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Gutachten und Wertschätzung

    • Wertermittlung
  • Helge
  • 6. November 2007 um 15:44
  • Erledigt
  • Helge
    aktives Mitglied
    Beiträge
    153
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    Männlich
    Geburtstag
    2. Oktober 1964 (61)
    • 6. November 2007 um 15:44
    • #1

    Mal ne Frage,

    sie wurde wahrscheinlich schon 100 mal beantwortet, ich weis aber nicht nach was ich im Forum suchen soll.
    -----

    Der Katalogwert einer Marke bezieht sich auf nur zu 100% gute Stücke in einwandfreier Qualität!
    Wer aber bewertet die Marke mit allen Zu- und Abschlägen?

    Wenn ich von einer Marke ein Gutachten/Attest machen lasse bekomme ich die Aussage ob die Marke echt oder falsch ist.
    Bekomme ich vom Prüfer auch eine Aussage welchen Katalogwert die Marke mit den entsprechenen Qualitäts- Zu- und Abschläge hat oder ist diese Festlegung eine individuelle Sache des Besitzers?

    Ich frage weil ich wissen will wie hoch der reale (Markt-)Wert einer Marke ist, wenn ich als Verkaufspreis ca. 10-15% vom theoretischen Katalogwert (KW+Zu- und Abschläge) ansetze.

    Vielleicht ist hier auch mein Gedankengang falsch, dann versucht mich bitte aufzuklären

    Gruß,
    Helge

  • erron
    Moderator
    Beiträge
    2.552
    • 6. November 2007 um 16:01
    • #2
    Zitat

    Original von Helge

    Frage 1: Der Katalogwert einer Marke bezieht sich auf nur zu 100% gute Stücke in einwandfreier Qualität!
    Wer aber bewertet die Marke mit allen Zu- und Abschlägen?


    Frage 2: Wenn ich von einer Marke ein Gutachten/Attest machen lasse bekomme ich die Aussage ob die Marke echt oder falsch ist.
    Bekomme ich vom Prüfer auch eine Aussage welchen Katalogwert die Marke mit den entsprechenen Qualitäts- Zu- und Abschläge hat oder ist diese Festlegung eine individuelle Sache des Besitzers?

    Antwort 1: Der Briefmarkenmarkt, also du und ich und noch etliche Sammler bewerten dies anhand von Angebot und Nachfrage.

    Antwort2: Der Prüfer ist kein Markenschätzer, nur ein Gutachter, der über das Befinden der Marke urteilt.

    Der Besitzer der Marke kann aber anhand dieses Gutachtens feststellen, ob er eine seltene Marke besitzt oder nicht.

    Mfg

    erron

    http://www.philadb.com

  • Helge
    aktives Mitglied
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    2. Oktober 1964 (61)
    • 6. November 2007 um 16:17
    • #3

    Okay, das ist mir vom Prinzip her schon klar, jedoch stellt sich für mich die Frage wer bzw. was bewertet/bestimmt die Zu- und Abschläge in welcher Höhe?

    Wenn Du davon ausgehst das im Schnitt 15% des Katalogwertes ein realer Wert für den Verkauf ist, muss es doch auch ein Richtwert geben der eine Aussage über die Festlegung der Zuschläge macht.

    ...oder kapier ich nur nicht? ?(

    Gruß,
    Helge

    Gruß,
    Helge

  • erron
    Moderator
    Beiträge
    2.552
    • 6. November 2007 um 16:34
    • #4

    @ Helge

    Es gibt keinen Richtwert. Der Markt legt die Preise fest.

    Mal ein Beispiel:

    Als Scann 2 Atteste mit dem gleichen Plattenfehler von gleichen Prüfer.

    Katalogwert 600 Micheleuro.

    linke Marke wird wahrscheinlich 25% vom Michelwert erzielen
    rechte Marke wird wahrscheinlich 20% vom Michelwert erzielen

    Die Aussage über den Marktwert der Marke kannst du im Attest nachlesen.

    Mfg

    erron

    http://www.philadb.com

  • Helge
    aktives Mitglied
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    2. Oktober 1964 (61)
    • 6. November 2007 um 16:43
    • #5

    Hallo erron,

    ich danke Dir für die bildliche und verständlich Erklärung. Nun
    habe ich es verstanden.

    Gibt es denn eine Regel die in etwa besagt wieviel ca-Prozent eine Marke bei welcher Bewertung bzw. Qualitätsstufe bringen soll?

    Gruß,
    Helge

  • erron
    Moderator
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    2.552
    • 6. November 2007 um 16:51
    • #6

    @ helge
    nein, es gibt keine Regel. Auf die Seltenheit der einzelnen Marke oder des Briefes kommt es an.

    Und, wieviele Sammler diese oder jene Marke/Brief haben wollen.

    Noch ein Beispiel
    Als Scann die Nr 133 III mit stark verschobenem Unterdruck.

    Katalogwert 1800 Micheleuro.

    Es gibt zur Zeit nur 2 bekannte Stücke davon.

    Was wäre sie dir wert??

    http://www.philadb.com

  • dj_postmann
    erfahrenes Mitglied
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    Männlich
    Geburtstag
    15. Februar 1989 (37)
    • 6. November 2007 um 17:58
    • #7
    Zitat

    Okay, das ist mir vom Prinzip her schon klar, jedoch stellt sich für mich die Frage wer bzw. was bewertet/bestimmt die Zu- und Abschläge in welcher Höhe?

    Hallo Helge,

    nehmen wir mal an, der Marktwert von Marken beträgt 10-15 % Michel, das ist nicht bei allen Sammelgebieten so, aber bei den meisten. Die 10-15 % Michel beziehen sich auf die Durchschnittserhaltung der Marke. Die Durchschnittserhaltung wird beeinflusst durch Quantität der Marke, Entstehungszeitraum und dort vorhandene technische Möglichkeiten (wie ausgereift war die Drucktechnik? Wie gut waren die Zähnungsmaschinen? Wie viel Zwischenraum war zwischen Marken, die geshnitten werden mussten? ...), (Alter), Qualität der Marken (verwendetes Papier, verwendete Farbe (Lichtempfindlichkeit...) sowie andere historische Umstände (Vorschriften zur Entwertung: z.B. Ecke abreißen...). Marken, die all diese Merkmale in einer Qualität aufweisen, die man häufiger findet, kann man 100 % Michel setzen, also 10-15 % real.

    Zuschläge gibt es nun für alles, was über dem Durchschnitt liegt. Erst zu den oben genannten Kriterien (z.B. überdurchschnittlich gute Zähnung bei Marken mit überwiegend unterschiedlicher ...), da hängt die Hähe der Zuschläge wieder davon ab, wie häufig das überdurchschnittlich gute Qualitätsmerkmal vorkommt. (Z. B. wirst du bei problematischen Marken saubere Abstempelungen (Zuschlag +) häufiger finden als hervorragende Zähnungen (Zuschlag +++). Wenn du eine so überdurchschnittlich gute Marke hast, wird dies meist uim Attest/Befund vermerkt und dies wirkt sich auch allgemein auf deinen Handelspreis aus.

    Dann gibt es noch Zuschläge für spezialisierte Sammler. Seltene Stempel, seltene Abarten, seltene Wasserzeichen, Paare usw. Das Problem bei dieser Art von Zuschlägen ist, dass nur spezialisierte Sammler bereit sind, diese zu zahlen. Das komplizierte vor allem beim Verkauf über Ebay ist, dass du in derartigen Fällen mindestens zwei spezialisierte Sammler als Bieter, welche gegen sich bieten, benötgist, um angemessene Preise zu erzielen. Hast du nur einen, bekommst du die Marke knapp über den 15 % verkauft, nämlich dann, wenn der letzte Normalsammler aussteigt, und der Käufer freut sich ob seines Schnäppchens. Hast du gar keinen Spezial-Sammler als Bieter, kann die Marke noch so ein seltenes Merkmal haben, du bekommst sie nur für 10-15 % verkauft, und vielleicht weiß der Käufer dann nicht mal, was für einen Dusel er hatte.

    Wie du siehst, kann man die Sache mit den Zuschlägen nicht so pauschal handhaben. Umgekehrt ist die Sache mit den Abschlägen ganz einfach: Alles was schlechter als der Durchschnitt ist (Beschädigungen o.ä.), ist im Prinzip wertlos, da die meisten Sammler sehr auf Qualität achten.

    Grüße
    Dominic

    Suche immer geschlossene Mühlradstempel auf den Quadraten von Bayern (Mi. 2-13), insbes. Nummern 1 bis 100. Wer was abzugeben hat, bitte melden! Tausch oder Kauf immer erwünscht!!
    Suche momentan eine Mi. 3 .. mit gMR "1". Zahle gut!!!

  • Germaniafreund
    Gast
    • 6. November 2007 um 18:50
    • #8
    Zitat

    Original von erron
    @ helge
    nein, es gibt keine Regel. Auf die Seltenheit der einzelnen Marke oder des Briefes kommt es an.

    Und, wieviele Sammler diese oder jene Marke/Brief haben wollen.

    Noch ein Beispiel
    Als Scann die Nr 133 III mit stark verschobenem Unterdruck.

    Katalogwert 1800 Micheleuro.

    Es gibt zur Zeit nur 2 bekannte Stücke davon.

    Was wäre sie dir wert??

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    für wenig geld würde ich sie von irgendwoher mitnehmen, verkaufen, und vom erlös mir langgehegte germaniawünsche erfüllen.

    ;) klaus

  • erron
    Moderator
    Beiträge
    2.552
    • 6. November 2007 um 19:43
    • #9
    Zitat

    Original von Germaniafreund

    für wenig geld würde ich sie von irgendwoher mitnehmen, verkaufen, und vom erlös mir langgehegte germaniawünsche erfüllen.

    ;) klaus

    Und das wäre dann eventuell die Nr DR 86 II g dunkelrot , wenn möglich einmal auf Brief und einmal postfrisch ?? ;):rolleyes:

    Mfg

    erron

    http://www.philadb.com

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