausführliche Antwort hier. Ich habe mal versucht etwas über Graf Seyssel heraus zu finden. Aber ich habe nicht über gefunden. Nur etwas von vielleicht seinem Bruder oder Vater. Ich dachte man vielleicht herausfinden könnte, wo er damals war.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 6. Oktober 2009 um 18:59
    • #30

    Hallo Nils,

    die Familie war sehr populär und zahlreich in hohen und höchsten Ämtern vertreten (stammten ja aus Frankreich, wie man bei dem Namen unschwer erkennt).

    Ein oder zwei weitere Briefe von und an ihn habe ich noch, wenn ich nur wüßte, wo ... :ups:

    Aber die haben nichts mit Frankreich zu tun und spielen daher hier keine Rolle.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 6. Oktober 2009 um 19:07
    • #31

    Hallo bayern klassisch

    Der Stammsitz in Frankreich habe ich auch gefunden. Vielleicht hätten die auch in Alger Verwandten.

    Eigentlich hätte ich hier ein Brief von Alger nach Bayern erwartet, aber die sind wahrscheinlich sehr selten.

    Viele grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 6. Oktober 2009 um 19:12
    • #32

    Hallo Nils,

    in den letzten 25 Jahren ist nur ein Brief von Algier nach Bayern aufgetaucht - und der war mit einer normalen 40 Centimes - Marke frankiert und an Seyssel d´Aix ging er leider auch nicht. :(

    Wäre er in Ordnung gewesen, hätte ich ihn aber trotzdem gerne genommen. :P

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 6. Oktober 2009 um 19:54
    • #33

    Hallo bayern klassisch

    Dann müssen wir noch 25 Jahre suchen. :)
    Wir sind doch geduldig.

    Jetzt ist es Zeit noch einer Brief zu zeigen.
    Und jetzt ist es auf jeden Fall mit 80 Centimes frankiert. Der Brief ist von Paris nach Gerasmühle bei Nürnberg im Jahr 1860 gelaufen. Das heisst ein Brief in zweite Gewichtsstufe.
    Die Marken sind ein Dreierstriefe und eine Einzelmarke. Leider sind eine Marke leicht angeschnitten, spielt für mich hier aber keine grosse Rolle.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 6. Oktober 2009 um 19:59
    • #34

    Hallo Nils,

    wer hat schon solche Incoming - Mail? :P :P :P

    Toller Brief und für Frankreich ein Kabinett - Brief, denn dort sind die Ränder nicht so luxeriös, wie bei Bayern.

    Und über das Verhältnis 1. Gewicht zu 2. Gewicht habe ich mich ja schon ausgelassen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 6. Oktober 2009 um 20:53
    • #35

    Hallo bayern klassisch

    Ja, meine Bayern-Frankreich Sammlung ist besser besetzt auf die französische Seite als die bayerische Seite. Das kann sich aber ändern. Und noch was habe ich zu zeigen, aber das mache ich nicht Heute.

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • Bayern-Nils
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    • 11. Oktober 2009 um 17:41
    • #36

    Hallo Freunde

    Ich wage hier ein Brief von falschen Vertragsperiode zu Zeigen. Bitte verzeihen sie mich. Dazu weiss ich nicht ob der Brief überhaupt mit Bayern was zu tun hat.

    Aber ich glaube dass dieser Brief der von Lyon nach Wien in 1873 gelaufen ist, über Bayern geschickt war. Der Brief hat 60 Centimes gekostet.
    Falls, hat Bayern etwas hier bekommen?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 11. Oktober 2009 um 17:51
    • #37

    Hallo Nils,

    wenn ich dir Rückseite sehen könnte, wäre ich mir sicher(er). :)

    Prinzipiell konnte ein Brief aus dem Süden Frankreichs über Italien oder das Deutsche Reich und damit Bayern nach Österreich laufen.

    Dieser hier sollte über Avricourt gelaufen sein. Aber dafür sähe ich gerne die Rückseite.

    Bayern bekam für den Transit nichts, weil es ein geschlossener war und Österreich mit dem Dt. Reich abrechnete.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 11. Oktober 2009 um 18:05
    • #38

    Hallo bayern klassisch

    Ich kann nichts auf die Rückseite erkennen, die in die eine oder andere Richtung geht. Aber vielleicht sagt dir etwas den 1307 Stempel?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 11. Oktober 2009 um 18:16
    • #39

    Hallo Nils,

    der Brief lief über Bayern - ich kann nichts gegenteiliges erkennen. Irgendwo habe ich mal eine Website gespeichert, die alle bekannten franz. Stempel zeigt, aber leider nicht hier auf dem Notebook. :(

    Schöner Brief mit bekanntem Absender - fein gemacht.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
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    • 11. Oktober 2009 um 18:34
    • #40

    Hallo bayern klassisch

    Danke für deine Antwort. Dann geht dieser Brief in meine Bayern-Transit Sammlung rein. Oder vielleicht Bayern-Österreich, oder Bayern-Frankreich oder.. :)

    Hast du mein Email gesehen?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

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