59 Jahre lag er versteckt im Bonner Archiv für Philatelie – mit einem Schätzwert von rund einer Million Euro. Einfach in Vergessenheit geraten. Er, das ist „Der Gelbe Dom“.
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Frauke Rude vom Bonner Archiv für Philatelie präsentiert den wertvollen Briefbogen aus 100 Einzelmarken. Versicherungswert: rund eine Million Euro!
Am Dienstag präsentierte das Philatelie-Archiv sein Schätzchen zum ersten Mal der Öffentlichkeit. Der Gelbe Dom ist aus seinem Dornröschen-Schlaf erwacht“ so Arnim Hölzer, Präsident des Briefmarkenhändler-Verbands.
Der Dornröschen-Schlaf begann vor 59 Jahren: Am 1. September 1948 sollte die 5-Pfennig-Briefmarke „Der Gelbe Dom“ an die Postschalter in der britisch-amerikanischen Besatzungszone als Zuschlag für Luftpost gehen - bis dem Weltpostverein kurz vor dem Erscheinungstag auffiel: Luftpostmarken müssen doch blau sein. Der Gelbe Dom wurde vernichtet und der Blaue Dom gedruckt.
Trotzdem ging ein Bogen des gelben Exemplars in das Archiv der Post – und wurde vergessen. Gestern präsentierte das Bonner Archiv nun den einzigartigen Briefmarkenbogen. In einem Panzerwagen mit bewaffneten Bodyguards wurde er zur Köln-Messe gebracht. Bis heute sind nur drei Einzelmarken des wertvollen Drucks aufgetaucht.
Das Kölner Wahrzeichen auf einer sehr kostbaren Briefmarke – das sollte nicht nur Briefmarkensammler in die Köln-Messe locken. Das wertvolle Stück ist ab Donnerstag (20. bis 22. September) auf der Philatelie und MünzExpo in der Köln-Messe (Halle 3, Tageskarte 9 Euro) zu sehen.
Der gelbe Dom wandert dann wieder ins Archiv zurück, also: Gucken lohnt sich!
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