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Russische Postkarten und Belege um 1900

  • Concordia CA
  • 23. November 2007 um 19:43
  • Concordia CA
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    • 23. November 2007 um 19:43
    • #1

    Mir sind 2 alte russische Ansichtskarten, ein Brief als Ganzsache mit Zusatzfrankatur und ein Zeitungsstreifband in die Hände gefallen. Die Marken sind wohl nicht Besonderes, sie sind aus den beiden Serien von 1889/1904.

    Die Postkarten finde ich ganz interessant. Die russische Schönheit der Sorte "Hasch mich! Ich bin der Frühling!" und die Millieustudie mit den 3 alten Herren.

    Zu den Stempeln können vielleicht die Spezialisten was sagen. Möglicherweise ist ja was interessantes dabei.

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    Ohne Stempelkunde - Keine Philatelie!
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  • Lacplesis
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    • 23. November 2007 um 20:07
    • #2

    1. Karte: GRAEVO (LOMZHA) das ist in Polen, bin ich schon mal gewesen. :)
    2. Karte: SHAFRANOVO (UFA) schon besser, ein Ort mit einem recht bekannten Sanatorium im Ural. Destination kann ich auch nicht entziffern, da muß mal jemand gucken, der besser Schreibschrift lesen kann.
    3. Brief: St. Petersburg

    Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

    Voltaire

  • Jan
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    • 23. November 2007 um 20:21
    • #3

    2. Karte, Bestimmungsort:
    Rostov na Donu - Rostow a.d.Don

    Jan
    mit Grüßen aus Monte de la Croce (das ist ein bekannter Stadtteil in Berlin)
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    • 23. November 2007 um 20:23
    • #4

    Jetzt sehe ich es auch, danke...

    Übung macht den Meister, bald habe ich's auch raus.

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    Voltaire

  • Concordia CA
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    • 23. November 2007 um 20:28
    • #5

    Warum hat man auf der Postkarte 2 denn gleich 3 Stempel abgeschlagen?

    Ohne Stempelkunde - Keine Philatelie!
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  • Lacplesis
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    • 23. November 2007 um 20:33
    • #6

    Zweimal abgehend aus Shafranovo auf der Marke zum entwerten und nochmal daneben der besseren lesbarkeit wegen. War recht gebräuchlich in Russland, wohl noch aus der Zeit, wo die Marke mit einem Punktnummernstempel entwertet wurden und der Ortsdatumsstempel daneben gesetzt wurde.
    Der gröbere (und modernere) Zweikreisstempel ist der Ankunftsstempel von Rostov na Donu.

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    Voltaire

    2 Mal editiert, zuletzt von Lacplesis (28. April 2008 um 21:24)

  • Jan
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    • 23. November 2007 um 20:37
    • #7

    Die Karte ist geschrieben am 17. November 1906, siehe handschriftl. Datumsangabe.

    Die zwei Stempel oben sind m.E. identisch, in Safranovo am 19.11.06 abgestempelt.

    Der Stempel darunter scheint mir ein Stempel aus Rostov zu sein vom 23.11.06, also als es da ankam.

    Jan
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  • Concordia CA
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    • 23. November 2007 um 20:49
    • #8

    @ Lacplesis

    @ Jan

    Das ist des Rätsels Lösung. Vielen Dank für die Erläuterung.

    Im Text ist auch noch die Rede vom Ort Sterlitamak über den Carl, der Schreiber der Karte wohl angereist ist. Er will noch in 2 weitere Orte reisen, deren Namen ich leider nicht entziffern kann.

    Was mich wundert ist, dass die Karte innerhalb Russlands in deutscher Sprache verfasst wurde. Sie geht an Carls Frau Clara. Die Adresse ist in kyrillischer Schrift geschrieben, daher kann ich sie nicht entziffern. Wie mag wohl der Familienname von Carl und Clara sein?

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  • lickle
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    • 23. November 2007 um 20:53
    • #9

    Ich lese Klara Germanowitsch Tessel

  • Jan
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    • 23. November 2007 um 20:56
    • #10

    Es könnte heißen
    Klara Teryanovna Tessel (Tatsache mit Doppel-S)
    aber da rate ich ein wenig bei dem zweiten Namen


    Nachtrag: Germanowic ist auch richtig, denke ich

    2. Nachtrag: Germanovna noch wahrscheinlicher

    Jan
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    2 Mal editiert, zuletzt von Jan (23. November 2007 um 20:59)

  • Lacplesis
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    • 23. November 2007 um 21:35
    • #11

    Deutsch war die häufigste "Fremdsprache" im europischen Russland vor dem ersten Weltkrieg.
    Fremdsprache in Anführungszeichen, weil Deutsch in den Ostseeprovinzen (den 4 ehemaligen Provinzen des Ordensstaates: Kurland, Livland, Estland und Ösel) gleichberechtigte Amstsprache war. (Von dort gibt es ja sogar Briefmarken mit deutscher Inschrift - die Wenden Marken...)
    Und dann sind da noch die deutschen Siedler im Süden Russland (siehe meinen Avatar - Gnadenfeld) und im Kaukasus. Sowie die Wolgadeutschen in der Region um Saratov...
    Da kommt schon ordentlich was an Deutschen zusammen...
    Russland war bis zu beginn des 1. WK ein klassischen Einwandererland. So etwas wie die USA für Leute, die sich kein Schiffsticket leisten konnten. Danhin konnte man auch zu Fuß auswandern...

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    Voltaire

  • sedoy
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    • 23. November 2007 um 21:43
    • #12

    Frau
    Klare Germanovne
    Gessel'

  • Concordia CA
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    • 23. November 2007 um 21:50
    • #13

    Es ist einfach toll, wie man durch eine alte Postkarte "von Hölzken auf Stöcksken kommt", wie man bei uns im Kohlenpott sagt. :D

    Ich habe mal versucht über den Familiennamen Tessel etwas herauszufinden. Ergiebig war es leider nicht. Die meisten Verweise deuten auf die westfriesische Insel Texel, auch Tessel genannt. Der Name lautet dann entsprechend "van Tessel".

    Die weitere Reiseroute von Carl wäre auch noch interessant. Er hatte ja noch vor, 2 weitere Städte zu besuchen, deren Namen ich nicht entziffern kann.

    Die Strecke von Sterlitamak nach Shafranovo haben wir schonmal klar.

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  • Concordia CA
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    • 23. November 2007 um 22:03
    • #14

    sedoy hat eine neue Spur gelegt...

    Vielen Dank, dass Du mitmachst.

    - Gessel

    Hat auch keine verwertbaren Spuren im Internet hinterlassen. Schade!

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  • Jan
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    • 23. November 2007 um 22:09
    • #15

    Also, das letzte Buchstabe beim ersten und zweiten Namen ist ein A, die haben damals eben etwas anders geshrieben als wir es vor Jahren in der Schule lernten. Streiten kann man über den ersten Buchstaben im zweiten und dritten Namen - ein G oder ein T oder mal das mal das?

    Nun zu der Reise. Aus Sterlitamak in Baschkierien nach Safranovo, die erste Etappe ist klar.

    Dann wollen sie nach eine Gora (=dtsch. Berg) und etwas wie Slatovsk, aber auch wenn ich in die Karte schaue und der Eisenbahn folge, sehe ich nix. Möglicherweise braucht man historische Karten, da irgndein Gora danach Komsomolec hieß und so....

    Jan
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  • Concordia CA
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    • 23. November 2007 um 22:25
    • #16

    Der letzte Ort könnte Slatonsk heissen...

    Ich finde bloß meinen guten alten Diercke-Weltatlas nicht mehr...

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  • sedoy
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    • 23. November 2007 um 22:41
    • #17
    Zitat

    Original von Jan
    Also, das letzte Buchstabe beim ersten und zweiten Namen ist ein A, die haben damals eben etwas anders geshrieben als wir es vor Jahren in der Schule lernten. Streiten kann man über den ersten Buchstaben im zweiten und dritten Namen - ein G oder ein T oder mal das mal das?

    Diese alte kyrillische Schreibung bis zum 1918.
    Am Ende des Wortes wurde der Buchstabe "E" so geschrieben. Das Beispiel nebenan auf dem Formular. ;)
    Ich habe sie allen rot betont.
    Im Vatersnamen und dem Nachnamen der erste Buchstabe "G" . Hat grün betont.

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    2 Mal editiert, zuletzt von sedoy (23. November 2007 um 22:52)

  • Jan
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    • 23. November 2007 um 22:57
    • #18

    Also erst einmal gesagt, über die Schreibweise von kyrilischen Buchstaben im Zarrenreich werden ich überhaupt nicht streiten, da muß ich am besten passen. Daß es ein G und nicht ein T sein könnte, daß habe ich auch irgendwie gesehen. Sonst, ob A oder E schwer zu sagen, in der ersten Zeile steht russisch Frau, und das kann sowohl gospodina (nominativ) als auch gospodine (dativ) sein. Aber gut. Nix mit mir, meine Eltern und Ureltern usw. schieben lateinisch. Meist.

    Zu der Karte. Ich denke, man braucht eine ältere, um eben diese Mißvertändnisse mit Komsomolskstadt und Breznevdorf zu vermeiden. Ich habe einen an sich guten DDR-Atlanten von Haack da, den ich jenamndem abstiebitze, Maßstab 1 : 3000000 für diese Gegend, aber nix.

    Wobei man nicht weiß ob man den Eisenbahnlinien folgen soll oder sonst was. Das muß man sich vorstellen: die reisten im November, also denke man an Doktor Shiwago und seine Troika, wie er zwischen den Wölfen herumpadelt. na ja.

    Jan
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    Einmal editiert, zuletzt von Jan (23. November 2007 um 22:59)

  • Concordia CA
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    • 23. November 2007 um 23:19
    • #19

    @ All

    Danke Euch allen, dass Ihr mit mir auf eine Reise in den Ural gegangen seid. Es hat Spass gemacht und vielleicht kriegen wir die Reiseroute irgendwann doch noch raus.

    Bis bald!

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  • doktorstamp
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    • 24. November 2007 um 00:29
    • #20

    Zu dem Streifband, leider ist wie in manchen Fällen, besser gebraucht als ungebraucht. Gebraucht, auch mit Zusatzfrankatur sind die Sachen nicht alltäglich. Gott sei Dank ist diese nicht beschriftet.

    Als ich Erkenntnisse über diese Schrift aneignen sollte, gabe es grade 33 Buchstabern, immerhin wurde auf weitere nicht mehr geläufigen Buchstabern hingeiwiesen, die mit Fällen bzw, Aussprache zu tun hätten. Griechisch dagegen war ein Kinderspiel.

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    Nigel

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