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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Beiträge von liball

  • Alte Briefe ohne Marken...

    • liball
    • 2. Mai 2010 um 13:02

    Hallo bayern klassisch,
    Österreich hat an Preußen nur 12 Kr. C.M. vergütet. Bei den Transitkosten die dem Empfänger belastet wurden, handelt es sich um eine fiktive Gebühr. Es ist immer zu unterscheiden zwischen der tatsächlichen Vergütung an die transitgebende Postverwaltung und dem Betrag, der dem Empfänger angelastet wurde. Beide Beträge haben nur mittelbar etwas mit einander zu tun und wichen von einander oft erheblich ab. Dies wurde im Dekret vom 21.5.1819 festgelegt und galt bis in die vierziger Jahre. Heribert Kaufmann hat hierüber einen ausführlichen Artikel in der Postgeschichte Nr. 99 geschrieben.
    Wie Bayern erfahren hat, wie viele Briefe im stillen Transit durch Bayern liefen, kann ich leider nicht sagen. Auf die Schnelle habe ich jedenfalls in den entsprechenden Verträgen nichts gefunden.
    Bei den stückweise ausgelieferten Transitsendungen galt der einfache Satz bis 1 Loth und danach die ½ löthige Progression, bis 2 Loth also der 2fache Transitsatz. Ich gehe davon aus, dass dies auch bei den Paketen so praktiziert wurde.

    Grüsse
    liball

  • Alte Briefe ohne Marken...

    • liball
    • 2. Mai 2010 um 07:55

    Hallo Bayern-Nils,

    sicher ist, dass der taxissche Transit bereits in den 5 Sgr. enthalten war. Nach dem Vertrag Bayern – Österreich standen Bayern für den Transit 12 Kr. zu. Nach Art. 33 dieses Vertrages sind sämtliche in diesem Vertrag festgesetzten Vergütungen nach dem 20 fl. Fuße zu zahlen und somit 12 Kr. C.M. Ich gehe daher davon aus, dass die gesamten 12 Kr. C.M. Bayern zustanden.

    Grüsse
    liball

  • Alte Briefe ohne Marken...

    • liball
    • 1. Mai 2010 um 12:29

    Hallo bayern klassisch,
    die Behandlung dieses Briefes wurde entsprechend dem preußischen Circular vom 11.9.1837 vorgenommen.
    Danach wurden Briefe nach Österreich nur noch in Ausnahmefällen an Bayern ausgeliefert. Dieser Brief lief mit großer Wahrscheinlichkeit im geschlossenen Paket Cöln-Innsbruck und somit im stillen Transit durch Bayern. Schon im Postvertrag Preußen-Bayern von 1834 wurde vereinbart, dass die stückweise Auslieferung an Bayern mit Einführung der Rhein.-Preuß.-Österr. Briefpakete aufhört. Daher ist auch keine bayerischer Auslagestempel vorhanden. Es bestand jedoch weiterhin Frankierungspflicht bis Aschaffenburg, hier 5 Sgr. Da der bayerische Transit auf Kosten von Preußen stattfand, vergütete Österreich 12 Kr. C.M. an Preußen.
    Das Gesamtporto von 26 Kr. C.M. setzt sich zusammen aus 14 Kr. C.M. Transitporto, welches nur mittelbar etwas mit den tatsächlichen Vergütungen zu tun hatte (Dekret vom 21.5.1819), und 12 Kr. C.M. Inlandporto.
    Grüsse
    liball

  • Preussen-Baden

    • liball
    • 25. April 2010 um 10:00

    Bei diesem Portobrief vom 8.8.1831 aus Saarbrücken nach Heidelberg stellt sich für mich die Frage, auf welchem Weg kam dieser Brief nach Baden. Wurde er auf dem nächsten Weg durch die bayerische Rheinpfalz über Homburg und Speyer spediert oder um die Pfalz herum über Kreuznach und Worms.
    Wenn er durch die Pfalz gelaufen wäre, muss man von einem preußischen Porto von 1 Sgr. ausgehen. Bayern hätte dann ein Transitporto von 12 Kr. angesetzt. Dies erscheint mir doch sehr hoch.
    Wenn er um die Pfalz herumgelaufen ist, wären in Preussen 3 Sgr. zzgl. Transit durch Taxis angefallen.
    Eine preußische Taxierung wurde leider nicht angeschrieben
    Vielleicht weis ein Pfalzsammler mehr über den Laufweg.

    Grüsse
    liball

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  • Postsendungen während der Zeit des Königreich Westphalen

    • liball
    • 11. April 2010 um 10:07

    Hallo,

    Cassel war 1810 eine Westphälische Postanstalt im Dep. Fulda. Wer kann etwas zu den rückseitigen Taxen dieses Teilfrankobriefes nach Nürnberg vom 19.1.1810 sagen?

    Grüsse
    liball

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  • Bayern - Österreich

    • liball
    • 20. Februar 2010 um 08:08

    Hallo bayern klassisch,

    ich kann einen Brief aus Schärding nach Kufstein von 1831 zeigen, der durch das Berchtesgadener Land befördert wurde. Nachdem die Transitpost aus Salzburg nach Tirol über Unken in Freilassing den Vorschriften entsprechend behandelt wurde, ist auf der Rückseite dieses Briefes des Pflegegerichtes Schärding der Stempel ”KÖNIGLICH BAYERISCHES
    SANITAETSSIEGEL“ in schwarz abgeschlagen worden.
    Das in Schärding angeschriebene “P“ bedeutete, dass das Pflegegericht keine Postgebühren zu tragen hatte, dass das Porto jedoch zur pauschalen Abgeltung durch die vorgesetzte Stelle, in der Regel das zuständige Ministerium, registriert worden war.

    Grüsse
    liball

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    Scharding-Kufstein, 1831.jpg 154,4 kB – 244 Downloads
  • Preussen - Russland

    • liball
    • 15. Februar 2010 um 15:02

    Hallo Michael,

    auf dem Brief nach Schaffhausen befindet sich keine "11". Mit diesen beiden Strichen wurde in Schaffhausen das Weiterfranko von 12 Kr. für Baden ausgestrichen.
    Würde es sich um einen Portobrief handeln, dann hätte ihn Baden mit OP gestempelt. Da dies aber nicht geschehen ist, kann davon ausgegangen werden, dass der Brief bis zur badischen Ausgangsgrenze bezahlt wurde.

    Grüsse
    liball

  • Preussen - Russland

    • liball
    • 14. Februar 2010 um 16:24

    Hallo Michael,

    bei deinem Brief nach Schaffhausen handelt es sich um einen Teilfrankobrief, der bis zur badisch-schweizerischen Grenze vom Absender bezahlt wurde. Preußen als Vermittlungsland erhielt dafür 61 ½ Kopeken. Nach Abzug des Nimmersatter Grenzportos von 1 ½ Kopeken, verblieben Preußen für den Transit 60 Kopeken = 20 Sgr. Hiervon erhielt Baden die angeschrieben 12 Kreuzer und Bayern auf der Route über Hof 10 Kreuzer pro Loth, die nicht angeschrieben wurden, da der Brief im stillen Transit durch Bayern (Münchner Vertrag) mit dem unmittelbaren Paketschluss Berlin-Karlsruhe nach Baden spediert wurde. Der Empfänger in Schaffhausen musste aufgrund der Grenznähe lediglich 2 Kr. Porto entrichten.
    Nach einer Verfügung der badischen Post vom 24.8.1834 hätte bei einem Portobrief der Stempel OP gestempelt werden müssen.

    Grüsse
    liball

  • Bayern-Frankreich vor 1822

    • liball
    • 29. Januar 2010 um 16:59

    Hallo,

    Bei der Correspondenz mit Frankreich habe ich Probleme mit den Transitkosten für Baden und Württemberg. Bei diesem Portobrief vom 29.12.1812 aus Straßburg nach München wurde für den französischen Portoanteil aus dem 1. Rayon 6 Kreuzer angesetzt. Im Inland war der Empfänger portobefreit. Pro 30 Gramm musste Bayern 7 Decimes für den französischen Portoanteil aus dem 1. Rayon bezahlen.
    Im Postvertrag Bayern-Baden von 1810 wurde vereinbart, dass bei Portobriefen aus Frankreich Bayern an Baden das französisch innere Porto ersetzt. Bedeutet dies, dass Bayern die vom Empfänger kassierten 6 Kr. komplett an Baden abtreten musste?
    Der württembergische Transit mit 2 Kr. pro Loth müsste von Bayern dann aus eigener Tasche bezahlt werden.

    Grüsse
    liball

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  • England-Bayern

    • liball
    • 14. Januar 2010 um 18:35

    Hallo,

    ich möchte hier einen sehr interessanten Brief aus Liverpool nach Augsburg vom 8.9.1814 zeigen. In England ist die Geschichte noch einigermaßen klar. Liverpool-London 11 d, London-Küste 18 d, ergibt 29 d = 2/5.
    Doch jetzt wird es kompliziert. Wie kam der Brief auf das Festland. Über Harwich-Brielle-Rotterdam?, über Hamburg? oder gar über Bremen?. Nur wenn das zu klären ist, können die weiteren Taxen zugeordnet werden. Sicher ist lediglich das Porto in Augsburg mit 56 Kreuzer.
    Für Vorschläge wäre ich dankbar.

    Grüsse
    liball

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  • Preussen - Russland

    • liball
    • 10. Januar 2010 um 09:00

    Hallo Michael,

    auf der Rückseite befindet sich lediglich der Ankunftsstempel von Nürnberg vom 17.5.1867.
    Der Brief war mit 48 Penni = 4 Sgr. vollbezahlt, wobei Preußen ein Weiterfranko von 2 Sgr. vergütet wurde.

    Grüsse
    liball

  • Preussen - Russland

    • liball
    • 9. Januar 2010 um 08:06

    Hallo Michael,

    bei diesem Brief aus Finnland vom 9.5.1867 ist dieser Stempel deutlich zu sehen. Insgesamt befinden sich 3 Frankostempel auf diesem Brief.

    Grüsse
    liball

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    Kuopio 1867.jpg 61,02 kB – 336 Downloads
  • AD - Staaten - Dänemark

    • liball
    • 6. Januar 2010 um 12:09

    Hallo,

    ich möchte einen Brief aus Glückstadt nach Castell in Bayern vom 13.11.1826 vorstellen, bei dem das taxissche und bayerische Porto der 2. Gewichtsstufe entsprechen.
    Ist die rückseitig angeschriebene 5 (Schillinge) das dänische Franko bis Hamburg?

    Grüsse
    liball

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  • Bayern-Österreich 1819-1842

    • liball
    • 2. Januar 2010 um 09:58

    Hallo bayenklassisch,

    meine Version zu dem sehr interessanten Brief nach Solothurn ist eine etwas andere. Ich gehe davon aus, dass der Brief nach Bayern fehlgeleitet wurde. Zürich hatte bereits 1816 mit Österreich einen Vertrag geschlossen, worin vereinbart wurde, dass Briefe die in Österreich entstehen und nach Solothurn laufen über Tirol und Vorarlberg zu befördern sind. So wurde bereits ein direkter Paketschluss Innsbruck – Zürich eingeführt. Der Frankobetrag von 14 Kr. C.M. deutet ebenfalls darauf hin. Denn dies war das Franko für Auslandsbriefe über 12 Poststationen. Die höchste Taxe in Österreich für Auslandsbriefe bis zum halben Loth. Wäre der Brief absichtlich nach München geleitet worden, hätte das Österreichische Franko nur 2 Kr. C.M. betragen. Auch wäre er in München sicherlich nicht gestempelt worden. Damit wollte man den falschen Weg dokumentieren.

    In München wurde die bayerische Transittaxe mit Zürich von zunächst 12 Kr. angesetzt, dann auf 18 Kr. verbessert, da der Brief wohl in der 2. Gew.-Stufe lag (Art. 10, PV Bayern-Zürich v. 1829). Zürich taxierte
    mit 9 Kr. (ebenfalls 2. Gew.-St., Art. 7c) ergibt 27 Kr.
    Die weitere Taxierung wie von dir beschrieben.

    Grüsse
    liball

  • Dänemark-Schweiz über Bayern

    • liball
    • 25. Dezember 2009 um 10:50

    Hallo,
    ich möchte hier zwei postgeschichtlich hoch interessante Briefe aus Copenhagen in den schweizer Kanton Graubünden vorstellen und bitte gleichzeitig um Mithilfe bei der Interpretation, da sich mir hier viele Fragen stellen.
    Der erste Brief aus Copenhagen vom 25.11.1809 nach Latsch mit Leitwegangabe “über Lindau und Chur“. Im französischen Postamt in Hamburg wurde der Eingangsstempel DAN. pr. HAMBOURG. 4 abgeschlagen.
    Das rückseitig angeschriebene Franco kann ich leider nicht deuten. Konnte ein Brief in Copenhagen fro. Linz gestellt werden?
    In Linz wurden 28 Kr. von der taxisschen Post angesetzt. Zusammen mit dem bayer. Transit von 12 Kr. belasteten 40 Kr. den Brief (Im Vertrag mit St. Gallen von 1809 sind diese 12 Kr. für Briefe aus Dänemark angegeben). Umgerechnet waren dies 57 Bluzger. Hier hinzu kamen für die Strecke Feldkirch – Chur 6 Bluzger und in Chur 1 Bürobluzger.
    Der zweite Brief vom 29.12.1812 lief von Copenhagen nach Fillisur, ebenfalls fr. Linz. In Hamburg wurde DANNEMARC P.HAMBOURG abgeschlagen. Auch hier kann ich das Franco nicht deuten.
    Taxis hat 16 Kr. angesetzt, Bayern wiederum 12 Kr. Diese 38 Kr. entsprachen 55 Bluzger. Hier hinzu wie beim anderen Brief 6 Bluzger Feldkirch-Chur und 1 Bluzger Bürogebühr = 62 Bluzger.

    Grüsse
    liball

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  • Gouvernement Berg

    • liball
    • 22. Dezember 2009 um 17:32

    Hallo bayern klassisch,

    vielen Dank für die Bemerkungen. Es ist eben eine verdammt schwierige Zeit. 22 Kr. könnte passen.

    Grüsse
    liball

  • Gouvernement Berg

    • liball
    • 21. Dezember 2009 um 16:59

    Hallo,

    vielleicht weiß jemand, welche Währung das Gouvernement Berg hatte.
    Das Postwesen war Taxis übertragen worden. Bei anhängenden Brief aus Botzen vom 11.2.1814 kann ich das Rötel-Gekritzel nicht entziffern.
    Ansonsten beschreibe ich den Brief wie folgt:
    Obwohl Botzen im Oktober 1813 wieder zu Österreich kam, blieb beim Postwesen zunächst alles beim alten. So wurde bis zum 31.5.1814 weiter der italienische Tarif angewandt und P.B.BOLZANO gestempelt, obwohl es sich hierbei um einen Vertragsstempel zum Postvertrag Bayern-Italien vom 19.3.1809 handelte. Bis 50 km waren dies bei einem einfachen Brief 2 Decimen, die vom Absender bezahlt werden mussten. Ab dem bayerischen Grenzpostamt Kollmann bis zur Übergabe an die taxissche Post in Kissingen berechnete Bayern 12 Kr. (Art. 4 A, PV Bayern-Taxis 1808).

    Grüsse
    liball

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  • Bayern-Österreich 1819-1842

    • liball
    • 7. Dezember 2009 um 16:52

    Hallo VorphilaBayern,

    Hier möchte ich noch folgende Bemerkung machen:
    Das österreichische Porto in der 1. Entfernungsstufe lag bei 2 Kr. CM (Tarif v. 1.6.1817, II. Stufe für Auslandsbriefe). In Vorarlberg war jedoch bis 31.7.1818 die Reichswährung die offizielle Währung. So wurden die 2 Kr. CM in 2 ½ Kr. rh. umgerechnet (2 x 1,2). Der Empfänger musste daher 4 ½ Kr. rh. bezahlen.

    Gruss
    liball

  • Schweden - Bayern

    • liball
    • 25. Oktober 2009 um 10:01

    Nach längerer Zeit möchte ich wieder 2 Briefe aus Stockholm nach Bayern vorstellen. Beide Teilfrankobriefe wurden 1847 geschrieben. Der Brief nach Uhlfeld wurde auf der Sommerroute und der Brief nach München auf der Winterroute spediert.
    Der Brief auf der Sommerroute wurde mit 24 Sk.b. (8 Sk.b. bis Ystadt, 16 Sk.b. Seeporto) bis Stralsund bezahlt, der über Ystad, dort wurde von der preußischen Postagentur “frco. Stralsund“ gestempelt, mit dem Stralsund-Ystädter Dampfschiff nach Preußen gelangte. Das zum 1.10.1845 reduzierte preußische Transitporto von 5 Sgr. wurde in Nürnberg mit 18 Kr. in Auslage genommen. Mit dem bayerischen Inlandsporto von 6 Kr. errechnete sich ein Gesamtporto von 24 Kr.
    Der Brief nach München auf der Winterroute dürfte auf dem Landweg über Dänemark nach Hamburg gelaufen sein. Beim schwedischen Franko von 21 Sk.b. bin ich mir nicht sicher. In Nürnberg wurden wiederum 18 Kr. in Auslage genommen. Das Gesamtporto belief sich hier auf 30 Kr., da das bayerische Porto nach München 12 Kr. kostete.
    Grüsse
    liball

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  • Russland-Bayern

    • liball
    • 2. Oktober 2009 um 11:20

    Hallo Bayern-Nils,

    bezüglich der Frankatur mit Marken ist zu unterscheiden
    a) Briefe nach Russland und
    b) Briefe aus Russland
    Bei Briefen nach Russland war die Frankatur mittels Marken seit dem 1.4.1854 möglich. Dies wurde veröffentlicht im Verordnungs- und Anzeige-Blatt Nr. 14 vom 26.3.1854.

    Russland und Polen brachten zwar 1858 bzw. 1860 eigene Marken heraus, diese waren jedoch zunächst nur im Inland zulässig. In Art. 18 des Postvertrages zwischen Preußen und Russland vom August 1865, in Kraft getreten zum 1.1.1866, wurde die Frankierung mittels Marken beiderseits zugelassen: “Die Absender können sich zur Frankierung der Briefpostsendungen der im Ursprungslande Anwendung findenden Post-Freimarken bedienen“.
    Ihr Brief konnte also gar nicht mit Marken freigemacht werden.
    Frankierte Briefe aus Russland aus den ersten Jahren sind nicht häufig. Ich zeige hier einen Brief aus Warschau vom 23.10.1866.

    Grüsse
    liball

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