Hallo bayern klassisch
Besten Dank für die Bestätigung.
Viele Grüsse
Nils
Hallo bayern klassisch
Besten Dank für die Bestätigung.
Viele Grüsse
Nils
Hallo Freunde
Ich habe hier ein Breif der von Nürnberg nach Basel in 1806 gelaufen ist, genauer 21. Februar.
Der Brief hat kein Stempel. Ist der Brief dann mit ein Forwarder gegangen?
Und wie ist die Taxierung hier? Ich habe überhaupt keine Ahnung.
Viele Grüsse
Nils
Lieber Nils,
das ist ein Brief der Reichspostzeit, von daher versuche ich mich mal daran, so gut es geht. Von Nürnberg für 16 Kr. bis zur Grenze bei Lindau, 6 Kr. Transit für den Kanton Zürich = 22 Kreuzer, plus 10 Kr. von der Kantonsausgangsgrenze bis Basel = 32 Kr., die hinten addiert wurden.
Dies aber alles ohne Gewähr. Schöner Brief. Ich müsste auch so einen haben, hatte aber noch keine Zeit, mich um ihn zu kümmern ...
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Guten Morgen bayern klassisch
Danke für deien schnelle Antwort. Mit oder ohne Gewähr, die Antwort ist gespeichert und bleib so bis wir mehr wissen.
Eine Frage ist noch nicht Beantwortet. Ich möchte gern wissen warum der Brief keine Stempel hat. Ist es nur so dass der Beamter den Stempel vergessen hat? Falls jemand eine Ahnung hat höre ich gern von euch.
Viele Grüsse
Nils
Hallo Nils,
die Taxispost war nicht eben dafür bekannt, besonders sorgsam und gewissenhaft zu arbeiten. Da den regelmäßigen Versendern dieses Verhalten bekannt war, schrieben sie, wie hier auch, den Aufgabeort oben an, um auf Nummer Sicher zu gehen.
Die Taxis - Bediensteten stempelten dann diese Briefe oft nicht und sparten sich somit die Mühe des Stempelns und die Druckerschwärze.
Oft finden sich aber auch Briefe, die die Ortsangabe und den Stempel aufweisen.
Das Notieren der Aufgabeorte hatten aber nicht nur seinen Sinn für den Fall, dass die schlampige Aufgabepost den vorhandenen Stempel schonte, sondern auch darin, dass es immer wieder zu erhöhten Portoforderungen der Post kam, weil diese den Aufgabeort nach hinten verlegte und somit höhere Gebühren für die vermeintlich weitere Strecke ansetzte.
Da diese Porti in der Regel von den gewerblichen Korrespondenten den Absendern umgehend in Rechnung gestellt wurden, war mit der Ortsaufgabe auch ein erhebliches Eigeninteresse verbunden, denn wer wollte schon erhöhte Gebühren bezahlen.
Sorry für die Länge des Ausflugs in die Postgeschichte, aber kürzer bekam ich es nicht hin.
Liebe Grüsse und toller Brief sagt bayern klassisch
Hallo bayern klassisch
Ich habe keine Eile, ich bin immer noch 46.
Danke für dein Antwort. Es ist alles verstanden und eine logische Erklärung besitze ich jetzt.
Viele Grüsse
Nils
Liebe Sammlerfreunde,
möchte folgenden Portobrief zeigen:
Brief aus Köln, geschrieben am 6. Mai 1809
und nach Kitzingen gebracht. Dort als Portobrief
nach Würzburg gesandt. Präsentiertvermerk
am 20. Mai 1809.
Der Brief (wahrscheinlich mehrere Briefe) wurde(n)
aus Portoersparnis nach Kitzingen gebracht und
lief(en) dort innerhalb des Großherzogtums Würzburg.
Der Empfänger bezahlte 2 Kreuzer Porto.
Beste Grüße,
VorphilaBayern
Hallo Freunde
Ich zeige hier ein Brief der ich nicht ganz verstehe.
Der Brief ist in Bogen geschrieben. Aber Bogen hatte keine Expedition vor 1851 und ist deswegen erst nach Straubing gegangen wo der Brief sein Stempel gekriegt hat. Von Straubing ist der Brief nach Deggendorf gegangen wo der Brief ein Weiterleitungsstempel gekriegt hat. In Hengersberg konnte der Brief kein Ankunftsstempel kriegen weil es da erst 1851 ein Expedition kam.
Weil es ein Frankobrief war ist den Frankobeitrag rückseitig notiert, hier 3 Kreuzer. Stimmt es dann dass die Abstand hier als unter 6 Meilen gerechnet ist?
Ist der Abstand zwischen Bogen und Hengersberg gerechnet oder zwischen Strauing und Hengersberg?
Hoffentlich hat jemand hier eine Antwort.
Viele Grüsse
Nils
Hallo Nils,
die Entfernung war unabhängig vom Ort des Absenders. Es galt immer: Aufgabepost zu Abgabepost in direkter Entfernung, also Luftlinie.
Daher ist der bis 1/2 Loth leichte Brief mit 3 Kr. korrekt taxiert worden.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo bayern klassisch
Besten Dank für deine Antwort. Dann gibt es kein Zweifel. Hier gilt die Abstand zwischen Straubing und Deggendorf.
Ein Frage dazu. Falls ich der Brief für zB eine kleine Ausstellung, wäre es dann richtig der Brief zwischen Straubing und Deggendorf zu beschreiben, oder zwischen Bogen und Hengersberg wie ich es hier gemacht habe?
Es gibt vielleicht Regeln für solche Fälle.
Viele Grüsse
Nils
Hallo Nils,
ich stelle seit über 10 Jahren mehrere Sammlungen mit bayerischer Relevanz aus, aber eine Regelung diesbezüglich kenne ich nicht.
Wenn du eine postgeschichtliche Beschreibung benötigst, würde ich von A nach B, Postaufgabe dort, tarifiert nach Postort C, von da Abholung oder Transport durch einen Privaten nach D schreiben.
Wenn ich mal Zeit habe, zeige ich mal einen 3 Kr. blau Brief, der innerbayerisch lief, aber der erst einmal laufwegsmäßig entschlüsselt werden will.
Danach einen mit der 3 Kr. blau mit Postvereinsrelevanz.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo bayern klassisch
Nochmals herzlichen Dank.
Und ich warte gern auf deine Briefe. Ob ich ein Schlüssel finde der passt? Mal sehen.
Viele Grüsse
Nils
Liebe Sammlerfreunde,
möchte folgenden Brief zeigen:
Er wurde geschrieben in Haiti
(23.10.1845) und
ging nach Homburg, bzw.
Dürkheim an der Haardt
24.11.1845) (Bayern Pfalz)
Beste Grüße,
VorphilaBayern
Liebe Sammlerfreunde,
möchte folgenden Brief von Köln
nach Schloß Waal bei Buchloe (Bayern)
mit zwei Abschlägen des Stempels
"AUSLAGE VON AUGSBURG" zeigen.
Beim ersten Stempel wurde
das falsche Porto von 12 Kreuzer
vermerkt. Der Betrag wieder durchgestrichen
und ein neuer Abschlag gestempelt
und das richtige Porto von 14 Kreuzer
vermerkt.
Beste Grüße,
VorphilaBayern
Liebe Sammlerfreunde,
möchte folgenden Brief zeigen:
Portobrief von München nach Francomont (Belgien)
vom 9.4.1847 mit Stempel "SR", den ich nicht kenne.
Beste Grüße,
VorphilaBayern
Lieber VorphilaBayern,
soweit ich weiß, heißt es Service Rurale, also Landpost auf bayrisch.
Nur so aus der Hüfte ... schöner Brief.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo Freunde
Ich möchte gern einen schönen Brief der von Landshut nach Vilsbiburg im Jahr 1809 gelaufen ist. Obwohl dieses Jahr ein für Landshut schwieriges Jahr war, mit Krieg gegen Österreich und französische Truppen im Stadt, ist der Brief sehr schön.
Es ist ein Portobrief und hat 6 Kreuzer gekostet. Der Stempel hat Feuser Nr 1898-4 und ist da erst ab 1810 erwähnt. Hier also ein Stempel aus 1809. Der Stempelabslag sieht auch sehr frisch aus.
Viele Grüsse
Nils
Hallo liebe Bayerngemeinde,
ich möchte Euch folgenden Brief zeigen:
Brief von München vom 25.5.1834 nach Weisendorf Mf. (Entfernung ca. 23,2 Meilen).
Der Absender vermerkte unten links:
"über Nürnberg und
Emskirchen; von Emskirchen
sogleich per Expreß nach Weisendorf
zu besorgen."
Der Brief ist als Portobrief mit 12 Kreuzern taxiert. Das könnte passen; nach dem bay. Generaltarif von 1810 kostete ein doppelt schwerer Brief (über 1/2 Loth bis 1 Loth) bei einer Entfernung von 18 - 24 Meilen 12 Kreuzer.
Die Strecke Emskirchen - Weisendorf beträgt ca. 1,5 Meilen. Evtl. Gebühren für eine Express-Zustellung sind auf dem Brief nicht vermerkt.
Handelt es sich bei dem Brief um einen "echten" Expressbrief? Oder was fehlt ihm hierzu?
Der Brief ist im übrigen (geschrieben und) unterschrieben mit "Ihr immer dankbarer Guttenberg" - sicherlich ein Vorfahre unseres neuen Wirtschaftsministers?
Viele Grüße
Bayern-Kreuzer
Hallo Bayern-Kreuzer,
an diesen Adressaten sind mehrere VMZ - Briefe mit Express - Vermerk bekannt. Ich habe/hatte selbst ein paar davon.
Von einem Beitrag eines anderen Threads füge ich hier mal meinen Kommentar bei und zeige einen Brief aus meiner Sammlung an denselben Empfänger, der die Expreßgebühr anzeigt.
"Die seltenste (und verbotene) Form der Einschreibung zeige ich mal anhand einer Parteisache aus Nürnberg vom 25.2.1835.
Das dortige Stadtgericht musste an den Freiherrn von Guttendorf in Weisendorf schreiben, so dass der Brief als Parteisache vom Empfänger zu zahlen war.
Wegen der behördlichen Vorschrift musste er aber eingeschrieben versandt werden. Diese Einschreibgebühr war aber dem Empfänger nicht zu belasten, denn dieser hatte die Verwaltungsvorschriften nicht gemacht.
Also ging man am 25.2. zur Hauptbriefpostexpedition (HBE) Nürnberg und verlangte die Absendung per Chargé, jedoch ohne die 4 Kr. hierfür zu zahlen.
Die HBE Nürnberg lehnte dies ab.
Nun ging es wohl hin und her (wegen 4 Kreuzern!!!) und erst am 3.3.1835 nahm man den Brief an und notierte im Auslagenstempel (!) 4 Kr. für die Einschreibung und darunter 4 Kr. Postporto.
Weil sich der Empfänger in Weisendorf seine Post von einem Boten von der Post in Emskirchen nach seinem Wohnort bringen ließ, kamen zu diesen 8 Kr. noch weitere 7 Kr. für den Expressen hinzu.
Dieser quittierte unten " - (florin) 15 x erhalten Erbar".
Hierzu gibt es auch eine Verordnung vom 8.7.1845, S. 92 (es gab schon zuvor welche, aber diese ist sehr ausführlich, darum will ich sie hier mal anführen):
"Vorschriftsgemäß müssen die Gebühren für Aufgabs- und Lieferscheine sofort bei der Aufgabe der betreffenden Brief- und Fahrpostsendungen entrichtet werden und dürfen, da die Ausstellung der Scheine lediglich auf Verlangen und im Interesse des Absenders geschieht, in keinem Falle dem Adressaten bei der Absendung in Auslage angerechnet werden. Die unterfertigte Stelle sieht sich veranlaßt, sämtliche Postanstalten auf diese Bestimmungen wiederholt aufmerksam zu machen und vor vorschriftswidrigen Auslagen, Nachnahme von Scheingebühren um so ernstlicher zu warnen, als jene durch die Rechungsrevision oder sonst zur diesseitigen Kenntnis gelangende Kontravention der Art mit dem 30fachen Betrage der widerrechtlich angerechneten Gebühr beahndet wird."
Derartige "Kontraventionen" kenne ich keine 10 Stück in 30 Jahren - man darf also jeden Brief dieser Art kaufen, wenn man einen sieht ...
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Hallo,
ein schönes Stück, sehr schön anzuschauen, danke fürs zeigen bayern klassisch.
Und Gratulation!! zu dieser Rosine von der man nicht genug bekommt.
Gruß
soaha