Hallo,
kann mir jemand den tschechischen Stempel übersetzen, der einen Zensurbeleg ziert ?
Danke
dietbeck
Hallo,
kann mir jemand den tschechischen Stempel übersetzen, der einen Zensurbeleg ziert ?
Danke
dietbeck
Umtausch nur durch Zentralstelle...
So fängt es schon mal an. Vielleicht weiß jemand weiter?
bist Du Dir sicher, dass es ein Zensurstempel ist bzw. sein soll ?
Mein Übersetzungsversuch, den ich noch nicht übereilig kundtun will, geht nicht in Richtung Zensur, sondern dahin, dass mit der Frankatur etwas nicht i.O. war und der Brief retour ging. Ich sehe auch einen Retourstempel. kannst Du den Beleg evtl. ganz oder zumindest einen größeren Ausschnitt hochladen?
Also mein Übersetzungsversuch:
Es geht in diesem Stempel um Auslandstausch von Marken, der nicht erlaubt war!
Aus welchem Jahr ist der Brief?
Wie schaut der Brief im Ganzen aus?
Du hast den Finger drauf. Jetzt ergibt sich für mich auch ein besserer Sinn aus meinem Übersetzungsversuch.
Die Übersetzung dürfte sinngemäß so lauten:
Tausch nur über die Zentrale für den Auslandstausch von Briefmarken.
Das hat der Absender wohl nicht beachtet und deshalb ist der Brief mit diesen Stempeln versehen wieder zurück gegangen.
Die wörtliche Übersetzung ergibt nicht gleich diesen Sinn.
Nehme an, daß der Beleg aus den 1980ern stammt. Damals war Briefmarkentausch zwischen der CSSR und dem Ausland ähnlich geregelt, wie in der DDR (gab dazu schon mal einen Thread).
Im Anhang eine vorschriftsmäßige Tauschsendung.
Erstmal danke für Eure Hilfe. Also ein Stempel, der darauf hinweist, dass der Inhalt Briefmarken waren, die nicht vorschriftgemäß "zum Tausch" verschickt wurden. Weiss jemand wie genau der "Austausch" über die zentrale Stelle erfogen musste. Schickte man die Sendung dahin, der Inhalt wurde kontrolliert und dann von dieser Stelle an den Empfänger weitergeleitet ? In der umgekehrten Richtung ging es dann genauso ?
Sorry, habe den Beleg im vorigen Beitrag übersehen. Man musste also die Adresse der Austauschstelle auch auf dem Brief anbringen (roter Adressstempel ?), wo die Sendung dann zuerst hinging, diese wurde geöffnet, kontrolliert, verschlossen und dann an den Empfänger weitergeleitet (im vorliegenden Fall dann nochmal zollamtlich kontrolliert)
gleich nochmal ein Stempel hinterher. Auch wieder ein tschechischer Stemepl auf einem Brief mit der Marke "40 Jahre Heimatvertriebene". Im voraue meinen Dank für die Übersetzung.
dietbeck
Hallo dietbeck,
In den 1980er Jahren habe ich Ganzsachen gegen Belege mit einem Prager Sammler getauscht.
Die Prozedur war wie folgt:
Der tschechische Sammler hatte ein Konto (auf dem Brief „V 646“) bei der Tauschzentrale
Die Tauschsendung wurde zur Tauschzentrale gebracht, mit dem Absenderstempel der Tauschzentrale versehen und dort verschlossen.
Die über den Zollverschlußklebestreifen angebrachten roten Stempel der Tauschzentrale lassen darauf schließen, daß die Sendung bereits in der Tauschzentrale verschlossen wurde und die Zentrale quasi Hilfsdienste für den Zoll leistete. Wahrscheinlich gibt es im Archiv des tschechischen Zolls die entsprechenden Direktiven.
Der Tauschpartner aus dem Ausland schickte seine Sendung zum Ausgleich mit der „Kontonummer“ versehen an die Tauschzentrale.
Soweit ich mich erinnere, haben wir damals nur einige größere Sendungen über die Tauschzentrale und später kleinere Sendungen ohne Probleme direkt geschickt. Ich habe sogar eine aus Prag als Drucksache (also offen versandte) und in Hamburg beschädigt eingegangene Sendung mit vollständigem Inhalt erhalten.
Was den Stempel „Jednotliv kartoval“ betrifft, weiß ich im Moment nicht weiter. „Jednotliv“ heißt „einzelne“ (Adjektiv pl.). Das Wort „kartoval“ gibt es als solches nicht. Selbst wenn das letzte Zeichen ein Ausrufezeichen sein sollte, gibt es – wohl aufgrund meiner bescheidenen Tschechischkenntnisse – noch keinen Sinn: „kartova“ – „Karten-“ (Adjektiv sg-)