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Bayern - Parteisachen waren nicht einfach...

  • bayern klassisch
  • 23. Juni 2008 um 17:23
  • bayern klassisch
    Gast
    • 16. Oktober 2009 um 11:18
    • #21

    Lieber VorphilaBayern,

    ein hoch interessanter Brief.

    Da steht jedoch "noch 9", weil der Brief 9 Kr. Franko gekostet hätte, und als unterfrankierter mit dem Portozuschlag gleich 3 Sgr. kostete.

    Er muss dann frankiert zurück gelaufen sein, denn als einfacher preußischer Frankobrief über 20 Meilen kostete er 3 Sgr., so dass sich die 6 Sgr. Quittung auf der Siegelseite erklärt.

    Immerhin ging es um den Eremiten Mayer aus Bayern, der dort oben glaubte vegetieren zu müssen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • fahrpostalbi
    neues Mitglied
    Beiträge
    88
    • 29. Oktober 2009 um 14:18
    • #22

    Hallo

    diese Briefhüllle aus dem Jahr 1852 fand heute den Weg zu mir.
    Als unfrankierte Parteisache mit dem Gewicht von 24 Loth
    auf den Weg gebracht hätte sie dem Empfänger ein hübsches
    Sümmchen gekostet - der Vermerk Postablösung
    jedoch bewahrte das königliche Landgericht zu Abensberg
    vor dieser Ausgabe.
    Oder bin ich hier auf dem Holzweg ???

    Vielleicht fällt jemandem etwas dazu ein , eine derartig frühe
    Postgebührenablösung ist auch im Handbuch Thieme nicht
    bekannt.

    Beste Grüsse
    fahrpostalbi

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    Einmal editiert, zuletzt von fahrpostalbi (29. Oktober 2009 um 14:19)

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    7. August 1955 (70)
    • 26. Juli 2010 um 05:54
    • #23

    Liebe Sammlerfreunde,

    folgenden Beleg möchte ich zeigen:

    Vorschußbrief über 12 Kreuzer als Regierungssache
    von München nach Zwiesel vom 23. Februar 1873.
    Man stellte fest, daß Vorschuß- oder Nachnahmebriefe
    nur als Partesache möglich war. Auslage 12 Kr wurde
    daher wieder durchgestrichen. Warum der Brief nicht
    sofort in der Aufgabepostexpedition zurückgegeben -
    und als Parteisache aufgegeben wurde, kann ich nicht
    sagen. Auf jeden Fall wurde der Brief dann als normaler
    Brief (R.S.) zugestellt. Siegelseite kein Ankunftsstempel
    oder Vermerk.


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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  • Magdeburger
    Stamm Mitglied
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    5. Februar 1961 (65)
    • 26. Juli 2010 um 06:47
    • #24

    Lieber VorphilaBayern

    ich möchte mal bescheiden anfragen, welchen Grund es gehabt haben soll die Auslage zu streichen. Die kostenfreie Versendung, hat meines Erachtens nichts mit der Auslage zu tun.

    Kann man aus dem eventuellen Inhalt erkennen, wofür die Auslage, ich denke hier an "Kosten" sind (Inserat oder dergleichen)

    Mit freundlichem Sammlergruss

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.547
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 26. Juli 2010 um 08:16
    • #25

    Lieber Magdeburger,

    ein Inhalt ist leider nicht vorhanden.
    Es war sicherlich eine Rechnung von 12 Kreuzer
    für den Markt Zwiesel, die man per Nachnahme
    (= Auslage 12 Kr) einziehen wollte. In Bayern
    war es jedenfalls nicht möglich, dies mit gebühren-
    freier Regierungssache einzuziehen. Für Behörden
    nur als Parteisache, unfrankiert, oder frankiert.
    Für Privatpersonen natürlich auch nur unfrankiert
    oder frankiert. Daher wurde sicherlich erst in Zwiesel
    "Auslage und 12 Kr." gestrichen. Eigentlich hätte der
    Brief in der Postexpedition in München sofort wieder
    an den Absender zurückgegeben werden müssen.
    Auch wäre das Zurücksenden von Zwiesel nach München
    angebracht gewesen und nicht beim Empfänger abzugeben.


    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 27. August 2010 um 16:32
    • #26

    Liebe Sammlerfreunde,

    den folgenden Brief konnte ich bei Müller zu passablen Kosten ersteigern - ich bin gespannt, wie ihr ihn interpretieren würdet.

    Geschrieben in Neustadt an der Aisch am 10.5.1869 wurde er als Parteisache vom königlichen Bezirksamt in Neustadt an die Gemeindeverwaltung in Neuebersbach (ca. 8 km nördlich von NEA) unter der Expeditionsnummer 8359 versandt.

    Er erhielt den Zierstempel Neustadt a/A vom 11.5.1869.

    Der Inhalt, auf 3 Kr. Stempelpapier geschrieben, war die Erlaubnis, dass ein ortsansässiger Jungmann eine in der Nachbarschaft residierende Jungfrau heiraten durfte.

    Siegelseitig gibt es keine Stempel oder Vermerke, aber die 8 km von der Expedition zum Empfänger muss der Landbote zurück gelegt haben.

    Die Marke, eine Porto Nr. 1, wurde aber erst am 13.5.1869 mit dem Halbkreisstempel von Neustadt a/A. entwertet.

    Ich habe da eine Idee, aber ich lese noch lieber fremde Ideen, wie ich mir das Stück erklären kann, das in allen Punkten authentisch ist (wozu es auch ein Fotoattest von Maria Brettl gibt, dessen es hier aber nicht bedurft hätte).

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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    2 Mal editiert, zuletzt von bayern klassisch (27. August 2010 um 16:42)

  • wolleauslauf
    Gast
    • 27. August 2010 um 16:38
    • #27

    Hallo lieber Sammlerfreund,

    als absoluter Laie und "Fachdepp" dieses Gebietes, ist mir aber trotzdem nicht engangen, dass der Versand im Mai 1869 und nicht 1969 erfolgt sein muß ( sonst hätte er eine Postleitzahl im Stempel ) :D
    Da haste Dich vertippt. ;)

    Grüße von Wolle

  • bayern klassisch
    Gast
    • 27. August 2010 um 16:44
    • #28

    Lieber wolle,

    das war nur ein kleiner Test, weil ich wissen wollte, ob du auch tatsächlich liest, was ich über diese alten Schinken schreibe, als es die DDR noch gar nicht gab. :D :D :D

    Danke, ich habe das gleich korrigiert. :)

    Schönes Wochenende und liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    2.481
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    29. April 1962 (63)
    • 27. August 2010 um 17:35
    • #29

    Hallo bayern klassisch

    Es ist rätselhaft. Und eine gute Antwort habe ich nicht. Aber eine Antwort ist ab und zu besser als nichts.

    Portobriefe im Ortsverkehr kostete vom 1.7.1849 bis 31.12.1875 3 Kreuzer. (Vor 1849 gab es kein Begriff Ortsverkehr nur Taxrayons). Daher ist es klar dass die Marke hier benutzt war.

    Die grosse Frage ist, warum gibt es zwei Stempeln? Der Brief war eine Parteisache die ganze Zeit, deswegen auch nicht hin Portofrei und zurück mit Porto zu belasten.
    Es kann sein dass der Brief 11.5. eingeliefert war. Der Brief war nicht frankiert, und man hat erst später gesehen dass der Brief eine portopflichtige Parteisache war und kein Regierungssache. Der Brief ist dann an den Absender zurückgeschickt. Hier wollte man aber nicht frankieren und der Brief ist dann zum zweiten Mal zum Post geschickt, wo der Brief die Portomarke bekommen hatte. Gestempelt und raus zum Empfänger.

    Eine Idee nur ;)

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 27. August 2010 um 17:46
    • #30

    Hallo Nils,

    danke für deinen Vorschlag - so könnte es theoretisch gewesen sein. :)

    Ich hoffe, es finden sich noch weitere Sammlerfreunde, die andere Interpretationen vorstellen, denn blamieren kann sich hier niemand - schließlich hat sich Frau Brettl auch nicht tiefer zu dem Brief geäußert ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • krauseklatt
    Gast
    • 27. August 2010 um 22:46
    • #31

    Guten Abend @bayern-klassisch.
    womöglich genügte die Kenntnisnahme über den Inhalt aus und wurde von der Gemeindeverwaltung Neuebersbach mit eben 3 Kreuzern fürs Stempelpapier ( in welcher Form auch immer-bar an den Landboten oder eher durch direkte Abgabe einer Portomake zur Frankierung) erstattet. Insofern durfte der Landbote das gute Stück wieder einsacken und die 8km zurücklatschen. Ob er zwischenzeitlich hier und da verweilte und aus welchen Gründen, sei hier ohne Belang. Zumindest war es Ihm vergönnt, diesen Beleg (quasi als "Rückschein") vorzulegen.
    Dieser wurde dann entsprechend am DO.,den 13.05. amtlich behandelt.
    ... und wenn man sich hier schon nicht blamieren kann - wo denn sonst ?
    LG ---krauseklatt---

    Einmal editiert, zuletzt von krauseklatt (27. August 2010 um 22:47)

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    879
    • 28. August 2010 um 06:07
    • #32

    Guten Morgen lieber bayern klassisch,

    Deinen Bemühungen uns die Geheimnisse der Postgeschichte Bayerns zu enthüllen allen Dank. Aber mir fällt nichts ein :ups: Möchte aber hiermit zeigen, dass ich Deine Beiträge sehr, sehr gerne und aufmerksam lese, auch wenn ich nicht antworte.

    Vielleicht helfen Deine ersten Kommentare zu diesem Thema weiter?

    Auf dem Neustadt-Brief sind 2 verschiede Stempelabschläge von 2 unterschiedlichen Tagen:

    Zitat

    Original von bayern klassisch Üblich war zuerst die Stempelung des Briefes und später das Aufkleben der Portomarke und die Entwertung dann.

    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Die P1 war nicht zu entwerten vorgeschrieben worden

    Also warum wurde die Marke später in Neustadt mit dem Halbkreiser entwertet?

    Du gibts uns sicherlich doch bald des Rätsels Lösung?

    Schonen Samstag wünscht ALLEN
    Luitpold

    2 Mal editiert, zuletzt von Luitpold (28. August 2010 um 06:10)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. August 2010 um 08:17
    • #33

    Liebe Sammlerfreunde,

    ob ich das Rätsel lösen kann, weiß ich nicht, auch wenn ich dunnemals nur zu gerne dabei gewesen wäre.

    Dass innen ein Stempelpapier von 3 Kr. Verwendung fand, hat wohl, auch wenn ich mich sehr über @krauseklatts Interpretation hier freue, weniger etwas mit dem Äußeren des Briefes zu tun, weil die 3 Kr. Gebühren des Papiers von dem Porto für unfrankierte Ortsbriefe einnahmemäßig völlig getrennt zu sehen sind und die Post bei dem Brief auch nicht wissen konnte, dass Stempelpapier zum Einsatz gekommen war.

    Der aufmerksame Luitpold hat natürlich aus seinem reichen Fundus auf eine Passage hingewiesen, die auch ich für eine Erklärung gerne hinzu ziehen möchte.

    Da der Brief am 10.5. geschrieben wurde und am 11.5. den Zierstempel erhielt, denke ich, dass man ihn spät am 10. ausgefertigt hatte und man ihn erst am 11. morgens zur Post brachte.

    Da es eine Parteisache war, und das wurde zu 99,99% richtig gemacht, wusste man auch, dass eine Portomarke zum Einsatz zu kommen hatte. Also unterstelle ich, dass man sie schon am 11. verklebte.

    Zu entwerten war sie aber nicht und ich kenne mehrere Briefe von NEA, bei denen eine solche mit simpleren Background auch nicht entwertet worden war.

    Der LBT bekam nun diesen Brief mit auf seine Tour und sollte die 3 Kr. beim Empfänger kassieren, was er mit großer Sicherheit auch bewerkstelligt haben dürfte. Am Ende seiner Tour musste er seinem Expeditor diese 3 Kr. auch vorlegen, der dann in der Tagesabrechnung die Marke mit den bar vereinnahmten 3 Kr. eintrug.

    Da es um die Erlaubnis der Heirat ging, könnte ich mir vorstellen, dass man in Neuebersbach 2 Tage brauchte, um diese den beiden Heiratswilligen (in beglaubigter Kopie) zu übermachen, welche wiederum den Empfang dieses wichtigen Dokuments, ohne das nicht ans Heiraten zu denken war, bestätigen und nach Neuebersbach retournieren mussten.

    Hier schloss sich der Kreis wieder und bei der Tour unseres LBT am 13.5. gab man ihm den Brief mit den Quittungen über den Erhalt gerade wieder "nach Hause" mit.

    Am Ende seiner Tour legte er ihn seinem Expeditor vor, der ihn abstemeplte und diesmal auf der Marke, weil es bequemer war vorne zu stempeln, als den Brief um zu drehen. Die Zustellung an das lokale Bezirksamt brauchte nicht unbedingt zu erfolgen, weil dieses sowieso jeden Tag dort vorstellig wurde und mit großer Sicherheit über ein Postfach verfügte, so dass die Adresse nicht unbedingt zu ändern gewesen wäre.

    Damit soll aber nicht das weitere Nachdenken über diesen interessanten Portobrief beendet werden - für weitere Vorschläge sind alle Schreiber sicher offen.

    Nachtrag: Dem Auktionshaus fiel gar nicht auf, dass die kleine PE Neustadt an der Aisch zwei sehr unterschiedlichen Stempel parallel führte und auf einem Brief auch einsetzte, aber nicht, wie man annehmen könnte, am selben Tag (wie von Luitpold beschrieben), sondern mal als Auf- und mal als Abgabestempel.

    Dass Auktionsbeschreibungen in der PO oft Hohn und Spott sind, kann also auch manchmal zu unserem Vorteil sein. :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • bayern klassisch
    Gast
    • 12. Oktober 2010 um 16:33
    • #34

    Liebe Sammlerfreunde,

    das Auktionshaus Köhler hatte für mich ein kleines Geschenk parat, welches perfekt zu meinem zuvor gezeigten Porto Nr. 1 Brief passt.

    Meine Interpretation wäre hier aber eine etwas andere. Der untere Stempel zeigt den 28.7., der obere den 29.7., aber das hatten wir ja auch so ähnlich schon beim ersten Brief aus Neustadt an der Aisch.

    Gerne lese ich, wie der Brief aus 1869 - hinten nackt - im Forum beschrieben würde.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • Wolffi 14. September 2021 um 10:39

    Hat den Titel des Themas von „Parteisachen waren nicht einfach ...“ zu „Bayern - Parteisachen waren nicht einfach...“ geändert.

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