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Fragen zu altdeutschen Briefen

  • Nordlicht
  • 1. April 2008 um 16:21
  • bayern klassisch
    Gast
    • 28. Juli 2008 um 16:31
    • #181

    Letzter Versuch:

    Da von Pirna nach Stadt Wehlen nur 7 km Luftlinie liegen, es also ein Lokalbrief war, dürfte das Franko aus 1/2 Ngr. und die Zustellgebühr aus einem weiteren halben Ngr. bestanden haben - total also der notierte 1 Ngr. siegelseitig.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Altsax
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    1. Juli 1850 (175)
    • 28. Juli 2008 um 16:58
    • #182
    Zitat

    Original von bayern klassisch
    Letzter Versuch

    Lieber bayern klassisch,

    sooo schnell gibst Du auf???

    Lokalbriefe waren mit Ausnahme von Partiebriefen mit Marken zu frankieren. Ein Partiebrief ist es jedoch nicht.

    Mit etwas Logik müßte die Spur zu finden sein.

    Tip: Das Aufgabedatum spielt eine Rolle.

    Liebe Grüße

    Altsax

  • Totalo-Flauti
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    • 28. Juli 2008 um 17:33
    • #183

    Könnte es sich hier um eine portofreie Dienstsendung (Bürgermeister von Stadt Wehlen als Adressat) handeln? Statt dem üblichen "e.o." wurde der "frei"-Vermerk gewählt. Mit dem siegelseitigen Rötelstrich wurde dem Rechnung getragen.

    Gruss Totalo-Flauti

  • Altsax
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    • 28. Juli 2008 um 17:39
    • #184

    Totalo-Flauti

    Eine portofrei Dienstsendung erforderte neben dem "e.o." - Vermerk eine Angabe, um was für eine Sendung es sich handelte (beispielsweise "Schulsache"). Außerdem mußte der Absender Portofreiheit genießen.

    Wenn man darüber nachdenkt, wofür Briefmarken verwendet worden sind, hat man den Faden des Knäuls gefunden!

    Beste Grüße

    Altsax

  • Totalo-Flauti
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    • 28. Juli 2008 um 17:53
    • #185

    Es gibt noch die Möglichkeit, das der Bürgermeister seinen Brief selber abgeholt hat oder abholen lassen. Aber da wird entweder kein Bestellgeld fällig oder aber durch andere Personen 6 Pf. keinen ganzen Groschen. ?(

    Gruss Totalo-Flauti

  • Altsax
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    • 28. Juli 2008 um 20:51
    • #186

    Wehlen erhielt erst im Jahre 1856 eine Postexpedition, war also vorher auf Landzustellung angewiesen (das wäre der Literatur zu entnehmen gewesen).

    Vor 1856 hatten nur die Postämter Chemnitz, Dresden und Leipzig Stadtposteinrichtungen, zu deren Aufgaben auch die Landzustellung gehörte.

    Andere Postanstalten konnten die Zustellung im Stadtgebiet oder im Landbereich entweder völlig privaten Boten überlassen, auf Rechnung des Postverwalters die Zustellung organisieren oder sie mit fest angestellten Boten auf Rechnung der Postkasse durchführen.

    Ausschließlich im letzteren Falle wurden auch Briefmarken verwendet, was dem Sinn einer "Quittung für an die Postkasse bezahltes Franco" entsprach.

    Ein mit Privatboten ohne Verantwortlichkeit des Postverwalters beförderter Brief erhielt keinen (postalischen) Ortsaufgabestempel.

    Somit bleibt nur Beförderung durch vom Postverwalter entlohnten Boten übrig.

    Der Rotstrich bedeutet vermutlich, daß vom Empfänger nichts mehr zu zahlen war. Ähnliche Vermerke sind von "ganz frei", also incl. Botenlohn aufgegebenen Stadtpostbriefen bekannt.

    Es ist zuzugeben, daß für "Nichtsachsen" die Lösung nicht ganz einfach war.

    Mich würde interessieren, ob ähnliche Verfahren auch aus anderen altdeutschen Staaten bekannt sind.

    Altsax

    Einmal editiert, zuletzt von Altsax (28. Juli 2008 um 20:51)

  • Totalo-Flauti
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    • 28. Juli 2008 um 21:25
    • #187

    Ich muss mich nochmal korregieren, die 6 Pf. Bestellgeld wurden nur bei der Abholung durch ermächtigte Boten oder bei persönlicher Abholung fällig, wenn es um recomandierte Briefe, Briefe über 8 Loth, Wertbriefe ab 1 Taler und Pakete bis zu 1 Pfund bzw Wert von 300 Talern. Die einfachen Briefe waren vom Bestellgeld befreit. (§ 39 i.V.m § 38 Taxordnung vom 13.Juni 1850)

    Wurde diese Bestellgeld eigentlich auf den Briefen vermerkt? Danke!

    Gruss Totalo-Flauti

  • Altsax
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    • 28. Juli 2008 um 21:35
    • #188
    Zitat

    Original von Totalo-Flauti
    Wurde diese Bestellgeld eigentlich auf den Briefen vermerkt? Danke!

    Ich kenne keine Bestimmung, die den Vermerk von Bestellgeld auf den Briefen regelte.

    Man findet mehr Briefe ohne Bestellgeldvermerk als solche mit.

    Allerdings gibt es von einer Reihe von Postanstalten spezielle Stempel, in denen das Bestllgeld ebenso wie evtl. anfallendes Porto einzutragen war.

    Vermutlich war es nützlich und üblich, das teilweise umständlich zu berechnende Landbestellgeld auf dem Brief zu vermerken, den "Briefdreier" aber nicht.

    Beste Grüße

    Altsax

  • Altsax
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    • 19. August 2008 um 17:15
    • #189

    Der Stempel "3" auf dem gezeigten Beleg ist angeblich ein Portostempel.

    Da die Taxe 3 Sgr. resp. 4 Sh zzgl. 1 Sgr Ergänzungsporto betragen haben müßte, paßt das aber nicht.

    Kann mir bitte jemand erklären, was für ein Stempel das ist und in welcher Währung der entsprechende Betrag angezeigt wurde?

    Altsax

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  • bayern klassisch
    Gast
    • 19. August 2008 um 17:21
    • #190

    Lieber Altsax,

    der Stempel "3" wurde auf innerpreußischen Portobriefen abgeschlagen.

    Für Briefe, wie hier über 20 Meilen, gab es keinen Portozuschlag, den wir nur bei Sendungen in den Postverein kennen.

    Die Währung war also immer Silbergroschen, denn auch der Hamburger Stempel stammt ja vom preußischen Postamt dort.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • joey
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    • 19. August 2008 um 19:02
    • #191

    Mir ist etwas anderes an dem Beleg aufgefallen:
    die halbwegs regelmäßigen Knickspuren an offensichtlich
    allen vier Rändern. Der Briefbogen wird doch wohl
    nicht maschinell gefaltet worden sein ... oder?

    Grüße aus Berlin,
    joey

  • Schnulli
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    • 29. August 2008 um 17:08
    • #192

    Ich habe hier einen Brief, der von Coeln wohl mit der Bahn nach Wohlen in die Schweiz geschickt wurde im Jahr 1853. Da ich den Inhalt nur schwer lesen kann, hoffe ich auf Hilfe hier. Auf der Rückseite ist ein Stempel E. B. 4 März Curs II. * aufgebracht, der mich zur Bahnpost gebracht hat.

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    Es grüßt alle Leser der Schnulli

    3 Mal editiert, zuletzt von Schnulli (29. August 2008 um 22:19)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 29. August 2008 um 17:30
    • #193

    Hallo Schnulli,

    dein Portobrief bis 1 Loth lief von Köln nach Wohlen in der Schweiz, also in den Kanton Aargau. Köln taxierte 9 Kreuzer für den Postvereinsanteil, den Preußen bekam. Badens Bahnpost (Stempel E. B.) notierte 3 Kr. für die Schweiz für Orte bis 10 Meilen Entfernung (Wohlen).

    Diese total 12 Kr. wurden von der Schweizer Post in 40 Rappen umgerechnet und vom Empfänger eingezogen. Zugrunde lag der Postvertrag mit der Schweiz vom 1.10.1852.

    Der Inhalt geht um die Londoner Weltausstellung von 1851, wo man die Waren der Schweizer Firma sah und nun in Kontakt treten möchte.

    Die Firma Isler (korrekt Isler und Bruggiesser) in Wohlen war einer der größten Hersteller von Strohwaren (oft Hüte) und hat sicherlich um die 100.000 Briefe hinterlassen.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Schnulli
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    • 29. August 2008 um 17:59
    • #194

    @Bayern Klassisch

    Vielen Dank für die Erläuterung meiner Fragen. Der Inhalt ist ja ebenfalls interessant und der Weg per Bahnpost im Jahr 1853 ist ebenfalls schön dokumentiert. Ich meine: Da kann jeder wieder einmal sehen, dass Briefe viel mehr zu erzählen haben also einzelne Briefmarken.

    Es grüßt alle Leser der Schnulli

  • bayern klassisch
    Gast
    • 29. August 2008 um 18:11
    • #195

    Hallo Schnulli,

    "Da kann jeder wieder einmal sehen, dass Briefe viel mehr zu erzählen haben also einzelne Briefmarken."

    Wie wahr, wie wahr.

    Zur Weltausstellung in London vom 1.5.1851 bis 11.10.1851: Es stellten dort 17.000 Firmen (!!!) ihre Produkte aus. Ich glaube sogar, dass es ein eigenes Postamt gab und der Crystal Palace dafür erbaut wurde.
    Ich konnte mal von einer bayer. Firma, die auch dort ausstellte, die Kontokorrentbücher einsehen - man ahnt, was es da an Korrespondenzen gegeben haben muss. Rechnet man dies dann auf die 16.999 anderen Firmen hoch, wird einem leicht schwindelig ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    7. August 1955 (70)
    • 21. September 2008 um 15:23
    • #196

    Liebe Sammlerfreunde,

    Barfrankierter Brief von Münden (Königreich Hannover) nach Schweinfurt (Königreich Bayern) vom 6. Juni 1851.
    Das Königreich Hannover trat am 1. Juni 1851 dem Deutsch - Österreichischen - Postverein bei, somit ein sehr früher Brief.
    Taxiert mit 6 Silbergroschen (2. Gewichtsstufe - links oben 1 1/2 Loth).

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (21. September 2008 um 15:24)

  • bayern klassisch
    Gast
    • 21. September 2008 um 15:56
    • #197

    Hallo VorphilaBayern,

    ein Traumbrief :P :P :P.

    Bedeuten die 4 - 10, dass die hannöverschen 4 gute Groschen und 10 Pfennige gleichwertig zu den 6 Silbergroschen waren?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Bayern-Nils
    Stamm Mitglied
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    29. April 1962 (63)
    • 21. September 2008 um 16:04
    • #198

    Hallo VorphilaBayern

    Schöner Brief.
    Darf ich fragen was die Röteln heissen? Steht es tatsächlich 4 - 10 = 6 oder hat es eine andere Bedeutung. Und was steht es eigentlich da unten links? Ich lese "aus Münden frei", ist das richtig? Falls, heisst es dass der Brief irgendwo anders eingeliefert ist?

    Viele Grüsse
    Nils

    NEH

  • bayern klassisch
    Gast
    • 21. September 2008 um 16:27
    • #199

    Hallo Nils,

    da es ein Dienstbrief war, schrieb man unten den Absender drauf, also hier
    "Amt Münden".

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
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    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 21. September 2008 um 17:45
    • #200

    Hallo bayern klassisch,

    ich denke auch, daß der Absender 4 Gutegroschen und 10 Gutepfennige bezahlte, die den 6 Silbergroschen entsprachen.
    Im Verkehr mit dem DÖPV mußte der Porto - oder Frankobetrag in Silbergroschen, bzw. Kreuzer angegeben werden.
    Der Umrechnungskurs war: 1 Gutegroschen = 1 1/4 Silbergroschen,
    bzw. 1 Silbergroschen = 4/5 Gutegroschen.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

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