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Cancelled Nauru auf NWPI - Marken

  • Rabaul
  • 15. Januar 2008 um 06:12
  • Rabaul
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    619
    • 15. Januar 2008 um 06:12
    • #1

    Die Broschüre mit obigem Titel erscheint am 28. Januar 2008. Es handelt sich um das Mitteilungsblatt der "G.B.N." No. 128.

    Aus dem Inhalt (siehe scan):

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    Einmal editiert, zuletzt von Rabaul (28. Januar 2008 um 18:22)

  • jojo30
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    965
    • 15. Januar 2008 um 08:21
    • #2

    Hi Rabaul!

    Diese "Cancelled Nauru" Stempel, handelt es sich dabei um postalisch oder fiskalisch verwendete Stempel? Habe mal gehört, es seien fiskalische Stempel.

    Gruß

  • Rabaul
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    619
    • 15. Januar 2008 um 10:25
    • #3

    Hi jojo,

    in dem Beitrag steht leider nichts von "fiskalisch". Ich bin kein Nauru-Sammler, nehme aber an, dass der Stempel auch postalisch verwendet wurde. Vielleicht weiss ein anderer Sammlerfreund mehr dazu?

    Mit freundlichen Sammlergrüssen,
    Rabaul

    Mitglied der

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    2 Mal editiert, zuletzt von Rabaul (31. Januar 2008 um 20:42)

  • Rabaul
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    619
    • 28. Januar 2008 um 17:28
    • #4

    Ob der Stempel CANCELLED NAURU auch postalisch verwendet wurde, müsste geklärt werden. John H. Powell führt den Stempel in seinem Handbuch THE POSTAL HISTORY OF THE TERRITORY OF NEW GUINEA ohne nähere Angaben auf. Es handelt sich übrigens um einen Metallstempel.

    Laut Glen Stephens, einem australischen Markenhändler und Publizisten, verwendete die Radio Station Nauru NWPI-Marken als Gebührenmarken zum Abrechnen der Telegramme.

    Jetzt ist eine 2/-Shilling-Marke mit dem Stempel CANCELLED NAURU und einem violetten Ovalstempel darüber gesichtet worden. Man kann nicht gut eine Inschrift im Ovalstempel erkennen; es muss sich aber um den Stempel einer Radio Station handeln.

    Diese Stempel gab es in Eitape, Madang, Morobe, Kieta, Kaewieng, Manus und Rabaul.

    Die Radiostationen stempelten damit ihre ausgehende Post. Auch zur deutschen Zeit gab es eine Funkstation auf Nauru, die allerdings bei der australischen Occupation am 9. 9. 1914 zerstört wurde. Es ist ja sehr wahrscheinlich, dass die Australier nach der Besitzergreifung die Funkstation wieder in Gang brachten. Doch ein entsprechender Ovalstempel (wie bei den anderen Stationen) scheint es nicht gegeben zu haben. Also verwendete man den Rundstempel CANCELLED NAURU zur fiskalischen Entwertung.

    Formgleich wie der Stempel auf der 2/-Marke war auch der Stempel RABAUL / NEW BRITAIN. Nur, dass es statt der Malteserkreuze links und rechts beim Rabaulstempel kurze Linien waren.

    Mit freundlichen Sammlergrüssen,
    Rabaul

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    5 Mal editiert, zuletzt von Rabaul (31. Januar 2008 um 20:45)

  • jojo30
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    965
    • 28. Januar 2008 um 17:42
    • #5

    Hi!

    Sind das solche violetten Oval-Stempel mit einem äußeren Doppelkreis? Ich habe zwei solche Stempel auf 1d KGV NWPI Marken, allerdings so schwach abgeschlagen, daß man die Inschrift nicht lesen kann!

    Was ist denn der Stempel Herbertshohe? Habe diesen Stempel bisher auf keiner meiner NWPI Marken gehabt!

    Gruß

  • Rabaul
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    619
    • 28. Januar 2008 um 18:15
    • #6

    Hi,

    ja, du hast recht. Die Ovalstempel sind oftmals sehr schwach abgegeben worden. Meistens ist das der Stempel von RABAUL / NEW BRITAIN, aber auch die Radiostationen haben diesen Stempeltyp. Ich habe einen WOODLARK-Stempel, der so schwach ist, dass man ihn kaum entziffern kann. Dabei gehört Woodlark eigentlich zum Postgebiet Papua. Aber man verwendete dort NWPI-Marken.

    Zum Stempel HERBERTSHOHE auf NWPI - Marken, siehe dir am besten die Abbildung dieses Einschreibebriefes an, der NWPI-Marken mit dem Stempel Powell-No. 13 und einen deutschen R-Zettel trägt. Man findet diese Destination nicht gerade häufig!

    Mit freundlichen Sammlergrüssen,
    Rabaul

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    2 Mal editiert, zuletzt von Rabaul (28. Januar 2008 um 18:21)

  • jojo30
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    • 31. Januar 2008 um 12:56
    • #7

    Hi Rabaul!

    Ich hatte in einem Australischen Forum den Nauru Cancelled Stempel angesprochen und dort wurde gesagt dieser Stempel sei zu 105% nur fiskalisch, z.B. bei Radio-Stationen verwendet worden. Einen solchen Stempel habe ich auch.

    Gruß

    jojo30

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  • Rabaul
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    • 31. Januar 2008 um 14:40
    • #8

    Hi jojo30,

    wenn es auch 105% nicht gibt, so wären deine Recherchen zu akzeptieren.
    Powell führt den Stempel nicht unter den Radio-Stationen auf, bildet ihn aber bei diesen Ovalstempeln ab.
    Welche Steuern / Gebühren haben die Radio-Stationen erhoben? Telegramme - was noch?
    Powell schreibt, hauptsächlich die 10sh & 1 Pfund-Marken seien damit entwertet worden ??
    Ich habe fast nur kleine Werte...
    Da gibt es wohl noch einiges zu klären.
    Ich bin kein Nauru-Sammler. Das Thema interessiert uns beide wohl hauptsächlich wegen der NWPI-Marken!?
    Ich habe den Beitrag oben, mit der 2/-sh-Marke etwas abgeändert. Wollen wir das so stehen lassen, oder fällt dir dazu noch etwas ein?
    Auch andere Sammlerfreunde sind natürlich gefragt.

    Mit freundlichen Grüssen,
    Rabaul

    Mitglied der

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    Einmal editiert, zuletzt von Rabaul (31. Januar 2008 um 17:04)

  • rolin
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    • 1. Februar 2008 um 11:22
    • #9

    Ich habe nur Werte bis 2/- mit dem Cancelled Nauru Stempel. Allerdings nichts Kleineres als 9 d. Belege sind aber keine in meiner Sammlung. Daher kann ich eine Briefverwendung nicht belegen. Allerdings ist das kein Beweis, denn ich besitze kaum NWPI-Belege ;)

    Würde mal sagen unser Sammlerfreund Koala weiß da mehr.


    @ den Moderator

    Der Thread würde sich im Unterforum Australien/Ozeanien auch gut machen. Bitte!

    mit freundlichen Sammlergrüßen
    rolin

    4 Mal editiert, zuletzt von rolin (1. Februar 2008 um 11:26)

  • Rabaul
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    • 6. Februar 2008 um 15:00
    • #10

    Hi Rolin,

    die Beurteilung von Koala würde mich auch interessieren.

    Auf den Internetseiten von Prof. Spennemann ist ein Falschstempel von Nauru abgebildet.

    In Zusammenhang mit unserer "kleinen Stempelkunde" wollte ich auch noch auf diesen hinweisen.

    Mit freundlichen Sammlergrüssen,
    Rabaul

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  • doktorstamp
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    • 6. Februar 2008 um 16:48
    • #11

    W T Wilson

    Dieser Herr hat aus dem Commonwealth viele Briefe an sich schicken lassen. Zum Glück sind sie oft portogerecht.

    Die Veranlassung bleibt aber philatelistisch.

    Andere Namen die vorkommen;

    Roessler (oft auf Flugpost);

    Myerscough (oft auf Vordruckkuverts 1880-zirka 1910);

    Hanson, Cardiff (Händler aus dieser Stadt, 1880- zirka 1920) bis 1910 gab es rege Briefverkehr mit Deutschland, Beziehungen zwischen Gebrüder Senf und auch mit Krippner, verkaufte die Krippnerschen Fälschungen an Stanley Gibbons, die wiederum das Ganze Anfang der 20er in New York versteigern liess.)

    Whitfield, King & Co, aus Ipswich, (ab etwa 1880 bis zirka 1950)

    Diese Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • Rabaul
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    • 6. Februar 2008 um 18:00
    • #12

    Wilson, Forster und Davis Covers befinden sich in vielen Commonwealth-Sammlungen. Sie waren bedeutende Philatelisten und Briefmarkenhändler.

    Meines Wissens hatten sie nichts mit Fälschungen zu tun.

    Die Briefe waren natürlich philatelistisch aufgemacht. Es handelte sich meistens um Einschreiben. Viele haben seltene Abstempelungen
    von kleinsten Postorten. Wie Wilson immer die Nase daran bekam, ist mir schleierhaft. Eine gute Cooperation mit dem jeweiligen Postmaster konnte hier natürlich auch von Vorteil sein.

    Wilson-Briefe spielen hohe Summen auf internationalen Auktionen ein. Ich möchte sie nicht unbedingt alle zu Machwerken degradieren. Ohne derartige Destinationen wäre heute die Philatelie bestimmt ärmer und uninteressanter.

    Machwerke aus damaliger Zeit waren aber zweifellos die G.R.I.-Briefe eines Captain Fry! Auch seine "Kunstwerke" der japanischen Besetzung!

    Moderne Machwerke gibt es jeden Tag.

    Mit freundlichen Sammlergrüssen,
    Rabaul

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  • Rabaul
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    • 6. Februar 2008 um 20:35
    • #13

    In der neuen Liste "Gefälschte Stempel weltweit" werden allein für die deutschen Marshall-Inseln 20 Falschstempel von JALUIT mit den Stempeldaten gemeldet.

    Für Deutsch-NAURU wird ein Falschstempel mit Datum 11.8 / 08 genannt.

    Alle Stempeldaten dürften besonders für ebay-Bieter von grossem Interesse sein.

    Die Liste der Falschstempel von folgenden Deutschen Kolonien wird demnächst in THE PAPUAN VILLAGER veröffentlicht:

    MARIANEN
    MARSHALL - INSELN (Jaluit & Nauru)
    DEUTSCH-NEUGUINEA
    SAMOA

    Mit freundlichen Sammlergrüssen,
    Rabaul


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  • jojo30
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    • 4. März 2008 um 15:14
    • #14

    Hi Rabaul und Rolin!

    Habe jetzt doch eine NWPI-Überdruck-Marke kleiner 9d mit dem Nauru Cancelled Stempel gefunden. Zusätzlich hat sie wohl auch noch einen solchen lila ovalen Radio-Stempel. Was mir zusätzlich gefällt, ist, daß die Marke einen bekannten flaw hat. Es ist der Fehler ACSC 110m (Break in upper right frame and white spot over "FO" of "FOUR"!

    Gruß

    jojo30

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  • rolin
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    14. August 1974 (51)
    • 4. März 2008 um 15:28
    • #15

    a) Ich sollte dir mal alle meine roos und kgvs schicken damit du mir die Plattenfehler raussuchst. Hatte mal vor einer Weile angefangen sie genau anzusehen, bin aber bei den 1d Roos reds hängen geblieben... Meine Sehnerven schaffen das einfach mit den großen Mengen nicht.

    b) Wie mittlerweile festgestellt wurde, ist fiskalische Verwendung auch nicht ganz die richtige Bezeichnung. Als Steuermarken wurden sie auch nicht gebraucht. Denn es sind Stempel für Telegramme und Telegrammabrechnungen. Bei den Aussies tun wir uns ja da relativ leicht, denn dort wurden die roos gelocht. Telegrafisch verwendete Freimarken, wäre vielleicht eine passende Bezeichnung.

    mit freundlichen Sammlergrüßen
    rolin

  • Rabaul
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    • 4. März 2008 um 17:27
    • #16

    Der lila Ovalstempel muß von einer anderen Radiostation stammen, denn laut Powell hat Nauru nur den kleinen Metall-Rundstempel benutzt
    (siehe die 3 Abbildungen weiter oben). Es sei denn, Powell irrt und es gab auch in Nauru einen solchen Ovalstempel. Aber das wäre bestimmt mittlerweile bekannt geworden.

    Fiskalische Verwendung ist m.E. auch nicht die richtige Bezeichnung. Ich nenne sie erst mal Gebührenmarken für Telegramme. Hat ja dann auch nichts direkt mit "Steuer" zu tun.

    Die normale Dienstpost der Radio Stationen wurde wohl in Service-Umschläge gesteckt. Habe da aber auch noch keinen gesehen. Wie wurde das mit der Privatpost der Mitarbeiter gehandhabt? Da bleiben wohl noch ein paar Fragen offen.

    Mit freundlichen Sammlergrüßen,
    Rabaul

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    Einmal editiert, zuletzt von Rabaul (4. März 2008 um 17:36)

  • Rabaul
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    Beiträge
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    • 8. April 2008 um 15:39
    • #17

    Telegramme wurden in solchen Umschlägen den Empfängern ausgehändigt. Die Umschläge erhielten den Stempel der jeweiligen Radio Station, so wie hier von MADANG. Leider sind offenbar nur noch ganz wenige dieser Umschläge der Nachwelt erhalten geblieben. Man findet sie fast nirgends mehr...

    Mit freundlichen Sammlergrüßen,
    Rabaul

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