Ich bin auch da
Beiträge von lickle
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ach so,
zu der Schmiererei unter dem Namen Huth denke ich mal, dass es ein verrutschter"Franco"- Stempel sein sollte.
Schildescher
Richtig, das ist ein mißratener Francostempel.
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Warum soll bei der roten "gr. 7" die 7 durchgestrichen sein ? Das sehe ich gar nicht.
Du hast recht, es steht gr. 7 geschrieben.
Ist die mit schwarzer Tinte geschriebene Angabe vor London nicht der in England zu zahlende Betrag von 1 Shilling 8 Pence ?
Habe ich was anderes geschrieben?
Herve könnte rein optisch hinkommen, obwohl der Ort irgendwo mitten in der Gegend liegt. War da ein Postumschlagsplatz ?
Leitpostämter konnten auch mitten in der Pampa liegen. Die Verkehrsverhältnisse von damals sind uns nicht mehr geläufig. Allein der Seltenheitsindex von 1 in J.v.d.Linden scheint auf einen regen Postverkehr hinzuweisen. Die Kreise Eupen und Malmedy kamen erst nach dem 1. Weltkrieg zu Belgien. Herve war damals vermutlich das Grenzpostamt.
Gruß
lickle
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Ich habe mir mal die möglichen Varianten angeschaut und bin bei James v.d. Linden auf Stempel No78 gestossen. Der wurde für Post aus Preussen und Thurn u. Taxis nach Belgien ab 1835 gebraucht. "Allemagne / par Herve" und in Herve abgeschlagen. Seltenheit 1, also sehr häufig. Das Franko scheint höher zu sein, als bei anderen Briefen aus der Zeit und das wird auch die normale Transitgebühr, die 20 Centimes betrug, beeinflusst zu haben. Wahrscheinlich 2.te Gewichtsstufe. Wer mehr wissen will kann sich mal bei delcampe die Rubrik Vorphilatelie von Deutschland ansehen und nach London suchen. Dort bekommt man viel zu sehen.
Gruß
lickle
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Hallo Schildescher und guten Morgen,
hab schon gesucht aber bin nicht so richtig fündig geworden. Postvertäge Pr.eussen - England.
Rundbriefe : Cöln-Podt hast du sicher selbst
Hast Du es mal bei DASV versucht?Damals haben Postverwaltungen, die nicht direkt aneinander gegrenzt haben, eher seltener Postverträge untereinander abgeschlossen. Sie haben sich meist den Verträgen der vermittelnden Postverwaltungen angeschlossen. In diesem Fall würde ich nach den Postverträgen Preußen-Niederlande und Niederlande-Großbritannien suchen.
Gruß
lickle
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P.S.: Ich möchte nicht verschweigen, dass ich immer skeptisch bin, wenn ein Anfänger - und IMHO bist du einer - zu Beginn direkt mit einem recht anspruchsvollem Sammelgebiet los legt ....
Skeptisch darf man immer sein, aber ich halte das in seinem Fall JulesWe nicht für angebracht. Er hat schon umfangreiche Erfahrungen in einem anderen Sammelgebiet und eine schnelle Auffassungsgabe. Literatur ist für ihn auch kein Fremdwort. Was ich bis jetzt gesehen haben spricht dafür, dass er der Aufgabe gewachsen ist. Ich kenne Sammler, die in 40 Jahren nur wenig mehr gelernt haben als er in der kurzen Zeit.
Einen Tipp hätte ich noch: Bevor ich ein neues Sammelgebiet anfange besorge ich erst einmal möglichst aktuelle Literatur und bevor ich anfange zu kaufen sammle ich erst einmal virtuell. Das heißt ich beginne mit einem digitalen Archiv und beobachte den Markt. Bei den unterschiedlichen Interessen sollte man auch die anderen Philatelieforen nicht außer Acht lassen, die andere Schwerpunkte haben.
Gruß
lickle
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Ich kann den Stempel nicht lesen. Als Grenzübergangsstempel müßte er im Werk von James van der Linden, Marques de Passage - Postvertragsstempel - aufgeführt sein. Die sind allerdings alphabetisch sortiert ...
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Zu der Zeit herrschte beim Briefverkehr mit Großbritannien der Grenzfrankozwang. Die beiden roten Zahlen auf der Vorderseite ist das Franko, das der Absender in Cöln zu zahlen hatte. Wobei ich die 7 als gestrichen ansehe und stattdessen 8 Silbergroschen erhoben wurden. Die Frankatur galt bis zu einem Hafen an der Kanalküste. Die fremde Postverwaltung (Niederlande oder Belgien?) wollte natürlich auch etwas abhaben und notierte den Betrag auf der Rückseite. Warum das zwei Zahlen sind kann ich nicht sagen. In London mußte das Bankhaus Friedrich Huth dann 1 Shilling 8 Pence Porto bezahlen.
Gruß
lickle
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Moin Schildescher,
nur ein Erklärungsversuch, kein festes Wissen.
Ortsbrief bis 31.7.1906: 5 Pfg.
Nachnahme bis 31. 7.1906: 10 Pfg.Zusammen 15 Pfg.
Möglicherweise kein Strafporto bei Dienstbriefen, also "nur" Nachzahlung des fälligen Portos.
Viele Grüße
DKKWBei portopflichtigen Dienstsachen wurde kein Strafporto erhoben.
Gruß
lickle
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Ich glaub wirklich, der hat seine eigene Sammlung als Maßstab genommen und geschaut, wie oft er welche Lochungen hat. Irgendwann mal hab ich in einem einzigen Lot mit 100 Bayern-Perfins alleine fünf identische, laut Van Scharpen "sehr seltene" Lochungen drinnen gehabt.
Schlau wird man da eher bei Ebay, wenn man nach verkauften Artikeln mit dieser oder jener Lochung schaut. Die wirklich seltenen haben meistens mehrere Bieter und gehen auch gut nach oben im Preis.
Ihr habt doch beide den Katalog vorliegen. Auf Seite xii des Vorworts gibt es eine ellenlange Liste wer alles zu diesem Katalog beigetragen hat. Die Sammlungen dieser Philatelisten sind sicherlich mit ausgewertet worden.
Einen Effekt bei der erstmaligen Veröffentlichung eines Kataloges darf man nicht unterschätzen. Für viele Sammler wird ein Gebiet erst interessant, wenn es auch Literatur dazu gibt. Dann wird gesucht und es kommen Bestände zum Vorschein, die niemand zuvor beachtet hat. Darunter sind sicherlich auch seltene Exemplare, die auch mehrfach vorhanden sein können, aber sie verschieben meist nicht die Seltenheitsrelation zu den anderen Sammelobjekten. Natürlich gibt es immer mal Ausreißer, wo ehemals seltene Stücke heute in jedem guten Angebot zu finden sind. Das ist aber nicht die Regel.
Wer einen Katalog erstmals veröffentlicht und eine Bewertung darin angibt kann sich m.E. immer nur in die Nesseln setzen.
Gruß
lickle
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Moin lickle,
das sehe ich anders. Ich stimme Dir zu, dass der Zusatz (Württ.) bei einem Kirchenbucheintrag aus Tahlheim mehr Sinn macht als bei Stotzingen. Aber Lontal (bzw. Lohntal oder Lonthal) ist heute ein Teil der Stadt Niederstotzingen. Da macht es für mich absolut Sinn das dortige Stadtarchiv zu kontaktieren.
Viele Grüße
DKKWStimme Dir auch zu
aber man kann viele Kirchenbücher mittlerweile auch online einsehen: https://www.landesarchiv-bw.de/de/recherche/r…eratgeber/57481Gruß
lickle
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Danke für die Antworten, dann werde ich mal in Niederstotzingen in den Archiven der Stadt und der Kirche weiter nachfragen, es geht um Ahnenforschung.
@ Chistoph1:
Die beiden Orte in der 2. und 3. Zeile lese ich als Oberfahlheim und Unterfahlheim.
Gruß kartenhai
Du brauchst das Archiv in Niederstotzingen nicht behelligen. Da der Geburtsort Lohntal mit dem Zusatz Württemb. versehen ist kann es sich nicht um einen Ort aus der Nähe handeln, denn den hätte jeder gekannt. Es handelt sich um die Orte Ober- und Untertahlheim im Oberamt Horb und die sind doch etliche Kilometer vom Oberamt Heidenheim entfernt.
Gruß
lickle
PS: Wenn man Niederstotzingen gelesen haben will stellt sich mir die Frage welcher Buchstabe denn ein "g" sein soll?
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Was für einen Umfang hat denn die Briefmarkensammlung? Du zeigst schon, dass einiges Wertvolle darunter ist und dann kommt wieder Massenware. Einen schnellen Überblick kann Dir nur ein Profi verschaffen, alleine wirst Du es nicht hinbekommen.
Beste Grüße
lickle
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Schau an, so einfach ist das. Ich hatte den Drucksachenvermerk nicht beachtet, bzw. entziffern können. Danke für die Aufklärung! Ich frage mich allerdings, wie das Din A 4 Dokument versendet worden ist: einfach nur gefaltet und von jedem einsehbar?
Gruß
mpiodi
Der Beleg hat nie einen Postsack gesehen, denn er lief innerorts und wurde gleich dem Postboten mitgegeben. Zustellungsurkunden wurden genauso versandt und das sogar im Fernverkehr.
Datenschutz war für die Menschen damals wohl ein kleineres oder gar kein Problem.
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Das ist ein ganz normaler Beleg, der als Drucksache versandt wurde. Allerdings 5 Pfennig überfrankiert.
Gruß
lickle
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Dieser Stempel wird als falsch geprüft, weil das Streifband seit 31.12.1902 nicht mehr frankaturgültig war. Diese Verfassungstagsstempel wurden noch 4 Wochen nach ihrem regulären Einsatz in den Postämtern als Gefälligkeitsentwertungen auf irgendwelchen "Unterlagen" angebracht. Den Postbeamten war es anscheinend nicht so wichtig was abgestempelt wurde.
Gruß
lickle
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Gegenfrage: Hältst Du das für "Bedarf?"
Warum nicht?
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Nachdem mir das beim Stempelort ein RT am Ende zu sein scheint, handelt es sich um die VWJ-2-1-03, J. Adler Jr., Frankfurt.
Was die Buchstaben VWJ damit zu tun haben, erschließt sich mir leider nicht.
Aber so ist das manchmal ...Es kann sich um den neuen Inhaber der Firma handeln, der die alte Firmenlochung des Vorgängers einfach weiter verwendet hat.
Gruß
lickle
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Auch das gibt's : Geflälligkeits-Stempel auf Fiskalmarken!
Sieht aber sauber aus!
Woran erkennt man die Gefälligkeit?
Gruß
lickle