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Zeppelinpost

  • Abarten-Hannes
  • 1. November 2007 um 12:41
  • Kontrollratjunkie
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    • 26. April 2009 um 22:23
    • #181

    Heute Abend kommt wieder ein Beleg von mir zur Vorstellung.


    LZ 130 Graf Zeppelin II

    Fahrt nach Bielefeld
    22. - 23.07.1939

    mit Bestätigungsstempel
    und Sonderstempel
    von Bielefeld als
    Ankunftsstempel

    Sieger 459
    Michel 19

    Hierzu die Frage, wie könnte es anders sein ?, warum der Ankunftsstempel von Bielefeld doppelt abgeschlagen wurde.
    Liegt es daran, daß der erste Stempel links oben vielleicht zu undeutlich war ?

    Wie immer bitte ich um Ergänzung / Berichtigung.

    Gruß
    KJ

    Edit: Danke an lebenslauf für die weiterführende Information.

    Bilder

    • Zeppelin LZ 130 Bielefeld.jpg
      • 270,46 kB
      • 1.400 × 1.137
      • 485

    Einmal editiert, zuletzt von Kontrollratjunkie (28. April 2009 um 21:57)

  • lebenslauf
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    17. Mai 1934 (91)
    • 27. April 2009 um 15:36
    • #182

    Kontrollratjunkie
    Dein Brief zur Bielefeldfahrt des LZ 130 "Graf Zeppelin II" ist im Sieger unter der Nr. 459 gelistet.

    Du hast ganz recht, der erste Abschlag des Sonder-Ankunftsstempels von Bielefeld war zu undeutlich.
    Gruß lebenslauf


    Mein Sammelgebiet: Zeppelin- und Luftpost bis 1939, Straßenbahnpost und alles was nicht in den Katalogen steht.

    Mein Sammelgebiet:
    Zeppelin- und Luftpost bis 1939, Straßenbahnpost und alles was nicht in den Katalogen steht.

  • Kontrollratjunkie
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    • 28. April 2009 um 21:59
    • #183

    lebenslauf

    Vielen Dank für Deine Info, habe meine Beschreibung entsprechend ergänzt.
    In Essen werde ich mir endlich einen neuen Sieger kaufen, dann hat die elende Fragerei endlich ein Ende, zapperment :D.

    Gruß
    KJ

  • Kontrollratjunkie
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    • 23. Juni 2009 um 23:33
    • #184

    Mächtig ruhig ist es hier geworden. Dann will ich mal wieder einen bescheidenen Beleg zeigen.

    LZ 127 Graf Zeppelin

    Orientfahrt
    25. - 28.03.1929

    Auflieferung Friedrichshafen
    mit Bestätigungsstempel in Type I
    (Gummistempel in Rotlila)

    ohne Ankunftsstempel Er Ramle, da
    die Belege im verschlossenen Postsack
    abgeworfen wurden

    Sieger 23 I A
    Michel 18 I a

    Ich würde mich wieder freuen, wenn die Experten einmal kurz über meine Beschreibung schauen und mir die Siegernummer mitteilen könnten.

    Dazu noch eine Anekdote: In einem früheren Posting hatte ich mein Vorhaben genannt, auf der IBRA Essen 2009 einen aktuellen Siegerkatalog erwerben zu wollen.
    Was soll ich sagen, es ist mir leider nicht gelungen. Hatte ich zuwenig Geld dabei ?
    Nein, KEINER der reichlich anwesenden Händler hatte den Katalog dabei. Selbst die Vertreter der Firma Lindner waren nicht in der Lage, mir das Büchlein zu verkaufen. Und ich habe mich wirklich durchgefragt !
    Sicher, ich hätte mir den Katalog zuschicken lassen können, aber wozu besuche ich denn eine Messe ?
    Schwaches Bild, meiner Meinung nach.

    Gruß
    KJ

    Edit: Vielen Dank an balf_de für die promte Hilfestellung zu dem Beleg !

    Einmal editiert, zuletzt von Kontrollratjunkie (24. Juni 2009 um 23:41)

  • Bernd HL
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    • 24. Juni 2009 um 06:42
    • #185

    ...ööööhm Herr Kollege KJ, schwaches Bild,ja... aber wo ist denn Dein Bild abgeblieben? Ich seh nix! ?( ?( ?(

    Zackige Sammlergrüsse aus Lübeck sendet Bernd HL ;)!

  • balf_de
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    26. August 1943 (82)
    • 24. Juni 2009 um 06:48
    • #186

    Hallo KJ !
    Schön, von Dir zu hören - ich hatte schon gedacht, ich soll hier als Alleinunterhalter auftreten. Mit Deinem Beleg würde ich Dir gerne helfen, wenn ich ihn sehen würde ...
    Übrigens: die Orientfahrt gehört sicher zu den interessantesten Fahrten überhaupt: kaum einmal ist so viel schief gegangen wie bei dieser Reise mit hochrangigen Politikern an Bord - mehrfach geänderter Flugplan, fehlende Überflugrechte für Ägypten, iüber das Heilige Land nur bei Nacht, getürkte und umstrittene Postabwürfe - und permanenter Gegenwind (wie beim Radfahren) ...
    Bitte, lieber KJ, zeige uns Deinen Beleg - es gibt viele interessante!
    Viele Grüße
    balf_de

  • Kontrollratjunkie
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    • 24. Juni 2009 um 07:43
    • #187

    Liebe Sammlerfreunde,

    das Anhängen von Bildern macht mir doch zunehmend Sorgen........
    Erst fehlen immer öfter die zweiten und dritten Scans und nun ist das Bild an sich weg. Oder habe ich es vergessen ? Das wäre in der Tat "schwach", wie es unser Bernd HL ausdrückt.

    Heute Abend wird nachgeliefert, versprochen.

    Gruß
    KJ

  • Kontrollratjunkie
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    • 24. Juni 2009 um 19:47
    • #188

    Hoffentlich habe ich es dieses Mal hinbekommen...........

    Gruß
    KJ

    Bilder

    • Zeppelin LZ 127 Orientfahrt.jpg
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  • balf_de
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    • 24. Juni 2009 um 23:24
    • #189

    Hallo KJ !
    Ja, jetzt ist Deine Karte da.
    Du hast alles korrekt zugeordnet:
    Auflieferung Friedrichshafen, Sonderbestätigungsstempel I (Gummistempel), vermutlich ohne Akunftstempel Er Ramle.
    demnach : Sieger-Nummer 23I. A), bewertet mit 150 Euro.
    Aber schaue Dir die Rückseite an; eventuell gibt es doch einen Ankunftstempel, der den Wert erhöhen würde.
    Das Porto für eine Karte betrug 1 RM, also korrekt.
    Übrigens:
    es gibt noch einen anderen Weg, um an einen Sieger-Katalog zu kommen: schaue Dir einmal die eBay-Nummer 260359821032 an.
    Aber Du hast natürlich Recht: es ist ein Armutszeugnis, dass man auf einer so großen Messe einen - immer noch - wichtigen Katalog nicht bekommt.
    Viele Grüße
    balf_de

  • Kontrollratjunkie
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    • 24. Juni 2009 um 23:47
    • #190

    Hallo balf_de,

    das ging ja wieder so schnell wie die Feuerwehr :).
    Vielen Dank, habe meine Belegbeschreibung soeben verbessert.

    Die Kartenrückseite ist leider so blank wie mein Bankkonto zum Monatsletzten. Sonst hätte ich einen Rückseitenscan gemacht. Gerade bei Zeppelinpostbelegen habe ich gelernt, daß die Rückseite durchaus werterhöhende Funktion haben kann.

    Danke auch für den Link zur Auktion. Aber ich wollte das Buch eben gleich mitnehmen, online kaufen kann jeder.
    Nein, jetzt lasse ich mir den Katalog über den örtlichen Buchhandel beschaffen und mir zum nahenden Geburtstag schenken. Die paar Wochen stehe ich nun auch noch durch.

    Gruß
    KJ

  • Germaniafan
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    • 29. Juni 2009 um 19:35
    • #191

    Mein letzter Besuch im Zeppelin-Museum in Friedrichshafen hat auch zwei Wochen danach noch seine Spuren hinterlassen. ;)
    Heute hab ich diese 2 Briefe gekauft um meine wenigen Zeppelin -Belege etwas zu ergänzen. Nicht weil ich auf dem Gebiet der Zeppeline ein Experte bin sondern weil mich dieses Sammelgebiet immer wieder in seinen Bann zieht. Ich find die Belege einfach schön.

    Vielleicht können ja die Experten hier im Forum was dazu sagen.

    Schöne Grüße
    Guido

    Bilder

    • Zeppelinbrief.jpg
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  • balf_de
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    • 30. Juni 2009 um 15:46
    • #192

    Hallo Germaniafan!

    Zunächst einmal bin ich etwas neidisch auf Dich, weil Du das Friedrichshafener Zeppelinmuseum schon kennst – ich befasse mich seit fast 10 Jahren mit Zeppelinpost und habe das bisher noch nicht geschafft.

    Gerne komme ich Deinem Wunsch nach, Dir etwas zu Deinen gezeigten Belegen zu sagen, wobei ich mit dem ersten aus dem Jahr 1939 beginnen möchte. Wenn es Dir recht ist, will ich hier etwas weiter ausholen:
    Dein Brief wurde mit dem Luftschiff LZ130 befördert, dem Schwesterschiff des berühmten LZ129 „Hindenburg“, der bekanntlich am 8. Mai 1937 in Lakehurst in New Jersey verunglückte. Die Fertigstellung von LZ130 verzögerte sich aufgrund dieses Unfalls erheblich: die Zeppelingesellschaft – namentlich Herr Dr. Hugo Eckener - versuchte nun zunächst, für das bereits im Bau befindliche Luftschiff Helium von den USA zu kaufen. Dies scheiterte jedoch an den politischen Rahmenbedingungen. LZ 130 musste deshalb wie seine Vorgänger mit leicht brennbarem Wasserstoff befüllt werden.
    Im September 1938 war es so weit: LZ130 wurde wie sein Vorgänger LZ127 auf den Namen „Graf Zeppelin“ getauft. Zur Unterscheidung heißt er bei den Sammlern „Graf Zeppelin II“.
    Wegen des gefährlichen Wasserstoffs erhielt er aber vom Reichsluftfahrtministerium keine Zulassung für den Passagiertransport und führte daraufhin nur einige Versuchs- und Propagandafahrten durch, wobei die „Versuchsfahrten“ in erster Linie zu militärischen (Spionage-) Zwecken genutzt wurden.
    Die Pläne der Zeppelingesellschaft, mit ihren beiden nach der Lakehurst-Katastrophe verbliebenen Luftschiffen LZ127 und LZ130 den Linienverkehr nach Süd- und Nordamerika wieder aufzunehmen, waren damit endgültig gescheitert; der im Bau befindliche LZ131 wurde nie vollendet. Lediglich die Philatelisten, die schon zuvor einen großen Anteil am Erfolg der deutschen Luftschifffahrt hatten, durften sich weiter über schöne Zeppelinpost-Belege freuen. Und sie teuer bezahlen, denn einen postalischen Wert im strengen Sinne hatten die Poststücke eigentlich nicht – für die relativ hohe Gebühr von 1 RM pro Brief bzw. 0,50 RM pro Karte wurde die Post auf den verschiedenen innerdeutschen Fahrten bis zum jeweiligen Landeort per Luftschiff befördert, der Rest erfolgte „terrestrisch“ – schneller war man wohl in den seltensten Fällen. Bedarfspost, wie sie von den heutigen Sammlern in erster Linie gesucht wird, gibt es von diesem Luftschiff eigentlich nicht mehr. Mir ist keine große Zeppelinpost-Sammlung bekannt, die auf die Fahrten des LZ130 spezialisiert ist (wobei es hervorragende Sammlungen gibt, die sich auf eine einzige Fahrt eines der anderen Luftschiffe beschränken).
    Aber optisch schön und sammelnswert sind diese „späten“ Zeppelin-Belege natürlich trotzdem, wobei das relativ hohe Porto auch sehr schöne portorichtige Buntfrankaturen zuließ. Vielleicht machst Du ja den Anfang, eine LZ130-Sammlung aufzubauen!
    Doch jetzt komme ich endlich zu den Fakten:
    Im Sieger-Katalog, dem Klassiker für Zeppelinpost, trägt Dein Brief die Nummer 459 und ist in der aktuellen 22. Auflage mit 30 Euro bewertet.
    Außer Sieger hat auch Michel einen Zeppelin- und Flugpost-Spezialkatalog herausgegeben – die aktuelle 2. Auflage stammt von 2002. Hier werden die offiziellen Fahrtnummern verwendet (die bei jedem Luftschiff mit 1 beginnen); Dein Brief ist unter Nr. 19) LZ130 gelistet. Der Katalogpreis beträgt hier 36 Euro.
    Die Fahrt führte von Frankfurt aus, wo das Luftschiff am 22.7.1939 um 20:52 Uhr startete, über Stuttgart und Ulm bis nach Friedrichshafen, dann zurück über Mergentheim, Frankfurt, Koblenz und den Nürburgring nach Bielefeld, wo man am 23.7. um 17:23 Uhr landete.
    Genug für heute ...
    Viele Grüße
    balf_de

  • Germaniafan
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    • 30. Juni 2009 um 16:56
    • #193

    Lieber Balf de, herzlichen Dank für Deine ausführliche Beschreibung. Ich glaub schon daß ein Besuch dieses Museums für Dich als Zeppelinpost-Sammler hochinteressant währe, auch wenn ich nicht einen Zeppelin- Brief gesehen habe.

    Als kleine "Dankeschön" ein paar Fotos aus dem Museum.

    Maschinengondel "LZ 127" die Jahrelang unverschlossen in einem Schuppen herumlag und dies mit dem fast vollständigen Verlust der Hülle bezahlen mußte. Wenn ich mich richtig entsinne wurde die Gondel erst 1972 im Museum vor den Souvenierjägern in Sicherheit gebracht.

    Nachbau des Lese und Schreibzimmers der "Hindenburg".

    Zum Schluß noch meine Wenigkeit mit meiner Tochter vor dem Innenleben der "Hindenburg". Ich kann nur sagen gigantische Ausmaße auch wenn natürlich nur ein kleiner Teil der Hindenburg zu sehen ist.

    Schöne Grüße
    Guido

    Bilder

    • Maschinengondel LZ 127.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von Germaniafan (30. Juni 2009 um 16:59)

  • Kontrollratjunkie
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    • 1. Juli 2009 um 00:04
    • #194
    Zitat

    Original von balf_de
    LZ 130 musste deshalb wie seine Vorgänger mit leicht brennbarem Wasserstoff befüllt werden.
    Im September 1938 war es so weit: LZ130 wurde wie sein Vorgänger LZ127 auf den Namen „Graf Zeppelin“ getauft. Zur Unterscheidung heißt er bei den Sammlern „Graf Zeppelin II“.
    Wegen des gefährlichen Wasserstoffs erhielt er aber vom Reichsluftfahrtministerium keine Zulassung für den Passagiertransport und führte daraufhin nur einige Versuchs- und Propagandafahrten durch, wobei die „Versuchsfahrten“ in erster Linie zu militärischen (Spionage-) Zwecken genutzt wurden.
    Lediglich die Philatelisten, die schon zuvor einen großen Anteil am Erfolg der deutschen Luftschifffahrt hatten, durften sich weiter über schöne Zeppelinpost-Belege freuen. Und sie teuer bezahlen, denn einen postalischen Wert im strengen Sinne hatten die Poststücke eigentlich nicht – für die relativ hohe Gebühr von 1 RM pro Brief bzw. 0,50 RM pro Karte wurde die Post auf den verschiedenen innerdeutschen Fahrten bis zum jeweiligen Landeort per Luftschiff befördert, der Rest erfolgte „terrestrisch“ – schneller war man wohl in den seltensten Fällen. Bedarfspost, wie sie von den heutigen Sammlern in erster Linie gesucht wird, gibt es von diesem Luftschiff eigentlich nicht mehr.
    Aber optisch schön und sammelnswert sind diese „späten“ Zeppelin-Belege natürlich trotzdem, wobei das relativ hohe Porto auch sehr schöne portorichtige Buntfrankaturen zuließ.
    Viele Grüße
    balf_de

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    Hallo balf_de,

    vielen Dank für die ausführlichen Informationen und Hintergründe zum offensichtlich in Zeppelinpostsammlerkreisen so ungeliebten Luftschiff LZ 130.
    Aber wie Du auch schon angemerkt hast, gibt es viele attraktive Belege dieser Versuchs- (Post-)Fahrten. Und mir gefallen sie. Außerdem werden diese Belege zu erschwinglichen Preisen angeboten und man kann sich die schönsten Frankaturen aussuchen.
    Mir gefallen sie......... :ups:

    Gruß
    KJ

  • balf_de
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    • 1. Juli 2009 um 22:38
    • #195

    Hallo Germaniafan!
    Zunächst vielen Dank fürs Zeigen der schönen Fotos. Gratulation zu Deiner hübschen Tochter – sie kann ihren Vater nicht verleugnen (das ist als Kompliment zu verstehen)!
    Nach Zeppelinbriefen würde ich im Museum auch nicht suchen, aber vielleicht in einem Archiv nach Informationen zu Stückzahlen oder Gewicht der Postbeförderung bei der Südamerikafahrt 1930 ...
    Ich schulde Dir noch die Beschreibung Deines zweiten Briefs. Diesmal wird es nicht viel kürzer – nicht etwa, weil ich so viel darüber weiß, sondern vielmehr, weil es einige Details gibt, von denen ich keine Ahnung habe ...
    Zuerst das Wichtigste: einen ähnlichen Brief wie Deinen habe ich noch nicht gesehen!
    Klar ist folgendes:
    Der Brief wurde am 29. Mai 1934 in Buenos Aires zur Post gebracht und wurde von dort per Luftpost mit der damals noch französischen Fluglinie Aéropostale nach Brasilien, vermutlich nach Rio de Janeiro, geflogen. Dort gab es zwei Möglichkeiten: entweder er wechselte das Flugzeug und kam per Flugboot der Lufthansa-Tochter Condor nach Recife, dem Haupt-Stützpunkt des „Graf Zeppelin“. (In der Hauptstadt Rio de Janeiro stand nur ein provisorischer Landeplatz für einen kurzen Aufenthalt zur Verfügung; die Zusagen der brasilianischen Regierung für den Bau einer Luftschiffhalle wurden immer wieder verschoben – sicher beeinflusst durch die politischen Rahmenbedingungen ...)
    Spätestens in Recife, am 31.5.1934 erreichte Dein Brief das Luftschiff, das ihn am 5.6. morgens um 7 Uhr nach Friedrichshafen brachte.
    Denkbar wäre es aber auch, dass er ohne Condor-Beförderung schon in Rio am 30.5. direkt ins Luftschiff „umstieg“ – bei dieser Fahrt weiß ich das nicht genau. Bei früheren Fahrten – in den Jahren 1930 und 1931 – wurden in Brasilien Transit-Stempel abgeschlagen; die Leitwege waren damals leichter zu bestimmen.
    Bei der Katalogzuordnung Deines Briefs spielt diese Unsicherheit keine Rolle:
    Bei Sieger hat er die Nummer 248I und ist mit erstaunlichen 350 Euro bewertet.
    Und Michel kennt von dieser Fahrt noch keine argentinische Post!!
    Offensichtlich war es so, dass die Möglichkeit der Luftschiffbeförderung für argentinische Post neu eröffnet wurde und zum Zeitpunkt der ersten Fahrt im Jahr 1934 noch weitgehend unbekannt war.
    Sieger kommentiert übrigens seine Nummer 248I: „Ohne Bestätigungsstempel oder dergleichen, erkennbar nur am Sonderankunftstempel Friedrichshafen vom 5.6.34 ‚Mit Luftschiff Graf Zeppelin befördert’“ (Zum Glück hast Du die Rückseite gescannt!)
    Zusätzlich wurde er auch von Friedrichshafen aus nochmals per Luftpost befördert – erkennbar an dem Münchner Luftpostbestätigungsstempel, der im Michel-Flugpostkatalog unter der Nummer F 77-06 geführt und mit 25 Euro bewertet wird.
    Insgesamt: herzlichen Glückwunsch zu einem seltenen und postgeschichtlich interessanten Bedarfsbrief!
    Viele Grüße
    balf_de

  • Germaniafan
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    • 1. Juli 2009 um 23:09
    • #196

    Herzlichen Dank für Deine wie immer sehr gute und detailierte Beschreibung. Da bin ich aber jetzt schon etwas baff.
    Ich hab für den Brief 10 Euro bezahlt. Sowas nennt man wohl "Anfängerglück" ;)
    Da hat sich der Zeppelinvirus der sich bei mir nach dem Besuch des Museums eingenistet hat doch als gutartig erwiesen. :D

    So aber jetzt ab in die Koje.........

    Schöne Grüße
    Guido

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    Einmal editiert, zuletzt von Germaniafan (2. Juli 2009 um 17:02)

  • kawa
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    • 2. Juli 2009 um 14:48
    • #197

    Hallo Zeppelinspezialisten

    ich bin wieder einmal daran meine Belege zu sortieren.
    Nun bin ich bei diesem Beleg angelangt und bin mir nicht sicher
    ob dieser Brief auch geflogen ist.
    M.E. eher nicht, sollte da nicht ein BSt und ein TSt. von Friedrichshafen abgeschlagen sein.

    Erste Postfahrt LZ 129 Hindenburg 23.03.1936

    Um eine Antwort bin ich sehr dankbar.

    Gruss und Dank
    kawa

    Bilder

    • 1936.03.23 1.Postfahrt Zep.jpg
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    Motiv-Sammeln macht Spass
    http://www.walter-kalt.ch
    über 25'000 Briefmarkenabbildungen Motiv Luftfahrt (davon 11'700 eigene)
    51 Sammelblätter Offene-Klasse
    48 Sammelblätter thematisch
    über 3950 Belege zur Luftfahrt

    Einmal editiert, zuletzt von kawa (2. Juli 2009 um 14:48)

  • balf_de
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    26. August 1943 (82)
    • 3. Juli 2009 um 18:42
    • #198

    Hallo kawa !
    Ich denke, Du machst Dir unnötig Sorgen: Dein Brief hat meiner Ansicht nach die erste Postfahrt des Luftschiffs „Hindenburg“ am 23. März 1936 mitgemacht – als einer von rund 40.000 Belegen!
    Der von Dir vermisste rote ovale Bestätigungsstempel fehlt auf vielen Belegen – wichtig ist der Bordpoststempel vom 23.3.36. Ankunftstempel, wie sie in früheren Jahren auf Zeppelinbelegen üblich waren, gab es ab 1935 nur noch für eingeschriebene Sendungen; also ist das Fehlen eines Friedrichshafener Tagesstempels kein „Mangel“.
    Sieger führt Deinen Brief aufgrund der verwendeten neuen Zeppelinmarke Nr. 607 als Nr. 401. Bb) und wertet ihn mit 35 Euro.
    Der Zeppelinpost-Katalog von Michel registriert die erste Postfahrt als sechste Fahrt des LZ129 – die Michel-Nummer lautet „LZ129 6) c." und wird mit 30 Euro bewertet.
    Die Frankatur ist korrekt: 1 RM für Briefe, 50 RPf für Karten.
    balf_de

    Einmal editiert, zuletzt von balf_de (3. Juli 2009 um 18:43)

  • balf_de
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    26. August 1943 (82)
    • 3. Juli 2009 um 19:12
    • #199
    Zitat

    Original von Kontrollratjunkie
    ... offensichtlich in Zeppelinpostsammlerkreisen so ungeliebten Luftschiff LZ 130.
    ... Mir gefallen sie......... :ups:


    Hallo KJ !
    Klar - Du hast ja recht wie meistens!
    Ungeliebt ist vielleicht nicht das richtige Wort dafür - eher "etwas abfällig" oder "von oben herunter".
    Aber wer wie Du nicht ganz so rigoros postgeschichtlich orientiert ist wie unser gemeinsamer Freund BK, wer also noch etwas näher am "klassischen" Briefmarkensammeln ist ( .. in einer frühen Phase der sammlerischen Evolution ..), der kann hier für sich ein wirklich interessantes, sowohl ergiebiges als auch überschaubares Sammelgebiet entdecken.
    Viele Grüße
    balf_de

  • Kontrollratjunkie
    Stamm Mitglied
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    • 3. Juli 2009 um 23:29
    • #200
    Zitat

    Original von balf_de


    Hallo KJ !
    Klar - Du hast ja recht wie meistens!
    Ungeliebt ist vielleicht nicht das richtige Wort dafür - eher "etwas abfällig" oder "von oben herunter".
    Aber wer wie Du nicht ganz so rigoros postgeschichtlich orientiert ist wie unser gemeinsamer Freund BK, wer also noch etwas näher am "klassischen" Briefmarkensammeln ist ( .. in einer frühen Phase der sammlerischen Evolution ..), der kann hier für sich ein wirklich interessantes, sowohl ergiebiges als auch überschaubares Sammelgebiet entdecken.
    Viele Grüße
    balf_de

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    Hallo balf_de,

    sag` doch gleich "Schmalspursammler"............

    Stimmt ja auch, die Zeppelinpost finde ich ungemein spannend, gleichwohl möchte ich das Gebiet nicht ausufern lassen.
    Wenn ich das Gebiet so sammeln würde, wie ich es mir vorstelle, dann könnte ich die Hauptgebiete aufgeben. Und das geht ja nun wirklich nicht.
    Also werde ich niemals die Dimensionen des Sammelns der Zeppelinpost erreichen, die Du schon seit Jahren lebst. Aber das ist nicht schlimm und ich erfreue mich weiterhin an den faszinierenden Zeugnissen deutscher Luftschifffahrt.

    Gruß
    KJ

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