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Bayr. Postscheine und Co.

  • Altsax
  • 2. Juni 2008 um 09:51
  • bayern klassisch
    Gast
    • 13. August 2008 um 08:20
    • #61

    Lieber Erdinger,

    leider, leider habe ich den passenden Brief nicht dazu (sollte er auf dem Markt kommen, könnte sich das aber ändern).

    Die Rückseite hat keine Ortsangabe, daher kann der Brief mit dem Schein ja nur in Würzburg zugestellt worden sein. Außerdem hat er vorn und hinten keine Stempel und keine Reconummer - das wäre schon bei einem innerbayerischen Schein unmöglich. Es stimmt wirklich, was ich geschrieben habe. Der Empfänger weilte wohl in der Stadt oder im Bezirk.

    Den letzten Schein hast du genauso beurteilt, wie weiland ich.

    Es ist ein Schein der Fahrpost, den Paquete gehörten nicht zur Briefpost.
    Die 27 Kr. Franko sprechen für sich.

    Er nahm aber einen Schein der Briefpost, und beließ die 4 Kr. Rekogebühr, während für die Fahrpost nur 3 Kr. Rekogebühr angefallen wären.

    Dann schrieb er die Uhrzeit auf, üblich wäre aber "Nach Abgang" gewesen. Aber 21.45 Uhr dürfte er wohl nicht gemeint haben, sondern eher morgens 9.45 Uhr.

    Wie es bei Briefen unerklärliche Stücke gibt, so gibt es sie auch bei Scheinen. Hat man erst einen dieser Sonderlinge an Land gezogen, will man den nächsten usw. usw.. Sucht kann auch etwas Positives sein ...

    Vorgestern fiel mir der in die Hände - gekostet hat er nichts. Ein Postaufgabeschein für eine Postanweisung als Landau Pfalz mit dem mir bis dato unbekannten Formularstempel LANDAU i. d. PF von 1867.

    So schön der Vordruck oben links Platz für den Einkreisstempel läßt, so wenig hat es in Landau interessiert ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    878
    • 13. August 2008 um 08:21
    • #62

    Hallo Bayern Klassisch,

    ich lese DAHIER und Du hast zumindest Bayern nicht erwähnt, aber natürlich gemeint.

    Zur RAUSS & FUCHS - BAYERN-VORPILA Spezial-Auktion. Weist Du, wer der Sammler war? Diese Sammlung hätte ich gerne vor der Auflösung mal gesehen.

    Im übrigen hilft mir dieser Spezial-Katalog noch immer bei der Vorphila-Zeit (wenn es um Vergleichsstücke geht).

    Hallo Erdinger,

    zumindest der Vermerk einer Uhrzeit kommt öfters vor.
    Auf der erwähnten Auktion gab es übrigens einen Postschein mit dem Stempel nach Abgang der Post, was ebenfalls in der Vorschrift (die wie immer geduldig war :D) steht.

    Beste Grüße
    Luitpold

  • bayern klassisch
    Gast
    • 13. August 2008 um 08:28
    • #63

    Lieber Luitpold,

    bei dem Brief von Rauss und Fuchs kann es nicht "dahier" heißen, denn er weist ja oben 8 Kr. Porto auf - einen Ortsbrief mit 8 Kr. konnte es nicht geben, glaub mir, es war ein Fernbrief ... nach Castel.

    Es war der 1. Teil einer VMZ - Sammlung eines bekannten Bayern - Sammlers; leider ist mir der Name entfallen. Der 2. Teil wurde übrigens nie öffentlich verkauft. Vielleicht hat ihn jemand privat gekauft und dicht gehalten, vielleicht ruht der "Rest" in einem stillen Winkel.

    Du kannst aber gerne bei Rauss & Fuchs anrufen - sie müssten noch wissen, wer damals verkauft hat. Nur ob sie es dir sagen, ist die andere Sache.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    878
    • 14. August 2008 um 19:32
    • #64

    Hallo Bayern Klassisch,

    In Deiner Erläuterung zum Postschein der Briefpost für ein Paket schreibst Du ...

    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Es ist ein Schein der Fahrpost, den Paquete gehörten nicht zur Briefpost.

    Zunächst hier ein “neutraler” Postschein - Königl. Bayer. Postamt - und die Unterschrift - sieht doch aus, wie auf Deinem Schein. Also könnte der Herr Rienecker (?) gewechselt haben. Und übrigens, so genau hat man das mit den Scheinen nicht genommen. Zumindest gibt es jede Menge unterschiedlicher Stücke. Und eigentlich ist nur der Text der gleiche. Das war doch im Sinne der Oberpostdirektion und die Bezirksämter ließen nach eigenem Gefallen die Scheine drucken (also nicht zentral).


    Dieser Schein hier ist einer der am aufwendigst verzierten, kurz schönsten Würzburger-PS.

    Und Aufgemerkt: Die Würzburger Post wurde ja in dieser Zeit “degradiert" zum Postamt. Nach “Beförderung” 1835 hat es vielleicht zunächst keine Fahrpostscheine der “Königl. Bayer. Haupt-Expedition fahrender Posten” gegeben? Oder sie waren gerade “Aus gegangen”. Denn ein neuer Typ des Fahrpostscheines habe ich vom 26.10.1835 vorliegen.

    Und ob Du es glaubst oder nicht, die Scheingebühr betrug 4 Kr., zumindest ist der Betrag auf den Scheinen der Wü-Fahrpost so aufgedruckt!

    Ach ja, halte doch mal die Vorderseite Deines Scheines ins Licht. Glitzert die Tinte auch? Was haben die da reingerührt?

    Herzlichst grüßt
    Luitpold

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. August 2008 um 06:35
    • #65

    Hallo Luitpold,

    zu meiner Aussage, dass es ein Schein der Fahrpost war:

    Er hat zwar einen Schein, der allein für die Briefpost vorgesehen war
    (siehe auch den Eindruck "Briefposten" und "4" Kreuzer) genommen, die tatsächliche Verwendung fand aber, wegen des Gegenstandes Paquet, bei der Fahrpost statt.

    Da die Scheine dezentral geordert und somit auch gedruckt wurden, sind sie höchst unterschiedlich.

    Bei deinem sehr schönen Stück mit Ornamentrahmen haben wir es mit einem neutralen Schein zu tun, der bei beiden Postdiensten zu gebrauchen war. Daher ist auch die Scheingebühr von 3 Kr. für die Fahrpost und 4 Kr. für die Briefpost nicht eingedruckt worden.

    Da auch Oberpostämter mal abgewertet wurden, mussten die Scheine der neuen Behördenstruktur angepasst werden. Ob dies der Grund für das Weglassen des "Ober-" in Würzburg war, muss ich aber nachlesen.

    Da dein Schein ja für ein Brief nach Stuttgart ausgestellt wurde, hat man auch zurecht 4 Kr. kassiert (Briefpost). Zeige doch mal einen Schein der Fahrpost, auf dem 4 Kr. Einschreibgebühr vorgedruckt wurden.

    Wenn die Tinte glitzert, hat das meistens mit Streusand zu tun, der über die noch feuchte Tinte gekippt wurde, damit sie schneller trocknet. Ich werde aber nachschauen, ob meiner auch glitzert.

    Noch etwas zur Personalie Rienecker: Es war bei grösseren Ämtern, wie in Würzburg, eigentlich üblich, dass man entweder da oder dort eingesetzt wurde. Die Stellenstruktur eines Amtes war nach Posten und Dienstgraden nebst entsprechender Funktion und Alimentation fixiert.

    Bei Notfällen konnte es natürlich vorkommen, dass jemand aushelfen musste, je nachdem, wo es gerade "brannte". Es gab wohl auch damals schon Springer, die in der Lage waren, bei Briefpost, Paketpost und sogar im Poststall tätig zu werden. Aber das waren sicher nur Ausnahmen. Ich hatte ja bei diesem Thread zuvor schon einen Schein aus Bamberg gezeigt, der für einen Brief ausgestellt worden war, aber nur die günstigere Fahrpostscheingebühr aufwies.

    Auch was meine Heimat, die Pfalz, angeht, gibt es da noch Probleme bei der Trennung der Scheingebühren für die beiden Postdienste - hier habe ich noch etwas vor mir ... allerdings betrifft es nur den Bereich der VMZ ab 1816, was es aber nicht wirklich einfacher macht.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. August 2008 um 07:29
    • #66

    ... ich sehe gerade, dass bei einer bekannten Internetplattform ein hübscher Würzburger Schein für einen Brief des Barons von Würzburg nach Dresden angeboten wird. Beachtlich auch das damalige Franko von 38 Kreuzern - wahrlich kein Pappenstiel!

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    878
    • 15. August 2008 um 10:15
    • #67

    Hallo Bayern Klassisch,

    Aber gerne zeige ich einen Schein mit den 4 Kr.
    Hier eine PS-Variante in Schreibschrift. Leider habe ich keinen aus der Zeit 1834/1835, aber noch andere, die die 4 Kr. aufweisen.

    Viele Grüße, an diesem für einen “Stubenhocker” günstigen Regentage!

    Luitpold


    PS

    Gestern Abend war wohl der Sandmann schon bei mir gewesen, denn dass damals Streusand auf jeden Schreibtisch stand, ist mir nicht eingefallen. Danke für den Tipp!

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. August 2008 um 10:23
    • #68

    Hallo Luitpold,

    tatsächlich ein 4 Kr. Schein für die Fahrpost :rolleyes:... es gibt diese 4 Kr. Fahrpost - Scheine auch in der Pfalz, wobei ich bis vor 5 Minuten glaubte, es wäre eine Besonderheit nur dort (und die Pfalz ist an Besonderheiten reich), die erst noch erforscht werden müsste.

    Hast du eine Verordnung gefunden, in der die 4 Kr. genannt sind?

    Da ich den Joel nicht habe - schreibt er etwas zu diesen Gebühren?
    Dort müssten dann auch andere Scheine mit diesen 4 Kr. Taxen abgebildet sein.

    Ich werde mal im Hörter nachschauen, vielleicht gab es mal eine Änderung.

    Danke fürs zeigen sagt bayern klassisch

  • Luitpold
    erfahrenes Mitglied
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    878
    • 15. August 2008 um 13:09
    • #69

    Hallo Bayern Klassisch,

    Joel schreibt, das die Scheingebühr für Fahrpostsendungen bis 1.6.1848 4 Kr., danach 3 Kr. betrug.

    Leider im Moment keine Zeit, aber auf die Schnelle habe ich keine Postverordnung gefunden.

    Zeige Dir aber heute abend noch einen Schein mit der 3 Kr. Scheingebühr.

    Vielleicht findet sich ja noch die entsprechende Verordnung?

    Schönen Nachmittag,
    Luitpold

  • bayern klassisch
    Gast
    • 15. August 2008 um 22:37
    • #70

    Hallo Luitpold,

    offenbar wird unterschieden zwischen Aufgabescheinen für 4 Kr. und Einschreibescheinen für 3 Kr..

    Da ich keine Fahrpost sammle, ist mir die Unterschiedlichkeit der Termini nicht geläufig. Vielleicht kann ein Fahrpostler mehr dazu sagen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Luitpold
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    • 16. August 2008 um 12:40
    • #71

    Na, dann AUFGEMERKT - Hier zitiert aus der Verordnung:


    Maximilan II xc.xc.

    Von der Absicht geleitet, größere Erleichterung des Verkehrs und zugleich Vereinfachung des Dienstes herbeizuführen, finden Wir Uns bewogen, bezüglich des Tarifwesens für Unsere Fahrposten zu verfügen was folgt:

    .....

    Punkt IX:
    Bei den Fahrposten sind die herkömmlichen Gebühren für Aufgabescheine allgemein auf drei Kreuzer, für Reisescheine aber auf sechs Kreuzer ermäßigt.

    ....

    München, den 11. Mai 1848

    Max

    Frhr. von Lerchenfeld

  • Xeno
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    • 29. August 2008 um 16:49
    • #72

    Gehört nich unbedingt in die Rubrik Postscheine, allerdings wollte ich nicht einen neuen Thread eröffnen.

    Wie würdet Ihr diesen Nachnahmebrief der "Expedition der Würzburger Stadt- und Landboten" mit Zweizeilerstempel Würzburg von 1870 bewerten.

    Beleg fällt vermutlich unter die Rubrik Fahrpost, oder?

    Danke für Eure Hinweise.

    Gruß Xeno

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    It´s a 106 miles to Chicago. We´ve got a full tank of gas, half a pack of cigarettes, it´s dark and we´re wearing sunglasses.

  • bayern klassisch
    Gast
    • 29. August 2008 um 18:29
    • #73

    Hallo Xeno,

    das ist ein Fahrpostbrief, denn Nachnahmen gehörten bei Bayern immer zur Fahrpost. Den Stempel wirst du auch nur auf Fahrpostbelegen finden.

    Dein Stück könnte auch ein Streifband sein: Oft versandten die Verlage ein Exemplar der Zeitung mit der Einrückung (dem Inserat) per Nachnahme an den Inserierenden. Der durfte dann die Insertionsgebühren und das Porto zahlen, wenn er es nicht schon vorab gezahlt hatte.

    Schönes Stück, aber sehr off topic!

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Luitpold
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    • 30. August 2008 um 17:41
    • #74

    Xeno

    Stelle doch unter Thread Postvorschuss ein. Denn ich möchte wissen,
    wie die 12 Kr. Gebühr verrechnet bzw. angefallen sind.
    Auslage war das für die Post, die beim Adressaten 12 Kr. zum Nachnahmebetrag verlangte. Aber waren das nun insgesamt 12 Kr. oder 2 x 6 Kr., weil der Brief ja zum und vom Adressaten wieder an den Absender zurück musste?

    Grüße
    Luitpold


    PS Die damaligen Zeitungen waren noch sehr überschaubar!

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  • Xeno
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    6. November 1975 (50)
    • 30. August 2008 um 21:25
    • #75

    @ bayern klassisch & Luitpld

    Danke für Eure Hinweise!

    Habe den dazugehörigen Thread, leider erst später in der Rubrik VMZ entdeckt.

    Gruß Xeno

    It´s a 106 miles to Chicago. We´ve got a full tank of gas, half a pack of cigarettes, it´s dark and we´re wearing sunglasses.

  • Luitpold
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    • 6. September 2008 um 16:13
    • #76

    Zu den 3 auf einem Postschein eingeschriebenen Briefen eine Ergänzung (Beitrag von bayern klassisch incl. Abbildung - hier nochmal eingestellt damit nicht so gesucht werden muss ?(.

    Zufällig gefunden in VO vom 3.10.1853 -Nr. 14, 736.

    Nachdem sich über die Ausfertigung von Aufgabescheinen für mehrer zu einer Adresse gehörige Sendungen Anstände ergeben haben, wird zur allgemeinen Darnachachtung hiedurch eröffnet, dass mehrere zu einer Adresse gehörige Sendungen zusammen nur eine Aufgabe bilden, für dieselbe daher in der Regel nur ein, die Anzahl der einzelnen Abtheilungen, den Inhalt, das Gesamtgewicht und des Gesamtwerth derselben ausweisender Aufgabeschein ausgefertigt und ebenso die Scheingebühr dafür nur einmal in Anforderung gebracht werden darf.

    Am Schluss wird jedoch darauf hingewiesen, dass der Aufgeber auch für jede Abtheilung der Sendung die Ausfertigung eines Aufgabescheines verlangen, jedoch dann auch die Gebühr für jeden Schein bezahlen musste.

    Luitpold

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    3 Mal editiert, zuletzt von Luitpold (6. September 2008 um 16:30)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 7. September 2008 um 14:32
    • #77

    Lieber Luitpold,

    wenn ich dich nicht hätte ... :)

    Danke dass du die VO für mich gefunden hast.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Erdinger
    aktives Mitglied
    Beiträge
    345
    • 4. November 2008 um 10:37
    • #78

    Das muss ein wichtiger Brief gewesen sein - für die 2,5 km vom mittelfränkischen Herrnbergtheim (heute Herrnberchtheim) ins benachbarte Ippesheim 8 Kreuzer zu berappen, hätte sich damals wohl nicht jeder leisten können!

    [Blockierte Grafik: http://666kb.com/i/b3jfkzpsuwb438gts.jpg]

    Beste Sammlergrüße vom
    Erdinger

  • bayern klassisch
    Gast
    • 4. November 2008 um 10:56
    • #79

    Hallo Erdinger,

    dein Schein ist ein gutes Beispiel für einen der seltenen Lokalbriefe, die eingeschrieben versandt wurden.

    Das Franko von nur 1 Kr., weil der Zustellungsort innerhalb des Landbotenbezirks von Herrnberchtheim lag, war ja noch erträglich, aber die 7 Kr. für die Einschreibung wollte man sich nach Möglichkeit schon ersparen.

    Private haben diese teuere Versendungsform stets gemieden, was Wunder. Auch gab es Briefe, die mit dem Vermerk "Per Gelegenheit", "par Occasion" oder "durch Güte" versehen waren, bei denen dann ein verläßlicher Mensch, und eben nicht die bayerische Post, den Transport übernahm.

    Aber bei Ämtern oder öffentlichen Personen, die ja nach ihrer Vorschrift handeln mussten, konnte es schon vorkommen, dass diese die Einschreibung zwingend vorsah. Auch im Bereich der Rechtsverfahren (Schreiben an Anwälte, Advokaten und Notare, bzw. von diesen) kam dies "häufiger" mal vor.

    Firmen hätten den Lehrbuben geschickt, der war billiger und konnte schneller sein, als die Post (heute gäbe es damit evtl. Probleme, weil ein solcher Auftrag als "nicht ausbildungsgerichtet" angesehen werden könnte).

    Vielleicht findet sich mal der passende Brief dazu - das wärs doch! Ich würde es dir gönnen. :)

    Hierfür viel Glück wünscht dir bayern klassisch

  • Bayern-Nils
    Stamm Mitglied
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    2.482
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    29. April 1962 (63)
    • 4. November 2008 um 11:02
    • #80

    Hallo Erdinger und Bayern Klassisch

    Kurze Frage. Ist die hier erwähnte Scheingebühr das selbe wie ein Chargegebühr?

    Übrigens Erdinger, schöner Schein!

    Viele Grüsse
    Bayern-Nils

    NEH

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