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Sudetenland

  • sudetenphilatelie
  • 10. April 2008 um 15:25
  • Kontrollratjunkie
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    • 17. Mai 2009 um 00:26
    • #301

    Kann es sein, daß der Krimi schon zu Ende ist ? Ich hoffe nicht, es war gerade so spannend geworden.............

    Nein, im Ernst ist es schon sehr aufwendig, in diesem Teil der Philatelie Forschungsarbeiten zu betreiben. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

    In Erwartung der Fortsetzung
    KJ

  • Max und Moritz
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    • 17. Mai 2009 um 21:22
    • #302

    Hallo KJ,

    der Gärtner war es.... :P

    So ging es dann weiter:
    Nach dem Fund der Bogenteile hatte ich die Bogenteile nebst Anschreiben zum Prüfer eingesandt, gefolgt von einem etwas längerem Telefonat.
    An Hand der Bogenteile ex Prüfsammlung Osper war ja nun klar, daß der Plattenfehler jeweils auf Feld 26 der Aufdruckplatte zu finden war.

    Ein paar Tage später bekam ich meine Befunde zurück. Damit war der neue Plattenfehler nun "halbamtlich". Aber etwas fehlte noch....

    Weiter morgen im sechsten und letzten Teil.

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  • sudetenphilatelie
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    • 18. Mai 2009 um 21:41
    • #303

    Mann oh Mann, Max und Moritz spannt uns ganz schön auf die Folter :rolleyes:

    Eine echte Detektivarbeit 8-)

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    Einmal editiert, zuletzt von sudetenphilatelie (18. Mai 2009 um 22:07)

  • Kontrollratjunkie
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    • 18. Mai 2009 um 21:59
    • #304

    Bis heute abend um 24.00 Uhr geben wir ihm noch Zeit. Dann muss die Lösung her, sonst hat er meine Nachtruhe auf dem Gewissen......... :oneien:

    Gruß
    KJ

  • sudetenphilatelie
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    • 18. Mai 2009 um 22:00
    • #305

    Zur Entspannung geht es weiter mit den Traumstücken von Hessenphilatelie:

    Sind Sudetenland-Briefmarken schon selten, bilden Kopfsteher die Krönung einer jeden Sammlung! Trotz großer Eile wurde bei den Überdrucken sorgfältig gearbeitet, dennoch kamen vereinzelt seitenverkehrte Aufdrucke bzw. Kopfsteher vor. Diese Raritäten dürften an einer Hand abzuzählen sein, oftmals dürften es sogar U n i k a t e sein!

    Besonders schön die Karlsbad MiNr. 9 K mit Platten-Nr. 2 A sowie das Kehrdruckpaar MiNr. 35 (im MICHEL noch nicht gelistet) mit Platten-Nr. 34.

    Bilder

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  • Max und Moritz
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    • 18. Mai 2009 um 22:46
    • #306

    Dann will ich mich mal beeilen, das ganze Rätsel noch vor Mitternacht aufzulösen. Was noch fehlt, kann man im Scan, hoffe ich, ganz gut lesen. Hoffentlich wird es 2010 etwas.

    Schluß der Vorstellung. Der Vorhang fällt....

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    Einmal editiert, zuletzt von Max und Moritz (18. Mai 2009 um 22:47)

  • Kontrollratjunkie
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    • 18. Mai 2009 um 23:06
    • #307
    Zitat

    Original von Max und Moritz
    ............. Hoffentlich wird es 2010 etwas.

    Schluß der Vorstellung. Der Vorhang fällt....

    Super, vielen Dank für Dein Engagement und die Ergänzung des Kataloges Jahrgang 2010.

    Dann will ich einmal für die nächse Zeit weitere Stücke ankündigen, die es so auch noch nicht gibt. Es bleibt spannend...........

    Gruß
    KJ

  • sudetenphilatelie
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    • 19. Mai 2009 um 15:32
    • #308

    Vielen Dank, Max und Moritz, für diesen interessanten "Fortsetzungsroman".

    Dein Erfahrungsbericht zeigt nicht nur auf, dass es beim Gebiet Sudetenland noch vieles zu entdecken gibt sondern auch, wie die tägliche Forschungsarbeit aussieht. Dabei spielt die Vernetzung der Sammler für einen Erfahrungsaustausch und - in heutiger Zeit - die Nutzung des Internets eine entscheidende Rolle. Früher wäre so eine aufwendige Forschung nicht denkbar gewesen. Dies ist wohl auch ein Grund, warum es auf diesem Gebiet noch so vieles zu erforschen gibt, den je knapper das Material, um so mehr Bedeutung erlangt die Vernetzung der Sammler!

    Auch ein weiterer Aspekt wird deutlich: Die Beziehung der Handbücher von Dr. Hörr über den MICHEL-Spezial bis hin zu diesem Sudetenland-Thread.

    Auch wenn die Standardwerke von Dr. Hörr aus dem Jahre 1939 (1. Auflage) und aus 1964 (2. erweitere Auflage) schon betagt sind, bilden diese immer noch die hervorragende Basis für dieses Gebiet. Neue Forschungserkenntnisse werden jährilch im MICHEL-Spezial aufgeführt. Die aktuellsten Entwicklungen erhält man jedoch aus diesem Thread!

    Nochmals herzlichen Dank, Max und Moritz, für diesen tollen Beitrag. :dankeschoen:

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  • sudetenphilatelie
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    • 19. Mai 2009 um 17:09
    • #309

    ...und weiter geht es mit einer Topp-Rarität von Hessenphilatelie:

    Die Masaryk-Trauermarke MiNr. 46 von Karlsbad hat eine Auflage von 114 Stück. Je 100er-Bogen kommen 2 senkrechte Zierfelder vor. Die Auflage mit senkrechtem Zierfeld dürfte bei ca. 2 Stück liegen.

    Eine gestempelte MiNr. 46 Zfs wurde erst vor Kurzem bei Köhler versteigert. Ein anderes Exemplar darf ich heute hier im Thread präsentieren:

    Bitte beachtet den Überdruck auf dem Zierfeld: Ein K o p f s t e h e r !!!

    Bei der geringen Auflage in dieser Kombination (Kehrdruck) sicherlich ein Unikat und eine echte Weltsensation !

    Danke an Hessenphilatelie für dieses Traumstück.

    Nächstes mal geht es weiter mit Spitzen-Raritäten aus Wien........

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  • Kontrollratjunkie
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    • 19. Mai 2009 um 19:18
    • #310

    Immer wieder bin ich geplättet beim Anblick solcher Raritäten. Abgesehen davon, daß es geradezu unglaublich ist, was so alles zum Vorschein kommt.

    Ich muss ja auch zugeben, daß mein liebstes Teilgebiet des Sudetenlandes die Karlsbader Ausgaben sind. Gerade die farbigen Handstempel bilden interessante Kontraste und die Auflagezahlen sind mächtig winzig.

    Nochmals vielen Dank an hessenphilatelie für die Vorstellung dieser Spitzenstücke.

    Gruß
    KJ

  • Max und Moritz
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    • 19. Mai 2009 um 19:54
    • #311

    @KJ, Sudetenphilatelie

    Vielen Dank für eure lobenden Worte. Letztendlich ist es ja eine Sache, die Spaß macht. Davon lebt unser Hobby.

    Wenn ihr beide Raritäten ankündigt, will ich nicht danebenstehen und meine letzte bessere Neuerwerbung vorstellen. Eine Karlsbad 18, Freimarke zu 5 Kronen, überdruckt in einer Auflage von 80 Exemplaren. Das besondere an dieser Marke ist die Erhaltung. Sie ist einwandfrei postfrisch ohne jede Signatur, was nun für dieses Gebiet selten ist.
    In dieser Form mag es die Marke schätzungsweise noch drei- bis fünfmal geben, unsigniert möglicherweise Unikat.

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  • Max und Moritz
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    • 19. Mai 2009 um 21:49
    • #312

    Es sollen hier aber nicht nur Raritäten vorgestellt werden. Sehr interessant sind auch die kleinen postfrischen Werte, von denen ich hier einige vorstellen möchte, die ich auf der Messe Essen erwerben konnte.

    Die kleine, unscheinbare Rumburg 3 im Michelwert von 3,50 EUR wertet duch durch die Plattennummer gleich auf 23,50 Micheleuro auf. Die Portomarke von Rumburg hat wohl ein geneigtes HK. Bedeutet mit 100 % Aufschlag 160 Micheleuro. Interessant auch die Rumburg 16. Denn sie ist vollkommen unsigniert. Sie ist im neuesten Spezial von 220 auf 300 Micheleuro gestiegen. Die Rumburg 20 Falke ist zwar nur mit 190 Micheleuro notiert, ist aber bei einer Auflage von immerhin 400 Stück trotzdem extrem selten zu bekommen. Desto glücklicher bin ich, sie jetzt zu haben.

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  • sudetenphilatelie
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    • 19. Mai 2009 um 22:11
    • #313
    Zitat

    Original von Max und Moritz
    ........ unsigniert möglicherweise Unikat.

    Da könntest du Recht haben, jedenfalls ist dieses Exemplar bisher das einzige welches ich postfrisch "jungfräulich" gesehen habe. :D

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  • sudetenphilatelie
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    • 19. Mai 2009 um 22:14
    • #314
    Zitat

    Original von Max und Moritz
    Es sollen hier aber nicht nur Raritäten vorgestellt werden. Sehr interessant sind auch die kleinen postfrischen Werte, von denen ich hier einige vorstellen möchte, die ich auf der Messe Essen erwerben konnte.
    .


    ....das geschulte Auge findet auch hier Besonderheiten und Spezialitäten. Hier muss man "zuschlagen", wenn sich die Gelegenheit bietet. Wenn man diese Stücke sucht, findet man die nie!!! 8-)

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  • Max und Moritz
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    • 20. Mai 2009 um 22:42
    • #315

    Es gilt, den Thread weiter zu füttern. Beigefügt sind die geschnittenen Marken des Gebietes "Sudetendeutsches Niederland". Sie gibt es auch gezähnt. Sudetenphilatelie möge sie bitte zeigen.
    Herr Osper (früherer BPP-Prüfer), mit dem ich auf der Messe Essen geredet habe, meinte, es wäre eine vorbereitete Ausgabe gewesen, die dadurch überholt worden wäre, daß die Reichspost zu schnell die Posthoheit mit normalen Marken ergriffen hätte. Die genauen Ausgabeumstände bleiben aber weiter im Dunkeln. Herr Osper wußte es auch nicht genau.
    Wenn sie zur Ausgabe gekommen wären, wären es jedenfalls die einzigen nicht überdruckten Marken des Gebietes gewesen. Interessant ist, daß nach dem neuen Spezial 2009 diese Marken vereinzelt als gestempelte Zusatzfrankatur bekannt sind. Das heißt wohl also, daß sie als Vignetten gebraucht wurden.

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    • 21. Mai 2009 um 09:36
    • #316
    Zitat

    Original von Max und Moritz
    Interessant ist, daß nach dem neuen Spezial 2009 diese Marken vereinzelt als gestempelte Zusatzfrankatur bekannt sind. Das heißt wohl also, daß sie als Vignetten gebraucht wurden.


    Da frage ich mich aber schon, wie dies möglich war, wenn diese Marken nicht verausgabt wurden? Ein offizieller Verkauf über den Schalter ist nicht bekannt. Das ungebrauchte/postfrische Stücke als "unverausgabte Exemplare" in den Handel gelangten (analog Generalgouvernement) ist plausibel. Aber gebraucht/gestempelt??? (da mache ich 3 Fragezeichen). ?(

    Dennoch erfülle ich gerne den Wunsch von MuM und zeige die gezähnte Variante der "nicht verausgabten" Marken des Sudetendeutschen Niederlandes. :jaok:

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  • sudetenphilatelie
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    • 21. Mai 2009 um 15:56
    • #317

    Wie angekündigt geht es weiter mit Schmankerln aus Wien:

    Der kleine Kurort Konstantinsbad hat mit die geringsten Auflagen im Sudetenland. Entsprechend sind diese Marken sehr rar.

    Heute darf ich die MiNr. 30 Zf gestempelt vorstellen:

    Die MiNr. 30 von Konstantinsbad hat nur eine Auflage von St. 50. Entsprechend der Bogenanordnung (100er-Bogen = 12 ZF) wäre die rechnerische Auflage für Zf bei 6 Stück. Wieviele davon gibt es noch in dieser LUXUS-Erhaltung?

    Mein Dank geht nach :oesterreich: an diesen engagierten Sammler, der eine Kopie des Fotoattestens zur Veröffentlichung in diesem Thread einreichte.

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  • Max und Moritz
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    • 21. Mai 2009 um 21:34
    • #318

    Auch kleinere Werte sollen vorgestellt werden. Auf der Messe Essen konnte ich diese beiden Stücke am Stand von Herrn Osper erwerben. Es sind zwei Michel Nr. 133 (Legionäre Doss Alto), einwandfrei postfrisch. Der Michelwert beträgt gerade einmal 30 EUR pro Marke.
    Diese niedrige Notierung, die fast für das gesamte Gebiet Reichenberg-Maffersdorf gilt, ist für mich unverständlich. Diese Marken postfrisch zu besorgen, ist unheimlich und extrem schwierig. Sie gibt es eigentlich gar nicht am Markt, warum auch immer. Gestempelt tauchen sie jedenfalls relativ häufig auf. Ich bin sicher, daß der Michel dort in Kürze korrigieren muß.
    Interessant ist bei den beiden Marken, daß sie verschiedene Aufdrucke aufweisen (es gab insgesamt 5 Stempel in RM). Die linke Marke weist ein gebrochenes Ausrufezeichen auf. Recht markant.

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  • sudetenphilatelie
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    • 23. Mai 2009 um 12:04
    • #319
    Zitat

    Original von Max und Moritz
    Der Michelwert beträgt gerade einmal 30 EUR pro Marke.
    ....... Diese Marken postfrisch zu besorgen, ist unheimlich und extrem schwierig. Sie gibt es eigentlich gar nicht am Markt, warum auch immer.
    .......
    Interessant ist bei den beiden Marken, daß sie verschiedene Aufdrucke aufweisen (es gab insgesamt 5 Stempel in RM).

    Gratuliere MuM zu diesem tollen Erwerb und sicherlich zu einem Spottpreis, denn selbst 100% Michel wären noch geschenkt!

    Warum? Das möchte ich nachfolgend aufzeigen:

    Der Aufdruck der linken Marke ist anhand des Scans nicht eindeutig zuzuordnen, aber die rechte hat eindeutig einen Aufdruck von Reichenberg. Die Auflage beträgt somit nur 200 Stück!

    Altmeister Dr. Hörr hat bei seinen umfangreichen Recherchen in Maffersdorf festgestellt, dass ca. 90% der Marken gestempelt und nur ca. 10% ungebraucht ausgegeben wurden. In Reichenberg dürfte das Verhältnis ähnlich gewesen sein. Ergo: aus der Auflage von 200 Stück verbleiben ca. 20 ungebraucht. Die Mehrzahl dieser ungebrauchten wurde wiederum -wie damals üblich- mit Falz befestigt, so dass postfrische Stücke extrem selten sind!

    Bereits in früheren Postings habe ich die Faustregel publiziert, dass ca. nur 3 % der Auflage noch postfrisch verfügbar sein dürften. Dies dürfte auch in diesem Fall (ca. 6 Stück) so sein. Wundert es da, dass man diese Marken so gut wie garnicht am Markt findet?

    Dies ist ein wunderschönes Beispiel, dass Sudetenland-Briefmarken noch äußerst preiswert zu haben sind, aber enormes Potential nach oben haben. Nicht alles geht von Heute auf Morgen, dies ist ein langfristiger Prozeß der über Jahre andauern wird. Qualität und Seltenheit setzt sich aber am Markt immer durch.

    Ebenfalls richtig ist, dass 5 Aufdruck-Stempel in RM eingesetzt waren. 4 Stempel in Reichenberg und 1 Stempel in Maffersdorf. Alle 5 Stempel wurden von der gleichen Firma hergestellt und unterscheiden sich nur in wenigen Details. Je nach Abnutzungsgrad der Stempel, aber auch nach Aufdruckstärke und -winkel kann das Druckbild differenzieren, so dass eine Zuordnung nicht immer exakt möglich ist. Der Aufdruck der rechten Marke ist aber so klar, dass mit entsprechendem Vergleichsmaterial eine eindeutige Zuordnung zu Reichenberg möglich wurde.

    Nochmals Glückwunsch, MuM, zu diesem tollen Schnäppchen! :D

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  • Kontrollratjunkie
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    • 23. Mai 2009 um 15:35
    • #320

    Bei der letzten Auktion von Dr. Fischer im Mai in Bonn gab es ein kleineres Angebot Sudetenland und Mährisch - Ostrau.

    Wie nicht anders zu erwarten, wurden die Marken auch restlos verkauft, wobei die Preise wieder für sich sprechen.
    Zwei kleine Zuschläge möchte ich kommentieren.
    Zunächst wurde der Karlsbad Block 1 gestempelt, tadellos noch mit Originalgummi, nach einem Ausruf von 900 EUR mit 1150 EUR zugeschlagen. Das ergibt im Endpreis etwa 60 % Michel.
    Bei einer Auflage von 144 Blocks ist das ein normaler Preis, wenn nicht sogar noch als günstig zu bezeichnen.

    Der andere Zuschlag hingegen setzt Zeichen.
    Verkauft wurde auch eine Konstantinsbad 6 "Comenius". Die unscheinbare kleine blaue Marke ist auch noch in Falzerhaltung, also für den Puristen eher zweite Wahl.
    Bei einer Auflage von 150 Stück und der Tatsache, daß dieses Gebiet am Markt regelmäßig durch Abwesenheit glänzt, war zu erwarten, daß das Stück nicht für den Michelpreis von 160 EUR zu bekommen war.
    Aus dem Ausruf von günstigen 60 EUR wurden dann bei einem Zuschlag von 150 EUR inkl. Aufgelder etwa 120 % Michel erzielt.

    Welche andere Sammelgebiet kann derzeit solche Ergebnisse aufweisen, und das flächendeckend ?

    Gruß
    KJ

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