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Japanische Besetzung in China

  • dietbeck
  • 28. Juli 2008 um 22:29
  • dietbeck
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    • 28. Juli 2008 um 22:29
    • #1

    Hallo,

    suche Hilfestellung zum anhängenden Beleg.

    Ich nehme mal an es handelt sich um einen Beleg der in der japanisch besetzten Mandschurei abgeschickt wurde. Es wurden 2 japanische Briefmarken verklebt (mit mandschurischem Stempel mit dem Jahr "20"). Danach wurden im (chinesischen) Durchgangsamt Shanghai chinesische Marken zugefügt, bevor zum Empfänger in Soochow in China zugestellt. Einige der Informationen, die ich hier beschreibe entnehme ich der Belegbeschreibung.

    Meine Fragen:

    1. Wenn der Beleg aus der Mandschurei stammt, warum wurden dann keine mandschurischen, sondern japanische Marken verwendet ? Waren japanische Marken zulässig ?
    2. Ist das (mandschurische) Jahr "20" dem Jahr 1934 entsprechend (wobei ich dachte die mandschurische Zeitrechnung beginnt mit der japanischen Besetzung also 1933 mit dem Jahr "1") ?
    3. Die chinesischen Marken wurden nachverklebt, da die japanischen nicht anerkannt wurden ?
    4. Wenn ja, wer bezahlte die chinesischen Marken, bzw. wurden die chinesischen Marken zeitgleich in einer Art Doppelfrankatur mit den japanischen verklebt, in der Voraussicht, dass die japanischen in China nicht anerkannt würden ?

    Danke
    dietbeck

    Danke
    dietbeck

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  • BDPh-Fälschungsbekämpfung
    Gast
    • 29. Juli 2008 um 13:19
    • #2

    dietbeck:

    Die Vorderseite wäre nicht schlecht. Das Jahr "20" bezieht sich auf den Regierungsantritt des japanischen Kaisers, nicht auf eine Besetzung.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  • dietbeck
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    • 29. Juli 2008 um 13:56
    • #3

    Lars

    soweit ich sehe war die Inthronisation Hirohitos 1926 ("20" wäre also 1946, was nicht sein kann). Oder ist da ein anderes Jahr gemeint ? Hirohito hat wohl ab 1921 die Geschäfte geführt, aber auch da passt die "20" nicht so recht, ausser wir reden tatsächlich von 1941. Die Beschreibung des Beleges legt das Jahr 1933 zugrunde, ist mir aber auch nicht klar, wie das zusammenhängt.

    Leider wird das wohl nix mit der Vorderseite, allerdings sollen sich da Ankunftsstempel von Wuhsien befinden.

    Dieter

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  • thjohe
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    • 29. Juli 2008 um 17:50
    • #4

    Einiges zum Thema und besonder hier mit einem durch Film Bekannten "Pu Yi".

    Nach dem Neuen Handbuch der Briefmarkenkunde Heft 22: ließ es von hinten===> 20.6.02 d.h. 20 Juni des 2. Jahres, das müsste der 20.Juni 1935 gewesen sein.

    Zu den japanischen Marken eine Spekulation: Es gab auch hier einen "Postkrieg" evtl. waren an einigen Postämtern japanische Marken vorrätig um Strafporto zu vermeiden, irritierend sind allerdings die zusätzlichen chinesischen Marken.


    Gruß

    Thomas

    Einmal editiert, zuletzt von thjohe (29. Juli 2008 um 17:51)

  • dietbeck
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    • 29. Juli 2008 um 18:17
    • #5

    @tjhoe

    Hallo, ich habe nochmal einen Artikel zum Thema rausgekramt, der bei mir im Archiv lag.

    Danach sind die Jahre 1932-1937 in der chinesischen Schreibweise 21-26, begründet in den neuen Jahreszahlen seit der Chinesischen Revolution.

    In Mandschuko wurden von 1932-34 die Zahlen 1-3 verwendet, aufbauend auf der Unabhängigkeitsdeklaration des Staates 1932. 1934 wurde dann von den Japanern nochmals umgestellt und wiederum mit 1 begonnen, so dass also 1934 das Jahr 1, 1935 das Jahr 2 und so weiter darstellte. Also recht kompliziert. Für den Beleg sehe ich 2 Möglichkeiten. Es wird sich in jedem Fall um die letzte Variante handeln, da ein japanischer Kammstempel verwendet wurde, der wohl mit der letzten Umstellung einherging. Es wird, wie schon richtig gesagt von rechts nach links gelesen. Also 20.6.x. Also 20.Juni. Das "x" ist nun entweder eine 3 oder eine 8. Das kann ich so nicht einschätzen. Der Beleg liegt mir leider nicht selbst vor, Vorderseite habe ich keinen Scan. Also ein Beleg aus dem Jahr 1936 oder 1941. Wobei aus dem Artikel nicht hervorgeht, ob diese Jahrezahlen bis 1941 so weitergeführt wurden.

    Erklärt aber auch nicht die Verwendung japanischer Marken. Wenn's ein ganz schlauer war, hat er japanische und chinesische Marken verwendet, da er dann annahm beide Postverwaltungen wären zufrieden. Ich bin mir aber immer noch nicht klar, warum keine mandschurischen Postwertzeichen verwendet wurden, da die allgemeine Praxis zu dieser Zeit war, die Marken zu akzeptieren und nur die Stempel zu schwärzen. (Postkrieg).
    Auch ist mir nicht klar, ob japanische Wertzeichen so ohne weiteres verwendet werden durften

    Gruss
    Dieter

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  • thjohe
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    • 29. Juli 2008 um 18:28
    • #6

    Damit wären tatsächlich zwei Daten möglich. Da es sich aber um eine 8 handelt ist ist das Jahr klar: 1941.

    Die Jahresangaben über 4 beziehen sich meines Erachtens immer auf die Kaisererhebung, alles andere währe "Hochverrat" gewesen.

    Einmal editiert, zuletzt von thjohe (29. Juli 2008 um 19:02)

  • ubahuga
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    • 30. Juli 2008 um 11:13
    • #7

    Beim Lesen dieses Stranges habe ich vor lauter Jahrgangswechsel einen grossen Kopf bekommen. Danach habe ich meine Mandschuko-Belege gesichtet, in der Hoffnung nachher etwas klarer zu sehen.

    Das war ein Fehler; denn es hat dazu geführt, dass mein Kopf noch grösser wurde. Sind denn nun die Jahrzahlen auf den Belegen echt, d.h. nach unserer Rechnung, oder sind sie kaiserlich umgerechnet?

    Beleg 1 Vordeseite, Ausschnitte: Ankunft in Gersau/CH am 21.VII.32. Das heisst also, der Brief wurde vermutlich kurz nach Errichtung der Republik Mandschuko durch die Japaner abgeschickt, frankiert mit Chinamarken mit Aufdruck Mandschurei.

    Beleg 2: Versand 10. oder 18.2.34., also ein paar Monate nach Erklärung zum Kaiserreich, wenn denn die 34 für eine Jahrzahl nach unserer Rechnung steht.


    ubahuga ?(

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    • 30. Juli 2008 um 11:22
    • #8

    Hier noch ein anderer Mandschuko-Brief, Absender Karl Fischer, in die Schweiz.
    Abgestempelt in CHARBIN Mandschuko 12.8.44.
    Durchgangsstempel ISTANBUL 1.10.1944
    Durchgangsstempel St.Gallen Briefausgabe 7.1.46 - 3
    Ankunftsstempel St.Gallen Rotmonten 7.1.46 - 8

    Zwischen Istanbul und St. Gallen ist der Brief also sage und schreibe rund 15 Monate herum gelegen. Hat vielleicht jemand eine Erklärung dafür?

    ubahuga :D

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  • dietbeck
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    • 1. August 2008 um 13:36
    • #9

    wenn ich mich jetzt richtig an die Aussagen im Artikel entsinne gibt es Stempel sowohl nach westlicher Lesart, als auch parallel, die mit dem "mandschukischen" Kalendar. Also sind die gezeigten Belege wohl mit Stempeln nach westlciher Lesart entwertet.

    dietbeck

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  • dietbeck
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    • 2. August 2008 um 06:34
    • #10

    ...wen es interesssiert. Hier noch die Auflösung zum Beleg mit dem dieser Thead eröffnet wurde. Ich kann nur sagen, ist doch immer wieder interessant, was es so alles gibt.

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    Einmal editiert, zuletzt von dietbeck (2. August 2008 um 06:35)

  • ubahuga
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    29. Juni
    • 2. August 2008 um 13:42
    • #11

    Gratuliere, nicht nur zur Auflösung, sondern vor allem zu diesem prächtig geschichtsträchtigen Beleg; und das erst noch in hervorragender Erhaltung. Wahrlich ein Superding!

    ubahuga :D

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