Eine Postkarte aus Augsburg vom 29.8.1908 war mit 5 Pfg. nach der Schweiz unterfrankiert. Ich denke, man schrieb T und 12 1/2 Centimes unter den später hinzugeklebten Marken. Die Schweiz notierte 15 Centimes am selben Tag in Wallenstadt, klebte 15 C. an Portomarken auf und gab sie dem Empfänger. Dieser zahlte die 15 C., radierte seine Anschrift aus und versah die Karte am 1.9.1908 mit einer 10 Centimes Marke, die jetzt an einen Herrn im österreichischen Bludenz - postlagernd - gerichtet wurde. Man annulierte mit roter Tusche die 15 Centimes, den bayer. Wertstempeleindruck und die blaue 15 Nachportoforderung. Am 4.9.1908 klebte und entwertete man eine 2 und 3 Heller Marke Österreichs auf der Karte und wartete auf die Abholung derselben durch den neuen Empfänger.
Hierzu habe ich noch Fragen an die Experten von der Schweiz und Österreichs:
Kostete eine Karte damals von der CH nach Österreich 10 Rappen bzw. Centimes, oder war sie unterfrankiert?
Wenn sie von der CH aus nicht unterfrankiert war, stellen dann die verklebten 5 Heller die Restantegebühr dar? Oder woführ sonst klebte man die 5 Heller auf?
Ich hoffe, ihr könnt mir etwas weiterhelfen.
Liebe Grüsse von bayern klassisch, der eigentlich nur bis 1875 sammelt ...