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Prüfungen von Briefen

  • bayern klassisch
  • 21. Juni 2008 um 16:19
  • Altsax
    aktives Mitglied
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    1. Juli 1850 (176)
    • 28. Juni 2008 um 09:51
    • #21

    Aus aktuellem Anlaß (der entsprechende Auktionskatalog war in der heutigen Post) möchte ich einen Brief vorstellen, der zum Thema paßt.

    Er geistert seit vielen Jahren durch Auktionen und Festpreislisten, inzwischen mit dem Zusatz "nach unserer Meinung fehlt ein Teil der Frankatur...".

    Die Geschichte beginnt bei einer Schweizer Auktion, die diesen Brief mit Attest Pröschold "echt und sonst (kl. Markenmangel) einwandfrei" anbot.

    Daß die Frankatur zumindest nicht vollständig war, ergab sich bereits aus der Abbildung (re. oben sind Stempelreste) sowie aus der für einen Doppelbrief unzureichenden Frankatur.

    Ein diesbezüglich vor der Auktion geführtes Telephonat mit Herrn Pröschold war, milde formuliert, wenig überzeugend.

    Ich unterhielt mich über diesen Brief während der Auktion mit einem bekannten Altdeutschland-Prüfer, der als Kommissionär fungierte. Er hielt sich sehr bedeckt und ersteigerte zu meiner Überraschung den Brief für einen Kunden(!!).

    Das gute Stück gelangte wieder auf den Markt, nachdem der Käufer verstorben war. Ein aktuelles Attest blieb ihm aus guten Gründen versagt.

    Es kann dahingestellt bleiben, ob alle oder einige der darauf klebenden Marken ursprünglich zum Brief gehören. Briefe mit unvollständigen Frankaturen finden jedenfalls nur bei einer attraktiven Preisgestaltung Interessenten.

    Es mag sein, daß ein solcher Fall heute nicht mehr passieren würde, weil die Prüfer über erheblich bessere Kenntnisse der Taxbestimmungen verfügen. Er beweist aber, daß auch Atteste von besseren Erkenntnissen überholt werden können.

    Altsax

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  • sys1849
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    9. Januar 1962 (64)
    • 24. Juli 2008 um 19:47
    • #22

    So, nun können wir das Rätsel des mysteriösen Briefes lösen:

    Ich habe den Brief nach der Auktion an Frau Brettl übergeben lassen
    mit der Bitte, Ihre Altprüfung nochmals zu begutachten.

    Heute habe ich nun den Befund erhalten.
    Alles in Ordnung, der Brief ist tatsächlich unterfrankiert
    und beide zuständigen Postverwaltungen haben ihn unbeanstandet durchgehen lassen.

    @Bayern Klassisch: die senkrechte Brieffaltung auf der rechten Briefseite
    ist auch auf der Rückseite vorahnden; der Scan des ebay Anbieters
    scheint nur nicht deutlich genug gewesen zu sein.

    Ich habe beide Briefseiten nochmals hier eingescant, hoffentlich
    ist alles jetzt besser erkennbar.

    Grüße
    Wilfried

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  • Altsax
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    1. Juli 1850 (176)
    • 24. Juli 2008 um 20:10
    • #23

    Unabhängig von diesem Brief, zu dem ich substantiell keine fundierte Beurteilung abgeben kann, bin ich immer wieder über den Ausdruck "zum Brief gehörend" in Attesten überrascht, wenn Stempelübergänge und Taxen Raum für Zweifel lassen.

    In wissenschaftlichen Gutachten würden in solchen Fällen ähnliche Formulierungen gebraucht wie:

    "Anhaltspunkte dafür, daß die Marken nicht zum Briefe gehören, haben sich nicht finden lassen".

    Offenbar sind Mitglieder des Prüferbundes vollständig frei von Selbstzweifeln.

    Altsax

    3 Mal editiert, zuletzt von Altsax (24. Juli 2008 um 20:11)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 24. Juli 2008 um 20:45
    • #24

    sys1849 und Altsax

    Der Brief ist für relativ wenig Geld verkauft worden, so dass man annehmen könnte, dass er mit Befund höher zugeschlagen worden wäre.

    Ich muss Altsax Recht geben, dass in philatelistischen Attesten und Befunden eher locker bescheinigt wird. Aus diesem Befund geht m. E. nicht eindeutig hervor, dass nicht noch eine 3 Kr. Marke aufgeklebt worden war, deren Existenz ja die Vollständigkeit der Frankatur bewirkt hätte, wodurch der P.D. - Stempel zu Recht abzuschlagen war.

    Selbst der Satz "ursprünglich zum Briefe gehörend" schlösse ja auch nicht aus, dass eine oder mehrere Marken heute fehlt bzw. fehlten.

    Als Beispiele für München füge ich mal 2 Briefe bei, bei denen man die 3 Kr. Marke problemlos entfernen könnte ... dann wäre derjenige nach Frankfurt unerkannt unterfrankiert verblieben, und der innerbayerische als Portobrief ohne Taxansatz zugestellt worden.

    Da aus dem Besitz von Dr. J. Helbig erworben, erübrigt sich jede Frage zu Authentizität.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch (24. Juli 2008 um 20:45)

  • sys1849
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    9. Januar 1962 (64)
    • 24. Juli 2008 um 22:33
    • #25

    @ bayern klassisch:

    Soll das heißen, daß Herr Helbig unfehlbar ist, sich Frau Brettl
    aber irren kann ?

    Mir ist die Formulierung "trotz fehlenden Portos von 3 Kr."
    im Befund eigentlich eindeutig genug, daß der Brief ursprünglich
    unterfrankiert war.

    Grüße,
    Wilfried

  • Gagrakacka
    Gast
    • 25. Juli 2008 um 06:16
    • #26

    @all:

    Anstatt rumzurätzeln wäre ein Telefonat mit Frau Brettl die einfachste Lösung.

  • bayern klassisch
    Gast
    • 25. Juli 2008 um 06:23
    • #27

    sys1849

    Soll das heißen, daß Herr Helbig unfehlbar ist, sich Frau Brettl aber irren kann?

    Weder Dr. Helbig, noch Frau Brettl sind unfehlbar. Ich wollte damit nur andeuten, dass meine beiden Briefe aus einer Quelle kommen, der man trauen kann (hätte ich sie bei Maria Brettl gekauft, wäre das genau so gut).

    Es gibt ja ähnliche Briefe, die dunnemals anders frankiert waren, und die nun einen Anschein erwecken wollen - das wollte ich damit ausschliessen.

    Ich stimme aber woodcraft bei - die Formulierung, dass der Brief mit 9 Kr. damals auf die Reise ging, hätte ich mir als Käufer gewünscht.

    Sicher hat Lars Recht, wenn er ein klärendes Telefonat erwähnt.

    Der Befund ist aber m. E. verbesserungswürdig, zumal der von Altsax zitierte Standardsatz fehlt.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    2 Mal editiert, zuletzt von bayern klassisch (25. Juli 2008 um 06:24)

  • Altsax
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    1. Juli 1850 (176)
    • 25. Juli 2008 um 08:23
    • #28
    Zitat

    Original von Gagrakacka
    Anstatt rumzurätzeln wäre ein Telefonat mit Frau Brettl die einfachste Lösung.

    Es geht hier weder um Frau Brettl noch um einen anderen Prüfer als Person.

    Das Problem ist allgemein vorhanden:

    Beweisen lassen sich grundsätzlich nur Manipulationen an Hand von Merkmalen, die bei im Originalzustand belassenen Belegen nicht vorkommen können.

    Ein Prüfer kann folglich immer nur bestätigen, daß er solche Merkmale nicht feststellen konnte.

    Die Käufer philatelistischer Belege erwarten aber "Sicherheit". Dieser Erwartung wird von den (meisten) Prüfern Rechnung getragen durch Formulierungen, die diese "Sicherheit" vermitteln.

    Eine der schwierigsten Fragen ist die nach der Ursprünglichkeit und Vollständigkeit von Frankaturen. Es gibt vielfältige Gründe, Marken auf Briefen zu ersetzen: Beschädigungen, Entfernung von Teilen der Frankatur durch Sammler oder in Folge klimatischer Umstände bei Überseebriefen etc.

    Werden entfernte Marken nicht ersetzt, deren Stempel nicht auf den Brief überging, oder die versehentlich nicht gestempelt waren, täuscht das eine durchgeschlüpfte Unterfrankatur vor. Wenn dann nicht (nachweisbar!!) Reste des (Original-!!) Gummis vorhanden sind, scheitert jede Prüfung.

    Ein interessantes Beispiel ist der nachfolgend gezeigte Brief:

    10 Ngr. Ganzsachenausschnitte auf Brief verkörpern einen relativ hohen Wert, während sie lose im unteren zweistelligen €-Bereich gehandelt werden. Die Versuchung liegt also nahe, lose Exemplare auf einen Brief zu manipulieren, beispielsweise als Ersatz für eine abgefallene oder beschädigte 10 Ngr. Briefmarke. Als wesentliches Kriterium für die Beurteilung gilt der Stempelübergang. Wegen der Größe des Wertstempelausschnitts kann der aber - wie das Beispiel zeigt - nicht immer vorhanden sein.

    Die Zugehörigkeit zum Brief kann folglich nicht mit absoluter Sicherheit bewiesen werden. Bei einem Nummernstempel bestünden folglich erhebliche Zweifel, weil eine zeitliche Zuordnung nicht möglich ist. Im vorliegenden Falle wurde ein Ortsstempel abgeschlagen. Nach den Regeln der Wahrscheinlichkeit dürfte es nahezu ausgeschlossen sein, zu einem Brief einen Ganzsachenausschnitt zu finden, der sowohl portogerecht ist als auch das passende Stempeldatum aufweist.

    Der Beleg ist also mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit im ursprünglichen Zustande.

    Ein mündiger Sammler sollte selbst derartige Überlegungen anstellen und sich der Prüfer nur bedienen, wenn es um Fragen geht, die diese auf Basis ihres Vergleichsmaterials, ihrer Erfahrung und technischen Ausstattung besser beurteilen können.

    Altsax

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    2 Mal editiert, zuletzt von Altsax (25. Juli 2008 um 08:28)

  • lickle
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    • 25. Juli 2008 um 10:09
    • #29

    Aber Altsax, Du weißt doch, dass die meisten Sammler zu faul sind den Kopf zu gebrauchen. :rolleyes: Sie schicken lieber den ganzen Ramsch zu einem Prüfer und maulen dann hinterher über die ach so hohen Prüfgebühren. Ich habe mal eine Prüfsendung gezeigt bekommen, bei der der Stundenlohn des Prüfers in der Nähe des aktuell diskutierten Mindestlohns gelegen hätte! X(
    Ich möchte jetzt gar nicht die Spezialliteratur anführen, die den meisten wohl auf ewig "viel zu teuer" sein wird. Nein, aus einem ganz simplen Katalog kann man schon so viel Informationen gewinnen um 80% aller Fälschungen und Verfälschungen herauszufiltern.
    Man muß ihn halt nur lesen und verstehen. Auch bei völlig unbekannten Gebieten funktioniert das, man muß dann halt auch die Einleitung zu dem Gebiet lesen.

    Grüßle

    lickle

    PS. Altsax Der Ganzsachenausschnitt ist ein schönes Beispiel, dass hier ein Prüfer vollkommen überflüssig ist.

  • Altsax
    aktives Mitglied
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    1. Juli 1850 (176)
    • 25. Juli 2008 um 11:15
    • #30
    Zitat

    Original von lickle
    Aber Altsax, Du weißt doch, dass die meisten Sammler zu faul sind den Kopf zu gebrauchen. Sie schicken lieber den ganzen Ramsch zu einem Prüfer und maulen dann hinterher über die ach so hohen Prüfgebühren.
    Ich möchte jetzt gar nicht die Spezialliteratur anführen, die den meisten wohl auf ewig "viel zu teuer" sein wird.

    lickle

    Es ist schlicht unmöglich, eine halbwegs ordentliche Sammlung aufzubauen ohne entsprechende Informationen.

    Wer kein Geld für Literatur ausgeben will, muß sich anderweitig Rat holen. Ob er dann für Prüfgebühren zahlt, oder Lehrgeld bei Fehlkäufen, spielt keine Rolle. Es ist eine Illusion zu glauben, daß ausschließlich mit "Schnäppchen" etwas zusammenkommt, das die Bezeichnung "Sammlung" verdient.

    Man muß sich für jedes Sammelgebiet selbst ein "Gefühl" erarbeiten, das erst entsteht, wenn man eine Menge an Material gesehen hat - eigenes oder fremdes.

    Nach meinem Eindruck hat sich auch in der Philatelie die Conveniance - Mentalität ausgebreitet: Alles muß mundgerecht mit Qualitätssiegel serviert werden, am besten mit passendem Albumblatt.

    Ob das die Freude am Sammeln fördert, wage ich zu bezweifeln. Im Vordergrund steht viel zu oft der materielle Wert der Objekte sowie dessen Entwicklung.

    Wer 10 und mehr Jahre lang ein Sammelgebiet pflegt, sollte nur noch in wenigen Ausnahmefällen einen Prüfer benötigen, sonst hat er etwas falsch gemacht!

    Beste Grüße

    Altsax

  • sys1849
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    • 25. Juli 2008 um 12:06
    • #31

    @ altsax:

    Du hast den Sachverhalt wunderbar getroffen !

    Es wird immer eine Grauzone geben, in der der ursprüngliche
    Zustand eines philatelistischen Objektes heute nicht mehr mit
    100% iger Sicherheit nachweisbar sein wird.

    Vielleicht klang mein erstes Posting zu naiv/euphorisch;
    aber ich bin mir dieser Prüfproblematik durchaus bewusst
    und habe auch mein Gebot auf diesen Brief bei ebay entsprechend abgestimmt gehabt.

    Ich kann gut damit leben, daß letztendlich meine eigene Bewertung dieses Briefes
    anhand von Indizien(z.B. Stempelübergänge/Beschaffenheit der Papieroberfläche)
    als auch der Befund eines Bundesprüfers keine absolute Sicherheit ergeben haben.
    Eine derartig angestrebte Sicherheit werde ich aber auch bei ähnlich gelagerten
    Sachverhalten, wie z.B . bei Farbprüfungen nie haben.

    Das permanente Restrisiko einer späteren geänderten Bewertung des Briefes
    durch andere/bessere Prüfmethoden muß einem bewußt sein bevor man kauft.

    Grüße
    Wilfried

  • Altsax
    aktives Mitglied
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    1. Juli 1850 (176)
    • 25. Juli 2008 um 13:32
    • #32
    Zitat

    Original von sys1849
    Ich kann gut damit leben, daß letztendlich meine eigene Bewertung dieses Briefes
    anhand von Indizien(z.B. Stempelübergänge/Beschaffenheit der Papieroberfläche)
    als auch der Befund eines Bundesprüfers keine absolute Sicherheit ergeben haben.
    Eine derartig angestrebte Sicherheit werde ich aber auch bei ähnlich gelagerten
    Sachverhalten, wie z.B . bei Farbprüfungen nie haben.

    sys1849

    Ich denke, genau das trifft es.

    Man sollte nach eigener Überzeugung kaufen und nicht auf den "Marktwert" schielen, den vielleicht andere bereit wären, dafür auszugeben.

    Wer jahrzehntelang Freude an einem Sammelobjekt hat, benötigt nicht die Genugtuung, sein Geld gewinnbringend angelegt zu haben. Der Gewinn ist die Beschäftigung mit der Sammlung, nicht der materielle Effekt!

    Das klingt ein wenig nach Moralpredigt, ist aber der Ausfluß einer Sammlererfahrung, die ein halbes Jahrhundert längst überschritten hat!

    Beste Grüße

    Altsax

  • BDPh-Fälschungsbekämpfung
    Gast
    • 25. Juli 2008 um 14:46
    • #33

    Ein Prüfer hat gegenüber einem (erfahrenen) Sammler folgende Vorteile:

    - Er sieht durch seine Tätigkeit sehr viel Material, gerade und besonders "dubioses". Das schärft den Blick bzw. man kann leichter Zusammenhänge feststellen.

    - Eine Prüfsammlung ist anders aufgebaut als eine Ausstellungs- oder Stempelsammlung: Seltene Stempel dürfen nicht fehlen, am wichtigsten sind möglichst vollständige Stempelreihen mit den "normalen" Arbeitspferden.

    - Technische Ausstattung: Hochwertige Mikroskope, Tageslichtlampen, starke UV-Lampen etc. hat nicht jeder Sammler daheim rumstehen.

    Das führt dazu, dass ein Prüfer "schneller" zu einem Urteil kommt und einen Befund/Attest schreibt.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

  • Altsax
    aktives Mitglied
    Beiträge
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    Geburtstag
    1. Juli 1850 (176)
    • 25. Juli 2008 um 15:17
    • #34

    Hallo Lars,

    ob Deine Einschätzung stimmt, hängt sehr stark vom Prüfgebiet ab.

    Selbstverständlich muß ein Prüfer über eine technische Grundausstattung verfügen, die bei den meisten Sammlern nicht vorhanden ist. Es gibt aber auch Gegenbeispiele.

    Selbstverständlich kann ein Prüfer über besseres Vergleichsmaterial verfügen, als jeder einzelne Sammler des Gebietes, aber auch da gibt es Gegenbeispiele.

    Nach meiner Überzeugung ist die beste Garantie gegen Fehlprüfungen bei entsprechend kritischen Objekten die Zusammenarbeit eines Prüfers mit Kollegen oder - sofern es die nicht gibt - mit erfahrenen Sammlern seines Prüfgebietes.

    Es ist bequem und unfair, auf die "unfähigen und geldgierigen Verbandsprüfer" zu schimpfen, wie es manche tun.

    Man sollte aber die Augen nicht davor verschließen, daß es im Prüferbund Mitglieder gibt (gab) , deren beschränkte Urteilskraft nur noch von ihrer Selbstherrlichkeit übertroffen wird (wurde).

    Ich persönlich jedenfalls würde mich als Sammler äußerst unwohl fühlen, wenn ich darauf angewiesen wäre, regelmäßig bei Käufen einen Prüfer bemühen zu müssen. Diese Aussage gilt trotz meiner hohen Wertschätzung von Person und Fähigkeiten des für mein Sammelgebiet zuständigen Verbandsprüfers!

    Beste Grüße

    Jürgen

  • BDPh-Fälschungsbekämpfung
    Gast
    • 25. Juli 2008 um 16:13
    • #35

    Hallo Jürgen,

    betrachte meinen Beitrag als "grundsätzlich" - Ausnahmen bestätigen die Regel. Für mich ist es selbstverständlich, im Zweifelsfall zu fragen. Ein "ich weiss es nicht" sollt auch kein Tabu sein.

    Beste Sammlergrüsse!

    Lars

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