Altsax hat es schon ganz treffend beschrieben: Gibt oder gab es mehrere BPP für ein und dasselbe Gebiet, dann ist die Gefahr groß, dass sich die großen Einlieferer, also Auktionatoren und Großhändler, derjenigen oder desjenigen bedienen, von der/dem sie annehmen können, dass er oder sie die "positivsten" Atteste ausstellt.
Da eben diese Auktionatoren diese Atteste ihrer Losbeschreibung zugrunde legen, ist verständlich, dass der qualitätsbewusste Käufer sich darauf verlassen kann. Oft ist er aber auch dann der Verlassene.
Folgt nämlich eine Nachprüfung durch einen anderen, objektiven Prüfer, wird das 1. Attest ad absurdum geführt, weil Mängel zu erkennen sind, die das Prüfobjekt nachweislich schon bei der ersten Prüfung hatte.
Dies sorgt nicht nur für Ärger bei den beteiligten Prüfern selbst, sondern auch unter Einlieferern, Auktionatoren und den Erwerbern.
Die Folge ist, dass sich in Insiderkreisen das Vorlegen eines Attestes als wirkungslos erweist, und eine generelle Nachprüfung gefordert wird, auch wenn das Prüfobjekt untadelig wirkt (was ja auch vorkommt).
Weilt dann der oder die Prüfer(in) nicht mehr unter uns, so kann man sich leicht vorstellen, was deren/dessen Atteste dann noch wert sind.
Beste Grüsse von bayern klassisch, der leider weiß, wovon er spricht ...