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Sudetenland

  • sudetenphilatelie
  • 10. April 2008 um 15:25
  • Kontrollratjunkie
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    • 26. April 2009 um 18:55
    • #281

    Möchte eine kurze Impression von der gerade abgeschlossenen HBA - Auktion zum Besten geben.
    Es wurden einige Stücke aus dem Sudetenland und von Mährisch - Ostrau angeboten und auch gut verkauft.
    Als Beispiel die an sich billigen Marken Mi.Nr. 30/31 von Mährisch - Ostrau wurden für 75 EUR + Aufgelder zugeschlagen, bei Michelwert von 120 EUR !!

    Und dann gab es noch eine Sammlung von ca. 2000 Belegen mit den sogenannten Befreiungsstempeln in 22 Alben, die brachte 3300 EUR plus. Wohlgemerkt OHNE die offiziellen Ausgaben des Sudetenlandes......

    Und dann war da noch eine ziemlich ramponierte Sammlung Sudetenland, der die besten Stücke bereits als Einzellose entnommen wurden. Ich habe die Sammlung intensiv geprüft, sie enthielt sehr viel stockige Ware, aber auch gute Stücke.
    Das Beste, was ich gesehen habe, war ein Satz "Macha-Sonderserie" mit Stempel Reichenberg, gerade im neuesten Michelkatalog von 1200 auf 2000 EUR angehoben.
    Die Sammlung startete mit 500 EUR und wurde schlussendlich mit 3000 EUR zugeschlagen. Der Käufer zahlte dann am Ende gegen 3700 EUR bei einem Michelwert von insgesamt etwa 10000 EUR.
    Ein stolzer Kurs für eine Sammlung, bei der wahrlich nicht alle Marken in Besterhaltung daherkommen.

    Nebenbei gesagt, hatte der Kommissionär noch "etwas" mehr auf dem Zettel.
    Eine irre Zeit........

    Gruß
    KJ

  • soaha
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    • 26. April 2009 um 21:39
    • #282

    Hallo sudetenphilatelie,

    danke für die Aufnahme :D
    Die wesentlichen Angaben habe ich dem Michel Spezial von 2000 entommen.

    Gratulation zu diesem Fund! ist was Besonderes.

    Südetenland hatte mich schon immer interessiert aber bin wo anders hengengeblieben.
    Von daher gefällt mir dieser Thread besonders gut.
    Ich bin ein stiller Bewunderer und Leser dieses Themas.
    Macht alle weiter so.

    Mit besten Grüße
    soaha

    Verstehen heißt verstehen wollen.

  • sudetenphilatelie
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    • 27. April 2009 um 13:04
    • #283
    Zitat

    Original von Kontrollratjunkie

    sudetenphilatelie
    Soooo schnell schiessen die Preussen nicht :D.

    Gruß
    KJ


    @ KJ
    Auch wenn die Bayern anno tubak gegen die Preussen vorloren haben, kann auch ein behäbiger Bayer manchmal schnell sein. ;-))

    @ soaha
    Was nicht ist kann noch werden. Über früher oder später wird jeder von diesem Virus "Sudetenland" infiziert, weil es hier - im Gegensatz zu anderen Gebieten - noch vieles zu Entdecken gibt. :-))

    sudetenphilatelie
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  • sudetenphilatelie
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    • 27. April 2009 um 13:22
    • #284
    Zitat

    Original von Kontrollratjunkie

    Die Sammlung startete mit 500 EUR und wurde schlussendlich mit 3000 EUR zugeschlagen. Der Käufer zahlte dann am Ende gegen 3700 EUR bei einem Michelwert von insgesamt etwa 10000 EUR.
    Ein stolzer Kurs für eine Sammlung, bei der wahrlich nicht alle Marken in Besterhaltung daherkommen.

    Nebenbei gesagt, hatte der Kommissionär noch "etwas" mehr auf dem Zettel.
    Eine irre Zeit........

    Gruß
    KJ

    Was da zur Zeit abgeht, ist für mich ein ganz normaler Vorgang. (Mein erstes Erstaunen habe ich nach der Köhler-Auktion inzwischen überwunden). Und diese Tendenz wird wohl noch über Jahre anhalten, denn was 70 Jahre lang total vernachlässigt war, kann nicht innerhalb 2-3 Jahre aufgeholt werden.

    Zur Sammlung: .....von 500,-- Euro auf 3.000,-- Euro hochgesteigert:
    Wenn man nur den Reichenberger Macha-Satz und einige andere gut erhaltene Werte bewertet und den Rest weiterverscherbelt, dürften die guten Werte immer noch zu einem günstigen Preis erworben worden sein. Oft ist dies die einzige Möglichkeit, an interessante, seltene Werte zu kommen.

    Auch ein zweiter Aspekt sticht: bei seltenen Werten werden oft Abstriche bei der Qualität gemacht, da diese Raritäten in TOPP-Erhaltung oft nicht existieren oder unerschwinglich sind (bestes Beispiel ist die derzeit angebotene rote Mauritius). Aber bis ein Wert aus dieser Sammlung das Niveau einer roten oder blauen Mauritius erreicht, dürfte noch viel Wasser die Donau runterfließen. Von der Seltenheit her dürfte die eine oder andere Sudetenland-Marke schon jetzt die berühmten Mauritius in den Schatten stellen! ;-))

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    Einmal editiert, zuletzt von sudetenphilatelie (27. April 2009 um 13:26)

  • sudetenphilatelie
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    • 28. April 2009 um 19:41
    • #285

    Nun liegen auch die Ergebnisse von Hadersbeck, Berlin, vor:

    Höhepunkt war hier sicherlich ein gestempelter Trauerblock (Block 2) von Karlsbad. Trauerblöcke sind die seltensten Blöcke des Sudetenlandes.

    Bei einem Ausruf von 1.500,-- Euro erfolgte der Zuschlag bei 3.100,-- Euro. Inkl. Aufgeld dürften ca. 3.900,-- Euro zu bezahlen sein. Bei einem Michelwert von 3.500,-- Euro wurden somit über 110 % Michel bezahlt. Dies ist allerdings kein Wunder bei einer Auflage von nur 60 Stück.

    Übrigens haben die Trauerblöcke von Reichenberg-Maffersdorf ebenfalls nur eine Gesamtauflage von 60 Stück. Diese teilen sich wie folgt auf:

    Reichenberg St. 40
    Maffersdorff St. 20

    Somit sind Trauerblöcke von Reichenberg bzw. von Maffersdorf noch seltener als die von Karlsbad. Wohl dem, der einen Trauerblock von Maffersdorf ergattert. Der hat das große (Block)-Los gezogen.

    Nachfolgend eine Neuerwerbung von Reichenberg, die noch relativ günstig zu haben war (Auflage: St. 40). :D

    Bilder

    • Reichenberg Block3.jpg
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  • sudetenphilatelie
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    • 4. Mai 2009 um 19:25
    • #286

    Heute wieder ein kleiner Leckerbissen für alle Sudetenland-Fans:

    Die Niklasdorf 71 ZF:

    Die Niklasdorf 71 hat eine Auflage von 100 Stück. Nach der Bogenanordnung gibt es je 100er-Bogen 12 Zierfelder, demnach wären 12 Marken mit Zierfeld möglich. Wieviele Krieg und Vertreibung unbeschadet überstanden haben?

    Im Michel ist die 71 ZF noch nicht katalogisiert. Auf Briefstück in LUXUS-Erhaltung sicherlich ein echter Leckerbissen!

    Bilder

    • Niklasdorf 71 ZF.jpg
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    Einmal editiert, zuletzt von sudetenphilatelie (4. Mai 2009 um 19:27)

  • sudetenphilatelie
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    • 5. Mai 2009 um 17:34
    • #287

    Interessant ist das Vorwort zum 4. Auktionskatalog von Schlegel:

    Zitat:
    "Lieber Herr Schlegel...

    ...wenn Sie meine Briefmarken verkaufen möchten, dann sagen Sie mir doch bitte, wie ich mein Geld wieder anlegen soll! Wer gibt mir die Sicherheit, dass das Geld nicht an Wert verliert?

    Diese Frage wird mir seit Beginn der Finanzkrise immer häufiger gestellt. Natürlich kann niemand vorhersagen, was aus unserem Geld wird. Was aus spekulativen Anlagen geworden ist, kann man seit Monaten in der Presse verfolgen.

    Diese Unsicherheit zeigt schon die ersten Auswirkungen am Briefmarkenmarkt. Die Nachfrage nach höherwertigen Stücken ist bereits gestiegen........"
    Zitatende

    Bleibt anzumerken, das in der 4. Auktion von Schlegel gerade mal 1 Sudetenlos (Sudetendeutsches Niederland) angeboten wird, welches sicher rasch einen Käufer finden wird. Die Abgabeneigung für seltenes Material scheint in der Tat nicht sehr hoch zu sein.

    Interessanter ist die IBRA-Auktion am 9.5.2009 in ESSEN von Felzmann. Hier werden 3 Lose angeboten, wobei 2 Lose

    - Nr. 258 Reichenberg-Maffersdorf MiNr. 18 mit Falz
    - Nr. 259 Trauerblock 3 von Reichenberg auf Briefstück

    zu den absoluten Topp-Raritäten des Sudetenlandes zählen. Auf die Zuschläge kann man gespannt sein.

    Speziell beim Gebiet Sudetenland gehe ich - im Gegensatz zu Schlegel - von einem lang anhaltenden festen Nachfragetrend (über Jahrzehnte aufgestauter Nachholbedarf) aus, der durch die angesprochene Finanzkrise ggfs. zusätzlich unterstützt wird. Die eigentliche Ursache liegt jedoch in der grundsätzlichen Neueinschätzung des Gebietes aufgrund der aktuellen Forschungsergebnisse und dem inzwischen souveräneren Umgang mit der ehemaligen Deutschen Geschichte.

    sudetenphilatelie
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    Einmal editiert, zuletzt von sudetenphilatelie (5. Mai 2009 um 17:38)

  • Kontrollratjunkie
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    • 6. Mai 2009 um 22:07
    • #288
    Zitat

    Original von sudetenphilatelie
    Heute wieder ein kleiner Leckerbissen für alle Sudetenland-Fans:

    Die Niklasdorf 71 ZF:

    Die Niklasdorf 71 hat eine Auflage von 100 Stück. Nach der Bogenanordnung gibt es je 100er-Bogen 12 Zierfelder, demnach wären 12 Marken mit Zierfeld möglich. Wieviele Krieg und Vertreibung unbeschadet überstanden haben?

    Im Michel ist die 71 ZF noch nicht katalogisiert. Auf Briefstück in LUXUS-Erhaltung sicherlich ein echter Leckerbissen!

    Hallo sudetenphilatelie,

    da präsentierst Du einmal wieder ein absolutes Ausnahmestück der Philatelie des Sudetenlandes, meinen Glückwunsch.

    Von der riesigen Auflage von 12 Stück existiert vielleicht nicht einmal mehr die Hälfte. Ein Wunder, daß dann noch eine solche Spitzenqualität vorliegt...........

    Gruß
    KJ

  • sudetenphilatelie
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    • 8. Mai 2009 um 17:01
    • #289

    Heute darf ich eine Topp-Rarität aus Karlsbad präsentieren:

    Die äußerst seltene Karlsbad 59 Zf s F

    Senkrechte Zierfelder sind extrem selten, da nach der Bogenanordnung je 100er-Bogen nur 2 Zierfelder existieren. Die MiNr. 59 hat eine Auflage von 415 Stück, somit wären rechnerisch ca. 8 Marken mit senkrechtem Zierfeld möglich. Das Besondere an diesem Stück ist die vertauschte Aufdrucktype III (hohles HK), was sehr selten vorkommt!

    In dieser Kombination

    - senkrechtes Zierfeld
    - Aufdrucktype III
    - gestempelte Erhaltung

    dürfte es sich um ein U n i k a t handeln. Mir ist jedenfalls bis dato kein weiteres Stück bekannt! Im MICHEL ist diese Abart noch nicht registriert.

    Mein Dank gilt Herrn Bergner von der Fa. Hessenphilatelie, der diese Topp-Rarität erstmals zur Veröffentlichung in diesem Forum zur Verfügung stellte.

    Weitere "Leckerbissen" aus der Sammlung Bergner werden folgen.

    Bilder

    • Karlsbad 59 Zf s F.jpg
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  • sudetenphilatelie
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    • 10. Mai 2009 um 16:12
    • #290

    ...und weiter geht es mit der nächsten Rarität von Hessenphilatelie:

    Heute die seltene MiNr. 56 Zf w F ungebraucht gepr. Krischke.

    Die MiNr. 56 hat eine Auflage von 150 Stück. Entsprechend der Bogenanordnung gibt es 12 Zierfelder je 100er-Bogen. Dies wären 18 Marken mit Zierfeld. Das Besondere aber ist auch hier die verwechselte Aufdrucktype III.

    Die 56 F (Aufdrucktype III) ist im Michel notiert, aber dieses Stück mit Zierfeld noch nicht. In dieser Art vermutlich ein U n i k a t.

    Glückwunsch Hessenphilatelie zu diese tollen Stück und danke für die Bereitschaft, diese Raritäten in diesem Thread vorstellen zu dürfen.

    Bilder

    • Karlsbad 56 ZF w F.jpg
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  • Max und Moritz
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    • 10. Mai 2009 um 19:15
    • #291

    Hallo Gerhard,

    Scans lügen ja bekanntlich und einen richtigen Farbsinn habe ich auch nicht. Aber kann es sein, daß die beiden letzten Marken zusätzlich nicht den richtigen Ton dunkelviolettblau haben?

  • sudetenphilatelie
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    • 11. Mai 2009 um 11:19
    • #292

    @ Max und Moritz

    Die Scans sowie auch die Abbildung auf meinem Bildschirm tragen die typische Aufdruckfarbe. Wenn bei dir etwas anderes abgebildet wird würde ich die Farbskalierung deines Programmes prüfen oder ist doch ´ne neue Brille fällig? ;-))

    sudetenphilatelie
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  • Kontrollratjunkie
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    • 11. Mai 2009 um 11:50
    • #293

    Nun von mir eine kleine Ergänzung der Marktlage für die Briefmarken des Sudetenlandes.
    Auf der am Sonntag zu Ende gegangenen IBRA in Essen fand bekanntlich eine grosse Auktion des Hauses Felzmann statt.
    Auch Lose mit Sudetenland - Ausgaben waren im Angebot. Als diese Lose aufgerufen wurden, war ich natürlich anwesend :D.
    Im grossen Angebot Besetzungsausgaben II. Weltkrieg wurden folgende Zuschläge erreicht:
    - Rumburg Zeitungsmarke Mi.Nr. 22 ** 370 EUR, mit Zuschlägen gute 45 % Michel
    - Reichenberg Masaryk - Block Mi.Nr. 3 in gestempelter Topqualität 1650 EUR, mit Zuschlägen gute 135 % Michel !!!!!
    Bei einer Auflage von ganzen 60 Exemplaren liegt der Michel mit seiner Bewertung wohl immer noch "etwas" daneben.

    Die Reichenberg - Maffersdorf Mi. Nr. 18 mit Falz fand mit einem Ausruf von 2500 EUR auf der Auktion keinen Zuschlag.
    Die Marken existiert nur 10 x, aber bei einer Michelnotierung von 4000 EUR war der Ausruf wohl etwas optimistisch.

    Auch andere Gebiete fanden gute Aufnahme, z.B. Bedarfspost der Deutschen Besetzung Albaniens mit erstaunlichen Zuschlägen zwischen 1050 und 6200 EUR für jeweils EINEN Beleg, Heydrichblock ** überdurchschnittlich gut erhalten mit 12000 EUR, Eisbärblock ungezähnt ** mit 1400 EUR und als Ministerdruck für 1500 EUR.
    Auch der Zuschlag für das Druckprobenarchiv Generalgouvernement mit satten 63000 EUR, mit Aufgelder zahlte der Käufer gegen 76000 EUR beeindruckte sehr.

    Offensichtlich ist der Markt bereit, auch größere Summen in Gebiete mit Zukunft zu investieren.

    Gruß
    KJ

  • Max und Moritz
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    • 11. Mai 2009 um 22:51
    • #294

    Liebe Freunde des Gebietes Sudetenland. Heute und die nächsten Tage möchte ich euch einen neuen Plattenfehler der Landschaftsmarken des Gebietes Rumburg vorstellen. Dieser Plattenfehler war bislang völlig unbekannt.

    Es handelt sich um ein unten abgeplattetes Hakenkreuz, welches bis dato auf Landschaftsmarken der Rumburg Nr. 10 und 11 aufgetaucht ist.
    Bereits am 14.01.2009 hatte ich zwei Bogenteile dieser Marken hier vorgestellt. Zur Erinnerung zeige ich nochmal die Scans der Marken.
    Bei genauerer Durchsicht der Marken hatte ich festgestellt, daß jeweils die beiden Marken unten links ein gemeinsames Merkmal hatten. Nämlich den oben erwähnten Fehler. Da Forschung bekanntlich Spaß macht, habe ich der Sache ein bisschen hinterhergehakt.

    Wie es dann spannend weitergeht, erzähle ich morgen oder übermorgen. Es ist schon spät..... :zZz:

    Bilder

    • Rumburg 10 und 11 Bogenteile.jpg
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      • 1.174 × 784
      • 416
  • Max und Moritz
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    • 12. Mai 2009 um 18:18
    • #295

    Naturgemäß kam für die Erscheinung des unten abgeplatteten HK auch die einfache Möglichkeit einer Druckzufälligkeit in Frage. Aber das der Fehler bei zwei verschiedenen Bogenteilen an der gleichen Stelle auftauchte, machte mich schon mißtrauisch (Interessant ist, dass für die verschiedenen Landschaftsmarken von Rumburg das gleiche Druckklischee verwandt worden ist. Insofern ist dieser Fehler wohl auch auf anderen Landschaftsmarken vorhanden, aber noch nicht entdeckt worden; Viel Spaß bei der Suche.... ;) ).
    Also telefonierte ich mit dem Prüfer für das Sudetenland. Kurz gesagt, hielt er einen echten Plattenfehler für möglich, genauso aber auch eine Druckzufälligkeit. Das A und O wäre die Forschung nach weiteren Stücken und insbesondere die Feldbestimmung. An Hand meiner Bogenteile ließ sich ja immerhin feststellen, daß sich der (bis dato vermutete) Plattenfehler in der dritten oberen Reihe zwischen Feld 21 und 28 befinden mußte.
    Jetzt wurde es aber schwierig. Denn die Auflage der Rumburg-Landschaftsmarken ist nicht gerade gigantisch hoch. Die Nr. 10 wurde 9400 x überdruckt, die Nr. 11 insgesamt 8600 x. Also gabe es maximal 94 bzw. 86 Bogen. Da die meisten (wenn inzwischen nicht alle) vernichtet, verbraucht, zerstückelt, zertrennt usw. waren, nicht einfach.
    Wie ging es weiter? Schreibe ich morgen oder übermorgen..... :)

  • sudetenphilatelie
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    • 12. Mai 2009 um 20:12
    • #296

    Gratuliere Max und Moritz zu deiner Neuentdeckung!

    Mit diesen Neuentdeckungen ist dieser Thread die logische und konsequente Weiterführung des Handbuches von Dr. Hörr und dem MICHEL-Katalog. Aktueller geht es nicht mehr!!!

    Allen Sudetenland-Fans wünsche ich viel Freude beim Suchen des neuen Plattenfehlers und bei der tatkräftigen Unterstützung von Max und Moritz. Dies ist erneut ein Beweis, dass es im Gebiet Sudetenland noch vieles zu forschen und entdecken gibt.

    Weiter geht es Heute mit der nächsten Rarität von Hessenphilatelie:

    Dieses mal ein klassischer Ersttagstempel von Karlsbad. Wie allgemein bekannt sein dürfte, war dieses Stempel nur wenige Stunden möglich, da am 1.X.1938 die Tschechen plötzlich wieder in Karlsbad einrückten und das Postamt besetzten.

    Auch wenn es sich um einen Gefälligkeitsstempel und um einen nachträglich beschrifteten Beleg handeln dürfte, sind Karlsbad Belege selten. Der Michelpreis gilt für solche Sammlerbelege. Echt gelaufene Stücke bedingen Liebhaberpreise! Dies ist ein gravierender Unterschied zu anderen Sammelgebieten und durch die absolute Knappheit der Bedarfsbelege bedingt.

    Das Besondere an diesem Stück ist die Uhrzeit 10:00. Es handelt sich um die früheste Verwendungsmöglichkeit aus der aller ersten Stunde.
    Hörr gibt als letzte Abstempelung 14:00 Uhr an. Gegen 17:30 Uhr wurde das Postamt von den Tschechen wieder besetzt, dazwischen wurden die Stempel wohl nicht umgestellt.

    Eine Marke mit anhängendem Zierfeld auf Beleg ist schon selten, dazu der Ersttagstempel und die erstmögliche Verwendung, dies macht diesen Beleg zu einer postalischen Rarität.

    Mein Dank gilt Hessenphilatelie, der dieses schöne Stück zur Präsentation in diesem Forum bereitstellte.

    Bilder

    • Karlsbad 58 Zf w EST.jpg
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    sudetenphilatelie
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    Einmal editiert, zuletzt von sudetenphilatelie (12. Mai 2009 um 20:17)

  • Kontrollratjunkie
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    • 13. Mai 2009 um 23:24
    • #297

    Wunderbare Stücke werden hier vorgestellt.
    Vielen Dank an Hessenphilatelie für die Bereitschaft, diese historischen Raritäten zu zeigen.
    Und natürlich auch an sudetenphilatelie für die wie immer fachkundige Beschreibung und Bearbeitung für das Forum.

    Ich bin sehr gespannt, was wir aus dieser wohl hochkarätigen Sammlung noch alles zu sehen bekommen.

    Gruß
    KJ

  • Max und Moritz
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    • 14. Mai 2009 um 19:33
    • #298

    Ich versuchte, das Problem erstmal über die Prüfung der Frage der Häufigkeit einzukreisen. Insgesamt durfte es die Erscheinung bei Hunderter-Bogen der Nr. 10 und 11 ja nur insgesamt 94 bzw. 86 x überhaupt geben.
    Wenn überhaupt keine weiteren Stücke aufgetaucht wären, hätte es sich wohl eher um Druckzufälligkeiten gehandelt. Wenn die Stücke häufig vorhanden gewesen wären, wäre es unter Umständen ein auf vielen Feldern vorkommender Fehler gewesen, dem man dann keine größere Bedeutung hätte zumessen können.

    Ich habe dann zunächst die Forumskollegen KJ, Sudetenphilatelie (Vielen Dank dafür) und noch einige weitere mir bekannte Sudetensammler kontaktiert mit der Bitte, ihre Bestände durchzusehen. Auch der Prüfer hatte dies absprachegemäß getan.
    Es dauerte ca. zwei Wochen, dann war klar, daß bei ca. 200 vorhandenen und durchgesehenen Marken der vermutete Plattenfehler noch dreimal aufgetaucht war. Das war ein Verhältnis, daß zu einem Plattenfehler auf EINEM Feld im Hunderterbogen durchaus paßte.

    Damit war das größere Problem der Feldbestimmung aber noch nicht gelöst. Naturgemäß hatte keiner der Sammler größere Bogenteile, an Hand derer dies möglich gewesen wäre.
    Was tun????

    Im vierten Teil geht es weiter. :ups:

    4 Mal editiert, zuletzt von Max und Moritz (16. Mai 2009 um 08:42)

  • sudetenphilatelie
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    2. Dezember 1956 (69)
    • 15. Mai 2009 um 14:28
    • #299

    @ Max und Moritz

    Deine Forschungsarbeit gestaltete sich ja zu einem echten Krimi....spannend....spannend! :O_O:

    sudetenphilatelie
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  • Max und Moritz
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    • 15. Mai 2009 um 21:54
    • #300

    Danke Gerhard für die unterstützenden Worte. man bemüht sich... :)

    Nach größeren Bogenteilen zu suchen, ist eigentlich unmöglich. Denn wer sollte sie haben? In früheren Zeiten wäre jetzt entweder der Moment gekommen zu sagen, ich lasse es sein. Oder ich hätte mühevoll alle möglichen anderen Sammler angeschrieben mit der Bitte mir mitzuteilen, ob sie Bogenteile haben, möglichst noch von den verdächtigen Feldern. Vielleicht hätte ich das sogar getan (Wobei das Problem aufgetaucht wäre, woher ich an diese Daten rangekommen wäre, denn so viele Sammler kenne ich auch nicht).
    Ich habe den einfacheren, logischen Weg mit Erfolg gewählt: Ich habe das Internet abgegraben.
    Es ist unglaublich. Zu welchem Sammelgebiet man auch sucht. Wenn man tief genug gräbt, findet man immer was. Ich wurde schließlich bei der Felzmann-Auktion fündig:

    http://www.felzmann.de/

    Dort waren sie tief in der Kataloghistorie versteckt. In einer Auktion des Jahres 2004 wurden mehrere Bogenteile der Landschaftsmarken versteigert. Wie ich später herausbekam, gehörten sie zur Prüfsammlung des ehemaligen BPP Osper, der sie damals hat versteigern lassen (Ich bin übrigens Herrn Osper vor einer Woche auf der Messe Essen begegnet. Er hatte seinen eigenen Stand. Ein echt netter Mensch, mit dem man wunderbar über Briefmarken palavern kann).
    Lange Rede, kurzer Sinn: An Hand dieser "virtuellen" Bogenteile war die Feldbestimmung dann möglich. Die visuelle Auflösung der Felzmann-Historie ist zwar nicht optimal, hat aber für diese Zwecke gereicht (An dieser Stelle meinen Dank an Herrn Felzmann und alle anderen, die diese virtuellen Forschungen möglich machen. Wäre das Stück, ohne Spuren im Internetz zu hinterlassen, einfach aufgelöst worden, wäre die Forschung unmöglich geworden).

    Weiter geht es dann im fünften Teil..... :rolleyes:

    3 Mal editiert, zuletzt von Max und Moritz (15. Mai 2009 um 21:58)

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